Charakterhintergrundgeschichte Irwin, Priester Othils

  • So inspiriert von ein paar Leuten habe ich mich auch mal daran gemacht eine Hintergrundgeschichte für meinen Hauptcharakter (auch mein einziger, weil die anderen immer im SoloAbenteuer scheitern, doofer Bär). Irwin ist ein elfischer Priester aus dem Casnewydd und einen Teil der Geschichte kennt ihr ja jetzt breits.

    Lasst doch gerne Kritik/ Lob da :)







    Man nehme ihnen alles und verbanne sie aus der früchtetragenden Gesellschaft der Elfen und lasse ihnen nichts außer der Kleidung, die sie am Körper tragen.

    Den Ungläubigen aber gebet kein einem Elfen angemessenes Begräbnis, den sie sind die Saat der Unterwelt.


    - Altes Gesetzbuch der Elfen



    Mit einem Schlucken laß Irwin diese Zeilen.

    Was einst seinem Stamm zugestoßen war, das würde sich heute Abend für ihn wiederholen.

    Die Verbannung aus der Gemeinschaft des Stammes und die Vertreibung in den Wal und damit der sicherer Tod.

    Irwin hatte breits eine Sachen gepackt und versteckt. Sein Elfenstamm nahm die Gesetze ziemlich genau auch wenn sie dem Stamm breits zum Verhängnis geworden waren, aber Irwin hatte nicht vor den Gefahren des Casnewydd ohne das Nötigste gegenüberzutreten. Aber das Ganze setzte auch vorraus, dass er den Tag überlebte, was er bezweiflete


    Er hob die Hand, die er fest um sein Haldamulett schloß, das eine kleine Sanduhr darstellte, die aus einem Stück Holz geschnitzt war. Das letzte Werk seiner Mutter. Während er die Sanduhr fest in seinem Griff hielt musste Irwin schlucken und sich Tränen verkneifen.


    Das Getose war groß.

    Auf dem Marktplatz der Stadt hoch oben in den Bäumen des Casnewydd hatten sich alle Elfen des Stammes versammelt um diesem Spektakel beizuwohnen. Der Zeromonie zur Ernennung der Jünglinge zu Waldläufern. Und damit zu vollwertigen Mitgliedern der Gesellschaft. Aber vorher musste man einige haarstreubende Tests überstehen. Und überleben.

    Jeder musste in der Arena gegen eine Gefahr des Waldes antreten.

    Jeder musste beweisen, wie geschickt er mit Pfeil und Bogen umgehen konnte

    und Jeder musste von den Klerikern angenommen werden.


    Letzteres war eigentlich das einfachste. Eigentlich. Wären sie nicht die Mörder seiner Mutter gewesen. Irwin, ein eher friedlicher und gemütsamer Elf, überkam immer eine irrsinnige Mordlust, wenn er ins Gesicht von Dartak, dem Ältesten Kleriker, ssah, der damals nur für seine Mutter eine eigene Strafe erfunden hatte nur weil sie von Göttern predigte, die den Klerikern fremd waren und nicht in ihr Weltbild passten:


    "Das Anbeten von Unterweltgestalten, Verbreitung des Gedankens über eine angebliche Göttin,die auf den Namen Othil hört, dass ich nicht lache,

    ja das sagt die Anklage."

    "Verstoßen wir die Irre!"

    "Ja!"

    Allgemeine Zustimmung

    Bis auf Dartak:

    "Nein! Dann wird sich unheil über euch alle bringen und die Toren zur Unterwelt stehen offen für noch mehr ihrer Sorte. Ich schlage vor wir schlagen dem Monster den Kopf ab, verbrennen sie und suchen einen dieser niederträchtigen Zwerge und dann verbuldet der ihre Überbleibsel in einem Gebirge so hoch wie möglich, damit die Gefahr für immer gebannt ist."


    Und natürlich fand sich ein Zwerg, der sich nicht schade genug war. Ekelige Kreaturen.

    Nach diesen Worten hatte Irwin seine Mutter nie wieder gesehen.

    Aber so wie die Situation lag konnte Irwin froh sein, dass er nicht auch noch engeäschert wurde.


    Die Proben begannen. Zuerst waren die Kämpfe dran. Sie fanden am Boden in Löchern statt, die iregndwann vor eingier Zeit mal das Nest von etwas sehr sehr großem gewesen waren.

