Göttlicher Status und göttliche Einmischung ?

  • Seid gegrüßet,


    da ich kein passendes Thema gefunden habe, eröffne ich eben ein neues. ;)


    Meines Wissens (und das muß nichts heißen) setzt sich der göttliche Status doch einerseits aus Opfern, Verpflichtungen wie Gelübden, usw. und andererseits aus religiösen Ge-& Verboten zusammen.
    Dies kann im schlechten Fall zu Strafen wie Verweigerung von Fähigkeiten & Zaubern oder im positiven Fall zu Vergünstigungen, die wie ein Magiepunktevermehrer (MPV) wirken können, führen.


    Daraus ergibt sich auch schon Frage 1: Wie handhabt Ihr das mit dem göttlichen Status und dem Nutzen als MPV ? Hat der Priester, Schamane, ... jeden Tag die mehrfachen Magiepunkte solange er den göttlicehn Status aufrecht erhält oder nur am 1. Tag nach Erreichen des Status und muß danach sogar weiter in der Gunst aufsteigen, um den Nutzen erneut zu erlangen ?


    Des weiteren ist der göttliches Status auch von Bedeutung, wenn man um direkte göttliche Einmischung betet.


    Und dies führt mich zu Frage 2: Ab welchem Wert laßt Ihr ein höheres Wesen (Gott oder in meinem Fall, d. h. Mittelerde, einen Vala oder Maia) auftauchen ?


    Schon einmal meinen besten Dank für die Unterstützung.


    gez. DEVNUSOM-Meister

    regeltechnische Aussagen mit direktem Rolemaster-Bezug erhalten ein R, mit DEVNUSOM-Bezug ein D, alles andere ist allgemeingültiger Natur

  • den göttlichen Status handhabe ich wie in Erweiterung der Leitmagie vorgeschlagen - Göttliche Einmischung setzt schon einen höheren Rang vorraus wobei die Art der Einmischung bei mir eher gering ausfällt bzw. größte Opfer gegeben werden müssten und die Situation für den Gott von größter Bedeutung sein müsste, damit er sich zeigt - bis jetzt nie vorgekommen

  • Machen wir analog zu dem was Jayden geschrieben hat.


    Weil es einfacher ist, bekommt der Channelingbenutzer seine MP nach 8 Stunden Schlaf (x Stunden Meditation), wie alle andere bei uns auch.


    Wenn ein Spieler dann einen Channeling-User spielt, bei dem ihn ein Morgenritual/Gebet wichtig ist, dann macht er das so wie er es möchte (fällt dann bei uns die Kategorie Rollespiel).


    Wichtig ist das mit der göttl. EInmischung beim Thema Wiederbelebung. Hier ist es so, dass es schon einen guten Grund geben sollte, damit der Priester überhaupt den Zauber wirkt (wichtige "gute" Persönlichkeit der Stadt, Champion des Glaubens, bei der Verteidigung des Tempels gestorben, großzügige Spende etc...) und bei Chars. die konträr zu der Religion des Priester stehten, funktioniert das dann trotzdem nicht...


    Heilungszauber: Hier ist es nicht relevant, welche Gesinnung der Char hat, auf den gezaubert werden soll, das "darf" quasi das Bodenpersonal eigenständig entscheiden...


    Zuviel EInmischung finde ich da nicht gut, wäre ja blöd, wenn z.B. der "Exkommunikations-Zauber" nicht funktioniert, weil derjenige, den es treffen soll eigentlich ein Lieber Typ ist!

