Beobachten oder Sehen?

  • Sagt mal, wann benutzt man denn die Fertigkeit "Beobachtung" und wann eine der Sinneswahrnehmung? Oder anders rum gefragt, worin und in welchem Aspekt unterscheiden sich eigentlich die beiden Fertigkeiten?

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Beobachten benutze ich normalerweise, wenn es daeum geht auffälligkeiten zu entdecken, z. B. im Verhalten von Leuten, wärend es bei den Sinnes Wahrnehmungen eher darum geht subtile Sachen wahrzunehmen, wie z.B. ein ganz leichter Geruch oder etwas, dass sich in der Entfernung bewegt.
    Allgemein kann man glaub ich sagen Beobachtung ist eher ein längeres Manöver, während es bei Sinnen um Bruchteile von Sekunden geht.

  • Quote

    Quoted from "Charakterhandbuch S. 305"
    Diese Fertigkeit gibt einen Bonus auf die Wahrnehmung von Details und Informationen durch die Benuzung eines bestimmten Sinns (also Sicht, Gehör, Tastsinn, Geschmack, Geruch). Beachten Sie, daß man diese Fertigkeit für jeden Sinn einzln erlernen muß.

    Also nach dieser Beschreibung hat Sinneswahrnehmung die Aufgabe Detailinformationen zu liefern, welche man mit der normalen Beobachtung vielleicht nicht wahrgenommen hätte.


    Von einem zeitlichen Aspekt ist da nicht die Rede, ich glaube der Rückschluss auf die Zeit rührt einfach von der Übersetzung "Beobachten" her, was im Deutschen ja einen Zeitraum umfasst.


    Ich würde sagen, um generell etwas wahrzunehmen (aktiv) benutzt man Beobachten, wenn man dann dazu noch Details ausmachen will (Unterschrift auf einen entfernten Schriftstück erkennen o.ä.) dann kommt Sinneswahrnehmung Sicht zum Einsatz.


    eisdorn : Inwiefern ist den Beobachten ein längeres Manöver, bzw. wofür setzt Du die Fertigkeit den ein?
    Und was wäre bei Dir eine normale aktive Wahrnehmung im Sinne von jemand geht durch den Wald, weiß von der Möglichkeit das Gegner auftauchen können und hält nach diesen Ausschau?

  • eisdorn : Inwiefern ist den Beobachten ein längeres Manöver, bzw. wofür setzt Du die Fertigkeit den ein?
    Und was wäre bei Dir eine normale aktive Wahrnehmung im Sinne von jemand geht durch den Wald, weiß von der Möglichkeit das Gegner auftauchen können und hält nach diesen Ausschau?

    Wenn jmd aktiv nach jmd sucht über einen längeren Zeitraum, also bei dem Spaziergang durch den Wald, würde ich Beobachtung als Fähigkeit einsetzen. Selbst wenn es ein gelegter Hinterhalt des Gegners ist, würde ich ihm bei einem erfolgreichen Beobachtungsmanöver einen Bonus auf Hinterhalt entdecken gewähren.


    Die Sinnesferigkeiten würfel ich passiv bei ihren Wahrnehmungswürfen mit, oder die Spieler sagen, dass sie aktiv was weit entferntes riechen/sehen wollen oder etwas ertasten/schmecken möchten.
    z.B. Wenn jmd in eine Kneipe geht um einen Dieb zu suchen, von dem er weiss dass er eine ganz bestimmte Pfeife raucht. Wenn der Spieler nichts sagt, werde ich den Spieler auf Beobachtung würfeln lassen und passiv würfel ich noch in diesem Fall Sinn Geruch und Sehen. Wenn einer oder beide Sinne einen Erfolg darstellen bekommt er von mir einen kleinen Bonus auf sein Beobachtungsmanöver, wenn dann ein Teil- oder Beinaheerfolg entsteht hat er z.B. den süßlichen Geruch der Pfeife gerochen, aber die Person nicht ausgemacht.
    Wenn der Spieler aktiv sagt er will anhand dem Geruch der Pfeife die Person ausmachen, würfelt er zum einen auf Beobachtung zum anderen auf Sinn Geruch. Je nachdem wie der Spieler suchen will bekommt er dann entweder einen Bonus auf Beobachtung oder auf Sinn Geruch.

