Paladin und Rüstung?

  • Hi,


    ein Paladin ist so ne Sache, stellt man ihn sich nicht mit edlem Schwert und blinkender Rüstung vor?


    Aber wenn dem so ist, wie kann ich als Paladin eine Rüstung tragen, wenn er doch seine Zauber mithilfe der Leitmagie wirkt? Klar, er könnte eine lederne Rüstung haben, aber wenn ichmir das Bild im Zauberbuch anschaue, dann ist das doch eher ein Paladin wie man (ich) ihn mir vorstellt oder nicht? Oder kann der Paladin trotz metallener Rüstung zaubern?


    Was nützt mir zum Beispiel der Zauber "heiliger Angriff" und dergleichen mehr, wenn der Charakter vorher die Rüstung ausziehen muss?

  • Es gab früher mal die Fertigkeit "Rüstung durchdringen" (Rm2,deutsch), ich denke, die wird es im RMFRP auch noch irgendwo geben, oder? Im Kampfhandbuch ist die noch nicht drinne? (Hab es leider noch nicht.) Vielleicht kommt es ja im Magiebuch oder Charakterhandbuch.


    Wir spielen übrigens trotzdem seit jeher so, dass Leitmagienutzer keine Malis bekommen durch die Rüstung (ich möchte jetzt aber keine Diskussion beginnen zu dem Thema ;) ).

  • Hi,


    ein Paladin ist so ne Sache, stellt man ihn sich nicht mit edlem Schwert und blinkender Rüstung vor?


    Einen Ritter stelle ich mir mit Schwert und in blinkender Rüstung vor. Ein Paladin als "heiliger Ritter" (siehe auch bei Wikipedia) könnte dann durchaus ebenfalls mit einer Plattenrüstung ausgestattet sein. Allerdings müssen wir ja dieses D&D-Klischee nicht unbedingt übernehmen ;) . Der Paladin, den ich bis vor ein paar Monaten gespielt habe, kam lange Zeit prima mit seiner Lederrüstung aus. Und danach hatte er keinen strahlenden Plattenpanzer an, sondern ein Kettenhemd. Mir hat die Plattenrüstung aber zu keiner Zeit gefehlt.


    Quote


    Aber wenn dem so ist, wie kann ich als Paladin eine Rüstung tragen, wenn er doch seine Zauber mithilfe der Leitmagie wirkt? Klar, er könnte eine lederne Rüstung haben, aber wenn ichmir das Bild im Zauberbuch anschaue, dann ist das doch eher ein Paladin wie man (ich) ihn mir vorstellt oder nicht? Oder kann der Paladin trotz metallener Rüstung zaubern?


    Wie bereits erwähnt sieht das englische Regelwerk dafür die Fertigkeit Transcend Armor (=Rüstung durchdringen) vor. Folgt falls nicht vorhanden wohl mit einem der nächsten Bücher der deutschen Ausgabe.

    Quote


    Was nützt mir zum Beispiel der Zauber "heiliger Angriff" und dergleichen mehr, wenn der Charakter vorher die Rüstung ausziehen muss?


    In der Tat benötigt er wenigstens eine Fähigkeit wie Rüstung Durchdringen, um dann mit Rüstung noch - wenn auch nur mit Spruchmanövern - zaubern zu können.

  • Klassenbonus Transcend Armor +20



    Allerdings müssen wir ja dieses D&D-Klischee nicht unbedingt übernehmen ;) . Der Paladin, den ich bis vor ein paar Monaten gespielt habe, kam lange Zeit prima mit seiner Lederrüstung aus. Und danach hatte er keinen strahlenden Plattenpanzer an, sondern ein Kettenhemd. Mir hat die Plattenrüstung aber zu keiner Zeit gefehlt.


    das geht runter wie flüssige butter :-)
    IBON


    ps.: auf dem Mentalisten Companion ist ein typ mit einem Helm abgebildet.

    Mühsam nährt sich das Eichhörnchen


    Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die Ältere heißt Inquisition.


  • ps.: auf dem Mentalisten Companion ist ein typ mit einem Helm abgebildet.


