Adventskalender

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/b829/f/2017/334/9/3/banner_kalender_by_nezura-dbvbwzp.png]



    Der Winter hat Einzug gehalten und mit ihm auch der dreckig graue Schneematsch auf Trions Straßen. Es ist kalt, nass und ungemütlich. Finster ist es obendrein. Wer sehnt sich da nicht nach ein wenig warmer Sonne, blauem Himmel und vielleicht sogar etwas Sand zwischen den Zehen?


    Begleitet uns in eben solche Gefilde. Wir drei, Chemiezwerg, Mimic und ich, haben beschlossen, euch auf eine Reise mitzunehmen, die euch den tristen Winter vergessen lässt. Unser Weg führt uns nach Leandor. Dort werden wir wohl geschätzte 24 Tage unterwegs sein. Jeden Tag wird es für euch ein neues Stück unserer Reise zu entdecken geben. Oder besser gesagt, es wartet ein Stück Abenteuer auf euch. Kommt mit uns, sammelt die einzelnen Türchen... ich meine natürlich Tage in euren Aufzeichnungen und am Ende werdet ihr in der Lage sein, mit euren eigenen Spielrunden diese Reise anzutreten.


    Natürlich wird nicht gleich alles auf den ersten Blick einen Sinn ergeben. Aber seid versichert, mit jedem neuen Tag werdet ihr hier ein wenig mehr vorfinden, was sich am Ende zu einem großen Ganzen zusammenfügen lässt.


    Wir hoffen, euch mit diesen 24 Kleinigkeiten die nasskalte Zeit ein wenig versüßen zu können und wünschen eine gute Reise ins warme Leandor. Morgen geht's los.



    Hochachtungsvoll,

    Chemiezwerg

    Mimic

    Lynx

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/e5bf/f/2017/335/e/1/banner_tag_1_by_nezura-dbvfbpl.png]



    "Komm, wir finden einen Schatz..."



    [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/320c/f/2017/335/9/a/karte_teil_1_by_nezura-dbvfbxr.png]


    Zu sehen sind drei Bauten – zu identifizieren als die Stadt Asoca Arsun, ein geheimnisvoller Turm und eine Windmühle – sowie zwei Wege. Ein als gepunktete Linie dargestellter Weg führt vom Turm aus nach Nordosten bzw. Süden; durch die Stadt verläuft außerdem eine breite Straße, die als „der goldene Weg“ bezeichnet wird. Am rechten Kartenrand sind der Fluss Shavis und das angrenzende Schwemmland zu sehen.

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/cfde/f/2017/336/0/f/banner_tag_2_by_nezura-dbvizvj.png]




    Ascoa Arsun

    Asoca Arsun ist eine befestigte Stadt, wie tausend und einer Nacht entnommen. Unzählige Basare, Tempel und Karawansereien drängen sich in den engen, tiefen Häuserschluchten der an der Handelsroute „goldener Weg“ liegenden Stadt. Asoca Arsun befindet sich an der Grenze zur Wüste, westlich des Shavis, und strotzt vor Reichtum und Wissen. Es gibt dort nichts, was man nicht kaufen könnte – vorausgesetzt, man hat das nötige Kleingeld. In der Stadt gibt es eine große Bibliothek und viele gute Ärzte. Die Stadt ist für beides weitbekannt und viele Menschen kommen nur deswegen her, weshalb die Stadt ziemlich überlaufen ist.


    Die Stadt liegt näher an der Wüste als am Schwemmland des Shavis, was sich deutlich in ihrem Klima niederschlägt: Tagsüber kann es hier bis zu 45°C heiß werden.