  • Specter :
    Beobachtung idst für mich eine Fähigkeit, die hilft sich mit den normalen Begebenheiten in z.B. einer Stadt, Kneipe oder ähnlichem vertraut zu machen und besser ab zu schätzen, was irgendwie nicht ins Bild passt.
    Sinnesfähigkeiten setz ich eher ein wenns um sowas geht, wie die Farbnuance eines Mosaiksteins von der des Steins daneben zu unterscheiden oder den kaum hörbaren Ton wahrzunehmen, der über einer bestimmten Szene schwebt.

  • eisdorn : Also Beobachten eher als allgemeine (aktive) Wahrnehmung und Sinneswahrnehmungen dann für Details und Feinheiten.


    Jayden : Das Beispiel mit dem Dieb und der Pfeife ist schon schlüssig, aber wie wäre es, wenn der Dieb keine Pfeife rauchen würde, sondern ein grünes Halstuch um hätte? (Blödes Beispiel :whistling: ) Würdest Du dann auf Sinneswahrnehmung Sicht gehen oder das einfach über Beobachtung regeln?
    Wir suche ja gerade den Unterschied zwischen dem Einsatz von Beobachtung und Sinneswahrnehmung Sicht

  • bei dem halstuch würde ich sinn sicht nehmen, der dann einen bonus auf beobachtung geben würde oder eben umgekehrt. wenn der dieb einen sprachfehler hat, dann sinn gehör und beobachtung.

  • Ah so, ich steige langsam von der Leitung, liegt wohl an der Hitze. :D


    Du nimmst also die Sinneswahrnehmungen und Beobachten, heißt zwei Würfe und einer gibt dann bei Gelingen einen Bonus auf den eigentlichen Wahrnehmungswurf.

  • Klar weil man ja durch die Sinneswahrnehmungen eher auf Details oder feinheiten, wie den Pfeiferauch oder das grüne Tuch achtet.
    So hatte ich es auch verstanden.


    Werde ich meinem SL mal so vorschlagen, mal sehen was er dazu sagt.


    Gibt es hier denn noch andere Einsatzweise oder Meinungen dazu, soll ja schließlich nicht so aussehen, als ob ich die Diskussion beendet hätte, als meine Meinung getroffen wurde. ;)

  • Zu diesem ganzen Thema würde ich auch das Grundregelwerk Seite 155 bis 156 empfehlen dort sind die Unterschiede sehr eindeutig geschildert.

    Ich bin ein Blindtext. Von Geburt an. Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, was es bedeutet, ein blinder Text zu sein:
    Man macht keinen Sinn. Man wirkt hier und da aus dem Zusammenhang gerissen. Oft wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin ich deshalb ein schlechter Text? Ich bin blind! Aber ich bin gerne Text.

  • Seid gegrüßet,


    zum Regelbuch kann ich nichts sagen, aber das Problem haten wir schon x-Mal bei D&D, so daß ich für mich (D) meine eigene Vorgehensweise festgelegt habe:
    d. h. alle 5 Sinne gehen über Wahrnehmung, wenn es um die Richtung / den Richtungssin geht, nutze ich Orientierung und wenn der sogenannte 7. Sinn gefragt ist, dann wird Gefahrensinn (wie bei DSA) eingesetzt.


    Damit ist der zeitliche Aspekt und der Genauigkeitsgrad der Information nicht mehr abhängig von der Fertigkeit, sondern von der vom Spieler / Charakter investieren Zeit.
    Will heißen: eine schnelle Information (1 Rd = 10 Sek.) erhält man nach dem 1. Fertigkeitswurf, will man sich einen Moment Zeit lassen (insgesamt 15 Min.) macht man den 2. Fertigkeitswurf und will man intensiv suchen (insgesamt 30 Min.), dann nutzt man den 3. Fertigkeitswurf. Danach ist Schluß und man erfährt nicht mehr. Jeder Patzer verbietet natürlich weitere Versuche für das aktuelle Thema.


    Soweit von mir dazu.


    gez. DEVNUSOM-Meister

    regeltechnische Aussagen mit direktem Rolemaster-Bezug erhalten ein R, mit DEVNUSOM-Bezug ein D, alles andere ist allgemeingültiger Natur