[Aborea] Im dunklen Wald - Spielthread

  • Od nickte und bezog Stellung an Gwens Seite. Das was der ältere Krieger sagte hatte Hand und Fuß. Es war also keine dumme Idee, ihm in dieser Situation das Ruder zu überlassen.


    Auf Bronns Frage hin hob Gwen eine Augenbraue.

    „Ernsthaft?“, murmelnd fügte sie noch hinzu, „Ich würde mir an Eurer Stelle eher Sorgen darum machen, ob ich ungenießbar bin und Ihr doch schneller laufen müsst als ich es kann.“ Tatsächlich schien sie aber keine großartige Kampfhaltung einzunehmen, sondern stand einfach nur auf der Lichtung und wartete ab.


    Während die Gruppe sich für das Unbekannte wappnete, löste sich eine Aasfliege von einem Leichnam und schwirrte zwischen ihnen umher. Dick und glänzend steuerte sie ihr Ziel an und landete mitten auf Bronns Wange.

    Plötzlich schwoll das Brummen an. Wie auf ein unsichtbares Kommando erhoben sich die Fliegen in die Luft. Binnen eines Atemzugs flog eine wabernde, schillernde Masse auf die Gruppe zu.

    Nur Myrial schien ignoriert zu werden, verborgen vor den Facettenaugen des Getiers.

  • Xoran


    Der Zauberer starrte den Schwarm etwas entgeistert an. ,,Da wäre mir ein Berglöwe doch lieber gewesen.“ Etwas zitternd hob er den Dolch, wobei sein gesamter Körper wenig kampfbereit wirkte.

    ,,Hat jemand Erfahrung mit der Bekämpfung von Fliegen? Ich muss zugeben, dass ich da ziemlich unerfahren bin.“

    Nicht dass er in irgendeiner anderen Kampfkunst außer der Kunst des Wegrennens Erfahrung hatte...

  • Myriel


    Sie zog sich zurück, unentdeckt von den Fliegen schlich sie in den Hintergrund. Ihre Hand ruhte auf der Tasche mit den Büchern. Sie war gewappnet zu reagieren mit dem einzigen nützlichen Zauber den sie bisher konnte.

  • Bronn


    Bronn schaut sich etwas ungläubig den Schwamm an und wundert sich wo die Magierin hin ist. "Haben die Fliegen dieses Massaker angerichtet?" Fragt er in die Runde. "Xoran kannst du Feuer machen, vielleicht hilft uns das gegen die Fliegen, ich denke das meine Axt nicht wirklich effektiv sein wird."

  • ,,Kein Ding,“ stammelte der Zauberer etwas unsicher. Während er verzweifelt versuchte sich an einen Enzünden Zauber zu erinnern, den er irgendwo aufgeschnappt hatte. Unsicher murmelte er in Richtung des Schwarms:,,Tahu!“


    Wohl wissend, dass sich seine Versuche Magie zu wirken bisher wenig erfolgreich gezeigt hatten.

  • Auch als Myrial sich am Rande der Lichtung im Unterholz verbarg, war noch immer nichts zu erkennen. Es war irgendwie seltsam, die zerrissenen Leiber, der aufgebrachte Schwarm… und dann die Äußerungen ihrer Kameraden. Irgendwie… ja, es war seltsam.


    Viel Zeit zum Reden blieb ihnen nicht mehr. Den schon im nächsten Moment stürzte sich der Schwarm auf die Gruppe. Dicke, schwarz glänzende Aasfliegen hüllten sie ein und versuchten sich auf sie zu setzen.

    Gwen hatte Od noch fragen wollen, ob es sein Ernst sei, mit dem Knüppel nach den Fliegen zu schlagen, doch kaum dass sie den Mund öffnete, versuchten die Fliegen hinein zu kriegen. Hustend stolperte sie auf den Rand der Lichtung zu und versuchte dabei hektisch sich den Kragen ihres Mantels vor das Gesicht zu schlagen.

    Od fluchte kurz und kräftig.


    Tahu! Kaum das Xoran das Wort ausgesprochen hatte, setzten sich die Fliegen auch auf sein Gesicht. Im selben Moment mischte sich aber auch ein Knistern in das aggressive Brummen. Es fühlte sich an wie dutzende, kleine Nadelstiche, als einige der Fliegen im Gesicht des Zauberers in winzigen Feuerbällen aufgingen.


