Charakterproblem

  • Wir haben gestern endlich (!!!!) mal mit Traveller angefangen und haben da ein Problem: beim Auswürfelnn der Charakterentwicklung hatte der Spieler unseres Marines dermaßen Würfelglück (Werte, Beförderungen, Ereignisse und Abfindungswürfe), dass er einen Brigardier mit SO 15 bekommen hat!!!!!


    Was machen wir auf einem kleinen Handelskahn mit so einem Typen?


    Neuer Charakter etc. macht keinen Sinn, das würde die Motivation meiner Leute für Traveller senken, aber ich brauche Ideen, um ihn Story-technisch einzubinden.

  • Vielleicht hat er die Nase voll von dem ganzen Militärapparat?
    Vielleicht will er sich weiterentwickeln?
    Vielleicht will er irgendwann seine eigene Söldnereinheit aufmachen?
    Vielleicht will er einfach nur die Teile des Universums sehen, die er vorher nicht besuchen konnte?
    Vielleicht will er auf eigene Faust das Universum "retten"?
    Vielleicht ist er einfach mit dem System unzufrieden?


    Man sollte da nicht den Fehler machen und davon ausgehen, dass nur weil jemand reich, sozial hochgestellt und erfoglreich ist, auch zufrieden mit seinem Leben ist.


    Ansonsten finde ich das nicht so wild, ich hab mal einen Rogue ausgewürfelt, der nach einem Term, 200.000 cr und einen Corsair hatte. So ist Traveller halt.

  • Brigardier mit SO 15


    Als Brigardier wird er (trotz Würfelglück) sicher schon ein paar Dienstperioden auf dem Buckel haben, wenn er zu Spielbeginn aus dem aktiven Dienst ausscheidet und Traveller wird. Er ist also "Brigardier a.D.", was ihm erst einmal keine besonderen Vorteile bringt. Die Leute (vorallem Militärs) werden ihm vielleicht Achtung zollen, aber ohne Kommando wird dieser Ex-Marine keine Befehlsgewalt haben.


    Ein hoher Sozialstatus muss nicht zwangsläufig einen Adelstitel mit sich bringen. Ein hochdekorierter Soldat könnte natürlich nach seinem aktiven Dienst eine Karriere in der Politik anstreben, er könnte sich aber auch einfach zur Ruhe setzen.
    Sozialstatus ist eher ein Gradmesser für Ansehen und Kontakte, wobei beides sich nicht auf alle Bereiche der Gesellschaft erstrecken muss: Auf einem pazifistischen Planeten wird ein Ex-Militär sicher weniger herzlich willkommen geheißen, als als Gastredner in einer Militärakademie.
    Die Kontakte werden sich bei einem "Brigardier a.D." eher im Bereich des Militärs bewegen, wenngleich sich natürlich ehemalige Kameraden in vielen unterschiedlichen Bereichen unterbringen lassen.


    Ich sehe überhaupt kein Problem darin, so einen SC ins Spiel zu integrieren. Du musst nur verhindern, dass der Spieler den hohen Status seines Charakters missbraucht:
    "Ich bin schließlich Brigardier, den lasse ich jetzt mal stramm stehen..."
    "Ich kenne doch bestimmt irgend jemanden, der uns die Genehmigungen besorgen kann, schließlich bin ich Brigardier..."
    "Pah! Ich gehe zum Imperator, schließlich habe ich den Sozialstatus eines Herzogs..."
    "Der Herzog muss mich empfangen, schließlich haben wir ja den gleichen Sozialstatus..."

  • Abgesehen davon gibt SOC 15 einfach +3 auf einen entsprechenden Wurf.


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    "Ich bin schließlich Brigardier, den lasse ich jetzt mal stramm stehen..."


    Da der Brigadier a.D. ist, wird das nicht ohne weiteres funktionieren. Aber warum keine Persuade-Probe?


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    "Ich kenne doch bestimmt irgend jemanden, der uns die Genehmigungen besorgen kann, schließlich bin ich Brigardier..."


