Spielberichte [Sammelthread]

  • Ein lebhafter Traum
    Fortsetzung


    Über das Leichenübersäumte Feld hinweg sahen die 4 Recken einen großen Felsen, der recht mittig dort stand. In der Entferng sah man mehrere Gestalten um den Stein. Hier und da gab es noch kleinere Träubchen, wo noch gekämpft wurde.Sie sahen den Ork wie er das Mädchen, augenscheinlich die Schwester von den beiden kindern vorhin, in einen Käfig sperrte und diesen hinter sich herschleifte. Auf dem Weg zum Felsen. Man konnte ihm aus der Entfernung mit Pfeilen bespciken und irgendwann ließ er seine Beute liegen und machte sich aus dem Staub. Aber nicht wegen der 4.


    Die Sonne hatte sich allmählich komplett verzogen und nur noch wenig Licht brach durch die rote Wolkendecke. Man vernahm wieder grollen in der Stille der toten. Sie sahen wie der Fels sich veränderte. Alsbald hatte er einen Kopf, 2 Arme und zwei Beine. Ein Troll!


    So kam nun ein großer Kampf immer näher. Sie traten wieder die Flucht in den Wald an. Vorher schnappte man sich jedoch den Käfig mit dem Mädchen. Als dann der Kampf eintrat wurde schon bald kein Gedanke mehr an das Mädchen verloren. Gute Traffer gab es, und der Ideenreichtum ist auch nicht zu verachten, ich sag nur, Weichteile. Trotz aller Strapazen und Verstümmelung obsiegte der Troll. Ein Tritt später flog Magni ein gutes Stück übers Feld und brach sich das Genick. Narc wurde geköpft, Snorri seitlich in der mitte geteilt.


    Da waren sie Baff. Natürlich im glauben wirklich Tot zu sein.


    "Ihr seht über euch das im Erz im Gestein glitzern, ihr fühlt euch nicht gut in der Rauchgeschwängerten Luft. Aus der Stille hört ihr ein Schluchzen ""Thorre, nun wach schon auf, Thorre..."" Ihr seht Ulf über den leblosen Körper von Thorre weinen."


    Man schaffte es die Dorfwache wieder zu beleben. Einer der Jungs ging los durch den freigeräumten hauptausgang und holte hilfe. Als dann so irgendwann alle wieder bei der Seherin auftauchten gab es nicht viel zu berichten. Von dieser ""ich will dass ihr meine Mutter tötet""-Sache wurde natürlich nicht erzählt, zumal man sich nicht sicher war ob es sich wirklich um Sylias Sohn Eurakelus handelte.
    Jedoch gab es von der Seherin seiten Neuigkeiten, Beim durchstöbern von Eurakelus Sachen fand sie Hinweise auf einen Orkschamanen mit dem sich Eurakelus wohl getroffen hat. Vorher jedoch wurden sie unterbrochen. Ein klopfen an Tür. Sylia ging hin, öffnete die Tür einen Spalt, blickte zu den SC's, trat durch den Spalt nach draußen und schloss die Tür dabei. Fragende Blicke später kam Sylia zurück.


    Nach einem Nickerchen trat man in den Brandkessel, wo das Feiern im vollen Gange war. Allein am Tisch saß ein älterer Mann der ein Hilfegesuch ausprach. Seine Tochter Elisera würde nun schon seit 17 Jahren vermisst werden. Hier hörte man sich alle notwendigen Details an, beschloss dann aber zuerst In Haus Mereno vorbeizuschauen. Hier ließ man sich zusätzlich noch zu den Orkhöhlen beraten bevor man von einem aufgeregtem Bret, dem Dorfschmied, unterbrochen wurde. Er war sehr aufgeregt und erfreut zugleich darüber dass er bald wieder seinem Handwerk nachgehen konnte, nun wo die Mine wieder sicher betretbar war, Sich um alles zu kümmern sicherte sogleich Ernesto zu, der die SC's auch zugleich aus den Räumen Merenos führte. Man verbrachte nun einige Zeit in Ernestos Bibibliothek wo es von ´"100 Gerichte mit Troll", Jamos Plont: Bronzefinger" bis zu "Für eine Handvoll Triontaler" alles gab.


    Man ging also zurück zum Brandkessell um den Auftrag anzunehmen, und hier endete der Abend.

  • Es ist mal wieder soweit. Nun gut, eigentlich sind wir schon längst an der nächsten Geschichte dran aber mein Antrag auf 36-Stunden-Tage ist leider noch nicht durch.
    Das Abenteuer war eigentlich ein kurzes Halloween-Intermezzo. Dann wurden alle krank, es wurde umgeschrieben, weil Halloween vorbei war und ja, irgendwie ist es dann doch noch rund geworden. Und nachdem Rondriss Lykanthropie nun bestätigt ist, können wir so langsam auch mal in Richtung Pudels Kern... ähhh, ich meine eigentliche Kampagne gehen. Übrigens: Die Bratpfanne ist immer noch präsent, genauso wie die zuckenden Mundwinkel, wenn irgendwer irgendwo Lamm bestellt.
    So, jetzt aber viel Spaß mit Runhilds drittem Bericht!


    Verehrte Fadenweber,


    wieder einmal habe ich Nachrichten für Euch. Bereits bei unserer Abreise aus Tannford hat sich etwas Neues ergeben. Nach den Begegnungen mit den Goblins und dem Geist haben die beiden Elfen beschlossen, unsere Wehrhaftigkeit etwas zu verbessern. Lorin hatte im Ort ein Kurzschwert entdeckt, das ihm als nützlicher Begleiter erschien und nun schlagen wir abends unser Lager immer ein wenig früher auf, um uns gegenseitig mit den kurzen Klingen zum Kampf zu fordern. Auch wenn es amüsant erscheint, so wird es sicherlich nicht schaden ein wenig mehr Übung mit der Klinge zu erlangen. Zudem schweißt es uns als Reisegefährten spürbar zusammen. Doch das ist nicht die einzige Veränderung. Nach unseren Klingenübungen hat sich in einer ruhigen Minute ergeben, dass ich Rondriss ein wenig auf den Zahn fühlen konnte, im Bezug auf seine andere Gabe, die er zu haben scheint. Mit ein wenig Charme und Überredungskunst konnte ich ihn dazu bewegen, dass er mir verriet, ein paar Grundkenntnisse in den dunklen Künsten zu besitzen. Tatsächlich willigte er sogar ein, mir das ein oder andere Kunststück zu zeigen. Es stimmt mich recht zuversichtlich, dass er dies mit mir teilt und bestätigt meinen Eindruck, dass er mir vertraut. Schließlich ist das Wissen um magische Künste ein äußerst wertvolles Gut. Bei Gelegenheit werde ich mich wohl in einem gewissen Rahmen erkenntlich zeigen.
    Wie schon vor unserem Zwischenstopp in Tannford führte uns unser Weg weiter die Handelsstraße entlang, in Richtung Norden. Allmählich begann das Land etwas hügeliger zu werden, die Wälder dafür aber auch lichter. Zudem wurde der Herbst mittlerweile immer deutlicher sichtbar. Bald sollten wir uns wohl Gedanken darüber machen, wo wir den Winter über unterkommen wollen.
    Wir waren schon wieder einige Tage unterwegs, als wir geradeswegs auf einen handfesten Streit zusteuerten. Zwei Männer hatten an einer Kreuzung eine recht lautstarke Auseinandersetzung. Im Näherkommen erkannten wir, dass es sich wohl um einen Kaufmann und einen Jäger oder etwas Vergleichbares handeln musste. Auch vernahmen wir sehr deutlich, dass die beiden Herren sich wohl uneins über das drohende Ableben einiger Dorfbewohner waren. Während der Jäger, im Übrigen ein Elf, weiter darauf beharrte, dass dem Ort wohl große Gefahr drohte, brauste der Kaufmann immer weiter auf und verleugnete angesprochenes Unheil. Natürlich wurden wir ein wenig hellhörig, mischten uns jedoch nicht in den Streit ein, bevor die beiden Männer nicht beschlossen hatten, auseinander zu gehen. Als sie einander den Rücken kehrten, waren sowohl Rondriss, als auch Lorin sehr erpicht darauf, mit dem Elfen zu reden. Den Kaufmann ließen wir vorerst ziehen.
    Der Elf stellte sich uns als Sarvalor Ymrion vor, seines Zeichens Jäger und Waldhüter. Von seiner Rage beflügelt legte er uns auch sehr bereitwillig dar, was der Ursprung seines Streits mit dem Menschen war. Es handelte sich wohl um einen Fluch, den der Vater des Kaufmannes vor vielen Jahren heraufbeschworen hatte. Alles hatte wohl seinen Ursprung im Konflikt mit einer schwarzelfischen Hexe namens Tharjareth. Seit diesem Konflikt wurde der nahe Ort, Windbruch, alle zehn Jahre von einer geflügelten Kreatur heimgesucht, die Tod und Verzweiflung brachte. Ich brauche wohl nicht zu erwähnen, dass die Neugierde meiner beiden Begleiter sofort geweckt worden war. Nur wenige Minuten später war es beschlossene Sache: Wir würden uns diesen Fluch einmal ansehen und Sarvalor unterstützen. Im Gegenzug würde dieser zumindest Lorin ein paar Kniffe beim Bogenbau zeigen. Rondriss schien sich damit begnügen zu wollen, mehr über diese Elfenhexe erfahren zu wollen. Also bogen wir von der Handelsstraße ab und begaben uns nach Windbruch. Sarvalor kehrte vorerst zu seiner Hütte im Wald zurück, um nicht gleich den Schatten des Streites auf uns zu werfen.
    Windbruch war an für sich ein idyllisches Örtchen, mit einem Hauch von Abenteuer versehen, durch die Klippe und den Hügel, die es zu zwei Seiten hin eingrenzten. Die Häuser erschienen uns etwas weniger einfach zu sein, als in den Orten, die wir bislang besucht hatten. Ein paar von ihnen hatten sogar ein zweites Stockwerk. Einige Händler und Handwerker hatten sich hier angesiedelt, was uns den Eindruck gewinnen ließ, dass hier öfters Handelsreisende Rast machten.
    Unser erster Anlaufpunkt war das Gasthaus Silbervogel, eines der zweistöckigen Gebäude im Ort. Hier wollten wir ein wenig die Ohren offen halten. So ein drohender Fluch würde ja sicherlich die Runde machen. Doch wir wurden enttäuscht. Selbst als der Abend kam und sich der Silbervogel füllte, nahm keiner der Anwohner auch nur ansatzweise etwas in der Richtung in den Mund. Dabei hatte Sarvalor uns versichert, dass es in zwei Nächten, zum Herbstvollmond, wieder soweit sein würde. Der Vollmond beunruhigte mich ohnehin schon, doch dazu später mehr.
    Da wir einen Großteil des Abends bereits mit Zuhören vertrödelt hatten, quartierten wir uns im Schlafsaal des Silbervogels ein und beendeten den Tag. Doch bereits in aller Frühe wollten wir wieder auf den Beinen sein und etwas aktiver nachforschen.
    Übrigens hat Rondriss an diesem Abend den netten Kerl herausgekehrt, indem er das Essen hat auf seine Rechnung gehen lassen. Nett.
    Wie bereits erwähnt, haben wir am nächsten Morgen nicht viel Zeit verloren. Die Handwerker und Gänsebauern würden schließlich auch nicht ausschlafen. Jedoch waren unsere Nachforschungen bezüglich des Fluchs kaum ergiebiger als das Lauschen am Abend zuvor. Viele der Leute wollten gar nicht erst über diesen Fluch sprechen und die wenigen, denen wir etwas entlocken konnten, verwiesen uns nur darauf, dass ihr Dorfvorsteher Ebald wohl schon für einen Ritter gesorgt habe, der diese Bestie ein für allemal ausmerzen würde. Der designierte Ritter jedoch schien sich kämpferisch viel lieber gegen Bierkrüge zu behaupten. Ein Aspekt, den die Bewohner von Windbruch schlichtweg ignorierten. Wir wussten bereits dass es nicht die beste Idee wäre, sich an Ebald persönlich zu wenden, tat dies aber dennoch. Es war, gelinde gesagt, ein Schuss in den Ofen. Ebald, der sich selber gerne als Stadtvogt bezeichnete, hatte rein gar nichts für drei Glücksritter übrig und sah sich zudem auch noch in seiner Autorität beschnitten, als wir unsere Hilfe bei dem Fluch anboten. Am Ende drohte er uns sogar damit, uns mit Schimpf und Schande aus seinem Städtchen vertreiben zu lassen. Zugegeben, Rondriss hatte mit seiner Art ein wenig dazu beigetragen, doch die Vehemenz mit der Ebald uns in die Schranken wies war bezeichnend.
    Es blieb uns also kaum mehr übrig, als den Hügel hinauf zu steigen. Dort gab es eine alte Wachstation, die aber schon seit Längerem nicht mehr besetzt war. Von einem der Gänsezüchter im Dorf hatten wir erfahren, dass beim Auftauchen der Fluchbestie nahezu alle Wachmänner getötet worden sein. Der überlebende Knappe hatte damals wohl die Flucht ergriffen und ward nie wieder gesehen. Es war nur ein Strohhalm nach dem wir griffen, doch tatsächlich fanden wir ein paar unvollständige Aufzeichnungen von den Tagen vor besagter Nacht. Den Einträgen zu Folge hatte die Elfenhexe Tharjareth wohl um Aufnahme in die Dorfgemeinschaft gebeten. Edward, Ebalds Vater, wollte allerdings aus dem Wirken der Hexe Profit schlagen. Also schlug er ihr einen Handel vor. Tharjareth durfte sich nur in Windbruch niederlassen, wenn sie dem Ort ab und an einen Dienst erwies und zudem ihr Amulett, ein zweifelsohne sehr wertvolles Schmuckstück, an Edward abtrat. Selbstredend schlug Tharjareth diesen unfairen Handel aus. Es kam zum Streit zwischen den beiden. Spätestens nach dem Lesen dieser Zeilen wussten wir, wo Ebald seinen charmantes Auftreten her hatte. Jedenfalls ging der Streit zwischen Edward und Tharjareth wohl so weit, dass die Hexe wohl zu einem Altar im Wald lief und einen Fluch aussprach. In der Nacht suchte ein geflügeltes Wesen das Dorf heim und tötete etliche seiner Bewohner. Tharjareth selber verschwand jedoch spurlos. Die letzten Zeilen dieser Aufzeichnungen waren nur eilig dahin gekritzelt. Ich vermute, dass es sich um die Überreste des Pflichtgefühls von dem Knappen handelte, der kurz danach die Flucht ergriff. In den Aufzeichnungen fand sich auch eine Skizze des begehrten Schmuckstücks. Selbstredend war es Rondriss der erkannte, dass Ebald eben jenes Amulett um den Hals trug.

