• Hallo Leute!


    Ich hätte da eine Frage zum Katana: auf Seite 178 (Preisliste Waffen) steht beim Katana als Typ: 1HK/2H, ich kann aber bei den Angriffstabellen nirgens einen Eintrag für das Führen eines Katanas als Zweihandwaffe finden. Welcher Eintrag gilt nun für das Katana, wenn es mit beiden Händen geführt wird?

  • Wir haben es immer entweder auf der "Schwert" respektive der "Bihänder"-Treffertabelle nachgeschlagen, je nachdem, wie ein Charakter es genutzt hat.
    Allerdings immer ohne den "Doppelte Treffer gegen ungerüstete Gegner"-Bonus, da dieser (zumindest in meinen Augen) durch nichts zu rechtfertigen ist, außer vielleicht einer Vorliebe für "Highlander" seitens der Regelmacher. Keulen machen auch keinen doppelten Schaden, wenn der Gegner keinen Helm aufhat.
    Beste Grüße,
    Erafal

  • Seufz... Die alte Katanadiskussionen. Ich fand es immer sehr
    unglücklich, das in einem Fantasysetting eine Waffe verwendet wird, die
    einen Bezug zu einer irdischenKultur hat. Gleiches gilt übrigens auch
    für Claymores und ähnlichem. Da hätte man doch durchaus mehr Phantasie
    haben können.

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Seufz... Die alte Katanadiskussionen. Ich fand es immer sehr
    unglücklich, das in einem Fantasysetting eine Waffe verwendet wird, die
    einen Bezug zu einer irdischenKultur hat. Gleiches gilt übrigens auch
    für Claymores und ähnlichem. Da hätte man doch durchaus mehr Phantasie
    haben können.


    Äh... Gibt es Waffen ohne Bezug zur irdischen Kultur? Ich meine, mit welchem Recht darf beispielsweise ein Langschwert existieren, aber kein Katana?

  • das regelsystem sollte ruhig normale erden waffen abdecken. immerhin ist es auch möglich das man auf unserer zeit in einer historischen situation spielen will.
    oft sucht man doch als spielleiter auch vergleiche zu waffen die einem bekannt sind.
    man kann fantasy waffe optisch ja auch "anders" beschreiben und sagen das die auf der tabelle "x" angreift, von der man der meinung ist, das sie eine ähnliche wirkung hat.


    auch sind gesellschaften auf fantasywelten auch häufig der unserigen ähnlich.
    mittelerde ist das vielleicht für mich besser um das darzustellen.
    die nordmänner (später rohan) haben viele ähnlichkeiten den nordmännern (kelten, wikinger u.ä.) unserer welt.
    die saralainische hillmen kultur finde ich sehr ähnlich derer schottlands.
    so kann man auch diese völker mit ähnlicher aussrüstung ausstatten.
    die reiter von rohan benutzen auch eine art breitschwert ohne lange parrierstange.


    die Katana tabelle - welche bald in der deutschen version erscheinen wird - verwenden wir auf mittelerde für elben schwerter des 2ten zeitalters.
    im film sind das die, welche zu beginn der schlacht zu sehen sind.


    die frage ist einfach gibt es eine so fortschrittliche schmiedekultur in der gegend, so das ein katana hergestellt werden kann?
    ist es eine besondere waffe die besondere kenntnisse erfordert?
    wenn beides nein ist, dann sollte
    es auch kein katana geben.


    ich bin kein besonderer freund von den vielen asiatischen waffen in einer fantasywelt, welche dem klassischen europäischen mittealter angeleht ist. oder zumindest dem, was wir für europäisches mittelalter halten :-)


    ich hatte früher immer viel spass an asiatischen waffen und wenn man versteht warum diese sich entwickelt haben dann ist es auch verständlich wenn solche waffen zum einsatz kommen in einer kultur, in der das tragen von waffen und rüstungen nur einer sehr kleinen gruppe vorbehalten ist.
    eine besondere schlagtechnik mit einem stock zu entwickeln ist überlfüssig, wenn schwerter und axte einfach vorhanden sind.
    imo


    IBON

    Mühsam nährt sich das Eichhörnchen


    Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die Ältere heißt Inquisition.

  • Welcher Eintrag gilt nun für das Katana, wenn es mit beiden Händen geführt wird?

