Eine Hausregel für Kritische Treffer

  • Mir sind die Kritischen Treffer in RoleMaster ein bisschen zu zufällig, aber der ganze Ansatz macht auf der anderen Seite schon eine Menge Spaß. Darum habe ich mir folgende Hausregel überlegt, um die Zufälligkeit zu reduzieren:


    Angreifer und Verteidiger können Teile ihres OB und DB verwenden, um nicht den Angriffs-, sondern den Kritischen Trefferwurf für einen gegebenen Angriff zu modifzieren, bevor der Angriff gewürfelt wird. OB erhöht den kritischen Trefferwurf, DB senkt ihn. Ergebnisse unter 1 und über 100 zählen wie 1 bzw. 100.



    Ich würde das gerne mal hier im Forum mit Leuten testen, die diese Regel knallhart auszunutzen versuchen. Wer Lust dazu hat, der lese weiter und antworte dann passend.


    Szenario1: Ein Duell zwischen zwei Kämpfern.


    Erster Kämpfer: AT20, OB 100, DB 40
    Zweiter Kämpfer: AT1, OB 100, DB 60


    Der Erste Kämpfer hat die Initiative und greift an, wobei er sich für OB100 (keine Parade, keine Erhöhung des Kritischen Trefferwurfs) und seinen eigenen vollen DB von 40 als Reduktion des Kritischen Trefferwurfs entscheidet.


    Der geneigte Testteilnehmer (gern auch mehrere) antworte bitte mit der Reaktion des Zweiten Kämpfers, und dann würfeln wir einfach mal...

  • Besten Dank.


    Ach so, beide Kämpfer benutzen der Einfachheit halber Langschwerter. Zur Beschleunigung für diesen Test ist der erste Kämpfer immer vor dem zweiten Kämpfer dran, außer, die kritischen Treffer sagen etwas anderes. Sie stehen direkt voreinander und bleiben auch da, weil uns hier ja der Effekt auf Angriffs- und Kritische Treffer-Würfe interessiert.


    Überlegte Aktionsphase:


    Erster Kämpfer würfelt 67 beim Angriffswurf, plus 100 OB, minus 115 DB, macht 52. Kein Efffekt.
    Zweiter Kämpfer würfelt 89 beim Angriffswurf, plus 35 OB, minus 0 DB, macht 124, Effekt ist 7 Treffer und ein A-Krit. Der A-Krit ist eine 52, minus 40, macht 12, also verliert der erste Kämpfer die Initiative für die nächste Runde und steckt einen weiteren Treffer weg
    (insgesamt also 8 ).


    Folgende Runde


    Absichtserklärung: Erster Kämpfer will Zweiten Kämpfer angreifen, 100 OB (+0 auf Kritwurf gegen Zweiter Kämpfer) auf den Angriff -40 auf Verteidigung, -0 auf den eventuellen Kritwurf gegen Erster Kämpfer.


    (Zweiter Kämpfer hat die Initiative. Bitte würfele Du diesmal für beide, spart Postings)

  • Ok. Zweiter Kämpfer würfelt 46 plus OB 35 minus DB40 gleich 41, das macht 2 Treffer.


    Erster Kämpfer würfelt 72 plus OB 100 minus DB 115 DB, Ergebnis 57, kein Effekt.



    Ich prognostiziere mal, dass die Optionalregel in diesem Szenario 1 vollkommen ergebnisneutral bleibt: Wenn nicht ein glücklicher Zufall passiert, gewinnt der Zweite Kämpfer, einfach weil er die Trefferpunkte des Ersten Kämpfers nach und nach aufzehrt.


    Im Zweifel ist die Versuchung, sich gegen kritische Treffer abzusichern, sogar eher geeignet, eine größere Wahrscheinlichkeit, überhaupt einen kritische Treffer zu erleiden, hinzunehmen. (Die 10 Punkte fehlten theoretisch beim DB, aber das war fast risikofrei für den Zweiten Kämpfer, wenn nicht gerade ein offener Wurf passiert.)



    Szenario 2


    Barbar, DB 30 (durch Re +10), OB 120, Streitaxt, Rüstungsklasse 1
    gegen
    Legionär, DB 30 (durch Turmschild), OB 120, Speer (Pilum, kann mit gleichem OB auf Kurzschwert wechseln), Rüstungsklasse 14 (mit Teilhelm)


    Barbar erklärt: DB 30, OB 70, +50 auf kritischen Trefferwurf.