  • Teil 2...


    Mit diesen neuen Erkenntnissen machten wir uns auf den Weg zu Sarvalor. Wir wollten uns beraten und ihn auch nach dem Weg zum Altar im Wald fragen. Der Marsch zurück zur Handelsstraße und dann weiter in den Wald hinein erschien uns reichlich lang. Wir merkten, dass uns die Zeit ein wenig davon lief und trotz dass wir noch den morgigen Tag hatten, um uns auf den Herbstvollmond vorzubereiten, beeilten wir uns, den Jäger aufzusuchen. Dieser empfing uns diesmal deutlich gelassener als bei unserem ersten Treffen. Zwar zeigte er sich noch immer recht humorlos, jedoch schien er uns wohl gesonnen zu sein, nicht zuletzt auch wegen unserer Bemühungen bezüglich des Fluches. Den Weg zum Altar kannte er, jedoch würde es an diesem Tag nicht mehr viel Sinn machen, dorthin aufzubrechen. Wir hatten viel Zeit im Dorf und in der Ruine verbracht und würden wohl erst mit der Dämmerung dort eintreffen. Also beschlossen wir dies auf den morgigen Tag zu legen und machten uns auf den Rückweg in den Silbervogel. Sarvalor begleitete uns.
    Zurück im Silbervogel begannen wir damit, uns einen Schlachtplan zurecht zu legen. Schließlich blieb uns nur noch der morgige Tag für Vorbereitungen übrig. Im Rahmen dieser Vorbereitungen mussten wir auch ein anderes Problem ansprechen. Der Herbstvollmond war nun einmal ein Vollmond. Im besten Fall würde das für uns nichts weiter bedeuten. Doch wir wollten nicht davon ausgehen, dass Rondriss glimpflich davon gekommen war. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie wenig begeistert Sarvalor war, als wir ihm offenbarten, dass im Unglücksfall nicht nur eine gefiederte Bestie, sondern auch noch ein Werwolf Windbruch heimsuchen könnte. Dennoch hielt auch er an unserem Bündnis und dem Plan, den Fluch zu brechen, fest.
    Der nächste Morgen kam schneller als erhofft. Gleich in der Früh brachen wir mit Sarvalor zu dem Altar im Wald auf. Der Weg dorthin war einigermaßen umständlich, da wir erst die schützende Klippe umgehen mussten, bevor wir den Wald nördlich von Windbruch erreichten. Sarvalor führte uns zu einem Ort, den man wohl am besten als magisch beschreiben kann. Es gab eine kleine Lichtung mit einem steinernen Schrein in der Mitte. Die knorrig gewachsenen Bäume breiteten ihre Äste so verschlungen aus, dass sie ein zauberhaftes Lichtspiel auf den Boden warfen. Feenkreise aus kleinen, braunen Pilzen behaupteten sich gegen das Herbstlaub. Doch auch jenseits der Grenzen der Wahrnehmung schien die Magie diesem Ort inne zu wohnen. Einziger Wehrmutstropfen waren die Steinbrocken, welche scheinbar aus dem Altar herausgeschlagen worden waren. Es schien so, als habe jemand versucht, ihn zu zerstören, ohne sein Werk jedoch zu vollenden. Sarvalor schien sichtlich überrascht über diesen Anblick zu sein. Jedenfalls versicherte er uns, dass dieser Ort vor einigen Wochen noch unversehrt gewesen war. Es erübrigt sich zu erwähnen, dass wir Ebald im Verdacht hatten, hier gewütet zu haben. Viel verrichten konnten wir hier momentan nicht. Doch Rondriss und Lorin würden hier in der Nacht Stellung beziehen, während ich in der Wachstation nach dem gefiederten Fluch Ausschau hielt und Sarvalor ein paar er Dorfbewohner von hier fort brachte.
    Unsere Wege trennten sich also, damit jeder zügig seine Vorbereitungen treffen konnte. Ich beschloss Lorin zu helfen, der mit ein paar Haken und Seilen die Klippe präparierte, um sich im Notfall zügig ins Dorf hinab zu begeben. Rondriss spähte derweil Ebald aus. Der selbsternannte Stadtvogt trug noch immer das Amulett und meinen Gefährten gefiel die Idee mit der Rückgabe des Schmucks die Fluchbestie vielleicht besänftigen zu können.
    Gegen Nachmittag hatten wir einen Großteil der Vorbereitungen abgeschlossen. Fehlte nur noch das Amulett. Damit hatte Rondiss bislang absichtlich gewartet, um nicht zu früh Ebald und seinen saufenden Ritter auf den Plan zu rufen. Die beiden hatten sich unterdessen im Silbervogel eingefunden und blickten dem bevorstehenden Kampf entgegen.
    Unser Schurke entschied sich spontan für ein kleines Ablenkungsmanöver. In der Nähe der Gänse legte er ein kleines Feuer, was die Tiere lautstark Alarm schlagen ließ. Wie eigentlich zu erwarten war, eilten eine ganze Menge Dorfbewohner herbei, um den Brand zu löschen und auch Ebald ließ sich als Stadtvogt nicht lumpen. Wie genau Rondriss in all dem Trubel es anstellte Ebald das Amulett zu entreißen ist und bleibt mir ein Rätsel. Fakt ist aber, dass er und Lorin nur wenige Augenblicke später Windbruch verließen, um bei der zauberhaften, kleinen Lichtung auf die Nacht zu warten.
    Ich begab mich unterdessen in die Wachstation. Im Notfall konnte ich mich dort auch im Keller verschanzen. Obgleich wir auf unserer Reise mit den Waffen geübt hatten, war es meinen beiden Gefährten scheinbar lieber, wenn ich mich nicht in einen Kampf einmischte. Nun gut, es ist meiner Rolle, die ich zu spielen habe, sicher nicht abträglich, wenn ein paar Beschützerinstinkte seitens der Herren mitschwingen. Jedenfalls vertrieb ich mir ein wenig die Zeit, bis schließlich der Vollmond am Horizont empor stieg. Zum Glück waren keine Wolken am Himmel, sodass ich einigermaßen gut das Dorf und vor allem die gegenüberliegende Klippe sehen konnte. Es dauerte auch nicht lange, bis sich dort etwas tat. Eine Gestalt brach aus den Schatten des Waldes hervor und suchte nach dem Seil. Augenscheinlich handelte es sich um Lorin, der wohl die Vorhut bildete. Nicht lange danach jagte ein Schatten über den Himmel und erfüllte die Nacht mit einem ohrenbetäubenden Kreischen. Die Erzählungen trafen zu, es war wohl eine geflügelte Kreatur. Doch was im ersten Augenblick wie eine himmlische Kreatur erschien, entpuppte sich bei genauerem Hinsehen eher als ein Mischwesen, eine Harpyie. Plötzlich waren Rufe aus dem Ort zu hören, etwas lallend und unverkennbar die Herausforderung eines übermütigen Ritters. Die Harpyie schrie und stieß dann auf Ebalds Helden herab. Sie machte kurzen Prozess mit dem Streiter. Nur einmal hielt sie inne, als aus dem Wald ein markerschütterndes Heulen erklang. Rondriss! Oder besser gesagt, das was aus ihm geworden war. Ich erkannte unseren Kameraden nur, weil ich mit dessen Verwandlung gerechnet hatte. Denn anstelle des Elfen trat ein riesiger, schwarzgrauer Wolf aus dem Wald hervor. Wenn ich es im Mondlicht richtig beurteilen konnte, so würde ich behaupten, dass er Ingvars Wolfsgestalt glich, jedoch ungleich düsterer wirkte. Viel Zeit blieb nicht. Der Werwolf verschwendete keine Zeit auf die Klippe, sondern lief an deren Rand entlang in Richtung des Weges, der ihn irgendwann hinab zum Dorf führen würde. Derweil nahm Lorin sich der Harpyie an. Wie genau er der Bestie Herr wurde, vermag ich nicht zu berichten. Er lockte sie zwischen die Häuser, wohl um ihre Beweglichkeit etwas einzuschränken. Noch bevor er zurück kehrte, nahm ich einen Schatten am Rande des Dorfes wahr. Der Werwolf musste eine Abkürzung gefunden haben. Lorin war noch immer mit der Harpyie beschäftigt. E wäre wohl mit einem tödlichen Ausgang zu rechnen gewesen, hätte er sich beiden Kreaturen zugleich stellen wollen. Insbesondere da er unseren Kameraden nicht verletzen wollen würde. Also tat ich das einzig sinnvolle, ich lenkte den Werwolf ab. Ein wenig Krach und ein überhastetes Losspurten genügten schon, um das Raubtier dazu zu bewegen mir zu folgen. Dabei hatte ich beinahe die enorme Geschwindigkeit des Wolfen unterschätzt. Mein Vorsprung reichte so grade eben, um den Wachturm zu erreichen und dessen Eingangstüre hinter mir zuzuschlagen. Rondriss war scheinbar völlig seiner selbst beraubt, denn er scharrte und kratze wütend an der Tür.