    Da gäbe es verschiedene Möglichkeiten. Einmal die Methode Langschwert/Bihänder, die Erafal vorgeschlagen hat und eine, bei der man lediglich einen Bonus auf der Langschwert-Tabelle erhält, wenn man das Katana, oder Bastardschwert beidhändig führt.


    Die Methode von Erafal macht einen sehr deutlichen Kraftunterschied zwischen ein- und beidhändigem Führen der Waffe. Hier wäre es eventuell ratsam das Katana/Bastardschwert als +20 Langschwert/-20 Bihänder einzusetzen.


    Ich persönlich bevorzuge aber die Variante, einen Bonus von +20 aufzuschlagen, wenn die Waffe beidhändig geführt wird.


    Allerdings immer ohne den "Doppelte Treffer gegen ungerüstete Gegner"-Bonus, da dieser (zumindest in meinen Augen) durch nichts zu rechtfertigen ist, außer vielleicht einer Vorliebe für "Highlander" seitens der Regelmacher.

    Das rührt wohl eher daher, dass das Katana tatsächlich, durch seine besondere Herstellungsweise, wesentlich effektiver und schärfer ist, als ein gewöhnliches Schwert. Aber mit der angekündigten Tabelle werden ja beide Probleme eh bald gelöst.


    Und ob das Katana nun in die Spielwelt passt ,muss halt jeder selbst wissen.


    Fehlt eigentlich nur noch die Katana-Standart-Regel:
    Mit einem Katana kann man NICHT durch Wände/Panzer u.Ä. schneiden!!

  • Das Katana hat als einzel aufgeführte Waffe sicherlich seine berechtigung, wird aber in den meisten Spielwelten eher ein exotische Waffe sein.


    Bei uns benutzen z.B. Dunkelelfen oft Katanas.


    Real betrachtet ist der Unterschied zwischen einem guten Katana und einem gute Langschwert nicht so groß, den doppelten schaden gegen ungerüstete würde ich höchstens damit begründet sehen das man ein Katana auch sehr gut als Stichwaffe benutzen kann.

  • die Katana tabelle - welche bald in der deutschen version erscheinen wird - verwenden wir auf mittelerde für elben schwerter des 2ten zeitalters.
    im film sind das die, welche zu beginn der schlacht zu sehen sind.


    [Besserwissermodus on] Tatsächlich handelt es sich dabei um Nagamaki (auch im Kampfhandbuch zu finden). [Besserwissermodus off]


    Gruß
    Amnarantur

  • Real betrachtet ist der Unterschied zwischen einem guten Katana und einem gute Langschwert nicht so groß, den doppelten schaden gegen ungerüstete würde ich höchstens damit begründet sehen das man ein Katana auch sehr gut als Stichwaffe benutzen kann.


    [Besserwissermodus on]Dem möchte ich vehement widersprechen! Die Klingenschärfe eines Katana unterscheidet sich erheblich von der eines Langschwertes und um diese ihrem maximalen Nutzen zuzuführen haben Japanische Kämpfer spezielle Kampftechnicken entwickelt bei der sie insbesondere Ungerüstete Gegner versuchen in eine Position zu bringen bei der sie dem Gegner durch die Krümmung der Klinge einen "tiefen Schnitt" in der Bauchhöhle zufügen können. Daher auch die Krümmung. Bei einer geraden Klinge würde dies nicht mehr funktionieren. Ich denke das der doppelte Trefferpunkte-Schaden dies simulieren soll.
    Tatsächlich wird das Katana nur selten als "Stichwaffe" verwendet sondern zumeißt eher zum "zerhacken" des Gegners. Und selbst dabei wird versucht den Gegner mit dem letzten drittel der Klinge zu treffen, dort wo, im Vergleich zu den die Klinge führenden Armen, die Krümmung am größten ist und damit eine Chance besteht dem Gegner tiefe Schnitte zuzufügen.
    [Besserwissermodus off]


    Ich bin mal gespannt wie die Katana-Tabelle letztlich aussieht.

  • Quote

    Ich denke das der doppelte Trefferpunkte-Schaden dies simulieren soll.

    Wobei ich es schon etwas heftig finde. Im Arms Law erhält das Katana einen OB Bonus bei un- und leichtgerüsteten Gegnern (1-12), und einen Malus bei den schwersten Rüstungen (17-20), gewürfelt wird auf der Tabelle für den Falchion (zweihändiges Führen wird nicht geregelt). Deinen Ausführungen zum (Unterschied Langschwert-) Katana kann ich aber nur zustimmen. Hinzuzufügen ist vielleicht noch, dass das katana auch sehr oft vom Pferd eingesetzt wurde, wo der Vorteil gekrümmter Klingen noch verstärkt wird.


