EP-Vergabe

  • Hallo an alle,


    mich w?rde einmal interessieren, wie ihr das mit der EP-Vergabe handhabt?


    Aus meiner Sicht ist das EP-Vergabesystem in Rolemaster ziemlich kompliziert und ziemlich aufwendig. In unseren fr?hen Gruppen haben wir noch versucht, unsere EP's selber auszurechnen und sind ziemlich schnell davon abgekommen. Statt dessen hat unser SL frei EP's vergeben. So handhaben wir es momentan auch in unserer Spacemaster-Runde.


    Wie seht ihr das: Gutes, gerechtes EP-Vergabesystem oder zu kompliziert?

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Gut: mit Abstrichen ja
    Gerecht: Hmm.. ich wei? nicht. Wir haben so einige Modifizierungen vorgenommen, da zumindest auf den ersten Stufen sonst die Kampfklassen Hoffnungslos davonziehen imho (Bezwingungspunkte werden auf die ganze Gruppe verteilt, d.h. f?r jeden am Kampf beteiligten, Kritpunkte und Treffer bekommt jeder Spieler selbst).
    Zu komplex: Nein, es braucht halt nur etwas Zeit, aber wenn die Spieler klug notieren bzw. die Daten vorgefiltert an den SL weitergeben eigentlich kein Problem.

  • EP-Vergabe geh?rt f?r mich ganz klar in Meisterh?nde. Ich handhabe das so, da? ich nach der Sitzung EP's in drei Kategorien vergebe:


    1. Fertigkeiten Hier gibt es die Punkte f?r K?mpfe, Zauber, erfolgreich angewandte Fertigkeiten, etc. Ich entscheide dabei relativ frei nach Schnautze, ber?cksichtige aber auch, da? z.B. ein Heiler mit +90 auf Erste Hilfe f?r's Wunden verbinden weniger Punkte kriegt, als der M?nch mit +40.


    2. Rollenspiel Dabei belohne ich rollengerechtes Verhalten, gute Ideen der Spieler, etc. Hier k?nnen vor allem solche Chars, die wenig gute Fertigkeiten haben, einiges an Punkten reissen.


    3. Gruppe Hier vergebe ich Punkte f?r Gruppendynamik und Erfahrungen, die die ganze Party gemacht hat (Erzfeind besiegt, etc.). Auch f?r l?ngere Reisen (bei denen es z.B. wenig zu tun gibt) vergebe ich hier.



    Bislang bin ich damit ganz gut gefahren.

  • Hallo,


    ich vergebe gar keine Punkte.
    Wenn ich der Meinung bin, die Gruppe h?tte es verdient, steigen alle Charaktere um eine Stufe auf.


    Dieses Verfahren basiert auf meiner ?berzeugung, dass das EP-Verteilungssystem bei Rolemaster doch nur dazu f?hrt, dass sich Helden zu Aktionen hinrei?en lassen k?nnten, die viele Erfahrungspunkte geben aber eigentlich nicht konform mit dem Charakter, seinem Hintergrund und der Spielsituation sind.
    Weiterhin soll auch ein feiger pazifistischer tolpatschiger Scholar mit Werten in nutzlosen Skills, eine gleichberechtigte Aufstiegschance haben, wie waffenstarrender Beserker.
    Und als letzten Punkt empfinde ich es als irritierend, dass ich als SL irgendwelche Aktionen der Helden mit Punkten bewerten soll, dass ist ein Rollenspiel und keine Pr?fungssituation.
    (vgl. auch meinen Beitrag im Thread "Hausregeln")


    Beste Gr??e,
    Erafal

  • Ich finde sowohl Erafal's als auch Nuh-Ghad's Herangehensweise ziemlich symphatisch. Was jetzt nicht hei?en soll, das ich etwas gegen diejenigen h?tte, die EP's nach den Regeln vergeben... :wink:


    Der Vorteil an den EP-Regeln ist halt, das es f?r die Spieler nachvollziehbar bleibt, woher die EP's kommen. Das ist, denke ich, auch in einer Rollenspielrunde ein wichtiger Punkt. Mache ich das als SL wie Erefal, Nuh-Gad oder auch mein alter SL, dann besteht doch zumindest die latente Gefahr, das sich jemand ungerecht behandelt f?hlt. Auf der anderen Seite sind gerade Erefans Argumente ziemlich gut.