  • Teil 3... (*hust* 10.000 Zeichen, dafür stehe ich morgens nicht mal auf...)


    Als er sich dagegen warf, sprang diese beinahe aus dem Schloss. Mir blieb also nicht viel Zeit zu handeln. Ich riss die Bodenluke auf, die in den Keller hinab führte und rollte eine verflohte, alte Decke darüber. Auch wenn ich keinen zu tiefen Glauben hege, war ich kurzzeitig versucht zu beten. Kaum dass ich mein Werk verrichtet hatte, brach der Werwolf durch die Tür herein. Mit einem riesigen Satz sprang er auf mich zu - geradeswegs über die offene Bodenluke hinweg. Ich fluchte, innerlich wie äußerlich und brüllte das Tier an. Zähnefletschend baute es sich vor mir auf. Mir blieb nur noch eine Chance. Mit aller Kraft und all meiner Waghalsigkeit stieß ich dem Wolf vor die Brust. Zu meinem Schritt schnappte er nicht gleich nach mir, sondern trat, etwas verwundert über seine wehrhafte Beute, einen Schritt zurück. Die Decke gab unter seinen schweren Pfoten nach und noch bevor er nach Halt suchen konnte, glitt er hinab in den Keller. Ich schlug die Luke zu und verriegelte sie. Anschließend zog ich noch eine schwere Truhe darüber und setzte mich oben drauf. Zwar würde Rondriss die Leiter nicht problemlos erklimmen können, doch in diesem Augenblick wollte ich kein weiteres Risiko eingehen. Mit einem wütenden Werwolf unter mir wartete ich auf den Morgen. Zwischenzeitlich gesellte sich Lorin zu mir und erzählte davon, dass er die Harpyie bekämpft und auch besiegt hatte. Sie sei wohl zu Staub zerfallen und bis auf einige vorher abgeschlagene Federn war nichts von ihr übrig geblieben. Er selbst hatte einige tiefe Kratzer davon getragen, tat aber so, als mache er sich mehr Gedanken um seine Kleidung, die er wieder einmal ersetzen musste. Allmählich wurde es ruhiger im Keller. Trotzdem warteten wir bis zum Morgen, bevor wir einen Blick riskierten. Als wir die Luke freigaben und aufsperrten, fiel nur ein wenig Morgenlicht in das Gewölbe hinab. Dennoch konnten wir schemenhaft einen bleichen, nackten Leib am Boden erkennen. Wir teilten uns auf, Lorin sollte seine Wunden versorgen lassen, während ich unserem Werwolf neue Kleidung besorgte.
    Die Überreste des Ritters wurden noch am gleichen Tag bestattet. Wir zogen es derweil vor, uns diskret zu Sarvalors Hütte zurück zu ziehen. Der Handel bezüglich des Fluchs war erfüllt und somit würden Lorin und der Jäger die nächsten Tage, vielleicht auch Wochen damit verbringen, Lorin einige Grundlagen im Bogenbau beibringen. Im Hinblick auf unseren Werwolf befand der andere Elf es sogar für ratsam, Lorins Befähigung zur Magie zu testen.
    Rondriss und mir steht momentan also ein wenig Müßiggang bevor. Doch nach den letzten Ereignissen wollen wir uns nicht darüber beklagen. Ich werde Euch weiter auf dem Laufenden halten.


    Hochachtungsvoll,
    Eure kleine Spinne

  • @Linx Toller Bericht ^_^ Das mit dem werfolf war echt gut.




    Hier mal schnell Bilder von den SC :)


    [Blocked Image: http://www.bilder-upload.eu/thumb/0c7e85-1481918875.jpg]




    Barsoril und snorri
    [Blocked Image: http://www.bilder-upload.eu/thumb/b7f5ea-1481919637.jpg]




    Mal schauen ob ich mich die tage nochmal dazu bewegen kann den nächsten Bericht zu schreiben, ihr kennt das ja :whistling:

  • Danke dir.


    Ich muss vielleicht mal dazu erwähnen, dass die Lykanthropie für den Charakter und die Gruppe ein reiner Nachteil ist. (Es sei denn die Charaktere kommen mal auf die wahnwitzige Idee, ihren Werwolf auf den Feind zu hetzen...) Rondriss hat, wenn er zum Wolf geworden ist, keine Kontrolle mehr über sich und auch nur schemenhafte bis gar keine Erinnerungen. Und noch haben sie nur mit den primären Nachteilen zu kämpfen, wie zum Beispiel der Frage, wie man einmal im Monat den guten Schwarzelfen so festsetzt, dass niemandem etwas passiert. Ich freue mich schon drauf, wenn die ersten Jäger die Bühne betreten. ... Hehe...


    Die verschiedenen Gesichtsausdrücke in der ersten Zeichnung finde ich gut! (Aber da sind ja auch so viele Langohren unterwegs... )

  • Hallöchen ihr wie ihr wohl gemerkt habt wurde das mit dem Schreiben über die Festtage leider nichts. jetzt im neuen Jahr bin ich aber wieder guter Dinge und werde nun mal mit dem Bericht weiter machen damit ich auch endlich mal zu den aktuellen Abenteuer meiner Gruppe aufschließen kann, welches sich leider sehr hinauszögert weil nicht immer alle aus der Gruppe Zeit haben und zu meinem Bedauern, zu unser aller bedauern beim letzten Termin, das war der Samstag, leider einer krank wurde. Der andere konnte nicht wegen Arbeit und ja, da freut man sich als Spielleiter... nicht -_-. Nun aber genug geredet, dann geht es jetzt weiter mit dem Abenteuer Elisera, viel Spaß :D .


    Elisera


    Wie man sich erinnern kann oder auch nachlesen kann endete der letzte Abend mit dem Annehmen des Auftrages vom verzweifelten Onthar, der neue Hoffnung war seine seit 17 Jahren verschollene Tochter endlich wieder zu finden. So machte man sich, nachdem man sich im Krämerladen neu mit Proviant eindeckte und, nun sagen wir mal nicht allzu freundlich zum Händler Aaros war (seitens Barsoril), auf den Weg ins Galgrath Gebirge.


    Ich weiß nicht mehr ganz wie es geschah doch bat sich den Jungs der junge Enros an mitzukommen. Leets Barde. Als die vier Recken samt Begleitung nun denn das Dorf verließen Richtung Gebirge schon über die Brücke gehend erblickten sie, nun sagen wir eine Gestalt wie man sie nicht jeden Tag sieht. Es war ein fremdartig wirkender Mann mittleren Alters. Bei sich stehend ein kleiner Packesel und am Wegesrand ein kleiner Karren mit allerlei Waren darauf. Er wirkte ganz und gar nicht wie das übliche Volk aus dem Dorf oder der Umgebung. Er trug einen dunklen Hautton und sagen wir mal exotische Kleidung. Als sie näher kam stellte er sich Ihnen vor als adario der Händler. Nach kurzen Plausch breitete er ihnen sein Angebot aus eine Bestandsliste seiner waren auf einem kleinen Zetteln und noch ein paar Notizen auf einen kleineren Zettel und tatsächlich noch ein paar mehr Notizen welche seinen Bestand darstellten auf einen noch viel kleineren Zettel ( für auflockernde Handouts bin ich immer zu haben :D ).


    Und tatsächlich dies war kein normaler Händler vom Schlage aaros ,nein, sein Angebot war viel exotischer. Narg, Barsoril Snorri und Magni einigten sich sehr schnell auf eine Karte vom Galgrath Gebirge. Der preis? 1 Goldfalke!


    Da war der Unmut natürlich sehr groß, Barsoril wollte natürlich sofort verhandeln und so blieb der Preis, nach einem fehlgeschlagen Würfelmanöver, bei einem goldfalken.



    Folgendes kam für mich als Spielleiter absolut unerwartet, Stichwort: Signatur.



    Barsoril schnappte sich den Händler und hielt ihn fest im Schwitzkasten, Narg zog sogleich seinen Dolch (der Spielleiter vergrub sein Gesicht in seinen Händen). In diesem Augenblick kam Snorri von der Toilette und hörte nur noch wie es von Magni fragend herausplatzte "Wollt ihr den Händler jetzt wirklich töten?" Und schneller als es allen lieb war schaffte es der Händler sich zu befreien zog seine Waffe und der Kampf begann.



    Alles in allem war dieser Kampf für die Jungs sehr unbefriedigend denn das Glück war nicht mit ihnen adario der Händler war wohl tatsächlich nicht wie jeder Händler und man hätte gut daran getan von ihm abzulassen nachdem er wütend fragte ob sie denn überhaupt wissen wer er sei und woher er kam. Doch sie wollten ja unbedingt mit ihm tanzen.



