[Sammelthread] Requisiten am Spieltisch - Handouts, Figuren und mehr

  • Da in einem anderen Thread die Idee aufkam, sich einmal etwas eingehender mit diversen Requisiten am Spieltisch zu befassen, starte ich jetzt diese kleine Sammlung. Vielleicht bringt es dem ein oder anderen hier ja ein wenig Inspiration.


    Vorab sei aber erwähnt, dass Handouts am Spieltisch zwar nett, jedoch nicht immer spielfördernd sind. Es kommt definitiv auf den richtigen Einsatz an, damit die Handouts zum einen gut zur Geltung kommen, zum anderen aber nichts vorweg nehmen oder gar ablenkend wirken oder den Spielfluss in anderer Weise stören. Kosten bzw. Zeitaufwand sind auch Aspekte, die für den Spielleiter abzuwägen sind. Eine vielleicht ganz gute Faustregel für den Einsatz von Requisiten ist: Lieber etwas zu wenig, als zu viel. Denn eine nicht vorhandene Requisite ist schlimmstenfalls nicht vorhanden. Eine welche zu viel da ist, kann aber oben angedeutete Nachteile mit sich bringen. Und nicht zuletzt ist es ja auch so, dass selten eingesetzte Mittel eben durch ihre Seltenheit schon von vorne herein einen ganz anderen Wert erhalten, als solche, die man jede Sitzung verschleudert.
    Eines sollte man beim Einsatz von Requisiten ohnehin immer beachten: Sie sind als kleine Helfer zur Unterstützung gedacht und sollten daher nicht als Ersatz für rollenspielerische Elemente dienen. Denn ein gelungener Spielabend steht und fällt mit den Leuten am Tisch, nicht aber mit deren "Spielsachen".


    Requisitenliste:
    Handouts:
    - Referenzblatt "Pferd"

    - fertige Charakterskizzen, Karte und Kräuterseiten

    - Münzen


    Stimmung und Umgebung:
    - soundpad


    Figuren etc.:
    - Pawns (Aufsteller)


    Sonstiges:
    - Branin Storholms Hausgebrauter Apfelmet
    - Würfelturm

    - Würfelturm "Aborea Version"

    - Trankphiole




    Ich würde diesen Thread gerne so gestalten, dass die verschiedenen Ideen hier, im ersten Post, alle aufgelistet werden (mit Links zu den betreffenden Posts im Thread). Dann findet man schneller die einzelnen Sachen wieder, auch wenn zwischendurch fleißig diskutiert wird. Dabei wäre es natürlich toll, wenn die jeweiligen Postersteller eventuelle Änderungen und Ergänzungen auch in ihre Posts mit rein editieren würden - so sie denn offen dafür sind.
    Außerdem wäre es gut, wenn die einzelnen Ideen zumindest teilweise eine gewisse Gliederung und verschiedene, interessante Punkte zu entsprechendem Requisit aufweisen. Einfach nur zu schreiben "Mittelalter Geschirr!", ist leider etwas undefiniert. ;) Folgende Punkte könnte ich mir spontan vorstellen (aber da bin ich für weiteren Input offen!):


    Requisite (Bezeichnung)
    kurze Beschreibung
    Kosten
    Zeitaufwand (Beschaffung/Herstellung)
    Material
    Tutorial/Durchführung
    möglicher Nutzen
    mögliche Nachteile
    Alternativen
    Varianten
    Sonstiges


    Es muss nicht alles strikt nach Schema sein! Aber diese Struktur ging mir einfach so durch den Kopf und drängte sich mir als hilfreich auf. Da wollte ich den Vorschlag nicht unerwähnt lassen. ^^'


    Und bitte scheut euch nicht verschiedene Herangehensweisen an eine Requisite zu posten. Zum Beispiel verschiedene Möglichkeiten und Alternativen zu Figuren, diverse Selbstbau-Anleitungen, etc. Generell gilt hierbei doch irgendwie: Je mehr, desto besser.