    Oft eine reine bürokratische Frage, da sollte sich der Brigardier besonders gut auskennen: Admin, Diplomat, Persuade.


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    "Pah! Ich gehe zum Imperator, schließlich habe ich den Sozialstatus eines Herzogs..."


    Um eine Audienz bitten, klar warum nicht: Admin, Advocate, Diplomat.


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    "Der Herzog muss mich empfangen, schließlich haben wir ja den gleichen Sozialstatus..."


    Aus Gründen der Höflichkeit wird er das sogar machen, wenn er Zeit hat: Diplomat.


    Ich sehe das nicht als missbrauchen. Ist doch gut, wenn sie die Spieler Lösungen überlegen, die nicht nur aus stumpfer Waffengewalt bestehen. Denn gerade dafür ist der Soziale Status ja da und wir sind hier schließlich nicht bei DSA.


    (Sorry, dass ich immer die engl. Begriffe verwenden, aber ich habe nur die engl. Fassung.)


    @Corsair
    Macht nur noch 95%, die abzubezahlen sind, dass schaffen nicht viele Traveller-Charaktere nach einer Dienstperiode.

  • Ich sehe das nicht als missbrauchen. Ist doch gut, wenn sie die Spieler Lösungen überlegen, die nicht nur aus stumpfer Waffengewalt bestehen.


    Lösungen abseits eines bewaffneten Konflikts zu suchen ist eine Sache. Unter "missbrauchen" verstehe ich aber, wenn ein Spieler ohne konkrete Vorschläge oder Lösungsansätze stur auf seinen Spielwerten besteht, ganz nach der Devise "Ich habe XY und deshalb kann ich ...". Mir geht es darum, dass ein Spieler nicht auf eine eigene Idee/Lösung verzichten kann, nur weil einen bestimmten Wert in einer bestimmten Eigenschaft/Fertigkeit hat.

  • Das hört sich aber insgesamt nach eher schlechtem Rollenspiel an und weniger als ein konkretes Problem, das mit dem Sozialstatus einhergeht. Wenn der Charakter des Spielers andere hohe Werte hätte, würde das gleiche Lied mit einem anderen Text losgehen.

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • In meiner Runde gibt es auch einen Admiral mit SOC15, zu Spielbeginn war der natürlich "a.D.", inzwischen ist er aber wieder im aktiven Dienst.
    Aber selbst als "a.D.":
    Die Erwähnung seines Rangs setzt Himmel und Hölle in Bewegung. Am ersten Abend wollte er nur die Warteschleife beim Landeanflug etwas beschleunigen und hat den Typ im Tower angeschnautzt, ob er denn nicht wüsste, wer hier an Bord ist ("Admiral a.D. XY nämlich!"). Er hatte sofort eine Landeerlaubnis. Bei der Landung: Roter Teppich, Blaskapelle, Ehrenformation, die Stützpunkt-Kommandantin persönlich erschien zur Begrüßung. Der ganze protokollarische Schnickschnack. Ein Admiral a.D. mit SOC15 kriegt, was er will. Und meistens kriegt er noch viel mehr, als er will. Das einzige, was er nicht kriegt, ist seine Ruhe!


    Wir haben unseren Spaß. :D


  • Die Kontakte werden sich bei einem "Brigardier a.D." eher im Bereich des Militärs bewegen, wenngleich sich natürlich ehemalige Kameraden in vielen unterschiedlichen Bereichen unterbringen lassen.

    Ab dem Rang sind nicht mehr viele Personen zwischen einem Brigadier General der Marines und der zivilen Führung, Politischen Macher und Witschaftlichen Schaker.



    Quote


    "Ich bin schließlich Brigardier, den lasse ich jetzt mal stramm stehen..."
    "Ich kenne doch bestimmt irgend jemanden, der uns die Genehmigungen besorgen kann, schließlich bin ich Brigardier..."
    "Pah! Ich gehe zum Imperator, schließlich habe ich den Sozialstatus eines Herzogs..."
    "Der Herzog muss mich empfangen, schließlich haben wir ja den gleichen Sozialstatus..."