    Geschickt wiesch er jedem Angriff von ihnen aus. Müde des Tanzens unterbreitete er ihnen schlussendlich ein doch sehr großzügiges Angebot 1 Gold Falke und 8 Trion Taler für die Karte und ihr Leben. Indes hatte sich ein Enros der Barde schon längst aus dem Staub gemacht aufgrund der eskalierenden Situation.



    So macht man sich also an Erfahrung reicher weiter auf dem Weg ins Ghalgrat Gebirge. An einem Hang angekommen überstand man mit Mühe mit Mühe und Not, weil man ja unbedingt zwei kleine Fässer Bier mitnehmen musste, ein paar Kletterpassagen um danach im Schneegestöber mitten im Gebirge zu stehen.



    Der Wind war eisig und der Abend brach alsbald über sie hinein. So machte man sich auf die Suche nach einem Unterschlupf und wie ist das Schicksal so wollte fand man auch bald eine scheinbar verlassene Höhle. Während die drei von ihnen ein Feuer entzündeten machte sich magni auf Nahrung zu suchen was sich doch als sehr schwierig herausstellte. Des Glücks holt erblickte er tatsächlich einen Steinbock welcher jedoch sogleich von einem ausgewachsenen Berglöwen gerissen wurde und sich nun geradewegs auf den Zwerg zu bewegte.



    Der Zwerg wurde also von den Berglöwen zurück in die Höhle gedrängt, dort, erschrocken von dem Anblick des Berglöwen machten sich die vier bereit für den nächsten Kampf. Der Kampf war alles andere als einfach und die Jungs mussten einen kühlen Kopf bewahren. Schlussendlich obsiegte man jedoch und labte sich am wohlig warmen Feuer am berglöwenbein und einen guten Schluck Bier. Während man den Abend genussvoll ausklingen ließ frug man sich wieso solch ein Berglöwe gegen solch eine Überzahl an Gegner bestehen wollte. Wie als Antwort erklang weiter aus der Höhle ein kümmerliches miauen.


    Adario
    [Blocked Image: http://www.bilder-upload.eu/thumb/729e37-1483741788.jpg]


    Fortsetzung folgt...

  • So saß man nun gemütlich in der Runde in der Höhle im Lagerfeuer und zechte als gäbe es kein Morgen. Da ich mir als Spielleiter die SC besoffen nicht entgehen lassen wollte entschied ich mich dafür einige Momente abends in der Höhle auszuspielen.


    Ganz schön angeschwipst sprach Snorri: " Hey Barsoril glaubst du du kannst du meinen Pfeil aus der Luft schnappen wenn ich ihn auf dich schieße?"
    Barsoril (wurde in dieser Runde von mir gespielt.): " ja sicherlich, gar kein Problem, sicher schaff ich das"
    Alle waren merklich betrunken.
    Snorri: "Also gut mit welcher Hand fängst du ihn?"
    Barsoril hält die linke hoch: "Mit rechts!"
    Kein Kommentar.


    Snorri wollte also knapp an Barsoril vorbeischießen und muss mindestens eine 10 würfeln. 12!


    Barsoril musste für das fangen ebenfalls eine 10 würfeln, 4!


    Snorri schoss an Barsoril gezielt und sehr knapp vorbei, Barsoril stieg jedoch der Alkohol zu Kopf, klappte um und schlief augenblicklich ein.


    Snorri ging zu Barsoril um sich seiner Unversehrtheit zu versichern. Vom Alkohol berauscht in der Annahme Barsoril habe ihn gefangen. Barsoril halb schlafend grummelnd: "Ich sagte doch ich Fang ihn"


    Und so brach nachdem alle in einen sanften Schlaf fielen der nächste morgen an.


    ( danieltosh7 : Wir wurden im November mit elisera fertig und als nächsten folgt nun erstmal Diebe in leet.)






  • Sehr schön. Schießen im Suff. Das kann auch mal schnell ins Auge gehen... oder in die Hand... oder sonst irgendwie auf die Trefferpunkte.
    Wir hatten das mal in einem anderen System mit zwei Dunkelelfen, die plötzlich entdeckten, dass sie ja einigermaßen giftresistent waren und spontan dem Volkssport der dunkelelfischen Schurken, dem Gift-Wetttrinken fröhnten. Es endete damit, dass die eine fast tot für einige Wochen außer Gefecht gesetzt war und der andere zwar das Gift gut überstand, jedoch in der Kneipenschlägerei danach einen Finger verlor. Gut, es war weniger eine Schlägerei, als vielmehr ein bewaffneter Konflikt, als die Menschen bemerkten, dass da zwei Delfen inkognito saßen und ihre eigene, kleine Privatparty zelebrierten.
    Beides war vom SL noch recht gnädig gewesen, da wir die laufende Kampagne schon sehr lange gespielt hatten und kurz vor dem Showdown nicht die Protagonisten austauschen wollten. Jedenfalls wird seit dem viel weniger in unseren Runden getrunken, ganz gleich was.


    So, genug der Anekdoten, ich bin gespannt wie es weiter geht!

  • So, ich denke hier wird mal wieder ein neuer Spielbericht fällig. Der kundige Download-Bereich-Leser wird den Zauberwürfel aus der Feder von Gerd Winkler wieder erkennen. Dankeschön an dieser Stelle, für das knuddelige Weihnachtsabenteuer.


    Verehrte Fadenweber,



    Gewiss ist es nicht verwunderlich, dass während der Wintermonate kein Bericht den Weg zu Euch fand. Das Wetter zwang und einige Wochen in eine kalte, weißgraue Ereignislosigkeit. Dementsprechend knapp fällt auch dies Nachricht an Euch aus.


    Momentan sind wir in dem kleinen Örtchen Weltonsfurth untergekommen. Ein beschauliches Dorf, jedoch ohne nennenswerte Etablissements. Der Singende Fisch, das hiesige Gasthaus, scheint der Nabel des Ortes zu sein. Momentan sind wir die einzigen Gäste hier, die fahrenden Händler sind schon lange vor dem ersten Schnee von dort abgereist, um in den Städten noch einige winterliche Geschäfte zu tätigen.


    Angekommen sind wir leider erst kurz nach dem Wintereinbruch. Dementsprechend froh waren wir, eine günstige und freundliche Herberge gefunden zu haben. Unsere Kleider waren gerade getrocknet und vom Ofen noch schön warm, als es draußen einigen Tumult gab. Selbstredend überwog die Neugierde der Bequemlichkeit und wir sahen uns die Sache einmal an.


    Zu unserer Verwunderung näherte sich eine kleine, grüne Gestalt dem Dorf, ein Goblin. Dieser war aber nicht auf Konflikte aus, sondern schien vielmehr nach Hilfe zu suchen. Ich sah meine Gefährten bereits auf die Kreatur zustürmen und ihr den Gar aus machen, doch ich wurde überrascht. Tatsächlich hörten sie sich erst einmal an, was der Goblin versuchte uns mitzuteilen. Mit Händen und Füßen machte er uns verständlich, dass ein Freund von ihm wohl Hilfe benötigte. Dieser war, so hatten wir es verstanden, von einigen seiner Stammesmitglieder entführt worden. Zugegeben, das klang recht ungewöhnlich aber da wir uns überlegen wähnten und die Stiefel bereits wieder nass geworden waren, beschlossen wir, dem kleinen Kerl zu folgen.


    Auf dem Weg stellte er sich uns als Pukki vor. Trotz aller Sprachbarrieren tat er sein möglichstes, um uns ins Bild zu setzen und uns vor dem zauberkundigen Krampu zu warnen. Nachdem wir schon etliche Stunden unterwegs gewesen waren und einige Gefahren der winterlichen Wälder überwunden hatten, schien es fast, als hätten meine Gefährten den zugegeben recht liebenswerten Goblin ins Herz geschlossen. Lorin erklärte sich sogar dazu bereit, ihn auf den Schultern zu tragen, als der Schnee so tief wurde, dass gerade noch Pukkis Ohren daraus hervor schauten.


    Pukkis Stamm hauste in einem Höhlensystem, am Hang eines größeren Hügels. Nachdem wir uns kurz beratschlagten, wie wir vorgehen sollten, beschlossen wir, das direkte Gespräch zu suchen. Also gingen wir offen und ohne gezogene Waffen auf den Höhleneingang und die dort Wache haltenden Goblins zu. Pukki blieb zurück, mit der Begründung, dass er wohl nicht wie ein Verräter dastehen wollte.


    Nicht alle Goblins waren so des Trionischen kundig, doch irgendwie schafften wir es, dass man uns zum Häuptling brachte. Der große Skroog empfing uns auf einem Steinhaufen stehend. Sein Stolz war unverkennbar - zumindest für Lorin und mich. Rondiss hingegen gab sich ein wenig aggressiver und einschüchternder. Bislang sind wir noch nicht in den Genuss gekommen, dass er seine Kapuze mit bedeutungsschwangerer Geste lüftete, doch diesmal war es soweit. Der Ton, den er gegenüber Skroog anschlug, machte aber weniger Eindruck, als dass er den Goblin verärgerte. Mit ein wenig Hilfe von Lorin und mir schaffte er es dennoch, einen Tausch auszuhandeln. An Wertgegenständen waren die Goblins weniger interessiert, doch Skroog wollte seinen Stamm gut durch den Winter bringen und sicherte uns zu, Klaas gegen einige Vorräte auszutauschen.


    Mit diesem Handel in Aussicht lasen wir Pukki wieder auf und kehrten nach Weltonsfurth zurück. Die Nacht verbrachten wir im Gasthaus. Der Weg war einfach zu lang, und Schnee und Wind zu stark, sodass wir kein Risiko eingehen und in der Dunkelheit durch den Wald wandern wollten. Pukki wurde es ausnahmsweise auch erlaubt, im Singenden Fisch zu nächtigen.


    Am nächsten Morgen kauften wir nahezu alle trockenen Vorräte auf, die der ortsansässige Händler entbehren konnte. Unerwarteter Weise zeigte Lorin hierbei einiges an Verhandlungsgeschick und kaufmännischem Denken. Wir liehen uns noch einen Schlitten, um die Vorräte besser transportieren und dem alten Klaas eventuell auch noch eine angenehme Rückreise bieten zu können. So bepackt kehrten wir zu den Goblins zurück.