  • [Besserwissermodus on]Dem möchte ich vehement widersprechen! Die Klingenschärfe eines Katana unterscheidet sich erheblich von der eines Langschwertes


    Das hat dann aber etwas mit der besseren Herstellung des Katana's zu tun, z.B. besserer Stahl, "superior" Design. Dies wird bei RM durch einen Materialbonus wiedergegeben, nicht durch eine bessere Waffentabelle. D.h. historische Katana's sind beispielsweise immer +10 Waffen (oder welcher Bonus auch immer).


    Quote


    und um diese ihrem maximalen Nutzen zuzuführen haben Japanische Kämpfer spezielle Kampftechnicken entwickelt bei der sie insbesondere Ungerüstete Gegner versuchen in eine Position zu bringen bei der sie dem Gegner durch die Krümmung der Klinge einen "tiefen Schnitt" in der Bauchhöhle zufügen können. Daher auch die Krümmung. Bei einer geraden Klinge würde dies nicht mehr funktionieren.


    Die speziellen Kampftechniken haben mehr etwas mit Training d.h. bei RM mit der Fertigkeit auf die Waffe zu tun. Den Vorteil der Krümmung der Waffe spiegelt der Bonus auf schlecht gerüstete Gegner wieder.


    Quote


    Ich denke das der doppelte Trefferpunkte-Schaden dies simulieren soll.


    Ich halte dies für völlig überzogen. Woher kommt diese Regel eigentlich? Aus den offiziellen Regelwerken m.E. nicht.


    Quote


    Ich bin mal gespannt wie die Katana-Tabelle letztlich aussieht.


    Ggf. wird hier die Tabelle aus dem englischen The Armory verwendet. Dort ist das Katana etwas besser als das Langschwert - wird aber als zweihändig eingestuft.

  • Ich finde es gut, dass sowohl das Katana, als auch Fantasy-Waffen (die ja auch meist einen kulturellen Hintergrund haben) ins Regelwerk fest mit einbezogen werden. Nur sollte sich jeder Spielleiter auch über die Wirkung für den Spielablauf im klaren sein. Da diese Waffen ja eine Kampfkunst/-kultur wiederspiegeln, sollten diese Waffen auch nur besonderen Kulturkreisen und entsprechenden Berufen zugänglich gemacht werden.
    Ich habe bei meinem Weltensystem den Helden die Möglichkeit gegeben an solche Waffen zu kommen, aber die Charaktere müssen diese Waffe separat entwickeln und zumindest ab dem 10ten Rang einen Lehrmeister zur Weiterentwicklung aufsuchen. Die spezielle nicht übliche Anwendung der Waffe macht es zur Bedingung.
    Die "ähnliche Waffen"-Regel kommt hierbei nicht zur Anwendung. Wäre ja noch schöner. :P
    Zum Beispiel der Irgaak. Ein toller Bihänder. Ist nur den ausgebildeten Drachentötern von Dûr ben Dir zugänglich. Ein äußert seltene Waffe, die nur von den drachentötenden Horden des Berges ben Dir getragen wird. Eine Ausnahme ist hierbei, dass dieser von ausgebildeten Bihänderträgern einsetzbar ist, denn bei dieser Waffe ist nur die Besonderheit, dass anstatt einer einfachen Klingenfuehrung eine Doppelklinge vorhanden ist. Das bedeutet die Schneide wird durch eine Nut geteilt. Im Kampf ist diese Waffe sehr tödlich, was Hits und Blutungen betrifft.
    Denn:
    - erlittener Schaden wird mit 1,5 multipliziert
    - Blutungen mit 2 multipliziert
    - Laut Regelwerk zählt jeder kritische Treffer doppelt (d.h. wird die Lunge durchbohrt, so ist diese Wunde doppelt so schwer zu heilen...)
    Die Regel mit den kritischen Treffern ist umstritten und muss im Einzelfall geklärt werden.


    Fantasie-Waffen sind immer sehr mächtig, daher ist der Einsatz durch Spielleiter immer gut zu überdenken.


    Wo waren wir stehen geblieben? Ach ja Katana...

