Wie "Dauerhaft" ist euer Charaktertod

  • Hallo,
    Ich habe gerade mit einem Freund das Abenteuer "Im Wald da gibt es Räuber" Gespielt.
    Ich spielte eine Hexenmeisterin, er einen Krieger.
    Wir sind bis zur Kampfbegegnung mit dem Wolf gekommen, der an die Schatztruhe wollte.
    Durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle (Kritische Treffer durch den Wolf, Benommenheit durch Zauberpatzer) hat meine Hexenmeisterin blutend das Zeitliche gesegnet.
    Da ich ja auch gleichzeitig SL bin, habe ich mich entschieden, das meine Hexenmeisterin für die dauer dieses Abenteuer "Ausgeschieden" ist, aber im nächsten Abenteuer (wir fangen bald mit meiner überarbeiteten kampagne von "Die Intrigen von Flusshain" an) wieder mit dabei ist.


    Wie geht ihr mit Charaktertoden um?


    Erstellen sich die Spieler neue SC?
    Wird der SC in der nächsten Kampagne wieder verwendet?
    Bleibt der Spieler ganz außen vor?


    Freue mich auf Antworten
    Paladino5

  • Wie immer bei mir muss alles durch die Story erklärbar sein, und zwar ohne dass man alles hinbiegt, bis es passt. Charaktere sterben nun mal, das gehört dazu. Wenn Du aber unbedingt diese Hexenmeisterin wieder auferstehen lassen willst, dann überleg Dir mal, wer das veranlassen könnte und vor allem, warum. Wenn Du darauf zwei gute und nicht an den Haaren herbei gezogene Erklärungen hast, dann O.K. Wenn nicht, würde ich einen neuen Charakter bauen.

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Seid gegrüßet,


    da kann ich mal wieder nur Rubycon zustimmen. ;)


    Wenn ein Charakter stirbt und nicht wiederbelebt oder "zurück geschickt" wird, dann ist und bleibt er dauerhaft tot. Sonst wäre sterben witzlos.


    Wenn kein hochstufiger Heiler, lebensspendende Kräuter oder mächtige magische Gegenstände zur Wiederbelebung zur Verfügung stehen, dann bleiben nur noch der Zauber "Wunsch" (von AD&D entnommen) oder ein göttliches Wunder (D). Letzteres verlangt aber bereits einen seiner Gottheit ergebenen Charakter (dieser muß kein Priester o. Ä. sein), ansonsten bleibt nur die Rückkehr als Geist (D; wenn Meditation: Gedanke eine 100 gewürfelt wurde), auch wenn das weder eine dauerhafte Lösung noch wirklich hilfreich ist.


    Allerdings sind viele scheinbare "Tode" innerhalb der 17 Runden durch einfache Heilkräuter /-tränke /-zauber wieder zu beheben, da der Verlust der Seele erst danach eintritt (D). Das hat schon vielen Charakteren das Leben gerettet.


    gez. DEVNUSOM-Meister

    regeltechnische Aussagen mit direktem Rolemaster-Bezug erhalten ein R, mit DEVNUSOM-Bezug ein D, alles andere ist allgemeingültiger Natur

  • Charaktertod ist bei uns endgültig. Allerdings nutzen wir die Regelung der Fate Points (Schicksalpunkte), die in der Erweiterung Leitmagie beschrieben ist. Dadurch lassen sich unglückliche kritische Treffer oder andere Würfelergebnisse, die zum Tod des Charakters führen, bis zu einem gewissen Grad abwenden.

  • Unsere Gruppe spielt auf Mittelerde und daher ohne die Möglichkeit der Wiederbelebung; Tod ist endgültig.