    Skroog erwartete uns bereits. Nachdem er die Vorräte gesichtet und für gut befunden hatte, ließ er Klaas herbringen. Der gesamte Stamm gab sich eigentlich recht wohlwollend und zufrieden mit dem Handel. Nur ihr Zauberer, Krampu, wetterte und zeterte was das Zeug hielt. Ein Seemann wäre sicherlich vor Neid erblasst. Leider ließ sich unser Finsterling vom Gehabe des Zauberers provozieren. Die Situation eskalierte beinahe und gipfelte schließlich darin, dass Krampu drei Worte auf unserer Sprache hervor presste. Er wollte uns verfluchen. Allerdings blieb es nur bei einem Stoß für jeden von uns, mit seinem bunt behangenen Stock. Skroog ließ ihn rasch fortbringen. Klaas wurde uns ohne weitere Komplikationen übergeben. Der alte Mann sah etwas mitgenommen aus, doch es wäre verwunderlich gewesen, wenn er diesen Vorfall nicht überstanden hätte. Nach einer überaus herzlichen Verabschiedung von Pukki traten wir schließlich den Heimweg an. Mit dem Schlitten brachten wir Klaas zurück zu seiner Hütte im Wald.


    Einige Tage nach diesen Ereignissen wurden wir angenehm überrascht. Das Julfest stand an und dieses Mal wurden nicht nur die Kindern, sondern auch wir drei mit kleinen Holzspielzeugen bedacht. Wo wir noch etwas verwirrt waren, erkannte die Gastwirtin sofort, was dahinter steckte. Wir hatten bis dahin ihr gegenüber nicht erwähnt, welchen Goblinfreund wir aus der Gefangenschaft befreit hatten. Doch jetzt, als klar wurde, dass es sich dabei um den alten Klaas gehandelt hatte, zeigte man sich uns gegenüber erkenntlich. Viel hatten die Bewohner von Weltonsfurth nicht zu geben. Dafür wurde uns aber ein Sonderpreis gemacht, zu dem wir den Rest des Winters dort hausen durften. Zudem willigte der örtliche Bauer ein, dass wir uns ab und an sein altes Pferd ausliehen, um darauf unsere ersten Reitversuche zu wagen.


    Mittlerweile wagt der Frühling es, sich zaghaft anzukündigen. Der Schnee geht allmählich zurück und wir werden in einigen Tagen unsere Reise fortsetzen können. Bis dahin verbleibe ich hochachtungsvoll,



    Eure kleine Spinne

  • Ich grüße euch meine lieben und hoffe es geht euch allen gut.


    Die Höhle im Gebirge


    Magni, snorri, barsoril und narc fanden also eine Höhle in welcher sie schutz vor dem schneesturm suchten.


    (Anm.: Da mir ein unterschlupf in einer höhle während des aufenthalts praktisch erschien, erschuf ich sogleich einen kleinen Dungeon, an dessen ende der ausgang auf der anderen seite des Berges ((eim ganzes stück weiter)) wartete. Ich zeichnete das Dungeon auf eine paizo flip mat. Als figuren benutzten wir simple selbstgemachte pappaufsteller mit bildern)


    Der ein oder andere von ihnen wachte an diesem kühlen morgen mit einem kater auf. Das Feier glimmte noch, am rande liegend, ein gebratenes Berglöwenbein. Barsoril wachte dort auf wo er letzte nacht zusammengeklappt war, im Versuch einen von snorris Pfeilen aus der Luft zu fangen.


    In neuer frische begann man die Höhle zu erkunden, und, konnte man gestern nacht nicht eine art "miauen" vernehmen?

    Bald zeigte sich dass die Höhle immer weiter ins Massiv führt.


    Jäh rechts abknickend kam man auch alsbald zur quelle des kläglichen mauzen. Ein kleines berglöwenjunges. Woher es stammt war allen anwesenden klar.


    Während also magni und barsoril einen vermeintlichen eingang im stein begutachteten setzte Snorri alles daran erste schritte auf dem gebiet des "Zähmen" zu machen. (Nur, irgendwie anders.)


    Er versuchte sich vorsichtig anzunähern und hielt ihm eine Hand hin. Er gab ihm wasser. Es schien zwar nicht aggressiv jedoch sehr misstrauisch.

    Gepackt von wievielen Todesdämonen auch immer schnappte sich Snorri ein Stück des Berglöwenbeins und hielt es dem Jungtier hin. (Anm.: Nein, ich unterstütze keinen "Zwangskannibalismus" aber... ich weiß bis heute nicht wieso ich es zuließ :'D)


    MS 12, = oder höher ging es aus. Das Junge schien zwar nicht überzeugt aber as von dem fleisch. (Manchmal schocken mich meine spieler.)


    Nun mit berglöwenbaby im gepäck, buchstäblich, erkundete man weiter die höhle. Bald fand man zugang zu einer verborgenen Kammer welche zuvor von Barsoril frei von Geröll geräumt wurde.

    Dahinter, eine runde Kammer, kaum mehr als zweieinhalb meter im durchmesser.

    An der abgerundeten wand 3 Hebel. Narg und Magni gingen aus praktischen Gränden vorraus in den kleinen Raum. Während sie hier beschäftigt waren brachen Magni und Barsoril eine weitere Steintür auf, welche zuvor Bekanntschafft mir Barsorils Faust machte. Zum Nachteil für Barsoril.


    In einer kleinen Kammer fanden die recken einen großen Sarg mit der Inschrift in alter Runenschrift: Hier ruht der Grauwolf. Amethysten waren in den Stein eingelassen. Narg ließ sich nicht Lumpen.


    Fortsetzung folgt.

  • So, auf ein Neues...



    Verehrte Fadenweber,


    der Frühling ist über das Land gekommen. Wir sind schon seit einigen Tagen wieder unterwegs. Unsere Füße sehen sich bereits wieder den Müßiggang der Wintertage zurück. Wie schnell man sich doch an ein wenig Bequemlichkeit gewöhnt. Doch ich möchte Euch nicht mit solcherlei Empfindungen behelligen, gibt es doch weit Wissenswerteres zu berichten.


    Unser Weg führte uns weiter die Handelsstraße entlang, gen Norden, wo wir irgendwann die Stadt Rist erreichen sollten. Die Gegend um uns herum hat sich weiter verändert. Graslandschaften mit engen Talmulden und kleinen Schluchten breiten sich vor uns aus. Vergessen sind die grünen Wälder ob der recht niedrigen Vegetation, die sich vor uns erstreckt. Wir haben die Faltlande erreicht. Wenn ich mich recht an Ingvars Karte erinnere, so wird uns dieser Anblick noch eine ganze Weile erhalten bleiben.


    Auf unserer Route trafen wir recht nach etlichen ereignislosen Tagen an eine kleine Weggabelung. An für sich nichts Bedeutsames, wäre da nicht das Schild gewesen, welches in großen Lettern das "Heldensend" verkündete. Zu meiner Überraschung zeigte sich ausgerechnet Rondriss etwas zurückhaltend angesichts des Schildes. Doch Lorin und ich schafften es, ihn von unserer Neugierde zu überzeugen, nicht zuletzt auch, weil wir ja keine Helden sind. Also folgten wir der Weggabelung und erreichten nach kurzer Zeit ein einsames, etwas in die Jahre gekommenes Gasthaus. Auf dem Türschild begrüßte uns eine goldene Chimäre und nochmals der Name Heldensend. Sicherlich ein ungewöhnlicher Name für ein Gasthaus. Doch da die Sonne sich bereits dem Horizont näherte, beschlossen wir kurzerhand dort einzukehren. Das Innere des Gashauses empfing einen genau so, wie man es draußen schon erwartete. Alles war etwas alt, ein wenig schief aber dennoch intakt und auf eine urige Weise auch charmant. Weit weniger charmant wirkte jedoch der Besitzer, Gastwirt Barnabas. Er und sein Mündel Stefan hatten sicherlich lange keine Frau mehr zu Gast gehabt, jedenfalls sahen sie nicht danach aus. Dennoch empfing man uns recht höflich, servierte starkes Bier, Brot, süße Kartoffeln und eine rote Tunke dazu, deren Schärfe einen gleich noch mehr Durst verspüren ließ.


    Gäste hatten sich nur sehr wenige hier eingefunden. Ich muss gestehen, zu meinem Glück. Denn es gab nur einen Schlafsaal im Heldensend und auf ein eigenes Bett bestehe ich dann doch. Neben uns waren zunächst nur zwei Streiter eingekehrt, die sich leise und diskret austauschten. Kurz nach uns traf eine weitere, kleine Gruppe ein, augenscheinlich zwei weitere Krieger und ein Adliger. Diese drei waren weitaus lauter und gesprächiger als die beiden anderen Gäste. Regelrecht großspurig erzählten sie davon, wie sie morgen in die Faltlande hinein aufbrechen und das dort hausende Monster, eine Chimäre, töten würden. Der Name Heldensend gewann in diesem Augenblick an Tiefe.


    Für kleines Geld stellten die drei Glücksritter ihre Pferde im Gasthaus unter. In den ganzen Furchen und Schluchten der Faltlande wären die Tiere nicht sonderlich hilfreich. Irgendwie gewann ich hier den Eindruck, dass Gastwirt Barnabas die Tiere aber nicht wie vereinbart auf die Gästeweide bringen ließ. Jedenfalls lauschten wir noch eine Weile den klangvollen Schilderungen der drei Monsterjäger und begaben uns dann zur Ruhe. Unser Plan ihnen am nächsten Tag zu folgen war bereits gefasst.


    Der Morgen kam - und verstrich auch wieder. Wir konnten uns Zeit lassen, denn die drei Glücksritter waren primär damit beschäftigt, ihren Rausch auszuschlafen. Erst am späteren Vormittag brachen erst sie und wenig später auch wir auf.


    Der Weg durch die Faltlande erwies sich als beschwerlicher, als wir zunächst angenommen hatten. Solange wir parallel zu den kleinen Schluchten liefen, kamen wir zügig voran. Problematisch wurde erst das Über- und Durchqueren der Furchen. Den Rest des Tages waren wir bemüht, der anderen Gruppe zügig und doch unbemerkt zu folgen. Unser Nachtlager schlugen wir im Schutz einer kleinen Schlucht auf, um nicht durch einen Feuerschein im offenen Feld auf uns aufmerksam zu machen. Jedoch sollte uns keine ruhige Nacht beschert werden. Mitten in der Nacht riss Lorin uns alarmiert aus dem Schlaf. Ein beunruhigendes Rauschen war wohl an sein Elfenohr gedrungen. Von einer düsteren Vorahnung gepackt ergriffen wir eilig unsere Taschen und erklommen die steile Felswand. Keine Sekunde zu spät wie sich herausstellte, denn wir erreichten gerade die rettende Ebene, als unser Lagerplatz von einer dunklen Flut davon gerissen wurde. Nach wenigen Augenblicken dämmerte es uns, wo der Strom so plötzlich her kam. Barnabas hatte uns indirekt sogar gewarnt, in den Bergen taute es und laut dem Gastwirt hatte es dort vor Kurzem auch stärker geregnet. Von diesem Schrecken wach gerüttelt, errichteten wir ein zweites Lager. Ich konnte kaum die Hand vor Augen sehen und doch gelang es meinen Gefährten ein neues Feuer zu entfachen. Durch den Schrecken saßen wir noch eine Weile ruhelos zusammen. Schließlich begaben Lorin und ich uns doch nochmal zur Ruh', um vielleicht noch ein wenig ausgeschlafener zu sein. Rondriss hingegen hielt weiter Wache. Als wir im Morgengrauen erwachten, wusste uns der Elf von einem Feuerschein in der Ferne zu berichten. Wir waren also weiterhin auf dem richtigen Weg.


