Mein Traveller Universum - Dein Traveller Universum

  • Hallo,


    Traveller ist nun mal im Kern ein universelles SF-System, und es lädt ein, vom Kanon des Dritten Imperiums abzuweichen oder gleich was ganz anderes zu spielen.


    Nachdem wir uns in unserer Spielrunde auf unser Traveller-Universum geeinigt haben und Charaktere gebaut haben (war sehr unterhaltsam), würde es mich interessieren, wie euer Universum aussieht. Spielt ihr nach Kanon, variiert ihr den Hintergrund oder spielt ihr in einem ganz anderen Universum?




    Meine Spieler haben einige Wünsche an die Kampange gestellt, und auf Grund dieser Wünsche bin ich etwas von dem Kanon abgewichen. Im Kern bin ich bei Dritten Imperium geblieben, weil es einfacher so ist. Sie möchten im Prinzip etwas in Richtung Shadowrun spielen, also professionelle Verbrecher, die ihrem eigene Moralkodex folgen, in einer dreckigen, harten Welt, in der ein Leben nicht viel Wert ist. (Magie und Elfen waren nicht auf ihrer Wunschliste, was ich sehr gut finde) Und sie wollten gern wiederkehrende NSCs haben, z.B. als Informaten, die man anlaufen kann, als Auftraggeber, Verbündete, aber auch Feinde. (Das Quellenbuch Gesetzlose ist bereits bestellt...) Im Prinzip möchten sie den Fokus auf Planeten haben, nicht auf der Raumfahrt. Ist mir sehr recht.


    Also werde ich mir einen Subsektor selbst basteln, irgendwo an den Grenzen des Imperiums, mit einer Welt im Mittelpunkt, die für die meisten Sessions als Background dienen soll. Niedriger Justizgrad, dicht besiedelt, viel Indistrie, sowas in der Art.


    Ich werde den Sprungantrieb durch die Teleport-Variante aus dem Grundregelwerk ersetzen, also nichts mit 1 Woche im Hyperraum. Das mag zu Inkonsistenzen führen, aber das nahme ich in Kauf. Ich möchte, daß die Reisen schneller ablaufen, damit es nicht so lange dauert, einen NSC in einem anderen System aufzusuchen bzw. zu kontaktieren. Wo ich mir bei der regeltechnischen Umsetzung noch nicht sicher bin ist der Punkt, der im Regelwerk nur angerissen wird: Der Antrieb braucht nach einem Sprung eine Cool-Down-Phase, damit man ohne Sicherheitsprobleme springen kann. Wenn jemand Vorschläge hat...

  • Ich lehne mich an das Setting von Gurps Traveller an welches eine Version des Dritten Imperiums ist die nie durch den Virus oder Bürgerkrieg zerstört wurde.


    Ein Großes Thema ist aber die Innere und Äußere Spannung und die wächsende Angst dass, das Imperiale System in den nächsten Jahrzehnten zusammenbrechen würde.


    Die Größte Abweichung im Kanon ist eine Massivere Spannung zwischen der Konföderation von Terra und dem Imperium bei der es jeder Zeit zu einem neuen Krieg kommen könnte. Demnach ist sind die Terraner auch etwas Souveräner und Militärisch durchaus fähig einen neuen Bürgerkrieg bzw einen gewaltsamen Austritt aus dem Imperium los zu schlagen. Auf der Andern Seite Stehen die Zhodani und waren ebenfalls auf den Moment wo es los gehen könnte... Das Ganze ist ein Pulverfass mit quasi mehren brennenden Lunten.
    Falls die Sache los brechen würde, währe das wohl möglich das Ende. Die Darianer hätten keine Unterstützung mehr duch ihre Imperialen Freunde und die Schwertwelten würden nahezu sofort Beginen sich um ein paar alte Rechnungen zu kümmern…
    Wenn das Imperium in einem zweifronten Krieg steht werden auch die Aslan sich ein Stück von dem Kuchen Abschneiden wollen und das Hyrat um ein Welten erweitern, da in diesem Fall nur noch die Lokalen Sektorflotten und ein paar Rumpfverbände zwischen ihnen und den Imperalen Welten stehen.