    Ich hoffe ihr habt viel Spaß und zieht vielleicht ein wenig Inspiration hier raus.
    Grüße,
    Lynx

  • Gut dann fange ich mal an:


    Wie schon oft geschrieben, wir sind alles Anfänger seit September letzten Jahres. Wir wechseln öffters den SL, auch wenn ich es meistens mache =)


    Ich habe mir mein gesamte Wissen also eher in Foren youtube etc. zusammengetragen.


    Nun zu unseren Requisiten:


    Requisite: soundpad
    kurze Beschreibung: http://tabletopaudio.com/soundpad.html
    Kosten: keine ( Tablet oder Smartphone notwendig)
    Zeitaufwand: max 30 min um seinen Mix zu finden, wie so oft nach oben hin sind hier keine Grenzen gesetzt
    Tutorial/Durchführung: selbsterklärend. Man drückt auf einen Sound, dann kommt er :D Das Zusammenstellen ist dann einfach "learning by doing"
    möglicher Nutzen: Untermalung von Dramatulogie bzw generell Atmosphere
    mögliche Nachteile: Verwendung von digitalen Medien wird teilweise kritisch gesehen
    Alternativen: Hintergrund Musik von youtube etc. einfach laufen lassen, oder genrell auf Sounds verzichten
    Sonstiges: Wir haben das letzten Sonntag erstmals benutzt, ich fand es überragend. besonders wenn es zu Kampfhandlungen kam, war es doch sehr förderlich die Gruppe "heiß" zu machen. Aber auch ein einfacher Waldgang wirkt viel "Näher" wenn die passenenden Geräusche zu hören sind.


    _______________________



    Requisite: Miniaturen/ Pawns
    kurze Beschreibung: Pappaufsteller, Hartkunststofffiguren, Lego, Spielfiguren da gibt es unendlich Möglichkeiten. ein Bild aus der letzten Runde wo wir eine Kombination aus verschiedenen Dingen benutzt haben https://picload.org/view/rodwgcwg/aborea2.jpg.html
    Kosten: Da der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind ist das schwer zu sagen: Papierausdruck (nahezu kostenlos), Spielfiguren anderer Spiele (kostenlos), Lego (wen nnciht vorhanden, doch recht teuer), Kronkorken etc. bis hin zu z.B. reaperminis (ca. 4-15 € pro Figur)
    Zeitaufwand (Beschaffung/Herstellung): Liegt an der Detailtiefe, wenn man eine genau passende Miniatur haben möchte, wird die Recherche schon etwas dauern. Wenn man nimmt, was man zu Hause gerade rumliegen hat, marginal.
    Material: Da es so viele verschiedene Alternativen gibt kann man das wohl nicht zusammen fassen. Papier, Pappe, Kunststoff vielleicht ;)
    möglicher Nutzen: Plastische Darstellung der Charaktere, NSCs und Monster.
    mögliche Nachteile: bei uns ist die Dauer der Kämpfe gestiegen, allerdings haben wir auch erst begonnen Miniaturen zu benutzen, ich denke das legt sich mit der Zeit.


    Sonstiges: Es könnte auch sehr interessant sein wie die Spieler darauf reagieren, wie sie sich vielleicht selbst eine immer "bessere" Figur für ihren eigenen Charakter besorgen. Und somit auf Dauer die Bindung zum Charakter verstärkt wird.







    Die Freundin eines meiner Spielers hat auch mal einen Aborea-Kuchen gebacken, was sehr schön war :D https://pl.vc/sri2y


    Auch wenn es kein Requisit ist aber: "Das Weglassen von Smartphones", dann lieber mal 5 min Pausen machen, als das einer immer sein Telefon in der Hand hat.


    Als Handouts haben wir: die Spruchlisten ausgedruckt, stichpunktartig die Hintergrundgeschichte und für den Fall der Fälle natürlich auch die Regel-Bücher und den Atlas parat =)




    so ich denke das war es erstmal an regelmäßigen Hilfsmitteln.

