Zweiter Angriff bei Orks

  • Im Regelwerk S 180, Einträge ORK, Zweiter Angriff steht z.B. 20Kl40 - also die greifen mit 40% Wahrscheinlichkeit mit Kl an - was laut Erklärung auf S 181 "Kleinsttiere" bedeutet ... Ich geh mal davon aus, dass das eher Kr (Kralle/Klaue) sein soll, oder werfen die mit Mäusen/Läusen? :)

    – Christian, Traveller Produktmanager


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  • Nein, ich denke, sie greifen mit Klauen an.
    Wobei ich Orks bislang nicht als so primitive Wesen empfunden habe, sondern eher als "die Truppen den Gegners". Bei gäbe es keine Klauenangriffe.

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Hm,


    einem Ork einen zweiten Angriff zuzugestehen wäre meiner Meinung nach fatal. Warum sollten Menschen, Zwerge oder andere Rassen dahingehend benachteiligt werden?

    Bei der Entscheidung ob man rechts oder links entlang laufen soll entscheiden sich ca 50% für rechts. Können die sich alle irren?

  • Ja, das ist ein weiterer Grund, wobei sich hier das Grundproblem zeigt. Sind Orks "nur" Monster, also genauso zu handhaben wie Wölfe oder Riesenspinnen? Oder sind sie ein eigenes Volk? In diesem Fall sollten sie Berufe und Stufen erhalten wie alle anderen Völker auch und keine Klauenangriffe.

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    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Im Charakterhandbuch sind Orks eindeutig als Volk beschrieben.


    Die Seiten weis ich aber nicht auswendig.

    Ich bin ein Blindtext. Von Geburt an. Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, was es bedeutet, ein blinder Text zu sein:
    Man macht keinen Sinn. Man wirkt hier und da aus dem Zusammenhang gerissen. Oft wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin ich deshalb ein schlechter Text? Ich bin blind! Aber ich bin gerne Text.

  • Bei uns werden Orks ganz klar als Volk betrachtet.
    Sie mögen zwar hässlich und oftmals auch dumm sein, aber viele sind ausgezeichnete Schmiede und Stollengräber. Außerdem planen sie Kriegszüge und führen Verhandlungen mit anderen Stämmen (die Art und Weise der Verhandlung ist hierbei nebensächlich ;)). Berufe und Stufen finde ich äußerst angemessen. Bei uns unterteilt sich das meist in Krieger, Handwerker (verschiedene) und Schamanen.


    Wölfe und Riesenspinnen mögen zwar durchaus intelligenter als andere Tiere sein, aber von den Orks sind sie meiner Meinung nach weit entfernt.

  • Ich finde man muss sich hier als Spielleiter auch nicht sklavisch an die Regeln halten und bei jedem Angriff vorher auswürfeln wie der Gegner jetzt denn nun angreift, es muss vor allem zur Situation passen. (Bei tierischen Gegnern mit mehreren verschiedenen Angriffen macht es mitunter durchaus Sinn den Angriff per Wurf zu bestimmen.)


    Der Krallenangriff stellt ja einen Alternativangriff da, der Ork wird kaum seine Waffe wegstecken und mit den Klauen weiterkämpfen - es sei denn vielleicht seine Waffe ist ein Bogen und er hat keine Nahkampfwaffe oder seine Nahkampfwaffe ist eben zerbrochen...

  • Sehe es auch so, wie es vorher schon von einigen anderen geschrieben wurde, Orcs sind bei uns "normale" Gegner wie alle anderen intelligenten Humanoiden - Ergo haben die nen OB und nen DB, Initiative etc... auch und werden dementsprechend auch von den SL´s unserer Gruppe gespielt/geführt... (theoretisch sind Orcs ja sogar spielbar).