    Allerdings lassen die Spielleiter es selten (wenn auch nicht nie) so weit kommen. Meistens ist es für alle Beteiligten angenehmer, wenn der Charakter "nur" dauerhafte Verletzungen/Verstümmelungen davonträgt, denn
    1. hat der Spieler dann im laufenden Abenteuer immer noch seine Figur im Spiel;
    2. kann der Spieler danach selbst entscheiden, ob er den Charakter weiterspielen oder in den Ruhestand versetzen möchte;
    3. bindet ein verletzter Charakter viele Resourcen, verbraucht Heilkräuter, -magie und Geld und sorgt für gruppeninternes Rollenspiel; tatsächlich kann so etwas eine gute Gelegenheit sein, den Charakter sein überschüssiges Geld mal vernünftig ausgeben zu lassen;
    4. kann die Heilung den Ansatz für ein weiteres Abenteuer darstellen.


    Ein paar Beispiele aus unserer Gruppe:
    - Gruppe befindet sich in einer Festung, die gerade von Feinden gestürmt wird. Das Abenteuer sieht vor, daß rettende Entsatztruppen im buchstäblich letzten Moment eintreffen. Ein Charakter gerät durch eine Kombination aus gutem Rollenspiel, guten Ideen und schlechten Würfelwürfen in eine sehr bedrohliche Lage und wird zuletzt im Kampf niedergerungen; TP unter Null und laufende Treffer pro Runde. Eigentlich hätte er verbluten müssen, aber die Situation war stark vom Abenteuer vorgegeben. Er wurde mit Kopfverletzungen und im Koma liegend vorgefunden und wieder gesundgepflegt und war nicht tot. Trotzdem habe ich ihn auf Eigenschaftsverfall würfeln lassen, als wenn er gestorben und wiederbelebt worden wäre und die Folgen auf das Koma und die Kopfverletzungen geschoben. (Und das hat den Charakter ziemlich runtergezogen!)
    - Während einer laufenden Kampagne erforschte die Gruppe ein Höhlensystem, nicht ahnend, daß dort Untote ihr Unwesen trieben. Ein Kriegermönch kehrte während der Erforschung alleine zum Lager am Eingang zurück und findet die Esel abgeschlachtet vor. Im Halbdunkel kommt es zum Kampf zwischen ihm und einem Wesen, das er nicht als untot erkennt (normaler Kampf mit kritischen Treffern, aber der Gegner verliert keine Trefferpunkte und wird auch nicht benommen... ). Der KM merkt zuerst nicht, daß seine Treffer wirkungslos bleiben aber er erzielt zufällig einen kritischen Treffer der seinen Gegner entwaffnet. Das mindert die Angriffsstärke des Gegners und erlaubt dem KM die Flucht zurück zur Gruppe, allerdings streckt sein Gegner ihn dann in Sichtweite der Gruppe nieder und die anderen erkennen die Situation nicht bzw. reagieren viel zu langsam. Eigentlich wäre er verblutet... aber ich wollte ihn nicht wegen einem Fehler der anderen Spieler sterben lassen. Außerdem spielte die Kampagne in einer öden Gegend, und es war völlig unmöglich, dem Spieler für das Abenteuer eine neue Figur zu geben.
    Der Clou: Kurz darauf läßt die Gruppe ihn für eine Zeitlang alleine zurück, weil er so verletzt ist, daß er nicht mit ihnen Schritt halten kann... ohne daß irgendjemand darüber nachdenkt, daß das untote Wesen noch immer in der Höhle unterwegs ist. Natürlich war der Verletzte leichte Beute. Spätestens hier hätte er tot sein und bleiben müssen, aber wie gesagt, dann wäre der Spieler wochenlang kaltgestellt gewesen. Also habe ich ihn wieder mit Koma und Eigenschaftsverfall "bestraft" aber nicht für tot erklärt.
    - In einer Berghöhle beim Klettern abgestürzt und in eiskaltes Wasser gefallen, Rettung war schwierig und dauerte (zu) lange. Der Charakter wäre, streng nach den Regeln, ertrunken oder erfroren. Statt dessen haben wir ihn rausgezogen, reanimiert, ohne Ende Heilkräuter auf ihn verwendet und mußten ihm die nassen eiskalten Klamotten vom Leib schneiden (was, soweit ich mich erinnere, ein Paar magischer Stiefel zerstörte). Wegen Erfrierungen an den Füßen hat dieser Charakter seither permanent -5 auf Bewegungsmanöver.
    - In einer dynamischen Kampfsituation gibt es ein Mißverständnis zwischen den Charakteren und eine Wache steht im entscheidenden Moment nicht auf ihrem Posten. Deswegen erleidet ein anderer, relativ niedrigstufiger Charakter, die ohne besondere Kampffertigkeiten zur falschen Zeit am falschen Ort war, einen kritischen Treffer, der ihre Augen zerstört und sie erblinden läßt. In dem Abenteuer ging es ohnehin darum, eine versiegte Heilquelle zu "reparieren" und es wurde dann für die ganze Gruppe eine Mini-Queste daraus, der Kameradin zu helfen.

