[Aborea] Im dunklen Wald - Spielthread

  • Xoran


    Der Zauberer schob dem Wolf langsam seine Hand entgegen. ,,Der Wolf scheint jemandem gehört zu haben, der wohl ein eher gewalttätiges Ende fand," fasste er das Offensichtliche zusammen. ,,Hat jemand von euch etwas Nahrung dabei?" Während er auf eine Antwort auf seine Frage wartete, redete er weiter beruhigend auf den Jungwolf ein:,, Wir tuen dir nichts. Hier bist du sicher. Hast du Hunger?"

    Der Zauberer war der festen Überzeugung das Tier mitzunehmen. Der Wolf konnte im besten Fall den Mörder seines Herren identifizieren und die meisten Tiere hatten so etwas wie einen sechsten Sinn, wenn es um magische Auren ging. Einer der Gründe aus dem sich viele Magier einen Tiergefährten hielten. Und bei dem was er da auf der Lichtung gespürt hatte, war sich Xoran sicher, dass so etwas sehr hilfreich sein würde. Und außerdem, wer konnte von sich schon behaupten einen Wolf als Gefährten zu haben?

  • [bei der Lichtung]

    Die Fackel zeigte sofort die erwünschte Wirkung. Kaum dass der Dieb damit auf die Lichtung stürmte, schienen die Aasfliegen von ihrem Bann befreit und wichen vor den Flammen zurück. Als Alvaro bei Myrial ankam, ließen sie sogleich von ihr ab. Zwar schwirrten sie immer noch aufgeregt durch die Luft, jedoch nicht anders, als es jedes andere Ungeziefer auch getan hätte.


    [am Waldrand]

    Nur sehr zaghaft schnupperte der Wolf an der ihm dargebotenen Hand. Das Vertrauen währte nicht lange, schon im nächsten Augenblick hatte er den Kopf wieder zurückgezogen und beäugte Xoran mit jenem goldgelben Blick, der die Menschen immer dazu verleitete, den Tieren ein gewisses Verständnis für ihre Sprache zu unterstellen.

    Auf Xorans Frage hin, löste Od sich etwas aus seiner Anspannung. Nur widerwillig ließ er den Knüppel sinken und begann in seiner Tasche zu kramen.

    "Ich hab noch 'n Stück Dörrfleisch. Ist schon was älter aber vielleicht noch gut", kommentierte er sein Handeln und reichte Xoran dann ein trockenes, hartes Etwas.

  • Myriel


    Von den Fliegen befreit zog sie die Kaputze en Stück zurück um das Gesicht möglichst frei zu haben und wischt sich die Fliege aus dem Auge.

    "Danke. Diese Mistviecher sind wirklich nervend. Hast du das Ding auch gesehen?"

    Ihre Tarnung langsam aufgelöst zeigt sie in die Richtung wo es am Anfang gewesen war.

    "Lass uns besser Verstärkung holen. Und mehr Feuerkraft. Das scheint wenigstens die Fliegen aufzuhalten."

  • Alvaro


    "Dafür sind Freunde da", schmunzelte er ihr zu.

    "Ja irgendwas habe ich gesehen, aber ich konnte es nicht erkennen oder deuten", fuhr er fort,"Wie du meinst, ich würde aber schon gerne wissen was jetzt hier los ist, bevor es zu spät oder weg ist,... konntest du mehr erkennen?"

  • Myriel


    Sie sah lange auf die Stelle und schüttelt dann mit dem Kopf.

    "Genau sehen konnte ich es nicht. Ich habe einen Zauber angewendet um wengstens den Standort dieses Dings zu finden. Es hatte eher eine Nebelartige Gestalt. Ich würde mal sagen entweder jemand der Magie beherrscht, oder etwas das durch Magie geschaffen wurde."

    Sie reibt sich ihr Auge und versucht das Gefühl loszuwerden das die Fliege immer noch da wäre.

    "Es ist nicht mehr dort, ich müsste es erst wieder neu finden. Und darum ist es besser in Sicherheit zu gehen bis wir einen guten Plan haben."

    Mit den Worten macht sie sich auch auf den Weg zurück, deutlich den Pfad erkennend von der ersten Flucht vor den Fliegen.

  • Bronn


    Auch bei ihm löst sich langsam die Spannung und seine Hand von der Schulter des Magier. Er steckt seine Axt weg und entfernt sich ein paar Meter von dem Wolf und Xoran.

    Hat das auch was mit dem Ganzen zutun und wo bleiben die Anderen beiden fragt er sich während das Xoran und den Wolf beobachtet.

  • [am Waldrand]


    Es dauerte eine Weile, bis der junge Wolf seinen Argwohn überwand und komplett aus dem Gebüsch heraus trat. Mit zitternder Flanke stakste er auf das Stück Dörrfleisch zu, nahm es auf und starrte dann unsicher in die Runde.

    Plötzlich stellten sich seine Ohren steil auf. Er zuckte kurz und schaute in Richtung der Lichtung. Nur wenig später waren Schritteaus dieser Richtung zu hören und zwei Gestalten schälten sich aus dem Grüngrau des Waldes. Myriel und Alvaro kehrten zurück.

  • ,,Danke ihr Trampel,“ etwas genervt drehte er sich zu den beiden Neuankömmlingen um, nachdem er noch einmal den Wolf ansprach:,, Keine Angst, die gehören zu uns.“ Zu den Beiden: ,,Kennt sich wenigstens einer von euch mit Wölfen aus? Oder mit Hunden?“

  • Myriel


    Sie stampft aus dem wald und sieht erstmal nur sehr kurz in die Runde, bevor ihr Blick auf dem Wolf fällt.