  • Ging mir auch weniger um die Psychologie des gemeinen Orcs an sich, sondern eher um den wunderlichen Eintrag in der Tabelle - hab mein englisches RMFRP mal zu Rate gezogen und da steht das AUCH mit Kleintieren drin ... ein Vertauschen von Kl und Kr ist da wg. anderer Begrifflichkeit aber ausgeschlossen ... Vom rein regeltechnischen aus verstehe ich das nicht, wie greifen Orcs mit Kleintieren an? (auch wenn ich grad das Bild eines Rattenwerfers vor Augen habe, aber das ist wohl eher WFRP)


    Dass Orcs wie normale Intelligenzien zu handhaben sind, versteht sich imo von selber, insb da wir ja auf Midnight als Hintergrund haben :)

    – Christian, Traveller Produktmanager


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  • Hmm, das Kl bedeutet doch nur, das der Schaden auf der Kleintiertabelle ermittelt wird. Was nicht heißt das Kleintiere als Waffe benutzt werden. 8)


    Vielmehr ist das der Schaden den, z.B. das böse Killerkarnickel machen würde, wenn es kratzen und beißen würde. Also schließe ich daraus, das Orkfingernägel nicht mehrere Zentimeter lange Klauen, oder tigerähnliche Krallen sind, sonder eher der Länge eines Menschen, oder eines Kleintieres halt, entsprechen.


    Also, wenn Orks ihre Waffen verlieren, kämpfen sie wie Mädchen mit Ihren Fingernägeln. :D


    Und wenn ich mich nicht irre, greifen sie mit 40% Wahrscheinlichkeit mit den Fingernägeln an, und haben nicht mit 40% Wahrscheinlichkeit einen 2. Angriff!


    Also 1 Angriff pro Runde zu 60% mit der Waffe und zu 40% mit den Fingernägeln.

  • Was dann aber aus den bereits diskutierten Gründen Quatsch ist. Wenn ein ork eine Waffe in der Hand hat, dann benutzt er sie auch und keine "Fingernägel". DIe benutzt er höchstens, wenn er keine Waffe mehr hat.

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    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Da geb ich Dir ja recht Rubycon, mal davon abgesehen, das ein Ork theoretisch ja auch ohne Schild mit einer 1-Hand waffe kämpfen könnte und.........


    Alles Theorie, ich wollte nur plausibel erklären warum das ein Tiny-Angriff(Kleintier-Angriff) ist und kein Klauenangriff. Ich dachte das wäre die Ausgangsfrage gewesen. Außerdem meinte ich herausgehört zu haben das die Tabelle für Kleintierangriffe etwas mißverstanden worden ist. (wer schmeißt schon mit Nagetieren). Aber ich kann mich natürlich irren.


    Aber zur Frage, sind Orks ein eigenes Volk? Natürlich sind sie das! Aber das muß doch nicht bedeuten das sie bestimmte Körperliche Merkmale haben, die sie rein Theoretisch dazu befähigen würden solche Angriffe zu haben.


    In meiner Gruppe sind Orks jedenfalls ein eigenes Volk, mit eigener Kultur und Berufen. Sie kämpfen primär mit einer Waffe und greifen nur im Notfall auf ihre kleinen Klauen zurück.

  • Hmm, das Kl bedeutet doch nur, das der Schaden auf der Kleintiertabelle ermittelt wird. Was nicht heißt das Kleintiere als Waffe benutzt werden. 8)


    Ahh! Und wieder ist das Mäntelchen des Rolemaster Rookies ein wenig gelüftet worden ... :) Man lernt doch nie aus (hab schon mal erwähnt, dass ich noch recht wenig Plan vom System habe, oder?)


    Merci ("Rattenwerfer wieder einsarg")

    – Christian, Traveller Produktmanager


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  • @ Deepfire: Schade, ich wollte gerade meinen Orks als neue Kampffertigkeit "Waffe: Ratten werfen" verpassen. ;)
    Vielleicht kann ja ein besonders dummer Ork-Tierzüchter sich daraus ein Hobby machen ...