  • Nun, bei uns ist normalerweise Tod auch Tod.
    Wir spielen allerdings mit einer Schicksalspunktregelung, die es ein bisschen abmildert, solang wir noch welche haben. Streng genommen sterben bei uns normalerweise auch am ehesten Charaktere der 1.-3. Stufe, danach relativiert sich das wieder. Das kann aber auch damit zutun haben, dass wir eine recht große Bandbreite von Stufen haben.
    Wir spielen auf der SW und eigentlich gibt es die Möglichkei der Wiederbelebung, da die sinnigen Sprüche (-100 für 100 Tage pro Tag denn das Ziel tot war, Lebenspenden I) allerdings erst auf Stufe 20 beginnen (Lebenspenden IV, -100 pro Tag den das Ziel tot war), hat nicht jeder Xbeliebige Tempel einen Kleriker oder Priester der in der Lage ist einen Spruch zu wirkenn, der den Toten nicht für das nächste halbe Jahr aus dem Verkehrzieht, mal abgesehen davon, dass das oft mit Kosten von 250GM oder mehr verbunden ist, die wir im Regelfall nicht einfach aus dem Ärmel schütteln können.
    Zusätzlich hat unsere Spielleitung eine Abneigung gegen Religion im Allgemeinen und überträgt das auch aufs Spiel, somit sind die Tempel normalerweise auch die Letzten, an die wir uns wenden, da wir uns damit entweder weiter reinreiten oder die schlicht unfähig sind.
    Unter diesen Umständen könnt ihr Euch sicher auch vorstellen, dass wir selten Kleriker, Priester oder Paladine in der Gruppe haben.
    Aber um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen: ich werde da demnächst die Leitung dauerhaft übernehmen und einige Änderungen im Spiel vornehmen, die es ein wenig leichter machen werden auf Wiederbelebung zuück zu greifen und die Regelung für Schicksalspunkte etwas erleichtern (bisher kostet es je 1500 EP um einen zu bekommen). Allerdings: tot bleibt tot wenn nicht ein bisschen Mühe reingesteckt wird.

  • Bei uns ist Tod gleich Tod, jedoch haben die Spieler immer die Möglichkeit sich mit Körperfunktion stabilisieren oder 1.Hilfe, die Zeit hinauszuzögern. Unser Kräutermann ist recht passabel und sie haben die Möglichkeit Heiler aufzusuchen. Ausserdem hat sich die Gruppe mit Runen verstärkt, die Sprüche für die Körpererhaltung, Seelenbindung enthalten. Somit muss ich als SL mir keine Hintertür offen halten. Je nachdem wie schwer die Verletzung war, bekommen die Charaktere dann für eine bestimmte Zeit Malusse, die dann täglich um 1 abnehmen.


    Bei Kopf ab, Körper verbrannt usw. ist aber definitiv schluss. (dachte ich zumindest^^ Die Gruppe hat die Seele des toten Charakters "gefangen" und in einen anderen Körper gesteckt, dessen Seele sie zerstört haben.)