    Ja, und?



    Lösungen abseits eines bewaffneten Konflikts zu suchen ist eine Sache. Unter "missbrauchen" verstehe ich aber, wenn ein Spieler ohne konkrete Vorschläge oder Lösungsansätze stur auf seinen Spielwerten besteht, ganz nach der Devise "Ich habe XY und deshalb kann ich ...". Mir geht es darum, dass ein Spieler nicht auf eine eigene Idee/Lösung verzichten kann, nur weil einen bestimmten Wert in einer bestimmten Eigenschaft/Fertigkeit hat.

    Das sieht für mich als sehr klein-klein Hartwurst aus, Gott der SC ist Brigadekommandeur der Elite des Imperiums, deer pfeift den Typen hinterm Tresen wenn der sich madig macht zurecht zusammen.

  • Quote

    Lösungen abseits eines bewaffneten Konflikts zu suchen ist eine Sache. Unter "missbrauchen" verstehe ich aber, wenn ein Spieler ohne konkrete Vorschläge oder Lösungsansätze stur auf seinen Spielwerten besteht, ganz nach der Devise "Ich habe XY und deshalb kann ich ...". Mir geht es darum, dass ein Spieler nicht auf eine eigene Idee/Lösung verzichten kann, nur weil einen bestimmten Wert in einer bestimmten Eigenschaft/Fertigkeit hat.


    Da frage ich mich natürlich, wofür man seine Werte hat, wenn man damit nichts machen darf, was dem Spielleiter nicht in den Kram passt. Das mag zwar für einen Spielleiter, der es nicht gewohnt ist damit umzugehen, zu anfangen sehr anstregend sein, doch wenn man sich darauf einlässt, und dieses ganze alberne Gutes-Rollenspiel-Gezumpe beiseite schiebt, dann bereichert es das Spiel enorm.

  • Der ganze protokollarische Schnickschnack. Ein Admiral a.D. mit SOC15 kriegt, was er will. Und meistens kriegt er noch viel mehr, als er will. Das einzige, was er nicht kriegt, ist seine Ruhe!


    Das ist z.B. eine gute Möglichkeit diesem "Problem" zu begegnen.


    Das sieht für mich als sehr klein-klein Hartwurst aus, Gott der SC ist Brigadekommandeur der Elite des Imperiums, deer pfeift den Typen hinterm Tresen wenn der sich madig macht zurecht zusammen.


    Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass ein solcher SC auf die Dauer den anderen Spielern auf die Nerven geht. Von Zeit zu Zeit ist so ein Charakter ganz witzig, aber auf lange Sicht erwiesen sich solche Typen dann als Spaßbremsen. Mir als SL ist es prinzipiell egal, aber wenn sich alle anderen Spieler anfangen zu beschweren, dann ist das auch kein erstrebenswerter Zustand.


    Da frage ich mich natürlich, wofür man seine Werte hat, wenn man damit nichts machen darf, was dem Spielleiter nicht in den Kram passt. Das mag zwar für einen Spielleiter, der es nicht gewohnt ist damit umzugehen, zu anfangen sehr anstregend sein, doch wenn man sich darauf einlässt, und dieses ganze alberne Gutes-Rollenspiel-Gezumpe beiseite schiebt, dann bereichert es das Spiel enorm.


    Von "nichts machen darf, was dem Spielleiter nicht in den Kram passt" kann doch überhaupt keine Rede sein. Immer dieses Scharz-Weiss-Denken :rolleyes:
    Die Goldene Mitte, also Maß halten, ausgewogenes Spiel das allen Spielern Spaß bereitet, darauf kommt es doch an.
    Sollte man denn jedem "Ich werfe jetzt mal das Auto um!" - "Warum?" - "Weil ich Stärke 15 habe und das kann..." auch nachgeben? ;)


  • Das ist z.B. eine gute Möglichkeit diesem "Problem" zu begegnen.