    Abschließend kann man nur Belgarion (netter Name von der Malloreon-Saga) für seinen sehr guten Beitrag für Rolemaster-Amateure danken.


    Ach ja, klar sind Orks ein Volk mit allem drum und dran und werden Waffen vor körperlichen Möglichkeiten bevorzugen. Schließlich stammen die ersten Orks von pervertierten Elben ab. Morgoth sei verflucht !
    Selbst wenn das Elbische im Ork von heute nicht mehr so stark ist wie das Elbische im Dúnedain (oder auch nur im Mornúmedain), so sind es noch lange keine primitiven Tiere. Eher Barbaren mit dem Sinn für das Praktische statt dem Streben nach kulturellen Erungenschaften.


    gez. DEVNUSOM-Meister

    regeltechnische Aussagen mit direktem Rolemaster-Bezug erhalten ein R, mit DEVNUSOM-Bezug ein D, alles andere ist allgemeingültiger Natur

  • Wobei ich da deutlich weiter gehen, als die Ork-Beschreibungen von Tolkien es hergeben. Tolkien hat sich mit der Gesellschaft der Orks eigentlich nie auseinander gesesetzt, obwohl es diese zweifellos geben muss.
    In Settings wie Harnmaster oder Midnight wird eine detaillierte Sozialstruktur der Orks dargestellt, die auch dazu geeignet ist, die Motivation dieses Volks zu verstehen. Das macht diese bei Tolkien auf "das Böse" reduzierten Wesen deutlich differenzierter.

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  • Abschließend kann man nur Belgarion (netter Name von der Malloreon-Saga) für seinen sehr guten Beitrag für Rolemaster-Amateure danken.


    yepp - hab nie einen Hehl aus meiner Unwissenheit gemacht - aber solche Einträge (Belgarions ...) brauchts hier öfter wenn wir mehr Rollmeister Spieler haben wollen :) Wie anderswo erwähnt ist die Grundschwelle zum RM Einstieg enorm.

    – Christian, Traveller Produktmanager


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  • @ Deepfire: Wohl wahr, ich habe das "alte" Rolemaster auch nur wenige Jahre (und da auch nur gelegentlich) mitgespielt. Mir gingen vor allem die vielen Regelbücher bzw. Kopien von Auszügen derselben extrem auf den Geist. Ein Spieler will sein Charakterblatt (oder Blätter) haben und sonst nur seine selbst mitgeschriebenen Unterlagen und nicht noch tausend Regelblätter. Wenn man bei Rolemaster aber nicht seine Waffentabellen und Zaubertabellen hatte, dann war der Meister völlig überfordert oder das Spiel wurde noch zäher durch das ewige Blättern oder das Warten auf die anderen. Und das sage ich, obwohl ich einen Meister hatte, der fit in den Regeln war und nicht "Vielleicht-Regel" nutzte.


    Nun ja, besser als MERS (mein Einstieg in Mittelerde und ins echte Rollenspiel) war es schon, aber eben überhaupt nicht für Anfänger geeignet. Und das was ich letztes Jahr auf der Spielemessse von den 13 Mann gesehen habe, schien nicht weniger aufwendig zu sein. Aber das ist nur meine Meinung von einem relativ kurzen Blick ins Grundregelwerk.


    Auch finde ich, daß es ohne MERS kein gutes Einsteiger-Rollenspiel mehr gibt. Alle System (meines eingeschlossen) setzen zuviel voraus und sind nur für Profis geeignet. Zumindestens der Meister muß ein Profi sein, aber gerade gute Meister sind doch eher eine Seltenheit und daher auch schwer neue zu bekommen. Das ist auch der Grund warum ich nur noch leite und nicht mehr selber spiele. Mir war die Leistung der vorhandenen Meister nicht gut genug. Ich bin eben ein Fanatiker ! :(
    Und hoffentlich als Meister gut genug ... wer weiß ?


    gez. DEVNUSOM-Meister

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