  • Hallo,


    wir handhaben das relativ handfest. Tot ist gleich tot (ohne Ausnahme!). Koma, oder ähnlich schwere Verletzungen sind für die Mitglieder unserer Gruppe gleichzusetzen mit einem Todesurteil (Die Problematik Koma liegt für uns einmal in der Tatsache, dass man schwer erkennen kann, dass jemand "im Koma ist" und nicht tot und auch an so Sachen wir Ernährung und Beatmung (die man ja im hier und jetzt mittels Beatmungs- Ernährungssonde u. Dialyse erfolgreich umsetzt), von uns sehr "hart" gehandhabt wird. Ich finde das man sich auch mal die "typische" Situation vorstellen muss, von der wir hier sprechen: Nach einem Kampf, Nachts auf einer Waldlichtung, auf dem feuchten Waldboden zwischen den Gefallenen eine schwierige Differentialdiagnose zu stellen wäre selbst für einen "modernen" Mediziner eine ziemliche Herausforderung, für jemanden der nur rudimentäre Kenntnisse von erster Hilfe hat, ist es jedoch fast unmöglich. Heilung durch Magie ist natürlich im vollen Umfang möglich! Leider haben wir in unserer Gruppe nie einen "echten" Heiler dabei, jedoch ist schon bemerkbar, dass die Spieler immer über eine wenig Magie verfügen, um Verletzungen zu heilen, gute Kräuter, oder eingermaßen gute Kenntnisse in den Bereichen 2.Aid etc. Reanimation nach Ertrinken wäre für uns First Aid mit einem guten Wurf (ohne die Fertigkeit also nicht anwendbar!) - Wir sind aber sehr kulant bei allen Verletzungen, die mit First-Aid behandelt werden können, wenn es irgendwie plausibel erklärbar ist, stirbt daran keine Spielcharakter (eine blutende Wunde kann man recht gut erkennen und auch behandeln!).


    So Sachen wie Wiederbelebung (oder aufwendige Heilung) erlauben wir nur wenn es absolut passt, d.h. einen Paladin, der in der Nähe seines Tempels stirbt, wird natürlich wiederbelebt, wie auch jemand der sehr gläubig und vielleicht sogar für seinen Glauben gestorben ist (aus Sicht der Götter also wert ist, noch eine Chance zu bekommen). Die Spielleiter unserer Gruppe sind auf jeden Fall auch sehr fair im Verhalten der NSC´s, ich möchte sogar behaupten hier wird eher "für den Spieler" entschieden. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass ein Kampf der zu Ungunsten der Spieler ausgegangen ist dazu führt, dass ein Kämpfer der Gruppe für tot gehalten wird uns dann später von seinen "Kameraden" gerrettet werden kann.Ich sollte aber auf jeden Fall auch anmerken, dass die "rigide" Handhabung des Thema´s "Sterben" bei uns auch nur möglich ist, weil man nach dem Tod seines Chars. in der selben Stufe wieder anfängt (bei uns haben auch alle Gruppencharaktere die gleiche Stufe), was nach meinem Dafürhalten auch für so ein handfeste Regelung spricht. Fate-Points haben wir deshalb auch nicht.

  • Wie seid ihr den drauf, Charaktere wieder auferstehen zu lassen. So verliert das Spiel zuviel an Reiz.


    Bei mir als SL muss der Spieler einen neuen Charakter bauen. Wenn dieser auch stirbt ist der Spieler allerdings raus. Der kann sich dann eine neue Gruppe suchen, bei mir will ich nur fähige Spieler. Wer zweimal stirbt ist sicher nicht geeignet fürs Rollenspiel.