    Was aber - wie häufig bei Illustrationen - die Folge der Tatsache sein kann das sich die Zeichner nicht mit der dargestellten Materie, zumindest en detail, auskennen...
    Davon mal abgesehen kann ein so dargestellter Charakter ja auch soooooo fett in seinen Fähigkeiten sein weil schon Stufe 20 , das ihn Mali nicht mehr interessieren. Schließlich will man auf dem Titelbild ja Helden darstellen und keine Noobs. ;)


    Nein, nur Spaß. Ich mag solche Inkonsistenzen auch nicht besonders und für mich ist derlei immer ein Armutszeugnis für den Zeichner. Bei Romanen findet man solche Fehltritte ja am häufigsten da die eingekauften Titelbilder nur selten für das Wer hergestellt wurden, das sie zieren, und entsprechend noch seltener mit dessen Inhalt zu tun haben - außer das sie "Fantasy" sind, oder "SciFi" usw....

  • hmmm... könnte aber auch daran liegen, des es in der Fantasy kaum Geschichten über Paladine gibt oder kennt ihr da eine ?


    Wenn man es so betrachtet, wie hier im Thread kommentiert, dann kann ich das sehr gut nachvollziehen und bin auch der Meinung, das Paladine eben nicht nur aus blinbkender Edelstahlrüstung bestehen. Dies sind dann doch wohl eher Krieger oder Ritter etc.

  • Das kommt darauf an wie man das sieht...


    In den meißten Geschichten würden wohl zB die Kreuzritter unserer realen, irdischen Historie als Paladine durchgehen -wie gesagt, unter Betrachtung einer fantastischen Perspektive- oder doch zumindest Orden wie die Templer. Und diese wiederum haben doch alle durch die Bank weg recht "schwere" Rüstungen getragen.


    Ich muß zugeben das in meinem Kopf auch immer das Bild eines blinkenden Ritters für eine Gottheit symbolhaft für einen Paladin stand. Allerdings, je mehr ich diesem Thread hier folge und darüber nachdenke, desto ehr reizt mich die Ansicht das Paladine eben nicht so sind, sondern wie hier mehrfach angeregt eben doch eher in exquisiter, schwerer aber dennoch lederner Rüstung unterwegs sind. Finde ich ziemlich gut, die Idee. Schließlich ist die schwerste Rüstung die sie tragen ja am Ende ihr Glaube, oder nicht?! Und es stellt natürlich auch ein gewisses Balancing dar... Davon einmal abgesehen, mit der erwähnten Fertigkeit bestünde ja die Chance trotz allem schwerere Rüstung zu tragen - allerdings zum Preis hoher Entwicklungspunktkosten. Da sollte sich ein Spieler eben mal überlegen ob er lieber einen Krieger/Ritter/... spielen will, oder einen Paladin. Das ist das alte Problem des Jack-of-all-trades den Spieler immer haben wollen: alles können und in allem am besten sein!

  • der Maximal möglich Malus durch Rüstung ist 95 (75 AT 20 + 20 Metallhelm) Ein Paladin Stufe 1 mit durchschnittlichen Attributen und einem Punkt in Transcend Armor hat schon nen Gesamtbonus von ++50!
    Damit kann er zumindest AT 18 mit Metallhelm Malifrei tragen, von daher ist es Regeltechnisch überhaupt kein Problem einen Paladin in Vollplatte zu spielen. Wenn ich an einen Paladin denke dann meist mindestens im Kettenhemd . Allerdings kann ich mir auch Paladine in leichteren Rüstungen vorstellen, insbesondere wenn man weg von Menschlichen Paladinen geht..


    Gut nicht umbedingt zum Zwerg, da tragen bei mir sogar die Kleriker Minimum Kette ;)

  • egal wie man es sich vorstellt - klischeehaft als ritter oder einfach anders.
    denke das kann ein eigenes thema werden.


    wenn er auch alle abzüge ausgleichen kann, selbst dann hat er, wie alle anderen spelluser auch das problem das er kein automatisches zauberwirken (automatic spellcasting) kann.


    das ist vor allem das problem.
    mentalisten (mit helm)
    essence und chan. reicht schon die rüstung.


    manche leute schauen auch ganz genau auf die mitgeführten metallgegenstände usw.
    IBON

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    Die Zensur ist die jüngere von zwei schändlichen Schwestern, die Ältere heißt Inquisition.

  • Ich finde es auch interessant eine Paladin in Ausbildung zu spielen ( Hmm wie war noch mal das Wort ) auf jedenfalls stelle ich mit das so vor das er in den stufen die er benötigt um den Skill "Rüstung durchdringen" zu steigern noch Azubi ist und wen der Spieler und oder der Spielleier meint es ist so weit, eine weihe bekommt und und Paladin wird.

