[Background] Ixhaza Ranzus

  • Da die Geschichte scheinbar zu lang ist wird sie aufgeteilt ^^

    Kritik gerne gesehen :)


    Teil 1

    Es war einmal eine Zauberin...“

    Die zarte Stimme einer älteren Frau wurde unterbrochen. Sie klang beruhigend, freundlich und sanft. Leise hatte sie angefangen zu sprechen, als eben eine nicht ganz so ruhige Stimme dazwischen sprach.

    Die andere Stimme war lauter, heller und die eines jungen Mädchens.

    Nein, Tante Lohmi, ich bin doch zu alt für eine Gute-Nacht-Geschichte.“

    Die freundliche Frau mit der sanften Stimme saß auf der Kante eines Bettes in dem das junge Mädchen lag und bereits für die Nacht zugedeckt worden war.

    Ihr besänftigendes Lächeln auf dem Gesicht strich sie ihr durch die Haare.

    Das Mädchen zog sich die Decke über den Kopf und murmelte darunter einige Worte die man durch den Stoff nicht verstanden hätte.

    Na gut, dann gibt es eben keine Geschichte.“

    Große Kulleraugen schielten hinter der Decke hervor. Keine Geschichte? Das ging nicht gut. Also legte sich das Mädchen wieder ins Bett, ordentlich und dann konnte die Geschichte beginnen.

    Also, es war einmal eine Zauberin und sie lebte mit ihrer Familie in einer großen Gruppe zusammen und lernte dort die Kunst der Formung der Essenz. Genau wie du.“

    Sie tippte mit dem Finger die Nase der jungen Frau an welche leise kicherte unter der Berührung.

    Aber wir sind eine kleine Familie. Du, Onkel Seilbart und ich.“

    Genau, wir sind eine kleine Familie. Die Zauberin lernte dort Jahre um Jahre und wurde eine fleißige Schülerin. Aber sie liebte es auch hinaus zu wandern und die weiten der Wälder zu erkunden und dort die magischen Wesen zu erkunden. Sie studierte gerne die Magie und alles was dazu gehörte. Auch hatte sie sich dabei ertappt als Weiß-Magierin den Gedanken zu hegen wie sich die Formung der schwarzen Magie anfühlt. Aber sie war immer auf der Hut, sie wollte niemals ihre Familie mit der schwarzen Magie in Verbindung bringen also unterdrückte sie ihre Neugierde in dem Bezug. Aber irgendwann war sie in dem Wald unterwegs und begegnete einem Wesen. Es war ein er und dieser Mann war im Wald unterwegs und suchte dort nach Zutaten für seine Tränke die er gerne braute. Sie hatte ihn noch nie gesehen, weder in ihrer großen Gemeinschaft, noch auf der Akademie die sie besuchte. Sie kannte ihn auch nicht aus der Stadt, ihre Gabe Gesichter gut merken zu können war manchmal zum Vorteil, hier aber konnte die Zauberin ihn nicht einordnen. Sie beobachtete ihn. Und einige Tage lang folgte sie ihm im Stillen, sobald sie sich im Wald erneut begegneten. Sie kam öfters dort hin, in der Hoffnung diesen geheimnisvollen Mann erneut zu begegnen. Mut ihn anzusprechen hatte sie nicht, sie war schüchtern und sehr zurückhaltend.

    Der Mann merkte aber nach einigen Tagen doch, das man ihn beobachtete und als er eines Tages sich ein Versteck im Wald suchte und wartete bis die Frau erschien, war er es nun der sie beobachtete. Sie suchte ihn, glaubte er wäre nicht gekommen um wieder nach Pflanzen zu suchen, als sie sich umdrehen wollte um den Wald wieder zu verlassen. Aber da war er bereits hinter ihr. Ihre Blicke trafen sich und der Funke sprang über. Es war Liebe die beide in diesem Moment erwischte und von da an trafen sie sich alle Tage im Wald um miteinander zu sprechen, zu spazieren und anderen Dingen nachzugehen.

    So hielten die beiden ihre Beziehung geheim.

    Es ging einige Jahre gut, die Zauberin stand kurz vor ihrem Abschluss und auch der Mann war in seiner Familie vor einer bedeutsamen Zeit. Doch es war beiden nicht gestattet miteinander in Kontakt zu stehen.

    Irgendwann aber musste die Zauberin jemandem davon erzählen. Es war etwas passiert und so suchte sie den Rat ihrer Besten Freundin. Auch sie hielt es für besser, das sie nichts davon groß erzählten.

    Dann passierte es ganz schnell, viel zu schnell. Die Freundin half ihr in einer kleinen Hütte im Wald einen Unterschlupf zu finden. Doch der Mann wusste nichts davon, die Freundin hatte keinen Kontakt zu ihm und die Zauberin war zu schnell in die Hütte geeilt, als das sie ihm hätte Bescheid geben können.