  • So, ich poste dann auch mal eine erste Requisite. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Pferdemädchen war (ok... bin), dass ich ein recht einfaches Handout gewählt habe. Aber ich habe mit diesem simplen Zusatzblatt sehr gute Erfahrungen in meinen Runden gemacht und nutze es auch schon sehr lange. Klar, ein wenig zeichnerisches Können wird hier voraus gesetzt aber vielleicht ist das ja doch einfacher zu bewerkstelligen, als man im ersten Moment denkt. Und es lohnt sich manchmal auch diesbezüglich in seine Gruppe hinein zu horchen, ob nicht jemand die zeichnerische Gestaltung übernehmen möchte.
    Und mir ist klar, dass diese Requisite vielleicht etwas zu speziell für manche Runde ist. Als Beispiel taugt sie aber allemal, da ich hier nicht zu detailliert auf bestimmte Techniken eingehen muss, wie es zum Beispiel beim Altern von Papier der Fall wäre.



    Referenzblatt "Pferd"
    - eine zusätzliche Seite für den Charakterbogen mit einer Abbildung und einigen groben Daten rund um das betreffende Tier


    Kosten: Die Kosten hierfür sind marginal, sofern das nötige Equipment vorhanden ist.


    Zeitaufwand (Beschaffung/Herstellung): Die zu investierende Zeit hängt hierfür im Wesentlichen von zwei Dingen ab. 1) Wie schnell man bei seiner Webrecherche fündig wird und 2) wie fix man mit Dingen wie Bildbearbeitung, Colorationen etc. ist.


    Material: PC plus Internet, Papier, Drucker, gegebenenfalls Bildbearbeitungsprogramme, Grafiktablett etc. Oder wer es analog mag und zeichnerisch begabt ist: Papier und Stifte.


    Durchführung: Grundlegend gibt es drei Möglichkeiten.
    Möglichkeit 1: Man sucht sich so lange durch die Google Bildersuche, bis man genau das gefunden hat, was man haben möchte. Nachteile hierbei sind aber dass man gerade bei bestimmten Abzeichen/Fellmustern oft eben nicht genau das findet, was man gerne hätte. Außerdem sind bei vielen Bildern Körperteile nicht richtig drauf und Hintergründe von Fotos sind auch nicht immer passend. Daher bevorzuge ich die zweite Variante.
    Möglichkeit 2: Hier gibt es ein paar Zauberworte wie "free lineart", "free greyscale", "free horse creator". (Meist findet man mit den englischen Suchbegriffen mehr.) Mit solchen Suchbegriffen bekommt man sehr schnell Bilder, die sich gut bearbeiten lassen, da sie eben genau dafür ausgelegt sind. Linearts sind hierbei Grafiken, die sich auf die Umrisslinien beschränken. Unter Greyscales findet man Grafiken mit grauer Basis, die oftmals auch schon vorschattiert sind. Mit einem Bildbearbeitungsprogramm lassen diese sich super einfärben, sodass man ein individuelles Tier erhält. Grundkenntnisse über Fellfarben etc. sind natürlich hilfreich. ;) Zudem kann man auf diesem Wege auch noch einige wichtige Daten hinzufügen wie Namen oder ein, zwei grobe Eigenschaften. Wichtig ist heribei aber, dass ihr diese Grafiken auch benutzen dürft. Macht euch also schlau, ob sie frei verfügbar sind.
    Möglichkeit 3: Man geht den Weg der absoluten Profis und malt eh von der Pike auf selbst. Ganz gleich ob analog oder digital.