  • Also wir stellen uns das, in unserer Runde, so vor, dass der Paladin, nur im Notfall auf seine göttlichen Fähigkeiten zurückgreift. Er verlässt sich lieber auf seine eigenen Fertigkeiten, um seinem Gott zu dienen und kann deshalb im Kampf auch eine Metallrüstung tragen. Auf Pilgerfahrt, Missionierung, oder Sonstigem wird er aber seine Metallrüstung eh nicht tragen und kann dann auch Magie wirken. Seine Ketten-oder-Plattenrüstung kommt dann erst auf Kreuzzügen zum Einsatz, wo sich ihr Tragen auch lohnt.


    Die Rüstung-durchdringen-Fertigkeit habe ich eher so verstanden, dass damit die eingeschränkte Bewegungsfreiheit ausgeglichen werden kann, was ja nur für Essenzmagiekundige von Vorteil wäre. Dass man damit die leitmagie-schwächende Wirkung des Metalls aufheben kann, wäre mir neu. Allerdings kann man ja, wenn man denn möchte, die Metall-schwächt-Leitmagie-Regel auch einfach weglassen.

  • Der Paladin ist ein schönes Beispiel dafür, dass Regeln, die nur aus pseudohafter Charakter-Gerechtigkeit gemacht werden, auch viel kaputt machen können - etwa unseren göttlichen Strahlemann. Ich warte dabei immer noch auf ein gutes Rollenspiel-System, dass sich nicht sklavisch an das Gebot "Magie = keine Rüstung tragen" hält, was irgendwer wohl mal aufgestellt hat, nachdem ihm aufgefallen ist, dass die Magier-Jungs zu heftig werden. 200 Blitzstrahlen/ Tag ist Okay..aber bitte doch kein Kettenhemd! Balance! ;( Aber damit auch gleich den Paladin versauen?
    Also die Götter auf meinen Welten waren immer clever genug, ihren Paladinen nicht nur zu zeigen, wie man in ihrem Namen wütet, sondern auch dafür zu sorgen, dass die Darbietung der göttlichen Macht nicht daran scheitert, dass der Paladin dummerweise gerade auf einer Metalltreppe sitzt. Ist doch lächerlich.
    Paladine sollen harte Auflagen haben - sie sollen sich wie Paladine benehmen und nicht wie Hedonisten..hey..das sind noch Männer mit Moral. Wenn sie das vergeigen ist schwupps die ganze Magie weg. Aber doch bitte nicht wegen einem Kettenhemd. :S
    Und für die Atheisten unter uns bleibt ja noch dich Möglichkeit, Religion und damit verbundenes Wunderwirken als reine "Kopfsache" abzutun..dann ist der Paladin eben ein Mentalmagiekundiger..zwar ohne Helm..aber immerhin... 8|
    Beste Grüße,
    Erafal

  • Erafal


    Da gebe ich dir auch zum Teil Recht. Manchmal frage ich mich schon, warum das so ist mit der Magie und Metall und ob man das nicht als "Hausregel" anders händeln könnte!


    Aber dann habe ich auf der anderen Seite gleich ein ungutes Gefühl dabei, denn das System ist ja schon sehr gut ausbalanciert und wenn ich jetzt den Magiekundigen (in diesem Falle den Paladin) eine Rüstung gestatte, dann weiss ich nicht inwiefern das die Spielbalance verändert. Aber vielleicht sollten wir das in unserer Gruppe einfach ausprobieren und dann einem Paladin eben wirklich harte Auflage geben.

  • Der Paladin ist ein schönes Beispiel dafür, dass Regeln, die nur aus pseudohafter Charakter-Gerechtigkeit gemacht werden, auch viel kaputt machen können - etwa unseren göttlichen Strahlemann. Ich warte dabei immer noch auf ein gutes Rollenspiel-System, dass sich nicht sklavisch an das Gebot "Magie = keine Rüstung tragen" hält, was irgendwer wohl mal aufgestellt hat, nachdem ihm aufgefallen ist, dass die Magier-Jungs zu heftig werden.