    Im Prinzip würde der neue Interstellare Krieg ein RICHTIGER Interstellarer Krieg werden wie es seit dem Ende der Ziru Sirka nicht mehr vorkam und möglicherweise eine weiter Lange nacht mit sich ziehen würde,,,, In Megatraveller ist sowas nach der Ermordung von Imperator Strephon passiert… in meinem Traveller Universum könnte es passieren…
    Themen sind Verrat, Spionage, Attentate... und eine Crew von Raumfahrern die da irgendwie mit rein gezogen wird...

  • Wir spielen sehr Canon-nah. Natürlich werden existierende Scenarios gerne mal platzversetzt um in die Kampagne zu passen, aber im Prinzip ist es geschichtlich und technisch Canon - momentan 13Mann Zeit, also nach dem vierten Grenzkrieg.


    Ich geniesse auch die Sprungzeit von +/- einer Woche - erstens um den Charaktern auch die Möglichkeit zu geben zu gesunden oder Fertigkeiten zu lernen, andererseits auch um ab und an passende Abenteuer reinzuquetschen, nichts ist bedrohlicher als im Sprungraum auf nem kleinen Händler zu sein, wenn beispielsweise noch irgendwas "fremdes" mit auf dem Schiff ist und man NICHT raus kann. Ausserdem bietet der Timelag im Bereich Kommunikation viele Möglichkeiten, die mir sonst genommen sind - die Ursache für autarke und starke Regierungen oder Regenten fehlt bei Instantsprung. Mit entspr. XBootnetzen könnte bei Instantsprung eine Nachricht nicht in Monaten sondern in Stunden in Core sein - das Imperium würde komplett anders aussehen.

    – Christian, Traveller Produktmanager


    Momentan leite ich:
    Traveller - Stolperfalle
    Castles & Crusades - Wilderlands, tief in der Citystate of the Invincible Overlord
    Trail of Cthulhu - Arkham
    Rolemaster auf der Palladium Welt - Rise of the Runelords Kampagne


    Ganz fürchterlich auf Eis wegen Terminproblemen
    Trail of Cthulhu - Orient Express 1924 - kurz vor Schluss


    Momentan spiele ich mit in:
    Space 1889
    AD&D 2nd - Homegrown

  • Ich selbst spiele auch sehr canon-nah. Ich ändere schon Details so, wie ich sie brauche, aber das große Ganze verändere ich so wenig wie möglich. Deine Kampagnenvorstellung würde ich so lösen:


    Ich würde ein System nehmen, in dem das Spiel spielt. Eine große Stadt auf einer dicht besiedelten Welt als Hauptschauplatz und Dreh- und Angelpunkt der Kampagne, wo die meisten NSCs sitzen, und in der sich die Spieler/SCs irgend wann wie in ihrer Westentasche auskennen sollen. Für Abwechslung, sorgen andere Städte oder Schauplätze in exotischen Regionen des Planeten (Dschungel, Wüsten, Gebirge, eisige Pole, ...), Weltraum-Habitate, ein paar besiedelte Monde um die Hauptwelt, ein paar besiedelte Monde um die Gasriesen des Systems, Asteroiden, vielleicht eine zweite, weniger gemütliche Welt am Rand der habitablen Zone. Ein größerer Stützpunkt der Imperialen Raumflotte. Ein Planet ganz weit draußen, der Sperrzone ist und auf dem angeblich Artefakte der Alten gefunden wurden.


    Da können sich die Spieler jahrelang austoben, überall Kontakte zu NSCs aufbauen, und können den meisten eine Video-Nachricht schicken und innerhalb von ein paar Stunden eine Antwort erhalten. Und eine Reise im inneren System dauert im Extremfall ein paar Tage.


    Und ganz gelegentlich würde ich dann auch Ausflüge in Nachbarsysteme einbauen, mit den Standard-Traveller-Reisemöglichkeiten. Da kann man dann auch wirklich schön den Kontrast darstellen, dass die Gruppe auf einmal von sämtlichen Kontakten abgeschnitten ist, das Verstärkung frühestens in zwei Wochen eintreffen kann, und man wirklich auf sich alleine gestellt ist und man ohne Netz und doppelten Boden operiert. Das erhöht die Spannung, und die Gruppe wird froh sein, wenn sie wieder "zu Hause" ist.

  • Ein klares jein zu canon also die großen mächte sind vorhanden nur haben wir eine Änderung Sprungtore auf den Handelsroute in etwa wie bei Babylon 5. Sprungantriebe sind selten und stark reglementiert. Und Extrem begehrt

  • Ich spiele in der Regel sehr nah am OTU, hpts. weil ich immer wieder neue Spieler habe die Traveller kennen lernen möchten. Sollte ich einmal in den Genuss kommen eine längere Kampagne mit einer Gruppe spielen zu können kann es vorkommen das die Geschichte des OTU allerdings von der Gruppe mainpuliert wird. Einmal waren meine Spieler bspw für die Ermordung von Imperator Strephton verantwortlich, auch ohne das sie darüber bescheid wussten. Leider überlebte nur ein Mitglied der Gruppe, es war ein epischer Showdown einer coolen Kampagne.

  • munchkin - sehr cool wenn die Canon-Hintergrund Veränderung solche Richtungen nimmt - und nicht "nur" im Nuken eines Raumhafens oder ähnlich auffälligen Dingen besteht (jaja, wir waren sehr jung und brauchten das Geld - das war '87 oder '88 :-D )

    – Christian, Traveller Produktmanager


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  • Wir spielen Kanon, wenn man es überhaupt so bezeichnen kann. Wir sind nach dem 4. Grenzkrieg und befinden uns auf dem Weg zum fünften. Meine Spieler sind an einen Agenten des 3I. geraten, der ihnen Aufträge vermittelt und seine Identität geheim hält. Sie vermuten sogar er sein ein Zhodani Spion, da er auf Ruie seine Basis hat.
    Die Aufträge führen meine Spieler meist auf verweiste Planeten, um Artefakte zu suchen, oder Luxusgüter zu organisieren. Ab und an ein Transport von Personen nach Regina bzw. Hefry(weniger Fragen!), oder Lieferungen nach Ruie.


    Bislang hatte es gepasst und meine Spieler sollten nach einigen Abenteuern angeworben werden. Nur sind wir gerade in einer destruktiven Pause -.-'


    *neue Spieler suchen muss*

  • Deine Kampagnenvorstellung würde ich so lösen:


    Ich würde ein System nehmen, in dem das Spiel spielt. Eine große Stadt auf einer dicht besiedelten Welt als Hauptschauplatz und Dreh- und Angelpunkt der Kampagne, wo die meisten NSCs sitzen, und in der sich die Spieler/SCs irgend wann wie in ihrer Westentasche auskennen sollen. Für Abwechslung, sorgen andere Städte oder Schauplätze in exotischen Regionen des Planeten (Dschungel, Wüsten, Gebirge, eisige Pole, ...), Weltraum-Habitate, ein paar besiedelte Monde um die Hauptwelt, ein paar besiedelte Monde um die Gasriesen des Systems, Asteroiden, vielleicht eine zweite, weniger gemütliche Welt am Rand der habitablen Zone. Ein größerer Stützpunkt der Imperialen Raumflotte. Ein Planet ganz weit draußen, der Sperrzone ist und auf dem angeblich Artefakte der Alten gefunden wurden.


    Gefällt mir, gefällt mir sogar sehr gut. Werde ich mir definitiv durch den Kopf gehen lassen. Ich war nach dem Lesen des Regelwerks so auf "ein System = eine Welt" fixiert daß ich auf die Variante nicht gekommen bin.


    Wenn es nicht das OTU ist - ist es nicht wert gespielt zu werden.


    Ähh.. ja... Danke für den wertvollen Wortbeitrag. Denke ich...