    Ich denke, ich w?rde, wenn ich SL w?re (und in meiner D&D-Runde, die ich momentan leite, tue ich das auch), w?rde ich ebenfalls frei EP's verteilen. Nicht als Stufenaufstieg, sondern auch mit Zwischenschritten, um den Spielern zu zeigen, wie viel sie an dem Abend gerissen haben. Hat sich dann ein Spieler besonders hervorgetan, gibt's f?r den auch noch Extra-EP, allerdings erkl?re ich das auch explizit, damit es nachvollziehbar bleibt.

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    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Mu? sagen habe beides Mitrerlebt 1. freie Verteilung und 2, Verteilung nach tats?chlich geleisteter Arbeit und mu? sagen finde das 2. gerechter, da es bei Spieleabenden oft Vorkam das man als Meister die Arbeit der Helden untesch?tzte. So gab es an guten Abenden 5000 EP und an schlechten um die 1000. Jetzt mu? man sagen das wie damals MERS spieleten (mit nur 10 Stufen) und das es jenseits der 10. Stufe nix gab. so waren 5000 Ep (wir zockten damals an fast jedem Woende manchmal sogar 2 Tage hintereinander) sehr viel daman gerade bis zur 5. Stufe innerhalb von 4 bis 8 Wochen Steigen konnte, also binnen eines Jahres den Held auf Stufe 10 bringen konnte danach war keine weitere Steigerung mehr m?glich. Dann kam RM bis 50. Stufe und wir merkten schnell das es wohl niemals ein Held bis zu dieser Stufe geben w?rde wenn wir weiterghin unsere Punkte so vergeben. Als wir dann die Punkte ausrechneten Merkten wir schnell das unsere Helden pro Abenteuer zwischen 5000 bis 15000 (an manchen Abenden bis 30000) Punkte bekommen (wir Spielen in der Regel 6-9 Stunden). Dies f?hrt in den ersten Stufen f?r einen Raschen Anstieg aber bis zur Stufe 50 mu? man schon ca 5 Jahre Spielen. was ein angemessener Zeitraum ist. Leider spielen wir zur Zeit nur noch alle 6 W?chen also ca 8-9 mal pro Jahr da wir nat?rlich heute alle im Berufsleben stehen. Von der Vergabe Der Punkte machen wir folgendes


    1. Bezwingungswert = (Stufe des Gegners * 20)+Trefferpunkte+Sonderpunkte f?r Wesen (zB+75 bei Wolf)


    2. A= 5x Gegnerstufe
    B= 10x GST
    C= 15x GST
    D= 20X GST
    E= 25x GST


    Krit Treffer bei gr. Wesen = 20x GST (jder Krit der ?ber A ist)
    Krit Treffer bei gew. Weesen = 25x GST (f?r jeden Krit ?ber B)


    3. Jeder ausgeteilte und erhaltene Treffer


    4 Jeder selbst erhaltene Krit Treffer
    A= 100
    B= 200
    C= 300
    D= 400
    E = 500


    5 Man?ver
    leicht= 50
    mittelschwer= 100
    schwer = 150
    sehr schwer = 200
    blanker Leichtsinn =300
    Absurd= 500


    6. Zauber spr?che = (100xSpruchstufe)/Stufe des Zaubenden


    ZB Magier stufe 10 Spruchstufe 10 (1000/10)=100 Punkte
    Mg Stufe 10 Spruchst. 20 (2000/10)= 200 Punkte
    Mg Stufe 10 Spruchstufe 1 (100/10)=10 Punhkte
    dieses System gibt Magier zwar weniger Punkte f?r die Spr?che aber daf?r bekommt ein Magier mit Stufe 100 der einen Spruch Stufe 1 wirkt immerhin noch 1 Punkt pro Spruch. Und unter 1 EP pro spruch kann man nicht fallen.
    7. Punkte pro Tode nahe ( was hoffentlich nie vorkommt.) = eigener Bezwingungswert


    8. Pro ausgegeben Magiepunkt einen EP.


    9. Pro zur?ckgelegte Meile einen EP ( meist gibts Pauschal zwischen 100 und 500 Punkte je nachdem wie weit man gereist ist)


    10. die h?lfte der Gruppensumme verteilt auf die gesamte Gruppe. Bei Soloabneuteuer werden Punkte mal 1,5 genommen. (Nat?rlich nur bei guten Ideen, Rollenspiel, usw.)