    Möglicher Nutzen: Mein Charakter hat ein Pferd. Es ist braun. Punkt. Jo, genau darauf könnte man sich beschränken. In einigen Runden wäre alles weitere auch over the top. Warum also dem Pferd einen eigenen, kleinen Referenzbogen verpassen? Ganz einfach, weil es ein wertvoller Besitz und oftmals auch treuer Begleiter des Helden ist. Der verdammte Gaul ist eine kleine Stange Geld wert. Noch dazu, wage ich mal zu behaupten, sind die meisten Pferde in Spielrunden auch noch so gut ausgebildet, dass sie treudoofe Sklaven sind und nicht mal blöd herumbüffeln, weil der Regen grade schräg von der Seite fällt. Das teure Tier trägt also Hintern und Gepäck durch die Gegend, knurrt lästige Bettler an und bekommt trotzdem bestenfalls mal eine Hand voll Futter. Kurzum, die liebenswerten Packsklaven werden meist nur ganz reduziert wahrgenommen und eigentlich ist keinem so richtig bewusst, dass eben jenes Tier mitunter mehr wert ist, als die schnöde Kette, die man der Hofdame vom Hals gezogen hat.
    Wenn ihr den Spielern aber ihre ganz persönlichen Pferde als kleines Zusatzblatt zum Charakterbogen in die Hand drückt, dann werden die plötzlich etwas Besonderes. Jeder weiß dann sofort, "Das ist mein Pferd!". Und eher unterschwellig wird es plötzlich weniger selbstverständlich, dafür aber toll, es zu besitzen. Ihr merkt schon, diese Requisite baut eher auf einer kleinen Psychonummer auf und wirkt sehr subtil. Mit ein wenig Glück entsteht auch so etwas wie eine Bindung zu seinem Besitz. Und wenn dann das Tier mal weg ist, dann besorgt man sich nicht mal eben ein anderes von der Weide, denn halt "MEIN Pferd ist weg???" Unterm Strich gebt ihr den Spielern also etwas Individuelles (vor allem, wenn ihr ein, zwei Charakteristika mit drauf schreibt) und mitunter auch Besonderes in die Hand, ohne dass ihr damit übermäßig viel Loot heraus haut oder sonst irgendwelche Reichtümer oder mächtige Gegenstände verschiebt. Denn in der Regel kaufen die Charaktere sich ihre Tiere ja selbst. Und wenn die Gruppe gut darauf anspringt, kann daraus sogar ein wenig mehr Spieltiefe resultieren. Oder auch mal ein Aufhänger, um in ein neues Abenteuer hinein zu schlittern.


    Mögliche Nachteile: Die Spieler gehen nicht darauf ein und ihr habt euch die Arbeit umsonst gemacht. Aber hey, auch bei einer Nichtbeachtung habt ihr an euren Zeichenfertigkeiten gefeilt. ;)


    Alternativen: Eventuell etwas Figürliches aber das gehört dann in einen eigenen Post.


    Varianten: Das Ganze geht natürlich auch für den Hund des Waldläufers (Jägers?) oder den Vertrauten eines Zauberers. Die einzelnen Spezies sind aber unterschiedlich schwer zu finden.


    Sonstiges: Eine Sache ist ganz wichtig, nicht nur mir persönlich, sondern auch von der Gesetzeslage her: Bitte klaut keine Bilder! Schaut euch die Nutzungsbedingungen an und fragt im Zweifel beim Bildeigentümer nach. Künstler und Fotografen beißen in der Regel nicht und erlauben oftmals eine rein private Nutzung, abseits des Internets oder auch auf bestimmten Seiten. Falls ihr die Referenzbilder online nutzen wollt, haltet euch unbedingt an die Nutzungsbedingungen und seid so gut und gebt auch den Urheber an. Die Leute haben es verdient, dass man ihre Arbeit würdigt und alles Andere wäre eine Form des Diebstahls. Im Übrigen können die Betreiber einer Plattform auch kostenpflichtig abgemahnt werden, wenn darauf widerrechtlich Bildmaterial genutzt wird. Also, seht einfach nur zu, dass ihr auf der sicheren Seite seid. ;)

  • Das freut mich zu hören. :) Ich sitze auch grade an einem weitern Beitrag dran.


    Wer übrigens Tipps beim Bunten mit Photoshop braucht, kann mich auch gerne anschreiben. Solange es keine Fotomanipulation ist, habe ich da schon ein wenig Erfahrung mit.

  • Branin Storholms Hausgebrauter Apfelmet
    Dieser Met ist denkbar einfach, schnell gemacht, garantiert alkoholfrei und kommt eigentlich immer gut an.