    Das kommt darauf an was die gute Möglichkeit ist, der SC ist Kommandant der 15 Eingreifsflotte ode alle 5 Minuten kommt der nächste Jar Jar Bings..



    Quote

    Ich habe leider die Erfahrung gemacht, dass ein solcher SC auf die Dauer den anderen Spielern auf die Nerven geht.

    Warum? Weil sie SCs mit Rang und Macht nicht ertragen können oder der SL sie nicht händeln kann und daher die Gruppe schikaniert?



    Quote

    Die Goldene Mitte, also Maß halten, ausgewogenes Spiel das allen Spielern Spaß bereitet, darauf kommt es doch an.

    Dieser Satz soll was aussagen?


    Quote

    Sollte man denn jedem "Ich werfe jetzt mal das Auto um!" - "Warum?" - "Weil ich Stärke 15 habe und das kann..." auch nachgeben?

    Nein, akzeptieren wenn mam it ST 15 Autos umwerfen kann, kann der SC mit ST 15 Autos umwerfen!


    So What?
    That´s it ! Learn to live with it!
    ;)

  • Warum? Weil sie SCs mit Rang und Macht nicht ertragen können oder der SL sie nicht händeln kann und daher die Gruppe schikaniert?


    Weil "Ich bin die Nummer Eins und ziehe jetzt mein Ding durch, egal was die anderen denken" auf die Dauer nicht gut ankommt. Als SL muss man aber auf solche Typen, der Spielweltlogik entsprechend, reagieren. Solange es für die Gruppe von Vorteil ist, wird sich keiner beschweren. Resultiert daraus aber ein Nachteil, dann gibt's Stunk. Man könnte es innerhalb der Gruppe ausmachen lassen, was dann zu endlosen Diskussionen und einer allgemein schlechten Stimmung führen kann.


    Im Sinne des guten und spaßigen Zusammenspiels kann es also manchmal nicht schaden, wenn man als Spieler nicht unbedingt immer auf allem besteht, was theoretisch die Spielwerte hergeben.



    Zitat
    Die Goldene Mitte, also Maß halten, ausgewogenes Spiel das allen Spielern Spaß bereitet, darauf kommt es doch an.


    Dieser Satz soll was aussagen?


    s.o.


    Nein, akzeptieren wenn mam it ST 15 Autos umwerfen kann, kann der SC mit ST 15 Autos umwerfen!


    Es geht doch nicht um akzeptieren oder nicht akzeptieren. Natürlich kann ein SC mit bestimmten Werten Dinge tun, die andere mit niedrigeren Werten nicht tun können. Die Frage ist doch aber: Muss ein Spieler immer das tun was er kann, ohne Rücksicht auf Verluste.


    Als SL mache ich keine Vorschriften. Wenn ein SC etwas unbedingt tun möchte, auch wenn es absolut unlogisch oder absurd sein sollte, so teile ich ihm meine Bedenken mit. Besteht er dann immer noch darauf, dann kann er das tun, was er möchte.

  • Aus meiner Sicht geht es über die Werte hinaus auch immer um den rollenspielerischen Aspekt. Wenn ein Spieler aufgrund eines bestimmten Wertes erwartet, alles funktioniert automatisch, dann hat er was nicht verstanden.
    Im konkreten Beispiel würde ich schon erwarten, das der Spieler sich was gutes ausdenkt, wenn er irgendwo Audienz haben will. Einfach nur hingehen reicht nicht, das bringt ihm maximal eine Höflichkeitsausdienz in 4 Wochen ein. Aber wenn er im Spiel die Dringlichkeit seines Anliegens klarmacht, selber die Etiquette einhält und somit auch dem Herrscher (wem auch immer) oder seinem obersten Administrator zeigt, dass es wirklich unklug ist, hier nicht zu reagieren, dann kann er auch mit einer prompten Audienz rechnen.