  • Entschuldige, aber das ist ne Haltung die ich nicht nachvollziehen kann.
    Was hat das mit Fähig oder unfähig zutun ob ein Charakter stirbt?
    Da ist doch ganz oft einfach Pech im Spiel.
    Stell dir vor, nen fähiger Krieger, hat taktisch nix falsch gemacht und wird trotzdem von dem Goblin erstochen, der durch zufall nen nach oben offenen Angriffswurf hinlegt.
    Oder jemand klettert ne Wand hoch, ist eigentlich auch fähig aber fällt weil er nen Patzer geworfen hat.


    Du hats da ne haltung mit der du mich echt aufregen kannst.

  • Hallo Frau Holle,
    erst einmal herzlich willkommen hier im Forum!!! :thumbsup:


    Was Deinen Beitrag betrifft, muss ich Dir allerdings in vielerlei Hinsicht widersprechen.
    Zum einen muss man gerade bei Rolemaster nicht unfähig sein, damit ein Charakter stirbt. Da reicht halt leider ein Krit. Deswegen gab es an anderer Stelle auch schon einen umfangreichen Thread über den Umgang mit Zufallstreffern, die zum Tod führen (weiß jemand, wo der steckt... ?( )
    Zum anderen spiele zumindest ich nicht Rollenspiele, um "fähige" von "unfähigen" Rollenspielern zu trennen. Dafür müsste man diese beiden Begriffe auch erst einmal zufriedenstellend definieren. Ich zum Beispiel ärgere mich viel mehr über Spieler, die Ihre Charaktere nicht tief ausspielen und viel weniger über Spieler, die ihre Charaktere umkommen lassen, sei der Grund nun Spielerchaos, Dummheit, geplantes Risiko oder der Heldentod. Statt dessen spiele ich Rollenspiele mit Freunden, mit denen ich einen Abend lang Spaß haben will bei einem gemeinsamen Hobby. Da habe ich nicht vor, irgend jemanden auszuschließen - egal aus welchen gründen, aber ganz sicherlich nicht, weil jemand zwei Charaktere verloren hat.

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    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Wie seid ihr den drauf, Charaktere wieder auferstehen zu lassen. So verliert das Spiel zuviel an Reiz.


    Ich denke auch, daß man dem Spiel etwas von seinem Reiz nimmt, wenn Charaktere (fast) kein Risiko mehr haben endgültig zu sterben.

    Quote

    Bei mir als SL muss der Spieler einen neuen Charakter bauen. Wenn dieser auch stirbt ist der Spieler allerdings raus. Der kann sich dann eine neue Gruppe suchen, bei mir will ich nur fähige Spieler. Wer zweimal stirbt ist sicher nicht geeignet fürs Rollenspiel.


    Um Dein Zitat auf Dich zu münzen: "Wie seid ihr den drauf?" :thumbdown:
    Solange das benutzte Rollenspielsystem beim Austragen von Kämpfen auf ein Zufallselement (i.d.R. Würfel) zurückgreift, halte ich die letzte Aussage für ziemlichen Unfug. Und gerade Rolemaster mit seinem Kampfsystem, bei dem ein tödlicher kritischer Treffer jederzeit, z.B. bei offenem Wurf und glücklichem kritischen Treffer, erfolgen kann, ist ein unglücklicher Charaktertod leicht möglich. Das hat dann nichts mit fehlender Eignung zum Rollenspiel zu tun.

  • @ Frau Holle


    Ich halte die Aussage, dass ein Rollenspieler mit einem Charakter, der meistens letzten Endes ohne zutun des Spielers (würfeln) stirbt, unfähig ist, ein Rollenspiel zu spielen, für völligen Quatsch. Der Spieler könnte vor seinem Tod seinen Charakter mit viel Tiefe und liebe zum Detail ausgespielt haben, oder immer gute Ideen bereichern. Ein Beispiel wäre ein Gelehrter oder eben eine Hexenmeisterin!
    Kämpfe sind in Rolemaster meiner Meinung nach nur Beiwerk.
    Wenn du ein Spiel suchst, bei dem es darum geht, Powergaming in Kämpfen am laufenden Band zu betreiben und sich danach mit "Ich hab alles überlebt, ihr seid gestorben, ich brauch euch nicht mehr, geht nach Hause" zu profilieren, dann bist du bei Rolemaster falsch!!