    Auch Bronn un Alvaro sollten nicht verschon bleiben. Wie von einem stummen Befehl geleitet, nahmen die Fliegen Mund, Ohren und Nase der beiden ins Visier.

  • Die Hoffnungen der Flüchtenden wurden jäh zerstört, als die Fliegen sie über die Grenzen der Lichtung hinaus verfolgten. Wenigstens gelang es ihnen, sich halbwegs vor den hartnäckigen Versuchen des Ungeziefers zu schützen, ihnen in Nase und Münder zu kriechen.


    Odoka handelte schnell. Er packte Gwen grob am Arm und schleifte zog sie gnadenlos mit sich. Die sonst eher langsame, hinkende Frau stolperte dem Krieger mehr schlecht als recht hinterher.


    Erst als die Gruppe sich wieder deutlich dem Waldrand genähert hatte, ließen die Aasfliegen von ihnen ab. Auch die unheimliche Präsenz war nicht mehr zu spüren.

  • Bronn


    Nach dem die Fliegen von der Gruppe ablassen ist Bronn am fluchen. "Verdammte Axt was war den das? So was habe ich ja noch nie erlebt, diese verfluchten Mistviecher." Er schüttelt sich ein paar Fliegen aus dem Bart. "Wie geht es euch? Wir müssen in Zukunft vorsichtiger sein." Er schaut Gwen kurz scharf an bevor er fortfährt. "Hat jemand von euch eine Erklärung dazu?"

  • Myriel


    Sie sah sich um, als die anderen die Lichtung verließen. Am Rand des ganzen schrecklichen Schauplatzes blieb sie erst stehen und sah den anderen bei der Flucht hinterher. Die Fliegen schienen sie zu verfolgen, so konnte sie in Ruhe zurück auf die Lichtung und die Leichenstücke untersuchen. Ihr kam das ganze sehr komisch vor und sie versuchte sich mehr Hinweise auf das Ganze zu suchen. Getarnt durch ihren Mantel suchte sie sich durch die Lichtung.

  • [in der Nähe des Waldrandes]

    Auf Bronns Bemerkung hin warf Gwen dem Krieger ein Grinsen herüber. Dann fing sie an zu husten und spuckte zwei tote Fliegen aus.


    „Das war doch nicht normal!“, keuchte Odoka. Seine Stimme schnellte angesichts des Schreckens ein wenig nach oben.



    [auf der Lichtung]

    Myriel hatte noch nie ein Schlachtfeld überquert, doch die Vermutung lag nahe, dass es so auch in blutigen Kriegen aussehen musste. Was auch immer hier gewütet hatte, es kannte wohl keine Gnade. Die Körper der Männer – soweit man überhaupt ein Geschlecht zuordnen konnte – waren zerschlagen und lagen über die gesamte Lichtung verteilt. Gliedmaßen waren abgetrennt, manches Mal auch die Köpfe. Es war unmöglich festzustellen, um wie viele Personen es sich gehandelt haben mochte, ohne damit zu beginnen, Leichenteile einander zuzuordnen.

    Bei einigen Gliedmaßen schien es, als seien die Knochen gebrochen und zerschlagen worden, andere schienen sauberer abgetrennt zu sein. Einer der Schädel war wohl eingeschlagen worden. An einem anderen Körperteil prangten vier tiefe Kratzer, Klauenspuren, welche bis auf den Knochen hinab reichten.

    Zwischen all dem Schrecken konnte Myriel noch etwas entdecken, dass regelrecht verloren wirkte. Bei einer der Leichen lag ein kleines Amulett. Es war ein kunstvoll geschnitztes Ahornblatt, eingefasst von einem silbernen Ring. Das Blut begann bereits in das Holz hinein zu ziehen und auch das lederne Band war dunkel getränkt. Vielleicht war dieses Blatt gefallen, als seinem Träger der Kopf abgetrennt worden war?

  • Myriel


    Mit einem kurzen erscheudern unter dem Mantel als sie wohl auf irgendein matschiges Leichenteil getreten war zog sie vorsichtiger ihre Kreise. Ihr Blick ging umher, bis sie dieses Schmuckstück wahrnahm. Ihr Schritt umging jedes Stück das umherlag und trat direkt an das Amulett heran. Sie kniet sich hin um es näher im Blick zu haben und konzentriert sich, ob sie etwas magisches daran feststellen kann.