    So machen wirs

  • Na ja, wir spielen auch nicht mehr h?ufiger als 8-9 Mal im Jahr, aber ich w?rde trotzdem nicht auf die Idee kommen, die EP'S zu erh?hen, damit die Charaktere schneller aufsteigen. Dann fehlt den h?herstufigen Charakteren einfach die lange und intensive Geschichte, die sie eigentlich haben sollten.


    Das mit dem zu wenige EP's verteilen ist mir auch schon passiert. Ich habe das dann wie folgt gel?st: Die normale EP-verteilung sieht ja vor, das die Charaktere ab einem bestimmten Grad immer mehr EP's brauchen, um einen weiteren Grad aufzusteigen. Das habe ich einfach abgeschafft. Alle 10000 EP (bei D&D alle 1000 EP's) steigen die Charaktere auf, erhalten aber daf?r im Verlaufe der Kampagne nicht immer mehr EP's pro Spielabend. Als Faustregel gilt bei mir, alle 3-4 Sessions wird aufgestiegen, durch Individual-EP's zum Teil auch schneller.

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    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Ja aber die hat man schnell zusammen Beispiel:


    Waldl?ufer Stufe 1 zieht neu ins Abenteuer besteigt einen Berg 2 schwere und 4 Mittelschwere Man?ver gelingen, k?mpft an dessen Gipfel mit 2 W?lfen (1. erledigt er mit 25 Tretfern und einem E und 66 bei Krit. Tabelle, mit dem 2. Wolf k?mpft er l?nger, erh?lt dabei insgesamt 35 Treffer und Krit Treffer A und B, den 2. Eolf erledigt er ?ber die Trefferpunkte, Sagen wir 100 TP und eunem Krit A,B,C), (alle Wesen Stufe 3) Tarnt sich dann vor 2 Trollen mit Hilfe eines Zaubetrspruchs( Schwres Man?ver gelingt), und steigt ins Tal hinab Man?ver siehe oben.


    Punktvergabe
    5 schwere Man?ver= 5x 150 Punkte
    8 Mittelschwere Man?ver= 8X 100 Punkte
    ingesamt 1550


    W?lfe:
    1. Wolf alles mals 5 da erste Begegnung:
    25 TPx5+E= 25xStufe3x5+5xBezwingungswert=5x((20xStufe3)+100TP+75 Sonderp. (Kreatur))


    insgesamt:1675


    2.Wolf alles mal 2 da 2. Mal gegen Gegner gek?mpft
    100TPx2+ A=5x3x2+B=10x3x2+C=15x3x2+2x Bezwingungswert=2x(20x3)+100TP+75 Sonderpunkte
    insgeamt: 850


    erhaltene treffer
    35+A=100+B=200
    insgesamt 335 TP


    einen Zaunber Stufe 1
    Bei Waldl?ufer Stufe 1 =100 Punkte plus einen aufgewandten Magiepunkt
    insgesamt 101

    Ca 30 Meilen durch mittelgef?hrliches Gel?nde=30x1,5
    insgesamt 45


    So da sind Zusammen:


    4556 EP (mal 1,5 weil deer Spieler gut mitgemacht hat)=6834 EP ( das obige Abenteuer d?rfte c. 4-5 Studen dauern.


    wenn man davon ausgeht das unsere Abenteuer doppelt solange gehen und (doppelt solange Sbenteuer hei?en nicht notwengigerweise doppelte Punktzahl) so kann man no0ch ca. 1/3 dazurechnen und k?me so auf ca. 9000 Punkte. Sicer werden die Helden Sp?ter langsamer steigen, da sie alle Kreaturen kennen. aber dieses Beispiel zeigt deutlich das 5000 EP f?r einen Spieleabend meines erachtens etwas zu wenig ist. zumal wenn man bedenkt das der obige Held Stufe 1 ist, w?re er Stufe 10 h?tte man ihm mehr Ggner zumuten k?nnen, sprich unterm strich mehr EPs, was die x5, undx2 vom Anfang wettmacht


    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen das bis Stufe 5 die Helden alle 1-2 Abetuert steigen ab Stufe 5bis 10 alle 2-4 Abenteuer Ab stuge 10 alle 3-6 Abenteuer je nachdem wie gut der Abend l?uft.