  • "Don't feed the Trolls!" würde ich da mal behaupten.


    Nun mal nicht vorschnell. Das war eine harte und provokante Aussage, die eine entsprechende Reaktion von vielen aktiven Forenmietglieder nach sich gezogen hat, aber das macht noch lange keinen Forentroll.
    Mich würden eher mal die Hintergründe von Frau Holle für diese Aussagen interessieren...

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    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Du magst recht haben, Ruby. Aber wenn ich den Tonfall zu der Menge an Posts lese, dann frage ich mich, wie das weiter gehen soll. Aber das nur am Rande ;)


    @Topic: Charaktere, die bei uns sterben (und das passiert eher selten), sind und bleiben dann auch tot. Mit den Schicksalspunkten haben wir eine gute Möglichkeit, einen drohenden Tod in letzter Sekunde eventuelle abzuwenden, aber das hilft ja nur bedingt. Mir würde zudem der Spielspaß flöten gehen, wenn ich davon ausginge, dass mein Charakter unsterblich ist.

  • Seid gegrüßet,


    vielleicht ist Frau Holle auch nur die Reinkarnation vom Navigator ? ;)


    Aber gerade Nadirs Beitrag von wegen unsterblicher Charaktere möchte ich noch ergänzen:
    in einer meiner (D) früheren Gruppen wurden 2 Charaktere aufgrund "göttlicher" Intervention zu niederen Maiar, demzufolge tatsächlich unsterblich (nicht so wie die Elben, denen der Zwerg mit seiner Axt zeigt wie unsterblich sie sind). Trotzdem änderte das nichts am Spielspaß zu den 4 sterblichen Charakteren.
    Sterben kann jeder und sei es auch nur die aktuelle Gestalt verlieren und eine gewisse Zeit zum Wieder-Manifestieren benötigen. Erst einmal ist Schluß.
    Wiederbelebung und göttliches Wunder habe ich immer gerne verwendet, aber bis auf einen gewissen Paladin, der dies 9 Mal schaffte, auch nie übertrieben. Andere Spieler haben 6 Charaktere hintereinander verschlissen, bis mal wieder einer unspielbar wurde.


    Ausgeschlossen habe ich deswegen keinen und werde ich auch in Zukunft nicht.


    Spieler die gerne kämpfen, sind zwar leider oft weniger gute Rollenspieler, da sie die Möglichkeit des Redens und Denkens hinter dem des groben Dreinschlagens anstellen, aber auch diese Spieler kann ich eigentlich gut integrieren. Es kommt eben auf die Gruppenzusammenstellung und die persönlichen Ziele der Spieler als auch der Gruppe an.


    In diesem Sinne.


    gez. DEVNUSOM-Meister


    P.S.: Anderswo war ich früher auch einmal der Forentroll und fand das damals gar nicht so schlimm. Ist wohl eine Frage der persönlichen Einstellung und der Art und Weise wie man es betreibt bzw. wie leidensfähig die anderen Forenmitglieder sind, gell ?!? ;)

    regeltechnische Aussagen mit direktem Rolemaster-Bezug erhalten ein R, mit DEVNUSOM-Bezug ein D, alles andere ist allgemeingültiger Natur

  • @DEVNOSUM:
    Ich mag einfach differenzierte, reflektierte und begründete Beiträge lieber, mit denen kann ich mich besser auseinandersetzen. Da ich aber selber auch nicht garantieren kann, dass 100% meiner Beiträge die genannten Kriterien erfüllen, habe ich im allgemeinen ein großes Herz, zumindest bis zu einem gewissen Zeitpunkt... Der ist aber garantiert noch nicht bei einem Beitrag erreicht worden...

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    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers