Stufenverteilung in NSC-Bevölkerung

  • Wie würdet Ihr Euch die Stufen unter den NSC Eurer Spielwelt verteilt vorstellen? Wie viel Prozent der Bevölkerung sind Stufe 0, Wie viel Stufe 1-4 wie viel Stufe 5-9, wieviel Stufe 10-15, wie viel Stufe 16-20, wie viele darüber? Was sind Eure Gründe für diese oder jene Verteilung?

  • Das hängt natürlich immer ganz von dem Machtgleichgewicht deiner Spielwelt ab und kann von Land zu Land oder Stadt zu Stadt unterschiedlich sein.


    Ich halte es in der Regel so, dass Kinder und Teenies (Stallburschen, Schankmaiden, Dienstmädchen) sich so zwischen 1. und 2. Stufe bewegen. Die erwachsene Durchschnittsbevölkerung sind so bei 3-4. Wenn jemand Stufe 5-7 hat, so ist er schon ein erfahrener Apotheker, Bibliothekar oder vielleicht ein Hauptmann der Stadtwache. Über Stufe 10 kommt bei mir aber wirklich selten vor, dann muss das schon ein Hofmagier oder Verbrecherkönig sein (also potentielle Endgegner).


    Zugegeben, da meine Gruppe mittlerweile zwischen Stufe 14 und 20 rangiert, stechen selbst unter einer elitären Bevölkerung ganz schön hervor.

    "Du wirst nie wieder einen Mann vollschleimen, der einen Positronen-Kollidierer hat!" - Peter Venkman


    Spiele derzeit:
    Rolemaster 2nd Edition in eigener Welt (SL)
    RMFRP in Lovecraft-Pulp-Kampagne (SL)

  • Kommt drauf an, was die Stufe darstellt bzw. wofür die Stufe eines NSC gebraucht wird. Abenteurer sind halt... Abenteurer, egal, welcher Klasse sie angehören. Der nächstbeste Bauer dagegen mag ein Stufe 1 (oder gar 0) Abenteurer sein, aber vielleicht ist er ein alter, erfahrener Bauer, der im Rahmen seines Lebensentwurfes recht hochstufig wäre. Übrigens halte ich gar nichts davon, deren Stufe(n) irgendwie an die Spieler anzupassen, wenn die Spielwelt mitwächst dann macht der Stufenaufstieg wenig Sinn.


    Hm. Ansonsten würde ich die Stufe an das Lebensalter koppeln, so daß ein durchschnittlicher NSC auf der Höhe seiner Macht und in der Blüte seines Lebens ca. Stufe 10 ist. Dazu würde ich einen Multiplikator für den Lebensstil jeweils des betreffenden NSC vorschlagen: Abenteurer ca. x3, wichtige/aktive Person x2, normale Person x1, besonders dröges Leben x0,5 oder so.


    Ich muß allerdings dazu sagen, daß wir eine ziemliche low-power-Kampagne spielen, in der ein Charakter ab Stufe 5 "groß" ist. Über Stufe 10 ist bei uns kaum relevant, in den letzten 14 Jahren haben es gerade mal 3 oder 4 Charaktere in zweistellige Stufen geschafft. Dementsprechend sind NSCs da, wo es auf Stufen ankommt, meistens einstellig. Experten wie z.B. ein berühmter Söldnerhauptmann sind so Stufe 10-15; richtige Klopper wie z.B. ein königlicher Hofseher, alte Elben etc., also NSCs, die klar und deutlich weit über den SC stehen, sind bei mir so Stufe 20 bis 30. Darüber wird's bei Rolemaster entweder lächerlich (bei Magiekundigen, die dann gottgleich sind) oder es macht keinen merklichen Unterschied mehr wie hoch sie über Stufe 20 sind (bei magieunkundigen Klassen).

  • Hm, also sind bei Euch die Welten vergleichsweise niedrigstufig? Interessant. Das impliziert ja dann auch wenige magische Artefakte, wenig magische Heilung, praktisch keine Wiederbelebung von Toten usw.


    Wenn man ie Stufe eines NSC ans Lebensalter koppelt - wie viele Erfahrungspunkte würdet ihr einem NSC pro Jahr geben?

  • Ich Handhabe das so: 90 % der Bevölkerung ist Stufe 0 und der Rest je nach Bedarf. Ich halte nichts davon alles zu quantifizieren. Es wäre auch unrealistisch. Mehr Lebenserfahrung bedeutet ja nicht automatisch, das jemand mehr Treffer aushält etc. Ein Bauer mag alles über Landwirtschaft wissen. Trotzdem sollte ein wohl gezielter Schwerthieb sein Ende bedeuten. Abenteurer und Ihre Gegener sind natürlich aus einem anderen Holz geschnitzt.

  • Mehr Lebenserfahrung bedeutet ja nicht automatisch, das jemand mehr Treffer aushält etc.

    Doch, jedenfalls bei Spielercharakteren. :) Und nein, es macht überhaupt keinen Sinn. Aber die Möglichkeit, mit höherer Stufe unverletzlicher gegen feindliche Waffeneinwirkung und andere Verletzungsursachen zu werden, ist ein althergebrachter Mechanismus im Rollenspiel, den man anscheinend nicht mehr aus den Köpfen der Regelentwickler bekommen kann, egal wie banane das bei näherer Betrachtung ist...
    Für mich als Spielleiter ist und war eines immer sehr wichtig: Die Regeln gelten gleichermaßen für und gegen alle SC und NSC.

  • Seid gegrüßet,


    also daß Trefferpunkte mit der Stufe steigen, habe ich (D) schon vor mehr 15 Jahren abgeschafft.
    Die werden wie eine normale Fertigkeit gesteigert, d. h. nur wer verletzt wird, darf auch steigern. :thumbsup:


    Demzufolge habe ich z. B. Magier der 30. Stufe mit gerade mal 45 TP oder einen Super-Hobbit mit nicht mehr als 32 TP in der 42. Stufe. Und das war mal ein Spielercharakter.
    Denn auch für die gilt: wer nie verletzt wird, hält auch nicht sonderlich viel aus. :D


    Man kann zwar jammern, sollte sich aber auch über unsinnige Systemregeln hinweg setzen. ^^


    Gehabt Euch wohl.


    gez. DEVNUSOM-Meister

    regeltechnische Aussagen mit direktem Rolemaster-Bezug erhalten ein R, mit DEVNUSOM-Bezug ein D, alles andere ist allgemeingültiger Natur

  • Doch, jedenfalls bei Spielercharakteren. Und nein, es macht überhaupt keinen Sinn. Aber die Möglichkeit, mit höherer Stufe unverletzlicher gegen feindliche Waffeneinwirkung und andere Verletzungsursachen zu werden, ist ein althergebrachter Mechanismus im Rollenspiel, den man anscheinend nicht mehr aus den Köpfen der Regelentwickler bekommen kann, egal wie banane das bei näherer Betrachtung ist...
    Für mich als Spielleiter ist und war eines immer sehr wichtig: Die Regeln gelten gleichermaßen für und gegen alle SC und NSC.

    Die Mechanismen behalte ich mir für die SC und wichtige NSC vor, mit denen die Spieler auch in Kämpfe verwickelt werden können. Für alle anderen Statisten habe ich einfach Durchschnittswerte angenommen, falls es jemals notwendig wurde für diese etwas auszuwürfeln. Meistens habe ich auch aus dem Bauch heraus ohne Würfeln entschieden oder nur so getan als ob ich würfeln würde. Am Ende ist es wie immer Geschmackssache. In meinem Spiel versuche ich unnötigen Verwaltungsaufwand zu vermeiden, der das Spiel verlangsamen könnte.

  • Hm, wenn man davon ausgeht, dass ein Handwerker oder Bauer im normalen Leben mindestens einmal am Tag erfolgreich ein Mittelschweres Manöver durchführt, sammelt er ca. 1800 Erfahrungspunkte im Jahr, sofern sonst nichts passiert. Das würde heißen, dass jeder NSC im Schnitt alle 5-6 Jahre einmal levelt, wahrscheinlich angefangen bei so um die 20. Also wäre ein 30jähriger im Schnitt Stufe 3, ein 40jähriger Stufe 5...

  • In meinem Spielwelten ist die Machtverteilung in der Regel etwas höher:
    Abgeschlossene Ausbildung: 3-4 (18 Jährige, Stadtwache im erste Jahr, Lehrling in der Schmiede, der Neuling bei den Räubern)
    Erfahrene Gesellen: 5-8: (Dieses Level Erreichen eigentlich alle NSCs im laufe ihres Lebens)
    Erfahrene Experte: 9-15: (In Städten kann man hier in jedem "Beruf" 1-2 Personen finden. Diese sind in der Regel über die Stadtgrenzen hinaus bekannt in Dörfern in der regel max eine Person auf diesem "Level")
    16-25 Meister: Einige Wenige pro Beruf in der ganzen Welt. In der Regel Namentlich bekannt, auf jedem Fall unter "Kollegen"
    25++ Besondere NSCs: Bei Bedarf werden solche NSCs erschaffen. Derzeit in meiner Kampagne 3 "Personen" ein Vampir ein Lich und ein Drache. Evt noch eine weitere die hat derzeit allerdings noch kein Level sondern taucht nur ab und zu auf :)


    generell tendiere ich dazu den mächtigsten nscs kein lvl mitzugeben, sondern werte bei Bedarf festzusetzen. Mag unfair sein aber bis jetzt hat sich noch niemand erfolgreich beschwert!
    Aufgrund der Verteilung starten wir Kampagnen in der Regel auf lvl 3.


    [edit]Da in Rolemaster Fantasy Hitpoints nicht automatisch mit dem lvl steigern ergibt sich für die normale Bevölkerung das Problem der Unverwundbarkeit nicht.