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Wenn einer Soz-Bonus von +3 hat, dann ist er nach meinem Verständnis der Regeln nicht nur so'n Typ a.D., der hat Lebenshaltungskosten von 12.000 Cr, da muss doch was sein.
    Bei einer Schießerei oder einem Nahkampf komm ch dem Spieler auch nicht mit "Wie, Ges +2, neenee, zeich ma an dem Kollegen da, wie Du das machen willst!" Werte sind Werte.


    Wenn der Typ seinen Mitspielern den Spaß verdirbt,dann ist das kein Problem der Werte. Solche Hanseln sollen gehen.


    Wenn einer ein Auto umschmeißen will, bitte, nimms dead serious, dann kommt der wegen groben Unfungs in den Knast und darf für den Schaden aufkommen.
    Wenn er dann eskaliert und abhaut, ist er eben Steckbrieflich gesucht. Wenn seine Mitspieler das doof finden, fällt ihnen schon was ein.
    Immer diese falsche Solidarität.


    Das geht jetzt aber alles an der eingangs gestellten Frage vorbei. Ich denke, Ideen gibt es jetzt genug. Außerdem kann/können sich der/die Spieler auch selbst ausdenken, warum sie jetzt gemeinsam losziehen wollen und warum/ob sie so einen Schnösel mitnehmen. Lass die mal machen, dann kommen die nachher auch klar.
    Nachtrag: Bislang war es bei sehr guten Würfelergebnissen meiner SpielerInnen bei der Erstellung immer so, dass sie das als Bereicherung für die Gruppe gesehen haben, deshalb ist mir das Problem nicht ganz klar geworden.

  • Was machen wir auf einem kleinen Handelskahn mit so einem Typen?


    Geld und Kontakte kann man auch als kleiner Freihändler nicht genug haben. Vielleicht ist er anfangs einfach nur der Goldesel für die anderen Charaktere. Er könnte auch der erste Auftrag sein: In Ungnade gefallener hochrangiger Befehlshaber auf der Flucht vor XY.


    Ich würde es auch einfach "darauf ankommen lassen" und die Spieler die ganze Sache ausspielen lassen. Ein guter Ansatzpunkt sind auch die Fertigkeiten, die die Charaktere durch Beziehungen untereinander erhalten. Auf diese Weise können sich die SC in der Vergangenheit schon irgendwie über den Weg gelaufen sein.

  • Weil "Ich bin die Nummer Eins und ziehe jetzt mein Ding durch, egal was die anderen denken" auf die Dauer nicht gut ankommt.

    Das ist ein Spielerproblem oder ein gruppendesignproblem, kein der SC kann das und das Problem(das ist dann eher ein passt der SC in die Kampagne und/oder SL Problem)



    Quote

    Im Sinne des guten und spaßigen Zusammenspiels kann es also manchmal nicht schaden, wenn man als Spieler nicht unbedingt immer auf allem besteht, was theoretisch die Spielwerte hergeben.

    Typische SL Klge = Hilfe der kompetente, fähige sonstwas SC stört meinen Plot, weil er halt eben kann was er kann



    Zitat
    Die Goldene Mitte, also Maß halten, ausgewogenes Spiel das allen Spielern Spaß bereitet, darauf kommt es doch an.


    Dieser Satz soll was aussagen?


    Quote

    s.o.

    ist ein leerer Zirkelsatz.



    Nein, akzeptieren wenn mam it ST 15 Autos umwerfen kann, kann der SC mit ST 15 Autos umwerfen!


    Quote

    Es geht doch nicht um akzeptieren oder nicht akzeptieren.

    o doch, du hat ein Problem damit, das ein starker, mächtiger , einflussreicher was auch immer SC seine Ressourcen zum Einsatz bringt,


    Quote

    Zitat


    Sollte man dennjedem "Ich werfe jetzt mal das Auto um!" - "Warum?" - "Weil ich Stärke 15 habe und das kann..." auch nachgeben?

    das bezeichnende Schlüsselwort hier ist nachgeben, wo nichts nachzugeben ist, ausser du betrachtest Fairness und Regeln einhalten von SL Seite aus als nachgeben.