    Ein gemütliches Frühstück gab es leider nicht, da einige wilde Hunde darauf bestanden unser Proviant mit ihnen zu teilen. Zum Glück ließen sie sich mit einem brennenden Holzscheit und einem gezielten Schuss von unserem wildnisskundigen Lorin vertreiben. Spätestens jetzt war jedem von uns bewusst, die Faltlande sind ein feindseliges Pflaster.

  • Teil 2:


    Etliche Stunden durchwanderten wir die Gegend, bis uns schließlich an einer Felswand ein gähnendes Loch auffiel. Es handelte sich um einen Höhleneingang und zu unserem Glück gab es sogar einen schmalen Grat, fast so etwas wie einen Pfad, der dort hinein führte. Rondriss schätzte, dass dies auch ungefähr die Stelle sein könnte, an der er in der vergangenen Nacht das Feuer gesehen hatte. Also beschlossen wir, alles einmal vorsichtig in Augenschein zu nehmen.


    Es stellte sich heraus, dass nur der Eingang in den Fels noch wirklich naturbelassen war, die dahinter folgenden Meter schienen grob behauen zu sein. Sogleich stellte sich uns die Frage, ob hier wirklich die drei Glücksritter gewesen waren oder das Leuchten vielleicht doch einen anderen Ursprung gehabt hatte. Eines stand jedoch fest, für eine monströse Chimäre war dieser Unterschlupf sicher zu klein. Wir entzündeten eine Fackel und wagten uns leise vor. Nach wenigen Metern wurde die Höhle deutlich breiter und mündete in einen rundlichen Raum. Was wir hier vorfanden überraschte uns ein wenig. In diesem Unterschlupf schien Diebesgut gelagert zu werden. Ein paar Waffen, zwei Kisten, Rüstungsteile, sogar eine schlafende Geisel fanden wir vor. Selbstreden erregte besonders Letzteres unsere Aufmerksamkeit. Wir weckten den doch recht mitgenommenen Mann und nahmen ihm den Knebel aus dem Mund. Anfangs noch sehr verwirrt stellte er sich als Lenn von Silberwasser vor. Ein Adliger also, jedenfalls dem Namen nach. Er schilderte uns kurz die misslichen Umstände seiner Gefangennahme. Vor ein paar Tagen war er Banditen in die Arme gelaufen, die sich wohl die Gerüchte um die Chimäre zunutze machten und unachtsame Monsterjäger überfielen. Mit dem Herrn von Silberwasser wollten sie ein Lösegeld erpressen.


    Meinen Gefährten lag sofort der Umkehrschluss auf der Zunge, dass die Chimäre gar nicht real sei. Doch weit gefehlt, der Herr von Silberwasser hatte das Untier höchstselbst gesehen. Auch er hatte an ihrer Existenz gezweifelt und sich mit einer kleinen, jedoch äußerst kampftauglichen Expedition auf die Suche begeben. Zu seinem Unglück hatten sie nicht nur die Chimäre aufgespürt, sondern auch umgekehrt. Ein Großteil seiner Begleiter wurde getötet. Gemeinsam mit den Überlebenden war Herr von Silberwasser dann den Banditen in die Arme gelaufen. Um sich nicht zu sehr mit Gefangenen zu beladen, hatten diese nur die gewinnbringendste Person am Leben gelassen.


    Herr von Silberwasser bat uns nun, ihn zurück zu seinem Heim in Rist zu begleiten. Die große Stadt war ohnehin einer unserer nächsten Anlaufpunkte und die Aussicht auf eine angemessene Entlohnung steigerte unsere Beschlussfreudigkeit erheblich. Wir mussten ihm ja nicht erzählen, dass Rist sowieso unser Ziel war. Über die Höhe der Bezahlung war man sich schnell einig, jedoch wollten Lorin und Rondriss nicht sofort aufbrechen. Auch wenn es dem Herrn von Silberwasser nicht behagte, so wollten sie doch den Banditen eine Falle stellen. Also harrten wir erst einmal in der Höhle aus. Waffen gab es hier ja genug, um sich daran bedienen zu können.


    Nach einigen Stunden waren dann endlich Stimmen von draußen zu hören. Kampfbereit bezogen wir Position. Zu unserem Leidwesen schienen die Banditen den Braten aber gerochen zu haben. Zumindest bemerkten sie, dass Herr von Silberwasser nicht mehr an seinem Platz lag. Nach einigem Hin und Her versuchten sie ihn und damit auch uns auszuräuchern. Verzweifelt darum einen Ausweg aus dieser Situation zu finden, schickten wir den ehemaligen Gefangenen vor und hofften, dass er die Banditen lange genug ablenken würde, dass zumindest einer meiner Begleiter den schmalen Pfad hinauf stürmen konnte. Ich selbst war die Letzte, die hinauf laufen würde. Dementsprechend war das kurze Gefecht bereits vorüber, als ich die Kante der Schlucht erreichte und hinauf auf die Ebene stieg. Insgesamt waren es fünf Banditen gewesen, einer von ihnen schon fast unmenschlich groß und mit einem Kiefer breit wie kleiner Kessel. Drei von ihnen lagen tot am Boden. Die anderen beiden ergaben sich, waren aber augenscheinlich so schwer verletzt, dass Rondriss beschloss, sie von Ihrem Leid zu erlösen. Der Herr von Silberwasser erwies uns seine Dankbarkeit, indem er sich sowohl als heil- als auch als zauberkundig erwies und meine beiden Gefährten von den eingesteckten Wunden heilte. Nun war es also heraus, der gute Mann war nicht nur von Stand, sondern obendrein auch noch ein Magier. Noch wollten wir ihm aber nicht erzählen, dass wir im Grunde auf der Suche nach einem wie ihm waren, um Rondriss von seinem Dasein als Werwolf zu befreien. Stillschweigend einigten wir uns darauf, ihn bis auf weiteres im Unklaren darüber zu lassen, dass wir von ihm vielleicht noch einen Gefallen erbitten würden, sozusagen eine kleine Zahlungserweiterung.


    Nun, da die direkte Gefahr gebannt war, geriet unser Magier gleich noch ein wenig mehr in Aufbruchsstimmung. Kurz erwähnten wir noch, dass wir ja eigentlich die anderen Glückritter einholen und warnen sollten, doch die Bezahlung unseres Schützlings bewog uns dazu, sogleich aufzubrechen. Man kann eben nicht jeden vor seinem selbstgewählten Tode bewahren.*


    Also machten wir uns auf den Rückweg zum Heldensend. Einen Teil der Beute aus der Höhle nahmen wir mit uns und boten sie Gastwirt Barnabas zum Kauf an. Dabei spielte Rondriss ein wenig auf Risiko und ließ durchblicken, dass wir leider gezwungen waren, die Bezugsquelle für solcherlei Handelsgüter abzuschneiden. Der Plan ging auf, denn tatsächlich handelte der Wirt nicht nur mit den zurückgebliebenen Pferden, sondern auch mit der Ausrüstung der überfallenen Abenteurer. Im Gegenzug für unsere Verschwiegenheit bezüglich der falschen Chimäre, machte er uns einen ausgesprochen guten Preis für die herrenlose Ausrüstung. **


    Wir blieben noch einen Tag im Heldensend, dann wollten wir mit gefüllten Bäuchen und Beuteln sowie mit vom Magier für einen Spottpreis erstandenen Pferden aufbrechen.


    Unser nächster Halt sollte Rist sein. Bis dahin verbleibe ich


    Hochachtungsvoll,

    Eure kleine Spinne





    *Stellt euch an dieser Stelle einfach einen gespielten Seufzer der Bardin vor...


    **Ja, diese Gruppe zeigt zwischenzeitlich eindeutig egoistische und böse Tendenzen. Ich find's super!


  • Heute habe ich mal etwas Anderes für euch. Also ja, natürlich wieder einen Spielbericht aber nicht aus der Hauptrunde, sondern von unseren Noireth. Die drei Schwarzelfen sind momentan unterwegs, um einen Spion ihres Hauses von der Seucheninsel Jindron abzuholen und in die Heimat zu eskortieren. Nun ja, dass es nicht so einfach kommen wird, könnt ihr euch sicher schon denken. Bislang hatten wir aber einfach nur etwas Spaß auf hoher See.



    Aufzeichnungen von Sinthrae Besarith, Priesterin der Aranea


    Es ist der 23ste Tag auf See. Wir machen gute Fahrt und bislang könnte man getrost von einer gewissen Ereignislosigkeit sprechen. Dementsprechend ist es wohl wenig verwunderlich, wenn die im Folgenden beschriebenen Ereignisse zwar nicht unbedingt angenehm, jedoch eine willkommene Abwechslung waren.


    Der Tag war noch nicht alt, als wir auf einige Wrackteile aufmerksam wurden. Den Kapitän schien dies nicht allzu sehr zu beunruhigen. Die See war ruhig und es war kein anderes Schiff am Horizont zu erkennen. Was genau also zur Zerstörung eines anderen Schiffes geführt haben mochte, es wollte sich uns nicht erschließen. Der einzige Hinweis war ein einzelner Überlebender, der sich verzweifelt an eine geborstene Planke klammerte.

    Warum Nalrak ausgerechnet in diesem Moment seine weiche Seite entdecken musste, ist mir ein Rätsel. Ich hoffe für ihn, dass es nur die Langeweile war, die ihn dazu bewog, den Kapitän zu überreden, den Überlebenden an Bord zu nehmen. Genauso hoffe ich inständig, dass es nur ein Scherz seinerseits war, den Menschen unserer Göttin zu opfern. Solch eine minderwertige Kreatur ist es nicht wert, durch meinen geweihten Dolch den Tod zu erlangen.

    Zumindest hatte Nalrak ihm sein seltsames Sonnenamulett abgenommen, bevor er den Mann in die Bilge gesperrt hat. Das schien von Wert zu sein. Es machte den Anschein, dass ein nicht unerheblicher Teil aus purem Gold bestand.