    Wie ich bereits erwähnt habe kann man die Metall-schwächt-Leitmagie-Regel auch weglassen.
    Im Buch arkanen Wissens (Queen/Laurin) war dies sogar ausdrücklich vermerkt:


    "In vielen fantastischen Welten können Benutzer der Leitmagie alle Arten von Rüstungen tragen, ohne, dass ihre magichen Kräfte davon beeinflusst werden. Man braucht nur an all die kämpfenden Kleriker und Paladine in Plattenpanzern, an die Waldläufer in Kettenhemden und alle anderen Helden der Leitmagie zu denken, denen es nichts ausmacht in Metallrüstungen umherzuklappern. Wenn der Spielleiter möchte, so kann er beschließen, dass einige Berufe der Leitmagie (Kleriker, Animisten, Waldläufer, Heiler, Paladine, Druiden und Astrologen) durch das Tragen von Rüstungen, seien sie aus Metall, oder anderem Material, nicht in ihrem Magiegebrauch eingeschränkt werden, wie es im Buch der Magie die Regel ist."


    Aber was dir nicht gefällt, kannst du eh weglassen, oder deinen Bedürfnissen anpassen, egal ob das nun so in den Regeln steht, oder nicht. Das steht so auch in, so gut wie, jedem Rollenspielbuch.

  • Grüße,


    sehr interessante Diskussion, meinereiner hält das so, daß der Paladin als einziger Magiebenutzer an Rüstung tragen kann was er will, da er im Auftrag seines Gottes für ihn aktiv ist.
    Alle anderen Leitmagiebenutzer dürfen lederne Rüstung tragen und Essenzbenutzer gar keine.
    Ausnahme hiervon sind die Kriegsmagier /-priester, welche Drachenschuppenrüstungen tragen dürfen.
    Außerdem dürfen alle Elben die aus Mithril bestehenden Elbenkettenhemden tragen, egal welche Magie sie wirken.


    Aber wieso beschwert Ihr Euch ?
    Man kann doch Kleidung mit Schutzzaubern belegen, ggf. sogar dauerhaft.
    Außerdem kann man alle Rüstungen auch mit leichterer Behinderung verzaubern lassen und / oder die Rüstung eine höhere Rüstungsklasse verpassen. Natürlich zusätzlich mit sonstiger schützender Verzauberung.


    Also warum sollte man nicht seinen Paladin mit einen verstärkten Lederpanzer austatten, welcher wie Lederpanzer getragen wird und wie Kettenhemd schützt ?


    gez. DEVNUSOM-Meister

    regeltechnische Aussagen mit direktem Rolemaster-Bezug erhalten ein R, mit DEVNUSOM-Bezug ein D, alles andere ist allgemeingültiger Natur

  • @ Navigator: Okay, in Sachen Flair gehen wir konform, da meine Paladine ja auch Plattenrüstung bevorzugt tragen dürfen.


    Und auch im Fall hinsichtlich der vorhandenen magischen Möglichkeiten kann ich mögliche Einschränkungen verstehen.


    Meine Sicht ist nun einmal von Mittelerde geprägt, wo mag. Ggst. häufig, aber Zurschaustellungen von gewirkter Magie selten sind. Bestenfalls Zauberer und Hexer, welche eher den Geist denn etwas Offensichtliches beeinflussen sind neben den Klerikern (allgemeine Priester) und den eher harmlosen allgemeinen Magiern häufig. Andere Speziallisten sind Ausnahmeerscheinungen.
    Barden fallen mit ihrem magischen Können wegen ihrer Musik nicht auf und die Waldläufer nicht aufgrund des sanften Übergangs zwischen naturkundlichen Fertigkeiten und naturbeeinflussenden Zaubern. Und die Kriegermönche verwenden genau wie Berufsnah- /-fernkämpfer eben "nur" Meditationen und keine "wirkliche" Magie.


    Paladine sind bei mir eben ritterliche Krieger, die erst ab der 9. Stufe mit ihren Gebeten anfangen, auch wenn sie ihre Ausbildung über verschiedene Stufen vom Anwärter und Novizen (0. St) über den Pagen (1. St), Mönch (2. St) und den Knappen (3. St) zum Rekruten (4. St) aufsteigen, ehe sie zum Paladin (9. St) werden, welcher zum Paladinhauptmann (15. St) werden und nur unter besonderen Verdiensten zum Paladinfeldherr (ab 20. St) aufsteigen kann (bleibt die Ausnahme).


    Wenn man natürlich keine so klare Ordenshierarchie hat, wie sie einer meiner Spieler für sich und einen Kollegen erstellt hat, dann sind meiner Meinung nach auch Paladine in Lederrüstung vorstellbar.
    Aber jedem wie er es in seiner Welt und Vorstellung vertreten kann.


    gez. DEVNUSOM-Meister

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