    Und irgendwann musste auch die Zauberin wieder zurück zu der Familie, die Freundin blieb zurück. Sie lebte von dort an in der Hütte. Aber sie war nicht alleine. Sie hatte eine kleine Freundin bekommen, eine Tochter. Sie zog das kleine Kind wie ihre Tochter auf, aber mit dem Wissen das sie niemals die wirkliche Mutter sein würde.

    Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode - William Shakespeare

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  • Teil 2

    Es vergingen Jahre, als jemand zufällig über die Kleinfamilie stieß. Ein Mann trat schwer verletzt an die Tür, verfolgt von Kreaturen die er verärgert hatte. Aber das kleine Mädchen von so jungen Jahren zeigte ein Talent. Was sonst in Chaos und oft Gefahr endet, zeigte sich bei dem Kind in positiven Zügen. Ihre Zauberkräfte erwachten, denn das Mädchen hatte solch ein Mitleid mit dem fast sterbendem Mann, das sich die Wunden plötzlich schlossen und heilten.

    Die Frau, die Mutter die das Kind aufzog erkannte was passierte und wollte irgendwie eine Ausrede für den Mann finden. Doch der Mann war dankbar. Er wollte sich erkenntlich zeigen und obwohl er erst auf Misstrauen und Missgunst der Frau stieß, ließ sie ihn arbeiten. Er zeigte mit den Tagen und Wochen das er ein ehrlicher Mann war. Er hielt sein Wort niemanden von den Beiden zu verraten. Und damit er auch niemals in die Versuchung käme, wollte er bei den beiden Frauen bleiben und ihnen zur Seite stehen.

    Nun erzogen sie zusammen das kleine Mädchen und waren eine Familie geworden mit den Tagen die sie zusammen verbrachten.

    Jahre zogen in das Land und ab dem Tag begann eine Ausbildung des Mädchens, sie wurde in die Lehre der Zauberei und der Formung der Essenz unterrichtet.

    Das Kind wuchs heran zu einer jungen Frau, entwickelte eine Neugierde für magische Dinge und freute sich über die Lehrstunden. Sie verliebte sich in die Magie, die Zauberkunst und wünschte sich alles damit erreichen zu können.“

    Während die Frau die Geschichte erzählte, erkannte die junge Frau die Parallelen zu ihrem Leben. Es war eine völlig neue Geschichte gewesen, eine die man ihr bisher nur Stückchenweise gegeben hatte und auch nur, wenn sie als Kind mal eine Frage zu ihren Eltern stellte.

    Das stimmt doch gar nicht. Die Magie löst alle Probleme für mich. Ich muss nur alles gut lernen und fleißig üben.“

    Ein Lachen der Frau erklang, während sie die Decke richtet und dem Mädchen einen gute Nachtkuss auf die Stirn gibt.

    So und jetzt wird geschlafen. Morgen wird weiter gelernt.“

    Ein nicken von der jungen Frau, dann schloss sie ihre Augen.

    Das Mädchen, die junge Ixhaza dachte über die Geschichte nach. Sie fragte sich immer mehr, wer ihre Eltern waren, warum sie hier mit ihrer Tante lebte und warum sie nicht auf eine Akademie ging. Fragen dazu wurden früher mit einer ausweichenden Antwort abgetan. Genau Informationen hatte sie nur hier bekommen, in dieser Geschichte. Sie erkannte das wenigstens ihre Mutter wohl auch die Fähigkeit der Formung der Essenz hatte und das ihre Tante sie kennen musste. Schüchtern wie sie aber war, auch aus Angst wieder nur eine ausweichende Antwort zu erhalten wollte sie nicht fragen wer ihre Mutter war. Oder wer ihr Vater war.

    In den nächsten Tagen ging Ixhaza öfters hinaus tiefer in den Wald und suchte sich eine passende Rede wie sie ihre Tante darauf ansprechen konnte. Sie wollte ihre Eltern endlich kennen lernen. Wenn sie schon die Geschichte erfuhr, dann hatte sie auch das Recht sie zu sehen.

    Es dauerte einige Tage den Mut endlich zu finden, aber als sie nun endlich von einem ihrer Ausflüge zurück kehrte saß ihr der Schock tief in den Gliedern.

    Das Haus in dem sie lebte, zusammen mit ihrer Tante und ihrem Onkel war niedergebrannt. Nur noch die stumpfen Reste eines Gemäuers waren zu sehen. Unweit von dem Haus lagen zwei Körper, leblos am Boden. Rot voller Blut und überseht mit Zeichen der Gewalt.

    Es war ihre Familie, die beiden Menschen, die ihr am Herzen lagen. Sie brach vor den Leichen zusammen, kauerte sich hin und vergoss lautstark Tränen ihrer Trauer.