  • Puh...in unseren guten alten MERS Zeiten kamen wir NICHT MAL auf 5k Punkte sondern eher auf 2k-3k. Ist halt echt ein grosser Unterscheid wie SL mit Punkten umgehen. Dennoch mochte ich das System von MERS/RM in diesem Zusammenhang noch nie. War mir einfach zu kompliziert fuer eine Sache die ich immer als recht unwichtig empfand. Es bedeutet mir halt einfach nichts in einem abstrakten Steigerungssystem nichtsagende "Erfahrung" anyuhaeufen um damit meinem "Helden" yu verbessern.
    Entsprechend haben wir das immer recht flexibel gehalten. Natuerlich fuehrt das dazu das "Realm of Arms" Klassen in den ersten Stufen den Spellusern massiv davon ziehen. Aber ich empfand das immer als nur gerecht und logisch begruendbar.
    Gerecht weil rein vom Regelwerk dieser Prozess irgendwann sich umkehrt und dann geht die Schere, wie mehrfach bemerkt, sehr schnell zugunsten der Magiekundigen auseinander und wird dann nie mehr ausgeglichen. Sollen Krieger doch ihren Spass haben, bis zur 10 Stufe...super Monstergulasch pur. Aber wartet mal ab bis mein Nekormant Stufe 15 erreicht hat und anfaengt mit einem Heer aus Untoten durch die Lande zu ziehen. Und jetyt kommts: Klar koennte der Krieger das auch. Mit menschlichen Kaempfern. Aber nur wenn er bei all seiner Schwertkampfwut nicht vergisst politische und soyiale Fertigkeiten yu steigern. Schliessliche muss er sich ein soziales Standing erarbeiten um sein Heer zu bekommen. Mein Nekromant geht nur auf den naechsten Freidhof, schnippst mit den Fingern und los gehts....
    Das finde ich schon nicht schlecht und sehr gerecht dafuer ein bischen zu warten.


    Was die logische erklaerbarkeit angeht: ich denke es ist "einfacher" bzw schneller realisierbar waehrend eines Jahres Lernzeit seinen Koerper konzentriert und intensiv zum Schertkampf zu trainieren und dort forwaerts zu kommen als entsprechende Fortschritte in der Zauberei zu machen. Aber das ist nat. nur meine eigene Interpretation. Zauberei dauert bei mir IMMER lange um nennenswerte ERfolge zu erzielen. Diese sind dann aber im Ergebniss ueberragend. Und ich finde RM spiegelt das gut wieder.

  • Karen Vunux : Wenn der Waldl?ufer das so ?berlebt, ok ;)


    @Grimmstorm: Das Problem was wir immer hatten ist, dass sich durch die die gro?e Schere die sich da am Anfang ergibt unheimlich schnell mal was schieflaufen kann, durch die starken Krieger "muss" man st?rkere Gegner bringen, die dann wiederum f?r die Nicht-Krieger so stark sind, dass die im Alleingang mal die ganze Gruppe verknuspern wenn der Krieger die aus irgendeinem Grund nicht aufhalten konnte.
    Bei hohen Stufen kann ich leider nicht mitreden, wir haben es noch nie geschafft, dass die Runde lang genug zusammenblieb um weiter als Stufe 6 oder 7 zu kommen (wie oben schon angedeutet, bei uns dauert Aufsteigen seine Zeit....)

  • Das Problem sehe ich - bin aber nie in diese "Falle" als SL gelaufen da ich meinen Spielern fruehzeitig klar gemacht habe das RM kein Spiel fuer Weicheier ist und ich Abenteuer nie nach der Staerke der Gruppe ausrichte. Meine Spieler suchen sich also fuer gewoehnliche ihre Aufgaben selbst und versuchen von vornherein mit gesundem Menschenverstand zu evaluieren wieviel Manpower sie benoetigen. So kann man zB bei mir davon ausgehen das die gewoehnliche Stadtwache immer so Stufe 2-3 ist, ein Kommandant 4-5 und ein "General" so etwa 6-9, jenachdem wie gross die Stadt ist. Jetzt kann also eine Gruppe die Stufe 2 im Schnitt ist einschaetzen das eine Aufgabe die mit ziehmlicher Sicherheit in Handgreiflichkeiten mit der Stadtwache endet entweder zu viel des guten ist, oder aber zusaetzliche Massnahmen erfordert. Und umgekehrt, eine Gruppe der Stufen 5+ wird sich um Waechter keine Sorgen mehr machen.