    Nicht nur Nalrak hat die lange Reise seine Disziplin vergessen lassen. Auch die Mannschaft sehnte sich nach ein wenig Abwechslung. So erkoren sie Calmyr zum Opfer aus und widmeten ihm einige Schikanen. Zunächst stand der von der Mannschaft platt als Bücherwurm bezeichnete Magus noch über den Dingen. Doch irgendwann war ein wunder Punkt getroffen und es kam zum Konflikt. Ob nun der Zufall oder die Art sein Schiff zu führen den Kapitän auf den Plan rief, vermag ich nicht zu sagen. Jedenfalls ging dieser zwischen die aufkommenden Handgreiflichkeiten und ordnete an, diesen Zwist in einem Duell bis zum ersten Blut zu klären. Auffallend schnell waren ein Strick und zwei Messer zur Hand und die beiden Kontrahenten bereiteten sich vor. Am Rande wurden eifrig Wetten abgeschlossen und auch ich ließ mich dazu hinreißen etwas Geld auf den Ausgang zu setzen. Zu unser aller Überraschung stellte sich der Bücherwurm Calmyr erstaunlich geschickt in dem Duell an und entschied dieses für sich. Die Mannschaft zeigte sich beeindruckt und ich zahlte fünf Kupfermünzen an Nalrak.


    Der Frieden hielt nicht lange an. Die Stimmung erlebte ihren Niedergang als sich herausstellte, dass die Nahrungsvorräte verdorben waren. Weder Smut noch Küchenjunge wollten eine Schuld eingestehen und schoben sich diese gegenseitig zu. Letztlich beschränkte man sich darauf, den Abend mit Rum zu beenden. Am Küchenjungen wurde, ungeachtet dessen ob er nun schuldig war oder nicht, ein Exempel statuiert und man sperrte ihn zu dem Schiffbrüchigen in die Bilge. So musste er wenigstens nicht den kompletten Frust seiner Kameraden erfahren.


    Im weiteren Verlauf des Abends sank die Stimmung noch weiter. Es zeichnete sich ab, dass scheinbar auch das Würfelspiel eines Mannschaftsmitglieds verschwunden war. Hungrig und gereizt versuchte man einen Schuldigen zu finden. Bevor die Situation jedoch in einer Hexenjagt ausartete, zog ich mich zurück auf mein Quartier.

  • Fortsetzung Elisera.


    So brach narc die Amethysten aus dem alten Stein, tief in dieser gruft unterm gebrige. Alsbald öffnete man einenen weiteren gang, wobei sich barsoril mehr als verausgabte und sich selbst fast, unter den dort im weg stehenden steinbrocken begrub.


    Ein weiterer gang, an dessen ende Eine runde, kleine Kammer.In dieser, Jeweils auf halb 11 und halb 2, ein merkwürdiger Hebel. Narc und magni beschlossen an einem von ihnen zu ziehen, worauf der boden unter ihnen auseinanderfuhr. Im letzen augenblick schmiss Barsoril eins ihrer seile. Während Magni es schaffte in in den gang zurückzuhechten wurde narc am ende die kalte felswand hochgezogen, unter ihm spitze abwehrklingen die ihn zu sich riefen.

  • Aufzeichnungen von Sinthrae Besarith, Priesterin der Aranea


    Tag 1

    Die Ereignisse haben sich überschlagen. Der wievielte Tag es nun wirklich ist, weiß ich nicht. Daher vermerke ich diesen in meinen Aufzeichnungen als den ersten Tag nach unserer Auferstehung.


    Die Lage auf See spitzte sich weiter zu. Als ich am Morgen meine Kabine verließ, war bereits eine kleine Hexenjagd vonstattengegangen. Aus jeder Bohle des Schiffes troff nunmehr Argwohn und Misstrauen hervor. Es waren wohl noch weitere Dinge verschwunden und man rätselte noch zwischen der Möglichkeit eines Klabautermannes oder eines Saboteurs, der unsere Mission zu untergraben versuchte. Nalrak war schwer angeschlagen, nachdem er im Streit mit dem Smut dessen halbe Kombüse verwüstet hatte. Im Vorbeigehen durfte ich feststellten, dass die beiden Männer es sogar geschafft hatten, die Türe zu zertrümmern. Insgeheim hoffte ich, dass dies meinem Untergebenen zuzuschreiben wäre.

    Wir setzten uns mit unserem Kapitän in dessen Kajüte zusammen, um über die prekäre Situation zu beratschlagen. Jedoch wurde unser Gespräch von einem jähen Knall unterbrochen. Binnen weniger Minuten hatten sich tiefschwarze Wolkenmassen am Himmel aufgetürmt und kündeten von einem schweren Unwetter. Blitze zuckten über den Himmel und hinterließen einen leicht violetten Schein. Nalrak und Calmyr stürmten sogleich an Deck, während ich es vorzog mein Gepäck kurz zu sichern. Unwetter auf See können angeblich schnell heran rollen, dennoch bereitete mir dieses einiges Unbehagen. Meine Ahnung bestätigte sich, als ich an Deck ging und sah wie meine Begleiter unter blassvioletten Blitzen mit dem Sturm rangen. Die Wellen schlugen hoch und unser Schiff neigte sich bedrohlich hin und her. Ein panischer Aufschrei, kaum zu hören gegen den tosenden Wind, drang an mein Ohr. Ich fuhr herum und sah gerade noch, wie einer der Seemänner von etwas langem, fleischigen über die Reling gezogen wurde. Keinen Atemzug später zuckten weitere Tentakel zu beiden Seiten des Schiffes in die Höhe.

    Wieder war es Calmyr, der sich überraschend kampftauglich zeigte. Nicht dass Nalrak nicht auch einige Tentakel mit schwungvollen Schnitten gekürzt hätte, jedoch war es der Magier, der in seiner Not ein zu Boden gefallenes Entermesser ergriff und die Kreatur in einer Weise schlug, die unsere Feinde an uns fürchten. Nun machen Magier ohnehin immer ein großes Geheimnis aus ihrer Ausbildung, dass diese jedoch beinhaltet wendig über das nasse Deck zu schlittern und dabei Tentakel wie verdorrte Sträucher nieder zu mähen, war mir neu. Trotz unserer massiven Gegenwehr ließ die Kreatur nicht von uns ab. Der Mast wurde wie ein Streichholz abgeknickt und weggerissen. Zu unseren Füßen knarzte und krachte das Schiff bedrohlich.

    Meine beiden Begleiter schlossen sich untereinander kurz und Calmyr verließ für eine Weile den Ort des Geschehens. Nicht lange danach kehrte er an Deck zurück, beladen mit all unserem Gepäck. Eilig machten die beiden eines der Beiboote fertig. Es war gewiss ein riskantes Unterfangen, in diesem Sturm und in den Armen einer Kreatur der Tiefe ein Boot zu Wasser zu lassen. Doch es war auch der einzige Ausweg den wir sahen.

    Um ein Haar wären wir gescheitert, das Beiboot schlug hart gegen die Bordwand und die letzten Meter stürzte es in die stahlgrauen Wellen hinab. Wir sprangen hinterher, in Begleitung einer weiteren Person. Ausgerechnet der Kapitän beschloss, dass sein Schiff dem Untergang geweiht sei und ging mit uns von Bord. Uns blieb keine Gelegenheit ihn zur Rede zu stellen. Nalrak und Calmyr ergriffen die Ruder und versuchten verzweifelt, uns auf Abstand zum Schiff zu bringen. Wir hatten es beinahe geschafft, als sich ein Schatten über unsere Köpfe legte. Über uns ragte einer der Tentakel auf und senkte sich ausweglos auf uns hernieder. Es gelang uns zu springen, jedoch war es bereits zu spät. Das Boot zerbarst unter dem Angriff der Kreatur und wir wurden gemeinsam mit den Trümmern in die Tiefe gerissen.

    Ab diesem Zeitpunkt wird meine Erinnerung lückenhaft. Viel ist mir nicht geblieben. Ich weiß nur, dass wir irgendwie an die Oberfläche zurückkehrten. An zerschlagene Planken geklammert trieben wir durch den Sturm. So lange, bis uns die Kräfte schwanden und wir uns der Dunkelheit ergaben.


    Calmyr weckte mich. Ich hörte Möwen kreischen und wurde von grellem Licht geblendet. Wir lagen an einem Strand. Nalrak richtete sich nur wenige Meter neben uns auf. Vom Kapitän gab es keine Spur. Durch einen glücklichen Zufall waren uns unsere Rucksäcke nicht verloren gegangen, sonst wäre ich wohl kaum in der Lage, diese Zeilen zu schreiben. Gelobt sei mein wasserdichtes Futteral.

    Ich ließ meinen Blick ein wenig über den einsamen Strand schweifen und erblickte einen tropischen Wald, der ganz in unserer Nähe gen Himmel ragte. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass es nicht nur die Fremde sein würde, die uns Schwierigkeiten bereitete. Für unsere Familie galten wir gewiss als tot.




    Hier enden vorerst Sinthraes Aufzeichnungen. Wir waren ehrlich gesagt ein wenig hin und her gerissen, ob wir unsere Noireth weiter spielen sollten oder zur Hauptrunde zurückkehren wollten. Die Entscheidung fiel knapp zugunsten der Hauptcharaktere aus. Nichtsdestotrotz wird es irgendwann auch mit den dreien weitergehen. Für reichlich Schrecken und eine üble Hintergrundstory ist schon gesorgt.

  • Achtung Spoiler!


    Kapitel 1 Leet

    [Ankunft in Leet, Zusammenführung der Heldengruppe]

    Ihr befindet euch auf der Steinfelder Straße in nördlicher Richtung durch den CASNEWYDD. Ihr seid beeindruckt von dem größten Wald den ihr je gesehen habt. Allerdings ein relativ heller und somit eher freundlicher Wald, der auf mehr oder weniger gut ausgetretenen Pfaden gut zu bereisen ist. Orientiert habt ihr euch, wann immer es möglich war, an den Gebirgsspitzen des eindrucksvollen GHALGRAT Gebirges im Osten. Euch steckt ein anstrengender Reisetag in den Gliedern und ihr verflucht ein ums andere Mal den Krämer Alrik, der euch aus Norden auf der Steinfelder Straße mit seinem Gespann entgegen kam und euch empfahl die Halmann-Route zu nehmen.

    „Bleibt nicht hier an den kargen Ausläufern des Gebirges – Nehmt die Halmann-Route. Der Weg ist zwar etwas länger aber dafür bequemer“.

    Ihr seid nun schon zwei geschlagene Tage in der Wildnis unterwegs. Euer Trinkschlauch ist leer und es sind noch 2 Stunden bis zum Einbruch der Dunkelheit.

    Wo ist nur diese Steinfelder Straße?

    Manöver Natur zum finden der Straße und des Dorfes Leet.

    W10 + Int + Natur ≥ 5

    Ohne Fertigkeitsrang: einfache Probe ohne Malus

    Wer die Probe nicht schafft kommt erst zum Einbruch der Dunkelheit an und erleidet darüber hinaus einen Konstitutionsverlust von 1 bis er gegessen, getrunken und geschlafen hat.

    Ihr landet wieder auf der Steinfelder Straße. Auf der nächsten Anhöhe entdeckt ihr in einiger Entfernung eine befestigte Siedlung, die ihr bald erreichen werdet.