  • Ich finde es gut, dass sowohl das Katana, als auch Fantasy-Waffen (die ja auch meist einen kulturellen Hintergrund haben) ins Regelwerk fest mit einbezogen werden. Nur sollte sich jeder Spielleiter auch über die Wirkung für den Spielablauf im klaren sein. Da diese Waffen ja eine Kampfkunst/-kultur wiederspiegeln, sollten diese Waffen auch nur besonderen Kulturkreisen und entsprechenden Berufen zugänglich gemacht werden.


    Wenn diese Waffen in der genutzten Fantasy-Welt tatsächlich zu einer bestimmten Kultur gehören, dann kann es in der Tat Sinn machen diese Waffen für andere Kulturen zu beschränken. Es kommt halt auf die Welt an. Manche Waffen passen gar nicht zu einer bestimmten Fantasy-Welt und dann würde ich empfehlen diese Waffen ersatzlos zu streichen.


    Quote


    Zum Beispiel der Irgaak. Ein toller Bihänder. Ist nur den ausgebildeten Drachentötern von Dûr ben Dir zugänglich. Ein äußert seltene Waffe, die nur von den drachentötenden Horden des Berges ben Dir getragen wird. Eine Ausnahme ist hierbei, dass dieser von ausgebildeten Bihänderträgern einsetzbar ist, denn bei dieser Waffe ist nur die Besonderheit, dass anstatt einer einfachen Klingenfuehrung eine Doppelklinge vorhanden ist. Das bedeutet die Schneide wird durch eine Nut geteilt. Im Kampf ist diese Waffe sehr tödlich, was Hits und Blutungen betrifft.
    Denn:
    - erlittener Schaden wird mit 1,5 multipliziert
    - Blutungen mit 2 multipliziert


    Dies sind beides Hausregeln, oder?


    Quote


    - Laut Regelwerk zählt jeder kritische Treffer doppelt (d.h. wird die Lunge durchbohrt, so ist diese Wunde doppelt so schwer zu heilen...)
    Die Regel mit den kritischen Treffern ist umstritten und muss im Einzelfall geklärt werden.


    Lt. Regeln (Arms Law) werden bei dieser Waffe alle kritischen Treffer zweimal gewürfelt und beide Ergebnisse angewendet.


    Quote


    Fantasie-Waffen sind immer sehr mächtig, daher ist der Einsatz durch Spielleiter immer gut zu überdenken.


    Ja, bisher haben wir diese Waffen daher auch nicht genutzt.

  • Die Anpassung an das jeweilige Weltensystem muss nicht diskutiert werden. Ich denke das ist Voraussetzung. Ob Verschiedene Kulturen in den Welten soweit entwickelt werden, dass bestimmte Waffen, oder gar Kampfkünste ihnen zugeordnet werden können hängt vom Zeitaufwand und von der Lust des SL ab.
    Findet beides nicht statt kann natürlich auch jeder selber entscheiden was er zulässt.


    Die Beschreibung des Irgaak entspringt aus deinem Almanach der deutschen RM2-Reihe; 1. Auflage.
    Ich habe mir nicht die Mühe gemacht alle Regeln und Optionen mit den englischen zu vergleichen, obwohl ich beides besitze.
    Das Beispiel für den Irgaak ist wie beschrieben: Ein Beispiel für eine Begründung, das eine solche Waffe existiert. Sie aus den Fingern gesogen und entstanden, als ich den Text in die Tastatur hämmerte. Nicht überbewerten... ;) Ich wollte nicht, dass man meine Worte auf die Goldwaage legt.


    Eigentlich und abschließend geht es mit um die Hilfe, eine Waffe wie das Katana (o.ä. Waffen) existentiell Weltensystem-Technisch zu begründen. Denn sie bietet schon einen gewissen Vorteil, wenn man sie einfach zulässt, ohne die in den vorherigen Postings erwähnten Beschränkungen.

  • Ich finde real existierende Waffen haben auf jedem fall eine Berechtigung in den Regeln, ob man sie als Spielleiter benutzt ist jedem selbst überlassen.


    Das Katana Speziell finde ich ist keiner sonderlich exotische Waffe, ein Mischung aus Krummsäbel/schwert und Langschwert genau betrachete. Probleme hätte ich da eher mit reinen Fantasiewaffen wie z.B. Klingonenwaffen ect.