    Wenn jetzt diese Gruppe Aufgaben annimmt die eben nicht ganz ihre Kragenweite sind, oder eben gerade so wenn alles optimal laeuft, aber es geht was schief...dann sind sie selbst schuld und muessen sehen wie sie klar kommen. In Deinem Beispiel also, Feamon, das die Gruppe entweder die Beine in die Hand nimmt oder eben zu Gehaktem verarbeitet wird. Wie gesagt, wenn sie selbst Schuld sind. Wenn nicht tue ich mein Bestes als SL um ihnen wenigstens zu zeigen das ihre Bemuehungen nicht ganz fruchtlos waren.
    Im uebrigen bin ich ein Freund von realistischen Rollenspiel. D.h. das Waechter zB nur in absoluten Ausnahmenfaellen bis zum Tode kaempfen, fuer gewoehnlich aber eher weglaufen oder sich ergeben, versuchen Verstaerkung zu holen bevor sie angreifen und aehrnliche Dinge. Und so halte ich es mit allen Gegnern bei denen aehnliches Verhalten sinnvoll begruendet werden kann. Auch die meissten (Raub)tiere ergreifen die Flucht wenn ihre anfaenglichen Angriffe erfolglos waren und ihr Leben unnuetz gefaehrdet wird...usw.


    Die einzige Ausnahme bilden hier Elitesoldaten, echte Monster, Assassinen und aehnliche und magische Wesen.




    So, jetzt aber back to Topic. Eine Sache die ich vor ein paar Monaten kennen gelernt habe udn die mir unheimlich gut gefaellt ist das sogenannte Demeanor/Theme wheel des Rolelsnpiels "Chronicles of Ramlar". Dieses Stufenprogressionssystem ist in einer erwachsneen und professionellen Gruppe die eine gute Vertruensbasis pflegt absolut gerecht, funktioniert hervorragend, ist im Aufbau sehr simpel und vorallem sehr foerderlich fuer die Entwicklung der Charakterpersoenlichkeit. Das D/TW gefaellt mir so gut das ich eigentlich vor hatte es in Zukunft immer und ausschliesslich bei jedem RPG zu verwenden das ich leite. Aber ich fuerchte das die Akzeptanz von Regeln die nicht urspruenglich aus dem Spiel stammen welches man gerade spielt, bei den jeweiligen Gruppen eher etwas klein ist. Zu klein vielleicht.
    Wie auch immer. D/TW ist eine Sache die ich absolut jedem ausnahmslos empfehlen kann.

  • Ich glaube, das die Vergabe von Erfahrungspunkten sich doch sehr an den jeweiligen Spielgruppen und deren Spielleleiter richtet. Karen Vunux geh?rt zu meiner Spielgruppe und die Vergabe der Erfahrungspunkte, die er im obigen Post darstellt, sind absolut Regelkonform und entsprechen einem durchschnittlichen Wald und Wiesen Abenteuer. Okay, das Beispiel hat vielleicht den Hacken, das er als Spieler einen Waldl?ufer auf Stufe 1 angab und dieser sicherlich mit drei W?lfen seine Probleme haben d?rfte :? , aber wenn es ein Charakter auf Stufe 3 oder 4 w?re, w?ren die Punkte nahezu identisch, wenn es vorher noch keinen Kampf mit W?lfen gegeben hat.
    Wenn man jetzt davon ausgeht, das dies die Punkte sind, die ein einzelner an einem halben Spielabend bekommt, und dies wirklich genau an den bestehenden Rolemasterregeln orientiert ist, dann ist klar,m das eine gr??ere Gruppe auch noch mehr Punkte an einem Abend erreichen kann.


    Da wir die Punkte nach den Regeln des Systems ausrechnen, stehen diese auch den Charakteren zu, auch wenn manch einer sich denkt, das dies ein wenig viel sind. Aber wenn man bedenkt, das Rolemaster bis Stufe 50 geht und sp?ter eine enorm hohe Summe an Punkten erreicht werden muss, um eine neue Stufe zu errreichen, ist das v?llig in Ordnung.