    Kosten: Gering. Unter 10,00 €, wenn man alle Gewürze im Haus hat. Natürlich variieren die Kosten je nach Menge.


    Zeitaufwand: Mindestens eine halbe Stunde.


    Zutaten (Angaben pro 2L Apfelsaft):
    Apfelsaft
    2 Stückchen Ingwer, ungefähr so groß wie das letzte Daumenglied
    1 Zimtstange
    3-5 Gewürznelken, je nach Geschmack


    Außerdem braucht ihr noch einen großen Topf und einen Teebeutel zum Selberbefüllen.


    Zubereitung: Den Apfelsaft in den Topf geben. Ingwer schneiden und schälen. Alle Gewürze in den Teebeutel füllen und diesen verschließen. (Irgendwie. Ob ihr jetzt Küchengarn nehmt oder ihn zuknotet ist völlig egal. Jeder wie er am besten kann.) Gewürzbeutel in den Topf. Alles einmal kurz aufkochen und dann mindestens 30 Minuten simmern lassen. Es ist übrigens egal, wenn der Met länger auf dem Herd steht. Dadurch schmeckt er ggf. einfach etwas intensiver. Ich habe meinen auch schon mal eine Stunde lang "vergessen" und er war trotzdem lecker.
    Schmeckt übrigens nicht nur im Winter. Mangels Alkohol ist dieses Getränk auch für Autofahrer oder Runden mit Kindern geeignet.


    möglicher Nutzen: Neben der Bewirtung seiner Spielrunde kann man mit diesem Getränk auch ein wenig zur Stimmung am Spieltisch beitragen. Kommt gut an bei Wirtshausszenen.


    mögliche Nachteile: Wenn eure Mitspieler diesen Pseudomet mögen, werdet ihr nicht so schnell wieder aus der Nummer raus kommen. Ich habe euch gewarnt!


    Sonstiges: Besonders stimmungsvoll lässt sich der Apfelmet natürlich im mittelalterlichen Tonkrug und in Tonbechern servieren. Aber das wäre dann schon eine Investition bei der man überlegen sollte, ob man so etwas generell im Geschirrschrank haben möchte. Und natürlich könnt ihr dieses Getränk nennen, wie ihr wollt. Ich habe es jetzt einfach mal nach meiner Zwergin benannt, die selber mal ganz gerne kocht.

  • Der Würfelturm: Eines unserer wichtigsten Hilfsmittel - natürlich auch für andere Spiele


    Requisite Würfelturm


    kurze Beschreibung eine Würfelhilfe in Gestalt eines Turms im mittelalterlichen Design - Würfel oben einwerfen, durch den Würfeltunnel zufälliger Wurf, die Würfel kommen unten wieder heraus


    Kosten EUR 5-6 für eine Vorlagendatei + Druckertinte/-toner beim Ausdrucken


    Zeitaufwand (Beschaffung/Herstellung) Zusammenbasteln ca. 1h, je nach Vorerfahrung


    Material Papier mind. 250g/qm, Schere, Kleber usw.


    Tutorial/Durchführung gibt es sogar auf Youtube


    möglicher Nutzen der Turm erzeugt wirklich zufällige Würfe, "Würfelkünstler" werden ausgebremst und da es so schön fair zugeht, können wirklich alle Spieler das Würfelschicksal besser annehmen


    Varianten Unter "dice tower" oder "würfelturm" kennt google sogar sehr viele Alternative Ausführungen


    Viel Spaß damit!


    Fehlt natürlich noch ein Würfelturm im offiziellen Aborea-Design! ;)

  • Der Trank

    Es ist ein kleines Fläschchen, welches schon seit Beginn des Spielabends auf dem Tisch steht. Vielleicht wurde es auch in einem dramatischen Moment auf den Tisch gestellt. Auf jeden Fall zieht es die Neugierde der Spieler auf sich. Und ein Gedanke drängt sich ihnen bereits jetzt auf: Irgendjemand wird wohl die darin enthaltene Flüssigkeit trinken müssen.