    Der ist ja knuffig.

    "Ähm nein, ich kenne mich damit nicht aus. Außer du willst das ich ihn verscheuche, aber ich nehme mal stark an es wäre nicht nach deiner Absicht."

    Dann richtet sie sich an Bronn.

    "Ich habe heraus gefunden das irgendwas auf der Lichtung ist. Eine Art Nebel oder Wolke, sie scheint auch mit den Fliegen zusammen zu hängen."

    Letzteres nahm sie zar nur an, sprach es aber mit Selbstsicherheit aus.

    "Wir sollten wenn zusammen auf die Lichtung, ich habe einen Weg gefunden es für einen kurzen Moment halbwegs sichtbar zu machen. Aber im Kampf sind wohl andere weitaus besser geeignet als ich."

  • Bronn


    Er hört Myriel aufmerksam zu. "Gegen etwas kämpfen ist die eine Sache, aber gegen etwas Magisches zu kämpfen ist einer ganz Andere Geschichte. Da solllten wir sehr gut Vorbereitet sein und die Stärken und Schwächen zu wissen." Er schweigt ein Moment. "Ich habe das Gefühl wir kommen ihr nicht wirklich weiter." Er schaut die anderen und den Wolf an. Vielleicht bringt der uns erwas weiter.

  • Od folgte Bronns Blick und murmelte: "Vielleicht sollten wir ihn anbinden? Dann rennt er uns nicht weg. Also mit ner Leine oder so."


    Gwen löste ich gemächlich von dem Baum, an dem sie immer noch lehnte und zuckte mit den Schultern.

    "Ist sicher eine super Idee, einen Wolf mit sich rum zu schleppen. Vor allem, wenn wir in die Stadt zurück kehren. Aber was soll's, viel schlimmer wird's schon nicht werden. Wen gedenkt Ihr wegen des Wolfswelpen und des Amuletts zu fragen? Oder wegen dieser Erscheinung?"

    Die junge Frau richtete ihr Wort an niemand Bestimmtes, sondern fragte geradeswegs in die Unterhaltung herein.

  • Xoran


    Begeistert von der Idee des Anleinens fragt er, immernoch am Boden sitzend: ,,Hat jemand einen Strick oder so etwas?"

    Er ignorierte die Schilderung des Nebels, drehte sich wieder um und began weiter auf den Wolf einzureden:,, Wie gesagt wir tuen dir nichts. Von uns brauchst du dich nicht zu fürchten...." Eine kurze Pause. ,,Okay ich tue dir nichts... bei den Anderen muss sich das noch herausstellen." Er beugte sich vor:,, Vor allem vor Gwen solltest du dich in acht nehmen."

    ,,Wir sollten noch einmal zu dem Druiden. Oder gibt es bessere Ideen?"

  • Den Wolf interessierte die Warnung wohl weniger. Jedenfalls schaute er Xoran mit ungebrochenem Interesse an. Ein Verständnis für die menschliche Sprache war ihm definitiv nicht zuzusprechen.

    "Keine besseren Ideen", beschloss Gwen, nachdem sich niemand anderes zu Wort gemeldet hatte, "Also los, schaffen wir unsere Hintern hier fort, bevor wir noch gefressen werden." Entschlossen ging sie voran, wenngleich auch nur so schnell, wie ihr Bein das zuließ.

    Od war derweil weiter auf Xoran und den Wolf fixiert. "'N Seil habe ich nicht aber du könntest deinen Gürtel für den Augenblick nehmen. In der Stadt lässt sich bestimmt eine Leine auftreiben."

  • Myriel


    Sie sah sich in der Runde um und wirkte etwas unentschlossen. Wer weiß ob es später noch da sein würde. Oder aber würde es sich anders verstecken das ihr Weg es sichtbar zu machen nicht mehr funktioniert?

    Vielleicht war es wirklich besser erst den Weg fortzusetzen und nach Informationen zu suchen.

    "Gut, dann lasst uns zurück."

    Stimmte sie schließlich Gwen zu und machte sich ihr hinterher auf den Weg.

    Vielleicht konnte ja dort jemand das Amulet übersetzen.

  • Seine eigene Neugierde überrumpelte den jungen Wolf ein wenig. Eine Leine kannte er nicht und so verfolgte er anfangs neugierig, was Xoran da mit ihm machte. Als er sich jedoch plötzlich angeleint wieder fand, war die Sache nicht mehr so spaßig wie zuvor. Zwar folgte er der Aufforderung mitzukommen, warf sich aber immer wieder in die Leine oder sprang in eine andere Richtung. Was auf den ersten Metern noch amüsant war, wurde für den Magier schlussendlich zu einem nervenaufreibenden Rückweg in Richtung Stadt und Druide.


    Am Stadttor wären sie beinahe aufgehalten worden. Sowohl Wachen, als auch Passanten beäugten den quirligen, jungen Wolf doch sehr argwöhnisch und teilweise machte man einen großen Bogen um sie. Einige schienen sich nicht sicher zu sein, ob das nun wirklich ein wildes oder nur ein unerzogenes Tier war.


    Zumindest Xoran konnte froh sein, als sie endlich an Angus' Haus ankamen und der Druide auf ihr Klopfen hin die Türe öffnete. Denn mit einem Mal hörte das stete Rucken an der Leine auf und der junge Wolf stand mucksmäuschenstill neben dem Zauberer. Aus großen, gelben Augen schaute er den Druiden an.


    "Was wollt Ihr denn schon wieder hier?", brummte der Hausherr ihnen missmutig entgegen.