    Da das System ?ber so hohe Stufen verf?gt, kann man auch ruhig die Spieler im Laufe von 4-5 Jahren Echtzeit, in h?here Levels kommen lassen. Stufe 20 - 30 sind bis dahin schon m?glich, je nachdem wie oft man spielt.


    Zu dem bestehenden Regelsystem der Punktevergabe sehe ich das so, das dies schon gerechtfertigt ist und es einem eine Richtlinie an die Hand gibt, wie die Leistungen der Spieler zu regelmentieren sind.
    Eine freie Vergabe von Punkten habe ich auch schon ausprobiert, doch dann stellt sich schnell die Frage, ob die von mir veranschlagten Punkte ausreichend oder zu viel waren. Und was ist mit den Spielern, die sich w?hrend des Abends eher im Hintergrund hielten und andere das Spiel machen lie?en? Warum sollten sie das gleiche bekommen ? Also m??te ich die Spieler mehr oder weniger mit Punkten belohnen, was aber widerum einer Wertung gleichkommt. Schlu?endlich habe ich mich nach einer langen Erprobungszeit wieder dem bestehenden Regelsystem zugewandt und dar?ber die Punkte abgerechnet.


    Quote

    Grimmstorm: So kann man zB bei mir davon ausgehen das die gewoehnliche Stadtwache immer so Stufe 2-3 ist, ein Kommandant 4-5 und ein "General" so etwa 6-9, jenachdem wie gross die Stadt ist


    Hmmm... aber ist das in einem System das bis Stufe 50 geht nicht ein wenig niedrig? Oder h?ngt es wie ich zu Beginn meines Beitrages schon sagte doch von der Welt ab, in der man spielt?
    Eine feste Einteilung der NSC?s in Stufen habe ich zwar nicht, aber
    eine gew?hnliche Stadtwache auf dem Land, ist bei mir auch zwischen Stufe 2-3 ein zu ordnen, aber wenn es die Wachen einer gro?en und reichen Handelsstadt sind, sieht das schon wieder anders aus.
    Ein Kommandant oder Hauptmann liegt dann bei Stufe 5 - 8 und ein General von Stufe 9 bis XY.

  • Vielleicht sollte man eher sagen, das diese Werte auf die Wachen einer kleineren Ortschaft zutreffen. Sobald es in Gebieten geht, die eine gr??ere Bedeutung haben, werden auch die Stufen der Wachen und Offiziere wohl h?her sein.


    Ich denke, das man durchaus Ort der handlung und die "wichtigkeit" der Einheiten einrechnen sollte.
    Daher kann es durchaus mal vorkommen, das ein Kommandant einer Wache h?herstufig ist, wenn er strafversetzt wurde (Ups.. zu Unrecht?? Abenteur ick h?r dir trapsen... :wink: ).


    Aber wirklich wichtige Personen mit Einflu? und Erfahrung werde locker h?herstufig sein.


    Btw...
    Ansehen kann man das einem NPC nicht, was zu b?sen ?berraschungen f?hren kann... *fg*

  • @Nordric & Karen Vunux:


    Also erstmal liegen die Punkte nach den Regeln die ich kenne (beide deutschen Regelwerke, also RM2 und RMFRP) schon ein wenig niedriger (die Man?ver geben jeweils 50 weniger (MS = 50, S = 100)). Damit w?ren wir bei 3521EP f?r den Fall, dass wirklich das erste Mal W?lfe kamen, aber es ist ja eher der Fall, dass der Char irgendetwas nicht zum ersten oder zweiten Mal tut als andersrum, und schwups ist man nur noch bei 1781EP. Da fehlen jetzt noch die 50% Bonus die ihr drauf rechnet, aber selbst mit 1,5 multipliziert ist das weit entfernt von "5000 bis 15000, manchmal sogar 30000 die Sitzung". Zumal man nach RMFRP und RM2 Optionsregeln noch beachten m?sste, dass man von den Bezwingungspunkten die bereits am Gegner verursachten Krits abziehen m?sste.


    Meine oben genannten Zahlen sind dann aber auch die EP-Bereiche in denen wir uns normalerweise bewegen (es sei denn, wir hatten eine neue Gegnerfraktion und es gab ein Schlachtfest, es ist nicht so, dass wir nicht auch mal an der 10.000er Marke gekratzt h?tte, aber das war in den letzten zehn Jahren vielleicht bei zwei oder drei Abenden bei ein oder zwei Chars der Fall).