    Quote


    Wenn ein SC etwas unbedingt tun möchte, auch wenn es absolut unlogisch oder absurd sein sollte,

    Was ist falsch an SCs die keine Computer sind, die absurd oder unlogisch handeln?



    Aus meiner Sicht geht es über die Werte hinaus auch immer um den rollenspielerischen Aspekt. Wenn ein Spieler aufgrund eines bestimmten Wertes erwartet, alles funktioniert automatisch, dann hat er was nicht verstanden.

    stimmt genau, Du hast etwas nicht verstanden, nämlich die Bedeutung des Wertes und des Ausspielens.
    Ich spiel doch keinen Brigadegeneral von des Imperator eigener Elite um jedem Pförtner Haarklein mein Anliegen vorzutragen und auf dessen Bearbeitung zur Genehmigung zur Weiterleitung zu warten, ich kontaktiere den Stab und teile ihnen mit warum ich den örtlichen Herzog sprechen möchte und wie wichtig und eilig das IMPOV ist


    Ich würde es auch einfach "darauf ankommen lassen" und die Spieler die ganze Sache ausspielen lassen.

    Ja, genau.

  • Ach Navigator.... Immer dasselbe Problem.
    Nimm es doch einfach mal so wie es ist: Andere Spielrunden, andere Sitten.
    Du kannst es doch so handhaben, wie Du möchtest. Akzeptiere dann aber bitte auch, dass andere Spieler/SLs andere Lösungen vorziehen.
    Nicht jede Gruppe ist gleich aufgebaut, weshalb ein SL auch nicht jede Gruppe gleich behandeln kann.


    Wenn bei uns ein Spieler ständig seinen Hintergrund zu 100% ausspielen würde, müsste ich das als SL entsprechend würdigen. Das bedeutet auch, dass für die anderen SCs weniger Zeit und SL-Aufmerksamkeit zur Verfügung steht. Das würde zumindest in unserer Gruppe schnell Unmut oder Langeweile hervorrufen. Die anderen Spieler fangen dann an, sich über rollenspielferne Themen zu unterhalten oder sonstigen Blödsinn zu machen. Die Spielatmosphäre ist dann erstmal im Eimer. Aus diesem Grund versuche ich meine SL-Ressourcen möglichst gleichmäßig zu verteilen, damit alle etwas davon haben.


    Quote

    Was ist falsch an SCs die keine Computer sind, die absurd oder unlogisch handeln?


    Im Prinzip nichts, aber es gibt auch in einer Spielwelt eine innere Logik, d.h. auch SCs werden sich nicht vollkommen willkürlich verhalten. Ich erwarte von meine Spielern einfach nur, dass sie nicht jede Situation in eine Slapstick-Einlage verwandeln.



    Kappes! Ich kann schon damit umgehen, allerdings bin ich auch bemüht so etwas nicht ausufern zu lassen, weil ich aus jahrelanger Erfahrung weiß, dass es zu Problemen in meiner Gruppe führen wird.


    Quote

    das bezeichnende Schlüsselwort hier ist nachgeben, wo nichts nachzugeben ist, ausser du betrachtest Fairness und Regeln einhalten von SL Seite aus als nachgeben.


    Die Diskussion zu diesem Punkt gehört wohl eher in dieses Thema.


    Quote

    ist ein leerer Zirkelsatz.


    Mannomann, da fehlen einem die Worte!
    Da Du offenbar mit der Auflösung der Abkürzung "s.o." (das heißt: "siehe oben") Probleme hattest, hier noch einmal die Antwort auf die Frage "Dieser Satz soll was aussagen?":
    Antwort: "Im Sinne des guten und spaßigen Zusammenspiels kann es also manchmal nicht schaden, wenn man als Spieler nicht unbedingt immer auf allem besteht, was theoretisch die Spielwerte hergeben."
    Jetzt verstanden?


    Hilfe, jetzt kann ich das Ufer des Themas gar nicht mehr sehen (d.h. wir sind jetzt aber ganz schön OT) ;)