  • Da ich den Gedanken nicht mag, dass Leitmagiekundige nur Erfüllungsgehilfen der Ideale einer wie-sehr-auch-immer existierenden Entität sind, läuft es bei uns eher anders herum: Nicht Gott erklärt seinen Willen durch den Priester, sondern der Priester erklärt, was er für Gottes Willen erachtet.
    Diese Funktionsweise von Religion wird nur in den allerseltesten Fällen durch direktes göttliches Eingreifen aufgehoben, was aber eher zur Dramaturgie des Abenteuers gehört als zum gewirkten Spruch. Keine Ahnung, in wie weit das regelkonform ist, aber auf meinen Welten will ich einfach keinen spießigen Pingelgott haben, der nichts besseres zu tun hat, als irgendwelchen Priestern hinterherzuschnüffeln und quasi als nächsthöherer Sachbearbeiter den Wunsch nach zwei Magiepunkten eines Klerikers persönlich abzeichnet, der sein Frühstückskaffee mit einem Erhitzen-Zauber zubereiten will. :)
    Glaube und Unterwerfung unter einen (göttlichen) Kodex zeichnen sich doch gerade darin aus, dass man bestimmte (moralische) Optionen nicht nutzt, auch wenn sie in der Situation hilfreich wären. Deswegen soll es auch in der Hand des Spielers liegen, ob er seine gottgegebene Macht nutzt, um sonstwen von den Toten zu erwecken, nicht im Grundsatz ausgeschlossen sein. Mit wem er die Folgen der Handlung dann auszudiskutieren hat...tja, das wird sich dann ja zeigen. ^^
    Beste Grüße,
    Erafal

  • @Erafel


    Ja und dazu kommt m.M.n. auch, dass Leitmagie ja sowieso nicht so toll ist von den Spruchlisten her... wenn man nun auch noch anfängt dem Spieler quasi die Kontrolle über die Magie zu entziehen, oder das Thema "Überzureglementieren"....ich hätte dann keine Lust mehr einen Channeling-User zu spielen.

    Quote

    Und dies führt mich zu Frage 2: Ab welchem Wert laßt Ihr ein höheres Wesen (Gott oder in meinem Fall, d. h. Mittelerde, einen Vala oder Maia) auftauchen ?

    Du bist ja nen Freak! ;)


    a)möglichst gar nicht, bis wenig
    b)wenn es von der Dramatik und vom Thema her gut in mein Szenario passt
    c)würde ich auf keinen Fall inflationär verwenden!


    Ich bin nur bedingt ein Werte und Checklisten-Freak (gerade genug um RM zu mögen), dass Auftreten einer höheren Macht in meinem Szenario würde ich nur und ausschließlich von Aktionen der Spieler abhängig machen und wenn es wie oben aufgeführt von der Story her reinpasst. Aber soetwas in Abhängigkeit von irgendwelchen Zahlenwerten gestalten zu wollen, da würde ich nie drauf kommen - Das ist für mich etwas das genauso wie "Zufallsbegegnungen würfeln" nicht zum Rollenspiel dazugehört (und meine Mitspielerkollegen ticken da auch nicht anders).

  • Seid gegrüßet,


    erst einmal danke für die vielen Antworten und hilfreichen Rückmeldungen. :)


    Tatsächlich hatte ich bis vor der Erweiterung Leitmagie jegliches Erscheinen von göttlichen Wesen auf das Rollenspiel (und ggf. den konkurierenden Wurf zwischen Spieler und mir) beschränkt, doch hoffte ich nun eine etwas nachvollziehbarere Handlungsweise zu nutzen, wie sie mit dem göttlichen Status und dem daraus folgenden göttlichen Einmischen angeboten wird.
    Bei mir ist noch nie ein Valar erschienen und Maia nur wenn sie in Reichweite und entsprechend gelaunt waren. Avatare habe ich auch eher wenig genutzt und die waren immer rollenspielbedingt.


    Mir ging es weniger um das Reglementieren der Leitmagiebenutzer, denn um eine sinnvolle Handhabe von mir sogenannten göttlichen Wundern, wie Wiederbelebung oder Avatarerscheinung.


    Und das mit dem Freak habe ich sogar schriftlich ... von meiner Frau ! ;)
    Dabei spielt die ja selber und hatte früher auch gelitten (ja, die Vergangenheitsform von leiten ist gelitten, denn das aktive leiten hat für manche etwas mit leiden zu tun).
    Aber tatsächlich mag ich schon Tabellen als Checklisten, aber eben nur die, welche brauchbar sind, der Rest bleibt weg.


    Bis auf weitere Antworten dann.


    gez. DEVNUSOM-Meister

    regeltechnische Aussagen mit direktem Rolemaster-Bezug erhalten ein R, mit DEVNUSOM-Bezug ein D, alles andere ist allgemeingültiger Natur