    Kosten: Gering, unter 10,- €. Um günstig an eine kleine Phiole oder etwas Ähnliches zu kommen, muss man einfach ein wenig die Augen offen halten. Schon mal findet man in Kitsch- und Ramschläden ganz brauchbare Exemplare.


    Zeitaufwand: Im Wesentlichen hängt der Zeitaufwand davon ab, wie schnell man ein kleines Fläschchen zur Hand hat. Plus die paar Minuten, um den Trunk zusammen zu mixen.


    Material: ein kleines(!) Glasfläschchen, Zutaten für den Trank (von Wasser über Lebensmittelfarbe bis hin zu anderen, nicht schädlichen, Flüssigkeiten, die man so zu Hause hat)


    Herstellung: Einfach die Zutaten nach Wahl zusammen mixen und abfüllen.


    Möglicher Nutzen: Mehr Plastizität am Spieltisch. Eine mysteriöse Flasche kann auch mal für Spannung und Spekulationen sorgen. Nicht zuletzt auch, weil wohl einer aus der Runde des unbekannte Gebräu trinken muss.


    Mögliche Nachteile: Die Spieler lassen sich zu sehr von dem Fläschchen ablenken oder albern damit rum.


    Anwendungen: Das Fläschchen, oder besser gesagt dessen Inhalt, kann verschiedene Zwecke erfüllen. Es könnte sich ein Zaubertrank darin befinden oder ein Heilmittel. Ein Antidot wäre ebenso denkbar, wie ein Gift.


    Sonstiges: Bevor ihr einen Trunk für eure Spieler zusammen mischt, macht euch bitte schlau, ob es irgendwelche Unverträglichkeiten oder Allergien in eurer Spielrunde gibt. Ich kenne wirklich keinen Rollenspieler, der einen Spielabend gerne mit einem Notarzteinsatz beenden möchte (um mal den drastischen Fall des Allergieschocks in Betracht zu ziehen)!

    Außerdem solltet ihr euch wirklich genau überlegen, was ihr zusammen mixt. Vielleicht wollt ihr ja auch nur mit den Befürchtungen der Spieler spielen und eigentlich befindet sich nur etwas Wasser/Apfelsaft mit einem Tropfen Lebensmittelfarbe darin. Wenn es aber eine bittere oder unangenehme Medizin sein soll, dann übertreibt es nicht. Sobald es für die Spieler zu unangenehm wird, sorgt der Trank nur für Unmut oder Ärger. Ein Cocktail aus Apfelsaft mit ein wenig Wurstwasser ist da tausendmal stimmungsfördernder als ein Pinnchen Tabasco. Probiert vorher einmal selbst eure Mischung, damit ihr euch darüber im Klaren seid, was ihr eurer Gruppe antun möchtet.

  • Hier mal ein paar Handots zu NPC's und Szenerien aus meine Feder *hust* ähm bleistift.


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    Enros der Barde


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    Brandkessel


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    Eine Karte des Ghalgratgebiege sowie Leet und Umgebung, hier empfehle ich aber eher eine Kopie der karte aus dem Spielmaterial heft, wenn zur hand.


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    Ich habe mal ein paar weitere Sachen mit Hilfe meiner Freundin gezeichnet die euch bestimmt gefallen könnten.


    Hier also mal eine kleine Kräuterkunde für hiesige Alchemisten. (Die Kräuter sind aus dem Alchemiehelfer der Aborea downloadecke entnommen)


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  • Münzen

    Richtige, echte Münzen. Meist in Beuteln oder auf dem Spieltisch. Seltener mal darunter. Oder in Couchritzen. Oder sonst wo...

    Ich gehe bei den Kosten und beim Basteln primär auf die Variante zum Ausdrucken und Ausschneiden ein. Selber Münzen gegossen habe ich leider noch nicht. Wer damit Erfahrungen hat, darf diesen Teil gerne dazu ergänzen.


    Kosten: Das hängt davon ab, wie "authentisch" man die Münzen gestalten möchte. Papier oder Pappausdrucke sind natürlich erschwinglicher als gekaufte Spielmünzen oder sogar selbst gegossene. Für die Papp- und Papiermünzen sind die Kosten gering, 10,- € bis 20,- € je nach Vorhandensein von Klebstoffen und Co.