    Das soll jetzt keine Kritik sein, mir ist egal, wieviel EP ihr verteilt (ich h?tte auch nichts dagegen so schnell aufzusteigen 8)), aber es ging ja schon um die Regeln und da sehe ich das leider immer noch kritisch. (Ihr d?rft mich gerne ?berzeugen. :) )


    @50% Bonus: Ich kann mich erinnern, dass wir das fr?her auch mal gemacht haben.. k?nnt ihr mir sagen, wo das steht? Ich finds in den Regeln nicht mehr.


    @Grimmstorm: Da ich gerade eigentlich am lernen bin und nun zu faul zum suchen, hast du zuf?llig nen Link zum Thema D/TW? :) (Sonst such ich mirs heut Abend selbst. ;) )

  • Zum Thema D/TW habe ich eine Rezi geschrieben, bzw. zu COR selbst. Findet sich im Grofafo-Forum unter Rezensionen, gleich die erste, Chronicles of Ramlar.
    Falls du am Ratcon Freitag in DTM bist kann ich es Dir aber auch gerne zeigen oder ich schreibe nochmal etwas mehr dazu.


    Zum eigentlichen Thema...ichhabe es auch schon geschafft in sehr vielen Jahren einen Rolemaster Charakter auf eine Stufe ueber 20 zu bringen (wenn ich mich entsinne war es 23). Alelrdings muss man dazu sagen das ich mit diesem Charakter etwa 5 Stufen "uebersprungen" habe, ich glaube von der 5 in die 8 und von der 11 in die 13. Beim ersten mal haben wir einen Drachen geplaettet und beim zweiten mal war es, wenn ich mich recht entsinne irgend ein Daemonenfuerst. Ein nettes Fest. Und beides mal so unglaublich viele Punkte das wir eben mehrere Stufen im Flug ueberschossen. In beiden Faellen war das aber auch mehr als gerechtfertigt da die Gegner fuer unsere Stufen eigetnlich als "unbezwingbar" anzusehen waren. Aber gut. Wir hatten gute Ideen und waren mit mehr Gluek als Verstand dann doch erfolgreich.
    Aber, wie gesagt, prinzipiel sind wir da eher sparsam veranlagt.

  • Wie gesagt, ich kann es nur bedingungslos empfehlen. Das ist so mit das revolutionaerste und stimmungsvollste Progressionssystem fuer RPGs das ich je gesehen habe. Und man kann es ohne weiteres auch fuer Stufenlose Systeme verwenden. So wie es derzeit ist, ist es eine Art Hybrid da es neben den normalen "Stufensteigerungen" auch ermoeglicht einzelne Bereiche des Charakters auf Wunsch nochmal separat zu entwickeln.
    Alleine schon deshalb lohnt sich ein Blick in Chronicles of Ramlar.

  • Mannomann, ich f?hle mich langsam wie der Ebeneezer Scrooge der EP-Vergabe. Wenn meine Runde 'mal so richtig Gas gibt und den ganzen Abend wild moscht, kommen die Spieler vielleicht so auf 3000 Punkte! :shock:


    F?r sieben Stufen hat die "Rangh?chste" ungef?hr 1,5 Jahre gebraucht, wobei wir beinahe w?chentlich spielen. Trotzdem hatte ich lange Zeit das Problem dass die Charaktere schneller m?chtig geworden sind, als ihre Spieler es wahr haben wollten. Die Nachtklinge, beispielsweise, hat noch auf der 8.Stufe so getan, als w?re er ein rotzfrecher Gossenl?mmel. :roll:

  • Aber woranliegt das eurer Meinung nach, das die einen mehr die anderen weniger Punkte an einem Abend erhalten ?
    Ich meine, so wie wir die Punkte ausrechnen, m?gen die Punkte f?r Man?ver vielleicht etwas h?her angelegt sein und auch die Zauber rechnen wir anders aus, aber das kann ja nicht die Hauptursache daf?r sein oder?
    Seltsame Sache das finde ich.


    Es sind ?brigens nicht 50 % die es bei uns dazu git, das muss ich korrigieren sondern wir teilen die Gesamtpunkte der gruppe, durch die doppelte Anzahl der Mitspieler und dann nochmal durch zwei. Das sind dann die die Punkte die der SL als Ideen und gutes Rollenspiel wieder auf die Gruppe verteilen kann.