    Mithilfe der Bücher, die Irwin im Laufe der Zeit gesammelt hatte, was er lieber tat als mit dem Bogen herumzufuchteln, wie es die Anderen in seinem Alter taten, hatte Irwin die Idee aufgestellt es könne sich um einen sogenannten Drachen gehalten haben. Aber das würde er lieber nicht laut sagen. Nicht wenn er vorhatte wenigstens so zu tun als bestünde der Hauch einer Chance diese Prüfungen zu überleben und dann auch noch aufgenommen zu werden.

    Die ersten Kämpfe begannen. Wildschweine, Wölfe, sogar ein Troll schoßen auf die Anwärter zu. Irwin wartete am Rand des Feldes, während die Menge von oben aus den Bäumen eine prima Aussicht auf das Spektakel hatte.

    Als Irwin an der Reihe war, wurde er zu seiner Kuhle geführt an der mehrere Elfen noch daran waren die scheinbar leblosen Überreste eines Elfen aus der Grube zu zerren.

    Nachdem das passiert war, wurde Irwin ein unsanfter Stoß versetzt und er fiel in die Grube. Oben über ihm standen Männer mit einem Käfig. Ein Winseln und Heulen verriet Irwin, dass es sich um einen Wolf handeln musste. Kurz darau stürzte das Tier in die Grube und brach dort auf der Stelle zusammen, da die Männer es beim Trannsport scheinbar bereits schwer verletzt hatten.

    Damit sah man die Prüfung scheinbar als beendet an, den Irwin wurde wieder aus der Senke gezerrt und weggezogen.

    Beim Bogenschießen erschien es Irwin, wie ein Wuder, dass er überhaupt die Scheibe traf, den seine Kampfkünste in jedlichem Bereich waren bescheiden. Obwohl Irwin von sich behaupten würde, dass er ein relativ passabler Schwertkämpfer war.


    Und nun die schwierigste aller Proben. Jeder Anwerter wurde alleine in einem abgedunkelten extra aufgestellten Zelt der Gruppe aus Klerikern vorgestellt. Vor Irwin hatte eine Reihe von vermumten Gestalten Platz genommen

    Vor den Anderen saß ein alter Elf, der nut eine schwarze Robe trug, dessen Gesicht aber unbedeckt war. Irwin erkannte ihn sofort: Dartak.

    Wut und Zorn brodelten in Irwin hoch. Er knirschte mit den Zähnen. In seiner Vorstellung drückte er dem alten Elfen die Kelle zu und es fühlte sich gut an. Sehr sehr gut.

    Der alte Elf schien Irwin nicht zu kennen und begann einach mit seinem Standardtext:

    "Nun denn Anwärter: Wir reichen dir diese Klinge. Schwöre uns hier und jetzt bei diesem Dolch, dass du niemals deine dir verliehene Kraft gegen diesen Stamm einsetzen wirst und ihn schützen wirst mit deinem Leben und lieber dein Leben geben würdest als das auch nur einer Wurzel dieser Stadt ein Unrecht getan wird. Sodass zu deiner Lebzeit kein Elf zu unrecht einen gewaltsamen Tod erfahren muss. Sei es durch dein Verschulden und Ungerechtigkeit unter Elfen."


    Die Worte echoten in Irwins Kopf, als er nach dem kleinen Zeremoniedolch griff, der ihm von der Seite her gereicht wurde.

    DASS DIESER MANN ÜBERHAUPT DAS WORT GERECHTIGKEIT IN DEN MUND NIMMT schrie die Stimme seiner Mutter in seinem Kopf. Blinder Hass und blinde Wut.

    Dartaks Augen öffneten sich vor Schreck als das Amulett um Irwins hals plötzlich begann zu leuchten.

    "Für Othil!", schrie Irwin und versenkte die Klinge in Dartaks Hals. "Stirb du Ausgeburt Naeroths!" Die Worte wurden Irwin einfach in den Mund gelegt und er verlor die Kontrolle über sein Handels als er mit mehreren brutal geführten Stichen das Leben des alten Klerikers beendete. Mit blinder Wut und von Hass getrieben stach er immer weiter auf den Mann ein, bis ihn etwas von der Seite traf und Duneklheit über ihn hereinbrach.



    Fortsetzung folgt.


  • Sehr interessanter Ansatz,

    ich sehe es zwar etwas kritisch, dass elfen einen Wolf "quälen" und Tiere für Zweikämpfe auf Leben und Tot gegen Elfen einsetzten...

    aber hey, die mystische Welt ist so groß, auch sowas wird es dort geben ;) ;)


    Finde ich gut, in solch eine "Babarische" Struktur hatte ich bei Elfen noch nie gedacht, danke für den Gegankengang