  • Was mich interresieet ist:

    Wie "Freundlich" oder "Abweisend" ist Euer Universum?
    Wenn man sich eine Stellschraube von … „Das Schwarze Auge in Space“ als übertrieben Freundliches komm ich gebe dir ein Bier aus Universum bis hin zu einer Ultra Radikalen Dystrophie aller Kriegshammer Vierzigtausend, wo liegt ihr ungefähr?


    Ein Realistischer Kapitalismus mit Sozialen Zügen (Niemand verhungert wenn es verhindert werden kann aber sonst wird auch nicht viel verschenkt) ?
    Jeder ist sich selbst der Nächste? (Die Megakonzerne haben kein Problem damit wie Heuschrecken über eine Welt her zu fallen und für einen Kurzen oder Mittelfristigen Profiet die Welt oder gar das System so abzuernten das die Wirtschaft dort den Bach runter geht…)
    Wild West im Weltraum? (Kopfgeldjäger schleifen Kautionsflüchtlinge ohne große Hemmungen in den nächsten Knast und wer ein Problem damit hat regelt das mit dem Schießeisen)


    Oder gibt es da keinen überregionalen gemeinsamen Faktor?

  • So pauschal lässt sich das sicherlich nicht definieren. Die Spinwärtsmarken sind eher Wilder Westen, dann ist der Trojan Reach die Badlands.


    Reft Sektor ist nochmal ein Hauch Anarchie mehr, es gehört ja nicht einmal zum Imperium.


    Die Grenze Solomani / Imperium ist nocheinmal etwas Anderes, wenn man eine Steigerung haben will, dann ist da Krieg...


    In den Core Welten ist es da sicherlich etwas ruhiger, oder vielleicht etwas mehr "Hinterrücks".

  • wie sieht MTU aus? Schwer zu sagen. Unter Umständen erörtere ich hier mal was mich am OTU stört (sozusagen als Infobasis was ich für MTU vermeiden will) Ich bin ja noch nicht fertig mit meiner MTU Planung, sondern habe erst Konzepte.


    -die vielen Planetensysteme - wieviel hat das Imperium: 5000? Echt das ist mir viel zu unnötig aufgeblasen. Im MTU hat es einige hundert.


    -die Planetendetails in den Sektorbüchern sind z.T. ungenügend. (Ausnahme sind aber z.b. die Planetary Surveys von Gurps Traveller)Logischerweise ist das ganze Konzept eines Sektorbuchs zwar aufgrund des aufblasenen Imperiums nicht unlogisch aber von der praktischen Spielhilfe her ziemlicher Blödsinn, vor allem wenn man eine Sandbox aufziehen will in denen man den Spielern eine gewisse Reisefreiheit geben will. da steckt man dann doch ewig Arbeit hinein! Besser wäre man würde nur einen Subsektor in den Quellenbüchern beschreiben und dafür die Planeten um einiges detaillierter.(mit Planetenkarten, mehr Details und Bilder zu Fauna, Flora usw.) Im MTU ist das ganze daher von "gigantomanisch" auf ein spieltechnisch leichter umzusetzendes "sehr groß" heruntergekürzt.


    -die unterschiedlichen Techlevels, die im Imperium aufgrund der zufälligen Planetentabellen geographisch nebeneinander willkürlich, kunterbunt und ohne viel Hirn auf Planeten anzutreffen sind. Besonders sehr niedrige TLs sind z.b. in einem vom interstellaren Handel durchzogenen Sektor größtenteils unlogisch. Im MTU wird das sorgfältiger ausgedacht und geplant.


    -die Fremdrassen stoßen mir gelegentlich unangenehm auf. Humanoide Katzen, Hunde, Elfen und Pferde im Weltall. Naja. Mit Hard SciFi hat das nix zu tun, sondern eher mit der limitierten Fantasie eines einzelnen Mannes. Da sind ja noch die Starwars-Rassen orgineller und das Setting gilt als pulpig bzw. Science Fantasy. Im MTU werde ich daher genau überlegen welche Fremdrassen es wirklich geben wird.