    Zeitaufwand: Entweder ein Bastelnachmittag für Papier und Pappmünzen, ein schöner Nachmittag auf einem Mittelaltermarkt für Kaufmünzen, ein bis zwei Werktage in der Werkstatt für's Selbergießen


    Material: Papier, Pappe, Klebstoff, PC mit Drucker, ggf. Zeichenmaterial oder Grafiktablett

    Hier gibt es übrigens von offizieller Seite aus die Trionischen Münzen:

    Aborea Münzen (Trion)

    Bei der Guss-Variante braucht man natürlich entsprechende Werkzeuge, Formen, etc. Da gehe ich jetzt nicht genauer drauf ein, weil ich diese Variante noch nicht ausprobiert habe.


    Tutorial: Die Münzen werden ganz simpel ausgedruckt und entweder direkt ausgeschnitten oder, für mehr Stabilität, auf Pappe oder Tonkarton geklebt und dann ausgeschnitten. Leider sind solche Münzen nicht allzu langlebig, weshalb man diese Bastelsession regelmäßig wiederholen kann, um verknittertes Geld auszutauschen.


    möglicher Nutzen: Mehr Plastizität am Spieltisch. Den Spielern wird etwas Wertvolles in die Hand gegeben. Denkbar wäre auch, auf einem antiken Einzelstück eine Botschaft zu verstecken.


    mögliche Nachteile: Ich persönlich empfehle Münzen am Spieltisch nur dann einzusetzen, wenn es sich um eine oder mehrere besondere Münzen handelt. Den kompletten Zahlungsverkehr quasi physisch abzuhandeln finde ich unpraktisch. Aus Versuchen in einem anderen System kann ich nur berichten:

    "Echte Münzen":

    - fallen gerne vom Spieltisch und rutschen dann auch noch unter die Couch

    - sorgen dafür, dass die Spieler immer wieder ihr Geld nachzählen, auch während des Spiels

    - werden gerne mal von den Spielern vergessen

    - werden sogar ständig von den Spielern vergessen

    - gehen verloren, was dann auch zur Folge haben kann, dass der Spieler nicht mehr weiß, wie viel Geld der Charakter nun genau hatte

    - gehen anteilig in Rucksäcken etc. flöten (trotz Geldbeutel!), was dann zu einem konsequenten Geldverlust führt

    - sind im Fall von Papiermünzen nur für das Spiel in geschlossenen Räumen geeignet (Sommer, Garten, Windstoß.. ihr könnt es euch schon denken)

    - bedeuten für den Spielleiter einen immensen Aufwand, weil er ja eine entsprechend große Wechselkasse stellen muss


    Alternativen: Wenn ihr den Spielern einen Münzschatz in die Hand drücken wollt, dann nehmt statt Pappmünzen vielleicht diese Goldtaler aus Schokolade. (Die großen mit der goldenen Verpackung.) Das kommt definitiv gut an, auch wenn der physische Teil der Belohnung recht schnell verschwunden sein wird.


    Sonstiges: Ich habe zwar selbst noch keine Münzen gegossen, weiß aber, dass es da tatsächlich gesetzliche Richtlinien gibt. Wenn ihr also unter die Gießer geht, dann macht euch dementsprechend schlau oder tut das nur auf privater Ebene. Sobald die Sache öffentlich genutzt wird, zum Beispiel eine Münze auf den Trödel weitergegeben wird oder Einsatz auf einer öffentlichen Veranstaltung findet, müssen die gesetzlichen Richtlinien eingehalten werden. Ansonsten holt ihr euch damit Ärger ins Haus. Als Faustregel gilt hier: Eine "falsche" Münze darf nicht mit einem echten Zahlungsmittel zu verwechseln sein. Aber wie gesagt, wer das nur in seiner eigenen Werkstatt und für seine Gruppe macht, ist save.

