Regeln zu Klettern und Sprinten

  • Ich hab ein paar Regeln für Sprinten und Klettern zusammengestellt:


    1. Sprinten
    Man kann mit seinem KO-Wert in Runden das Fünffache seines Gehwertes ohne Manöver sprinten. Anschließend muss man sich pro gesprintete Runde eine Minute lang ausruhen. Ansonsten bekommt man für 5 Minuten pro nichtausgeruhte Minute ein -1 pro nichtausgeruhte Minute auf alle körperlichen Manöver und den KB.
    Das hab ich gemacht, mir es unlogisch vorkam, bei einem 1-Runden-Sprint mich mindestens 10 Minuten lang ausruhen zu müssen. :)


    2. Klettern
    Der SC brauch pro 2 Meter hochklettern ungefähr 1 Minute, pro 2 Meter runterklettern etwa 30 Sekunden. Dies ist dann wichtig, wenn der SC für eine Felswand oder so mehrere Würfe braucht. Dies bestimmt dann, wie viele.
    Die Ausdauer rechnet man so aus:
    -Wenn der SC mindestens einen Rang in Athletik hat:
    KO-Wert mal Athletik-Rang in Minuten.
    Die Folgewürfe sind in KO-Wert x 2 in Minuten.
    -Wenn der SC keinen Rang in Athletik hat:
    Ganz normaler KO-Wert, so als hätte der SC/NSC einen Athletik-Rang von 1.
    Die Folgewürfe sind nach dem KO-Wert in Minuten.
    Der 1. Wurf ist mit einem Bonus in Athletik und ST/GE der normale Wert der Wand, die der SC erklettern möchte. Nachdem der SC seine Zeit (KO-Wert x Athletik-Rang in. Minuten bzw. KO-Wert in Minuten) geklettert ist, muss er das Manöver noch einmal machen, aber um 1 erschwert. Dann muss der SC das gleiche Manöver nach der Zeit seiner Folgewürfe (KO-Wert x 2 in Minuten bzw. KO-Wert in Minuten) mit einer Erschwerung von 2 machen, dann wieder nach der Zeit seiner Folgewürfe mit einer Erschwerung von 3,...
    Wenn der SC das Manöver nicht schafft, sollte er nur bei einem extremen Fehlschlag abstürzen, ansonsten sich noch festhalten können und seine Aktionszeit x 5 in Minuten warten müssen, bis er wieder klettern kann.
    Die Schadensberechnung wenn der SC fällt:
    Schaden = Würfelwurf x (Meter des Fallens : 2) – Rüstungsbonus
    Bei einem Fall in einer Höhe von drei (bis max. vier) Metern sollte der SC keinen Schaden bekommen, da der Fall nicht sehr hoch ist.
    Mögliche Malusse:
    1. Wenn der Felsen nass ist oder ähnliche Erschwerungen des Kletterns durch äußere Einflüsse
    2. Pro 10kg, die der Charakter trägt -1, außer Rüstungen (die habe ihren eigenen Malus)


    Jo, das sind meine Regeln, vorerst :D
    Was sagt ihr dazu? Vorschläge? Kritik? Immer doch ;)



    LG Tarkan



    PS: Ich hab den Vorschlag von Prometheus aus dem Thread "Ausdauerbestimmung bei einer BergBesteigung" hier in meinen Regeln übernommen, da ich ihn gut fand. Dies ist der für das Errechnen der Ausdauer einer Bergbesteigung (und noch anderen Sachen) ohne Athletik-Rang.


    PPS: Der andere Thread (gibt es einen anderen?) ist aus Versehen entstanden, dieser hier ist der richtige ;)

  • Bei einem 1-Runden-Sprint ist eine Ausruhzeit von 10 Minuten schon recht lang. Nach einem Sprint über 5 Runden wären 10 Minuten wahrscheinlich eher zu kurz bemessen. Insofern sind sowohl die Regel im Spielerheft (S. 51), als auch Dein Vorschlag nicht "realistisch". Ist aber eigentlich auch egal. ABOREA ist ein Spiel, keine Simulation ;) Wenn Dir 1 Minute Ruhe pro Runde Sprint besser gefallen, dann mach es so. Die Regel im Spielerheft hat allerdings auch den Durchschnitts-SC im Sinn. Der ist normalerweise eher schwerer beladen (Waffen, Rüstung, Ausrüstung, Schätze etc.), als ein Leichtathlet. Insofern muss der SC sich mehr abmühen und braucht demnach eine längere Zeit zum ausruhen :)


    Beim Klettern würde ich es auch nicht zu kompliziert machen. Den einfachen KO-Wert zur Berechnung anzusetzen (auch wenn der SC eigentlich keinen Rang in Athletik hat) finde ich gut. Charaktere mit Athletik 1 werden hierdurch auch nicht über Gebühr benachteiligt, denn sie erhalten ja schließlich auch noch den Rang als Bonus auf ihre Kletter-Manöver und ihre Intervalle für Folgewürfe sind doppelt so lang.


    Bleibt noch der Sturzschaden. Das ist immer eine ganz schwierige Kiste, es möglichst "realistisch" zu regeln. Das ist schließlich - zumindest bei eher geringen Höhen - nicht nur von der reinen Höhe, sondern auch vom Untergrund abhängig. Bei sehr großen Höhen ist der Untergrund wiederum egal, da dann auch Wasser sich wie Beton verhält. Ja, natürlich gibt es Geschichten von Piloten, die Stürze aus hunderten von Metern überlebt haben sollen. Hier spielten aber zum Teil auch weitere Faktoren (Steilhang, ein teilgeöffneter Schirm etc.) eine Rolle. Ein schlechtes Beispiel sind übrigens die D&D-Regeln zu Stürzen, da sie den Sturzschaden auf max. 20W6 begrenzen. Auch nach einem 200m Sturz konnte mein Halboger (zu der Zeit mit etwa 150 TP) noch locker aufstehen und sich den Staub aus der Kleidung klopfen ;)


    Was ich damit sagen will: Gerade Sturzschaden sollte nach dem gesunden Menschenverstand, nicht nach starren Formeln und dem Zufall, bestimmt werden. Stürzt ein Charakter 50m tief und fällt auf einen Stein, dann ist er tot - egal wie viele TP oder welche Rüstung er hatte. Konnte er seine Sturz irgendwie bremsen (Athletik-Manöver), dann bricht er sich vielleicht nur ein Bein (klar - das sollte ihn natürlich auch TP kosten) und bleibt nach 25m auf einem Felsvorsprung liegen.
    Zufallsbasierte Formel verhindern leider den Einsatz des gesunden Menschenverstandes. Und wenn man dann im Einzelfall doch wieder die Regel bricht, dann braucht man sie eigentlich auch nicht.

  • Ja, der Sturzschaden war ein Problem für mich, ich hab an der Formel gearbeitet. Aber deins ist auch nicht schlecht, die Idee, die gefällt mir viel besser.


    Und das mit dem einfachen KO-Wert... die Idee war von Prometheus, aus dem Thread "Ausdauerbestimmung bei einer Bergbesteigung".