Padova - hätte gern Infos

  • Da meine Abenteuerreihe, an der ich momentan arbeite, Padova als zentralen Punkt verwendet, wollte ich kurz mal anfragen ob die detaillierteren Beschreibungen über Padova im Atlas zu finden sind? Es wäre noch nen weiterer Grund den alsbald zu bestellen. :P

  • Eine Beschreibung von Padova ist zwar im Atlas nicht zu finden, aber trotzdem wird sich der Kauf lohnen :)

    Kann mir denn jemand bitte noch genauere Informationen zu diesem "umfangreichen Padova Projekt" geben? Am 01.09.2015 hatte Thondras in diesem thread ja Ostern/Sommer 2016 als Erscheinungsdatum erwähnt. Hoffe es gibt daher zumindest schon einige Neuigkeiten dazu.

  • Ich würde mir einfach selber was ausdenken und so vage bleiben, dass man dann die offiziellen Infos später einbauen kann.

    Ein Wenig was zu Pardova steht ja auch in den Regeln...


    Ich persönlich favorisiere ohnehin eigene Städte und Orte (ggf. mit Namen aus der offiziellen Karte oder dem Atlas), die ich nach Belieben gestalten kann. Abfragen wird mich wohl keiner, ob der Tempel an der richtigen Stelle steht und der Herrscher, den ich mir ausgedacht habe auch mit dem offiziell erfundenen übereinstimmt... ;) 

  • Für Einsteiger wie mich wäre allerdings eine Hilfestellung bei der nächstgrößeren Stadt nicht verkehrt. Dabei geht es mir gar nicht um die genauen Standorte einzelner Gebäude sondern eher um die Struktur, Hierarchie und vielleicht auch um das Verhältnis des Stadthalters zum Dorf Leet etc.

    Dass ich mir das alles selbst ausdenken kann ist mir klar und das Prinzip Aboreas mit viel Freiraum und dementsprechend vielen weißen Flecken habe ich verstanden. Nur scheint es mir eher ein großer weißer Fleck zu sein mit einem einzigen beschriebenen Dorf am Rande der Welt.

    Möglicherweise habe ich mich als wirklicher Anfänger auch einfach für ein falsches System entschieden

  • Das mit dem "falschen System" glaube ich nicht. Ich finde es viel einfacher, wenn man frei ist und nicht - wie z.B. bei DSA - eine bis ins Detail ausgeplante Welt zu haben. Natürlich muss das jede Gruppe für sich selbst klären, aber ich habe bisher mit meinen Gruppen nie andere Erfahrungen gemacht.

    Wenn man als Spielleiter mit Pen und Paper anfängt ist das sicher nicht einfach, aber ich glaube, das Hauptproblem ist weniger der Mangel an Informationen, sondern eher der "Knoten im Kopf", d.h. sich zu trauen, kreativ zu sein.

    Wen stört es, wenn Pardova in deiner Welt plötzlich zu einem Gotham-City-Verschnitt wird, dessen Herrscher zu einer Art Dumbledore wird und das Land um Leet zum Auenland mutiert?!

    Nimm einfach etwas, was du aus Büchern, Serien oder Filmen kennst und wandel es für die Zwecke Deiner Gruppe ab. Der Rest entwickelt sich - übrigens nicht zuletzt durch das Handeln der Gruppe.

  • Bezüglich Padova habe ich das mit meiner ersten Aborea-Gruppe in etwa wie folgt gelöst:

    Ich habe es als (für die Landeier aus Leet) beeindruckende, weißgetünchte, lebendig Hafenstadt beschrieben, in der es alles gibt, was das Heldenherz begehrt, solange man genug Geld oder geeignete Beziehungen hat.

    Der Herrscher / Statthalter war eher eine nebulöse Figur, mit der eine niedrigstufige Gruppe (zudem aus der Unterschcicht) eh keine Berührungspunkte hatte und deshalb hat sich meine Gruppe auch nicht für die große Politik interessiert. Die Frage stand bei uns einfach nicht im Raum.

    Hat man Helden aus der Oberschicht in der Gruppe, geht das natürlich nicht. Ich würde Padova dann vielleicht als weitgehend autarkes Regionalzentrum beschreiben, dass bemüht ist, den Einfluss des Mutterreiches nicht zu groß werden zu lassen (womit dieses dann wieder etwas in Nebel verschwinden könnte).

    Optisch und politisch strukturell stelle ich mir Padova (samt Umland) wie eine Mischung aus "Römisches Reich", "Königreich aus Grimms Märchen" und "Hansestadt" vor - aber nochmal: Einfach trauen und festlegen, den Rest die Spieler entdecken und entwickeln lassen...

  • MIr fällt noch was ein:

    MIr war Leet auch irgendwann zu klein und wir haben mit einer neuen Gruppe angefangen.

    Für diese haben wir uns eine komplett eigene Stadt erdacht. Ich habe ein DIN-A3-Blatt genommen, habe mit einem blauen Edding einen Fluss gemalt und dann mit einem roten Stift viele rote Vierecke drumherum, zwischen denen sich Straßen erahnen ließen. DIe Beschriftung dieser "Häuser" ist dann nach und nach in den Abenteuern entstanden und mit ihnen deren Bewohner und Besonderheiten.

    Heißt: Als meine Gruppe das erste mal nach einer Gaststätte fragte, habe ich auf einen etwas größeren roten Fleck gezeigt und ab dann gab es dort den Met.

    Als sich irgendwann ein besonderer Tempel als Notwendig zeigte, habe ich einen wandernden Priester in die Stadt ziehen lassen und an einer freien Stelle kurzerhand ein etwas größeres rotes Rechteck gemalt. Der Fleiß der gläubigen EInwohner beim Tempelbau war einfach beeindruckend.

    So ging das weiter. Irgendwann lernte die - inzwischen stadtbekannte - Gruppe den Verwalter und dann dessen Chef, den Fürsten kennen.

    Das Umland entwickelte sich parallel, Flüchtlinge gründeten eine neue Siedlung in der Nähe, im unheimlichen Wald im Süden lernten die Helden eine Elfensippe kennen u.s.w.

    So schön die Weltkarte in der Aborea-Box auch ist - ich brauche sie selten...