    -die Regeln? - Bin am Überlegen ob ich mit Traveller oder Stars without Numbers, bzw. Savage Worlds als Spielsystem spielen werde. Letzteres System ist schneller als das Travellersystem und gut für Feuergefechte geeignet und SWN ist eben durch d20 jedem bekannt und noch um einiges einfacher zu spielen als Traveller. Der Vorteil der Travellerregeln ist alledings der, daß man das Systempaket mit Schiffsdesign etc. mitgeliefert kriegt.Wird man sehen.


    Was will ich jetzt noch weiters mit MTU machen? Nun ich überlege, ob ich ein Bodenkampfsystem im Kompaniemaßstab einführe, damit ich parallel zur rpg Campaign das MTU ein wenig näher durch ein Wargame definiere. Hier wäre Ogre von Steve Jackson hervorragend geeignet. Auch ein strategisches Raumkampfspiel wäre gut geeignet für die Simulation von Grenzkriegen. Miniaturen habe ich bereits. Besonders ins Auge sticht hier das neue Star Borders 2 von VP Games (dahinter steckt Alan Emerich - der ehemalige Designer von MOO2 und Totaler Krieg) Dieses hervorragend durchdachte Spiel sollte einfach und effektiv einen Marinekonflikt im MTU simulieren können.

  • Ich weiß nicht, wie Du auf die Idee kommst, Traveller sei für mich etwas anderes als Space Opera. Oder meinst Du daß alleine das Label "Space Opera" auf ein Produkt getaggt, jegliches Aliendesign entschuldigt? :)


    2300 kenn ich bereits seit den 90igern, gefällt mir im Prinzip, aber ist mir für MTU zu "hart".

  • … das mit den unterschiedlichen Techlevels ist nicht unlogisch - haben wir ja auch hier auf Terra. Deutschland <-> Rumänien, China Landgebiet <-> China Großstädte, USA <-> der ein oder andere Staat Mittelamerikas. Ohne dieses starke Gefälle würde die Globalisierung in der Art nicht funktionieren und Nokia wäre noch in Bochum.


    Es gab vor Jahren einen Traveller-Artikel, in dem auch erklärt wurde, wie diese unterschiedlichen Entwicklungsstufen miteinander Handel treiben können - den könnte ich jetzt versuchen aus meinem schlechten Gedächtnis zu rezitieren, aber ein Wirtschaftkundiger kann das sicher schneller und präziser.

    – Christian, Traveller Produktmanager


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  • … das mit den unterschiedlichen Techlevels ist nicht unlogisch - haben wir ja auch hier auf Terra. Deutschland <-> Rumänien, China Landgebiet <-> China Großstädte, USA <-> der ein oder andere Staat Mittelamerikas. Ohne dieses starke Gefälle würde die Globalisierung in der Art nicht funktionieren und Nokia wäre noch in Bochum.


    Es gab vor Jahren einen Traveller-Artikel, in dem auch erklärt wurde, wie diese unterschiedlichen Entwicklungsstufen miteinander Handel treiben können - den könnte ich jetzt versuchen aus meinem schlechten Gedächtnis zu rezitieren, aber ein Wirtschaftkundiger kann das sicher schneller und präziser.

    Sicher haben wir hier auf Erden unterschiedliche Techlevels. Aber Rumänien-Deutschland unterscheiden sich vielleicht um 1 Level und nicht um gleich um 10. Bei Traveller hast Du regelmäßig Level 2 Primitivwelten auf einem interstellaren Highway neben Level 15 high-tech Handelsknoten. Und das ist ziemlich unlogisch.


    Gurps Traveller geht hier einen befriedigenderen Weg. Wenn Du vielleicht das Subsetting Interstellar-Wars kennst? Dort sind IMO die Techunterschiede der einzelnen Welten um vieles besser durchdacht.