    Vorlesen bis „dreiköpfige Monstrositäten“. (S6) Dann werden die Charaktere vom Wirt Leunnand an einen Tisch am Rande der Schänke geführt. Hier sollen sie sich kennenlernen.

    Es werden Getränke- und Essensbestellungen aufgenommen.

     

    Karte vom Gasthaus auslegen und Getränkekarte bereitlegen.

    Plötzlich wird die Tür aufgestoßen und ein kalter Windzug fliegt durch die Rauch und Alkohol geschwängerte Luft. „Heulende Geister! Die Blutrinker!“ Den Raum betritt eine männliche Person und steuert auf den Tisch in der Mitte zu, wo ihm sogleich Platz gemacht und ein Humpen gebracht wird. Weiterlesen bei „scheint bereits 55 Umläufe erlebt zu haben.“

    Ihnen werden je 2 oder 3 Goldfalken geboten, wenn sie nicht von alleine auf die Idee kommen sich diesem Abenteuer anzunehmen.

    Anschließend gilt es sich mit den anderen Dorfbewohnern zu unterhalten und Informationen zu der Ruine und den Bluttrinkern etc. herauszubekommen. (S. 7 und 8)

    W10 + Int + Natur / Religion / Geschichte ≥ 8-10-12-besonderer Erfolg)

    Die Nacht bleibt ruhig. Sollte ein Charakter von dem Konstitutionsabzug betroffen gewesen sein, kann er sich den Punkt wieder aufschreiben.

    Am nächsten Morgen können sich die angehenden Helden noch bei dem Krämer Amaros mit Proviant und versorgen. (S. 54)

    Kapitel 2 Durch die Wildnis

    [Übernachtung, Wache, Konfrontation mit einem Bären]

    Nach einem halben Tagesmarsch gelangen die Helden an einen kleinen Fluss, der offensichtlich in den Laan münden wird. Hier sehen sie einen kleinen Jungen beim Fischen. Sein Name ist Gutwulf und er lebt mit seinen Eltern auf einem nahegelegenen Wehrhof. Er hat bereits einige Forellen geangelt und bietet den Helden an, ihnen 3 schöne Exemplare für einen Kupferling zu überlassen.

    Sobald die Helden die Fische zubereiten wollen wird eine Probe fällig:

    Gesch. + Wissen / Kochen ≥ 3

     

    Dann Probe, jeder sagt 2 Zahlen auf einem W6.

    Wer die Zahl gesagt hat die geworfen wird, findet in seinem Fisch einen Silberring (Wert 5TT).

    Anschließend setzen sie ihren Weg fort. Zu Beginn der Dämmerung gelangen sie an eine Weggabelung. Der östliche Pfad führt zum Ziel, es ist erkennbar, dass der Weg in der Dunkelheit nur beschwerlich fortzusetzen ist.

    Naturprobe zum Auffinden eines geeigneten Lagerplatzes.

    W10 + Int + Natur ≥ 5

    A)

    Teilen sie Wachen ein?

    Wenn nicht wachen sie morgens auf und von (vergleichend Würfeln, die beiden niedrigeren Würfe) X und X ist der Proviant verschwunden.

    Kommen sie auf die Idee eine einfache Probe W10 + Int + Natur ≥ 5 zu machen?

    Bei Gelingen entdecken sie Spuren eines Bärs.

    B)

    Die erste Wache vergeht ereignislos.

    Zweite Wache Konstitutionsprobe W10 + Kon ≥ 8

    Wenn er einschläft, haben noch mal alle die Möglichkeit eine Wahrnehmungsprobe gegen 10

    W10 + Gesch + Wahrnehmung ≥ 10

    erwacht niemand, dann siehe A)

    Erwacht jemand, bemerkt er einen Bären, der sich an dem Proviant der Helden zu schaffen macht.

    BÄR TP 25 Ini +1 Pranken Schaden +1 KB 6 Rüstung 1

    Die Helden können gegen den Bären kämpfen, ihn mit W10 + Int + Natur ≥ 5 besänftigen, oder sogar einfach nur einen Proviantbeutel nehmen lassen.

    Die letzte Wache verläuft friedlich.

    Nach einem Frühstück am nächsten Morgen machen sich die Helden nunmehr auf den beschwerlicheren Abschnitt des Weges. „Als man Euch sagte“ (S.8)

    W10 + Gesch + Athletik ≥ 3


  • Kapitel 3 Die Raubsteine

    „Endlich seht ihr vor euch den Buckel“ (S8.)

    W10 + Intelligenz + Wahrnehmung ≥ 8 wer die Probe nicht schafft, meint Geflüster zu hören.

    verdeckter Wurf FAKE (also wird verdeckt gewürfelt!!!)

    „Kaum habt ihr die Kuppe erreicht“ (S.8)

    Es gilt nun die Umgebung/Ruine zu erkunden.

    Konkurrierendes schleichen Manöver W10 + Gesch + List ≥ 8

    Die Helden haben nun die Möglichkeit mehr oder weniger unbemerkt, abhängig von dem konkurrierenden Manöver, die Gegend um die Ruine zu erkunden.

    Sollten sie nicht entdeckt werden, können sie einen Überraschungsangriff gegen die Räuberbande starten. Andernfalls wird der „Zahnlose Grinser“ einen Überraschungsangriff gegen die Gruppe starten.

    Überraschung: Der Überraschte verliert automatisch die Initiative und bekommt einen Treffer ohne Defensivbonus.

    Anschließend geht es ganz normal nach Initiative (sprich: der „normale“ Kampf beginnt jetzt)

    Nach dem Kampf durchsuchen die Helden die Räuber?

    für die entsprechende Beute: würfeln lassen – der höchste Wurf findet die meiste Beute)

    Es werden weiterhin Feuerstein und Zunder, sowie zwei Fackeln gefunden. Die Waffen der Räuber sind alt und wertlos, abgesehen von der Armbrust und 4 Bolzen.

    Essen sie ihr Kaninchenragout, das in einer Ecke über einer Feuerstelle köchelt?

    "Ein verlockender Duft steigt euch in die Nase und ihr seht das vermeintliche Abendbrot der Räuberbande über einer Feuerstelle köcheln. Einen Meter weiter an der Wand liegt ein offensichtlich prallgefüllter Weinschlauch."

    einer der Banditen muss ein herausragender Koch gewesen sein. +1 TP

    Im Anschluss sollten sich die Helden nordwestlichen Teil des Gemäuers begeben und hier den Raum mit der Luke entdecken.

    W10 + Intelligenz + Wahrnehmung ≥ 8 !!!Zwergennase ist ein Bonus!!!

    „Ihr steht in einem…“ (S.9)

    W10 + Stärke ≥ 10 (gemeinsame Probe? Pro Helfer +1, also hier +2)

    Vorlesen Raum 1 (S. 10) haben die Chars Fackeln dabei? Ansonsten erinnern sie sich, dass bei den Räubern eine Kerze lag.

    W10 + Gesch + List ≥ 10 um das Schloss der Tür zu öffnen.

    Die Spieler gehen von Raum zu Raum. In Raum drei werden sie von einem Goblin angegriffen, außer sie sagen explizit, dass sie sich leise bewegen.

    Die Spieler sollen sich 2 Zahlen auf einem W6 aussuchen.

    Überraschung: Der Überraschte verliert automatisch die Initiative und bekommt einen Treffer ohne Defensivbonus.

    Anschließend geht es ganz normal nach Initiative (sprich: der „normale“ Kampf beginnt jetzt)

    Der Goblin landet gegen den Spieler der die Probe verloren hat einen Überraschungsangriff.

    Nach diesem Kampf kommt der nächste Goblin aus Raum 4 angelaufen.

    normale Initiative

    In Raum 5 wird eine W10 + Intelligenz + Natur ≥ 6 von Drakon verlangt… Pilze!!!

    Beim Übergang von Raum 4 sagen, dass es mehrere Möglichkeiten gibt.

    Raum 8 Streichen!!! in Raum 11 befindet sich die Schlaf und Wohnstätte der Goblins, es befinden sich gerade 6 der Kreaturen dort.

    normale Initiative

    Wenn sie Raum 4 nicht durchsucht haben, trifft es Drakon wie ein Blitzschlag… Seine Zwergennase erinnert ihn daran, irgendetwas übersehen zu haben.

    W10 + Intelligenz + Wahrnehmung ≥ 8 !!!Zwergennase ist ein Bonus!!!

    Kapitel 4 Der verbotene Bereich

    Die Charaktere werden im Keller nach und nach die Räume erkunden.

    Sie sollten dahingehend erzogen werden regelmäßig nach Fallen und Schätzen zu suchen, sprich Wahrnehmungsproben zu fordern!!!

    Wenn sie keinen Spieler bestimmt haben, der vorweg geht, dann müssen die Chars wieder zwei Zahlen auf deinem W6 nennen.

    Der vordere Char macht dann ein Wahrnehmungsmanöver

    W10 + Intelligenz + Wahrnehmung ≥ 8 !!!Zwergennase ist ein Bonus!!!

    Anschließend müssen alle eine Geschicklichkeit + u.U. Athletik bestehen. (Kein Mindestwert)

    Ansonsten fallen sie in die Speerfalle.

    In der Höhle mit Jorien gilt es zunächst eine Mutprobe zu bestehen.

    W10 + Stärke ≥ 8

    W10 + Intelligenz + Einflussnahme ≥ 8

    W10 + Intelligenz + Magie entwickeln ≥ 8

    Gegebenenfalls gibt es einen einen +1 Bonus durch den Krieger.

    Wer die Probe nicht schafft flüchtet zunächst und fängt sich erst an der Speerfalle wieder, als er den Kampf seiner Gefährten hört.

    Wen Jorien berührt (Treffer mit Schaden) der verfällt in eine Schockstarre und muss eine Runde aussetzen.

    In der Höhle finden sie anschließend, sofern sie danach suchen, eine kleine hölzerne Schatulle deren Inhalt sich auf 120 TT beläuft.

    Kapitel 5 Ente gut…

    Der Rückweg verläuft friedlich, außer die Chars haben nicht genug Verpflegung mit.

    In Leet werden sie schon von den Dorfbewohnern erwartet, die auf die Erzählung der Helden brennen. Im Brandkessel sind es dieses Mal die Helden und nicht der alte Bokter an deren Lippen alle hängen. Leunnand lässt es sich nicht nehmen, den Helden einen deftigen Eintopf zu spendieren und die Biere werden Runde um Runde von den Leetern übernommen. Einauge bezahlt die versprochenen 2 oder 3 GF pro Nase und erhöht sogar noch um 2 Münzen, die direkt vom Ritter MERENO von LEET gespendet wurde, sollte tatsächlich jemand diesem Spuk ein Ende bereiten.

    Ende Punkteverteilung!!!



    Hier Horak! Die Markierungen sind u.a. "Regieanweisungen" von MIR, an MICH :) werde ich mir schon was bei gedacht haben damals :)

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