    Erst als die Dunkelheit über das Land hereinbrach und nur noch die wenigen Leuchtkäfer eine Quelle des Lichts brachten war die letzte Träne vergossen und die Trauer verebbte. Es war nun Wut die über die junge Frau einbrach, Wut darüber das sie ihre Familie allein gelassen hatte. Das ihre Eltern sie hier gelassen hatten. Es kamen mehr Fragen in ihrem Kopf auf. Und ein Wunsch.

    Ihre Eltern zur Rede stellen. Ihre Mutter finden.

    Sie begrub beide, auf einer Lichtung im Wald. Dort wo kleine fabelhafte Wesen sich Tag und Nacht um die Gräber kümmern würden.

    Als sie zum Haus zurück kehrte suchte sie nach Anzeichen für die Angreifer. Sie erkannte das es Magie war, Zauberei die hier die Finger im Spiel hatte.

    Sie erinnerte sich an Worte ihrer Tante, in einer der alten Geschichten aus ihrer Kindheit als sie von schlechten Zauberern sprach. Von schwarzen Schafen in der Welt der Magie.

    Sie packte sich das wenige Geld ein, das sie verteilt finden konnte und fasste den Entschluss die Mörder ihrer Familie zu finden und sie zu rächen. Und sie wollte ihre Eltern finden.

    Aber sie war nicht naiv, sie wusste das sie in ihrer jetzigen Lage zu schwach wäre beiden Möglichkeiten entgegen zu treten. Also musste sie sich in Geduld üben. Nicht eine ihrer größten Stärken, aber sie war gewillt alles dafür notwendige zu tun.

    Auch entfachte es in ihr das Verlangen viele magische Gegenstände in ihren Besitz zu bringen um damit ihre Macht über die Essenz zu stärken. Sie blickte auf ihr vergangenes Leben zurück und bedankte sich mit einem sanften Lächeln für alles was sie getan hatten. Am Ende haben sie wohl auch ihr Leben gegeben um das Leben von Ixhaza zu schützen.

    Ihre große Reise begann... Und ihre schüchterne Art verflog. Magie war nun ihre einzige Familie und alles was sie hatte. Um so mehr wollte sie eine der mächtigsten Zauberinnen werden und irgendwann ihr Ziel erreichen. Ihr Ziel der Rache und ihr Ziel ihre Eltern zur Rechenschaft zu ziehen für ihre Abwesenheit.

    Nur wie sollte eine unbekannte Mutter gefunden werden, es würde sich als schwieriger erweisen als gedacht. Vielleicht könnte aber ein Zeichen von Ixhaza helfen, denn sie trägt ein Mal auf ihrem Körper, das ungewöhnlicher nicht sein konnte. Auf ihrem Rücken trägt sie mittig ein Muttermal das etwas unklar aber erkennbar ein Trapez erkennen lässt, in dem eine rund Aussparung der Färbung gehalten ist. Doch ob es ihr von ihrer Mutter oder ihrem Vater vererbt wurde, das wird man vielleicht mit der Zeit erfahren...

  • Auch sehr schön geschrieben. Mir gefällt der Trend hier, seine Lieblingscharaktere dar zubieten.

    Ich kann da leider nicht mitmachen, mein erster und einziger Charakter ist versiegt, da ich direkt als ständiger SL in meiner ersten und einzigen Runde auserkoren worde...

  • Auch sehr schön geschrieben. Mir gefällt der Trend hier, seine Lieblingscharaktere dar zubieten.

    Ich kann da leider nicht mitmachen, mein erster und einziger Charakter ist versiegt, da ich direkt als ständiger SL in meiner ersten und einzigen Runde auserkoren worde...

    Aber den kann man doch quasi wiederbeleben ;) Ich arbeite grade noch eine Kampagne aus und wollte mich dann wohl auch mal als Spielleiter für eine (wahrscheinlich eher mehrere) Online Runde Aborea anbieten. :) zumindest wenn da noch Interesse besteht :)

  • Also, da ich momentan abends immer Zeit habe, oder fast immer ;) (Hach, das Leben eines Studenten ist toll :D ) würde ich schauen, ob ich da eine größere Runde noch unter bekomme ;) Falls man mich mit in der Gruppe will :D

  • So Leute, auf einer Con auf der ich war - weiß gerade nicht mehr welche aber glaube die Krähe - habe ich meine Zauberin zeichnen lassen. Vielen lieben Dank dafür an Varieeart und ich bin richtig glücklich!




    Naja, ich kann leider nur über Handy hochladen, aber ich hoffe der Qualität schadet es nicht (musste die Datei - Größe verringern)

    Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode - William Shakespeare

    The post was edited 1 time, last by Ixhaza ().