  • bzgl der Münzen hatte ich im Blog zur SPIEL 2016 sogar ein paar Bilder. Hatte mir nämlich dort 33 Zwergenmünzen zugelegt :D
    https://www.aborea.de/?p=7649

    Einst verschlang ich fünf Kontinente. Mein Durst schluckte drei Weltmeere leer. Allein der Himmel vermag sich meiner Herrschaft zu entziehen.
    Wisset, mein Leib nennt nicht Flügel, noch Arm, noch Bein sein eigen.


    Ich bin die Midgardschlange, ich trage den Namen "Jormungand".

  • Stimmt! Ich erinnere mich. Die waren ziemlich hübsch.

    Ich muss ja auch ehrlich zugeben, ich hadere bei so etwas schon mal gerne mit mir. Solche "Handouts" (wobei ich die nicht aus der Hand geben würde) sind schon toll, vor allem für Haptiker. Aber dann meldet sich immer der innere, pragmatische Moralapostel, der schon oben genannte, schlechte Erfahrungen mit zu viel Spielgeld am Tisch gemacht hat.

  • Wie gut das mit dem 3D Druck geht, weiß ich nicht. Es ist auf jeden Fall vorstellbar. Aber da fehlen mir auch so sämtliche Erfahrungswerte bzw. Daten zu, wie gut die werden und wie hoch da Arbeits- und Kostenaufwand wären.

    Wenn sich jemand bereit erklärt mir einen 3D-Drucker zu spendieren, dann werde ich gerne einige Testläufe fahren und auch ausführlich drüber berichten. ^^

  • Würfelturm Update: Turm mit Aborea-Banner


    Letztes Wochenende bin ich endlich dazu gekommen, mir den auf der RPC neu erworbenen Würfelturm vorzunehmen. Ein schöner Bausatz aus Holz, der auch im ursprünglichen Zustand ganz gut aussah. Ein wenig Farbe und ein schönes (austauschbares) Banner für die Vorderseite konnten das Erscheinungsbild aber noch verbessern :)


    Kosten: EUR 15,- (Bausatz Würfelturm aus Holz)

    Material: Acrylfarbe, Pinsel, Küchenrolle, Blumendraht, Zange, Pinzette, Streichhölzer, Holzspieße, Leim, farbiges Papier, Farbdrucker, Garn, statisches Gras

    Zeitaufwand: 2-3 Stunden, verteilt auf mindestens 2 Tage: die Farbe muss immer wieder trocknen

    Anleitung: zunächst an der Außenseite des Turms unterhalb der Krone mit Hilfe der Streichhölzer mehrere Ösen (aus Blumendraht biegen) außer Sicht ankleben. Danach den Turm schwarz grundieren und langsam mittels Trockenbürsten in mehreren Schichten mit immer helleren Grautönen anmalen. Dazu nur wenig Farbe auf einen groben, trockenen (!) Bürstenpinsel nehmen, die meiste Farbe auf einem Küchenpapier wieder abstreifen, dann mit dem Pinsel vorsichtig über den Turm streichen. Die hellere graue Farbe bleibt auf den erhabenen Teilen haften (Lichteffekt), die schwarze Grundierung bleibt in den Vertiefungen (Schatteneffekt). Immer wieder trocknen lassen, sonst verschmiert alles. Der Balken für das Banner ist ein einfacher Holzspieß. Das Banner wird mit Garnschlaufen befestigt und kann bei Bedarf ausgetauscht werden. Nach Geschmack zum Abschluss noch ein wenig statisches Gras an der Turmbasis anbringen - auf ins nächste Abenteuer!

    Vorteile: Der Würfelturm aus Holz ist wesentlich stabiler als die Variante aus Karton und die Gestaltungsmöglichkeiten sind flexibler. Er erfüllt denselben Zweck, nämlich echte Zufallswürfe zu generieren, "Würfelkünstler" auszubremsen und macht das Akzeptieren auch schwerer Schicksalsschläge leichter.

    Nachteile: Vorerfahrung und Spaß am Basteln sind hilfreich.


    Fotos gefällig? Der Turm vorher (Vorschaubild):




    Der Turm nachher (Vorschaubild):