    Sollte dem nicht so sein, würde sie sich über das Stück beugen, damit der getarnte Mantel es mit verdeckt und es aufheben.

  • [auf der Lichtung]


    Myriel konzentrierte sich auf das Amulett, konnte aber keine aktive Magie wahrnehmen. Jedoch fiel ihr eine Kleinigkeit ins Auge. Auf der Rückseite des Blattes waren feine Runen eingraviert. Es war lange her, dass sie solche schon einmal gesehen hatte und sie wusste auch nicht genau wo ihr solche Runen begegnet waren. Vielleicht während ihrer Ausbildung? Schwerlich konnte sie die Worte darauf entziffern:


    "Dod o hyd i'ch fford."


    Oh wenn sich ihr die Bächer nur etwas mehr damals hingegeben hätten. Das klang nach einer alten Sprache - kein Fach, in welches sie sonderlich viel Zeit investiert hatte.

  • Myriel


    Sie sah sich das Amulett genau an. Aber so sehr sie sich konzentrierte, es wollte ihr einfach nicht in den Sinn kommen. Schließlich steckte sie das Amulett in ihre Tasche zu den Büchern. Ihr Blick ging noch ein letztes Mal umher, bevor sie sich zurück auf den Weg zu den anderen macht.

  • Xoran


    Der Straßenzauberer blieb mit offenem Mund am Waldrand stehen, als die Verfolgung durch die Fliegen ein Ende fand. Die Schmerzen der Verbrennungen im Gesicht wurden überlagert von dem Triumphgefühl, das ihn durchströmte. Nach all den Jahren des erfolglosen Zauberns hatte er es endlich geschafft einen Spruch hinzubekommen. Die Verblüffung machte einer tiefen Zufriedenheit Platz, die dem Zauberer unwillkürlich ein breites Grinsen aufs Gesicht zauberte.

  • Alvaro


    Auch der Dieb blieb in der vermeintlichen Sicherheit stehen, und viel regelrecht zu Boden vor Erschöpfung,

    War das Das Gift in meinem Körper? Oder hat es irgendwas mit den Fliegen zu tun und dem Ort? Warum bin ich nur so erschöpft, ich bin doch recht ausdauernd?

    Überlegte der Dieb bei sich als er nach Luft ring.

  • Gwen spuckte nochmal auf den Boden, wenn auch eher aus dem Gefühl heraus, noch mindestens eine weitere Fliege im Hals zu haben. Da niemand das Problem mit Bronn erörtern wollte, ergriff sie nun das Wort.

    "Du hast Recht, Od, das war nicht normal. Nur bin ich mir nicht sicher, ob sich so einfach eine Erklärung finden lässt. Dass sich Aasfliegen plötzlich auf Menschen stürzen, davon habe ich bislang noch nie gehört. Ganz nebenbei, wo ist eigentlich unser Bücherwurm?"

    Dass Alvaro zu Boden ging registrierte sie nur mit einem kurzen Seitenblick. Ihr Kamerad sah nicht so aus, als schwebe er in Lebensgefahr. Od hingegen ging die paar Schritte zu Alvaro herüber und hielt ihm eine Hand hin, um ihn wieder auf die Beine zu ziehen.

    "Ist kein guter Ort für eine Pause", kommentierte er die Geste knapp.

  • Myriel


    Sie brauchte nicht lange um den Weg zu finden, den die anderen in ihrer Flucht ergriffen hatten. Die Spuren waren deutlich zu sehen.

    Als sie die anderen eingeholt hat stellt sie sich zu ihnen, noch getarnt und wohl unentdeckt. Als die Frage nach ihr aufkam fiel es Myriel auch auf, das sie noch den getarnten Umhang trug und zog sich die Kaputze vom Kopf, das man diesen sehen konnte.

    "Ich bin hier.", gab sie sich zu erkennen.

    "Das war ja eine sehr merkwürdige Begegnung mit den Fliegen."

    Ihr Blick suchte nach dem Straßenzauberer, aber sie sprach ihn nicht an. Würde sie das tun, so erfährt man doch, das sie einfache Runen nicht lesen konnte. Sie überlegte also noch wie sie es geschickt anfangen würde, das man ihr die Übersetzung der Worte sagt.