  • Das mit den TL-Unterschieden seh ich anders. Vergleiche mal das innere Chinas mit den Küstenstädten - da sind deutlich mehr als 1 TL im Unterschied. Die im Hinterland leben z.T: mittelalterlich oder noch geringer im Bereich TL - nutzen zwar manchmal Werkzeuge und Maschinen höherer TL (Handel), wären aber nie in der Lage diese selber herzustellen. Und die Küstenstädte sind auf Europa-Niveau oder höher. Wie es im rumänischen Kernland aussieht weiss ich nicht genau, ich füchte aber, dass es da auch nicht besser läuft. Oder nimm Afrika - Marokko auf der einen Seite mit einem Entwicklungsstand im Norden der in etwa dem von Südfrankreich entspricht und irgendwelche Länder im Inneren die z.T. durch Krieg oder auch durch Mangel an Vorkommen auf frühzeitlichem TL stecken geblieben sind.


    Dazu kommt bei OTU, dass nicht jeder Planet/jedes System auch voll genutzt wird - wenn es da nichts gibt was Geld bringt kann es durchaus sein, dass da ein paar kleine Völker vor sich hin vegetieren ohne sich weiter zu entwickeln und nicht weit entfernt - unter einem gewissen TL aber unerreichbar! - andere Systeme auf hohem Niveau blühen. So weit ist der Vergleich nicht wenn ich da Shanghai oder HongKong und das entferntere Umland betrachte.

    – Christian, Traveller Produktmanager


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  • Ich bin mir nicht sicher, ob der Vergleich zutreffend ist. Beispielsweise sind die unterschiedlichen irdischen Techlevels organisch gewachsen und IMO anders zu bewerten als diejenigen einer interstellaren Zivilisation. Beispielsweise kann man sich nur schwer erklären warum Planeten zwar per Hochtechnologie (10-13?) kolonisiert wurden, aber die Technologie der Gründer wunderlicherweise nicht erhalten werden konnten und plötzlich auf Steinzeit bis Mittelalterniveau zurückfiel?


    Und dieser unglaubliche Vorgang fand nicht nur wenige Male statt (was man mit besonderen Umständen vielleicht erklären könnte), sondern gleich statistisch relevanten Zahl an Welten im OTU. Das widerspricht sämtlichen Erkenntnissen wie modernes Wissen gewonnen und erhalten wird, ergo unlogisch!


    Meiner Ansicht nach sind die Planetenerschaffungstabellen an dieser MIsere schuld. Die sind einfach nicht gut und konsequent durchgedacht sondern willkürlich und basieren leider auf der limitierten Vorstellungskraft eines einzelnen Mannes. (ähnlich wie das Aliendesign)


    Versteh mich nicht falsch. Traveller hat eine Menge sehr guter Konzepte und das ist auch der Grund warum ich hier bin und mich dafür interessiere, aber auch ne Menge Unsinn von meinem Standpunkt aus.

  • Sicher haben wir hier auf Erden unterschiedliche Techlevels. Aber Rumänien-Deutschland unterscheiden sich vielleicht um 1 Level und nicht um gleich um 10. Bei Traveller hast Du regelmäßig Level 2 Primitivwelten auf einem interstellaren Highway neben Level 15 high-tech Handelsknoten. Und das ist ziemlich unlogisch.


    Man muss sich vergegenwärtigen, dass ein niedriger TL NICHT bedeutet, dass die Welt primitiv ist. Das TL sagt nur, welche Güter lokal hergestellt werden können.


    Ein gutes irdisches Beispiel sind da die typischen Golf-Staaten in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts. Da lebten die Einheimischen trotz eines Mittelalter-TLs mit allen Luxusgütern, die unser Planet zu bieten hat. Nur wurde halt alles importiert. Selbst herstellen können hätten die Saudis weder einen Fernseher, noch ein Luxusauto, noch eine Ölraffinerie.


    Und bei Traveller bedeutet ein niedriger TL eben auch nicht, dass die Leute da in Ritterburgen hocken oder sich mit Holzknüppeln die Köpfe einschlagen, sondern, dass Computer und Lasergewehre von Nachbar-Planeten eingekauft werden müssen.