    Orte, die man dort besucht haben sollte: Einen der vielen Basare, die Bibliothek und das Ärztehaus, in dem man, neben medizinischer Versorgung, auch allerlei Kräuter und Gifte bekommen kann. Medizin kann eben auch zum Schlechten verwendet werden …

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/5920/f/2017/337/8/f/banner_tag_3_by_nezura-dbvn419.png]




    Der Basarhändler

    1,60m, 85kg, 42 Jahre, Glatze und schwarzer Ziegenbart

    Ein etwas rundlicher Basarhändler mit Prinzipien. Der kleine Mann mit dem schwarzen Ziegenbart und lichtem Haupthaar ist eine echte Perle unter seinesgleichen und vertritt die Meinung, dass nur zufriedene Kunden wiederkommen und verkauft nur ehrliche Waren zu ehrlichen Preisen. Aber er zählt auch Informationen zu seinen Waren. Er lügt seine Kunden niemals an (er verschweigt vielleicht ab und an ein paar Dinge) und wird bei Rückfragen so hilfreich sein wie ihm möglich. Jede Information hat schließlich ihren Wert…

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/00b7/f/2017/338/2/6/banner_tag_4_by_nezura-dbvqwt7.png]



    Der Basar


    ,,Frische Muscheln!“ Laut schallt der Ruf des Händlers über den Basar, der sich sogleich mit den vielen anderen Rufen und Schreien mischt, durch die eine Fülle orientalisch gekleideter Männer versuchen, ihre Waren an den Mann oder die Frau zu bringen. Der Geruch von Gewürzen, Parfüme, gebratenem Fleisch und Backwaren verdrängt die üblichen Gerüche der Stadt. Allerlei Waren säumen die Auslagen der Stände …

    … und damit wächst die Möglichkeit/Wahrscheinlichkeit für Situationen, die zur Ablenkung der Spieler führen können. Wir hoffen, die folgende Liste kann dem ein oder anderen Spielleiter dabei helfen, Erklärungsnot zu vermeiden.

    Hier einmal einige Dinge, die man auf einem Basar für gewöhnlich finden kann:


    Gold und Glitzerndes: Dieses Edelmetall ist einer der beliebtesten Werkstoffe teurer, kostbarer Dinge, die sich in aller Regel nur die wohlhabendsten Abenteurer anschaffen werden. Daneben sticht Gold nicht unbedingt durch seine Eignung zur Herstellung von Gebrauchswerkzeugen hervor; aber wer meint, er brauche unbedingt einen Dolch aus purem Gold, der wird sich im Kampf bald wundern, wie schnell sich seine schöne und wertvolle Waffe in ein goldenes Kerbholz verwandelt. Außerdem ist Achtung geboten: Scharlatane versuchen immer Euch Euer Geld aus der Tasche zu ziehen! Bist Du Dir auch sicher, dass die Goldvase, die Du gerade für 10 GF erworben hast, tatsächlich nur aus Gold besteht? Kann es nicht eher sein, dass es in Wirklichkeit bloß eine Steinvase in schöner Verkleidung ist? Es gilt wie immer: Nicht alles ist Gold, was glänzt!

    Natürlich finden sich neben Gold noch andere Edelmetalle, z. B. Silber und Kupfer, die an den Höchstbietenden verscherbelt werden. Auch Edelsteine wie Amethysten und Opale werden feilgeboten und wollen den Besitzer wechseln.


    Essen und Kräuter: Für die Vertreter der feinen Küche finden sich auf einem Basar kulinarische Köstlichkeiten. Neben rohen Mengen an Salz, die einem hier fast geschenkt werden, kann man auch andere, noch seltenere Gewürze erstehen: Getrocknete Paprika, Majoran, Pfeffer oder Kreuzkümmel lassen sich an jedem zweiten Stand entdecken. Daneben reihen sich die exotischsten Fischsorten an einem Stand auf. (Was ist das für eine seltsame Angel, die aus dem Kopf dieses hässlichen Fisches herauswächst?!) Auch für Fingerfood ist gesorgt: Händler, die einem gebratene Wüstenratte am Spieß, Kamelfleisch im Fladenbrot oder gegrillte Heuschrecken andrehen wollen, stellen teilweise ein unüberwindbares Hindernis dar. Nachdem man von dem einen Händler endlich dazu genötigt worden ist, etwas zu kaufen, steht auch schon der nächste im Weg, der einen über den Tisch ziehen will.


    Essen

    Erläuterung

    Preis

    Wüstenratte am Spieß

    Ratte am Spieß

    2 KL

    Kamelfleisch im Fladenbrot

    Schmeckt nach Hühnchen

    3 KL

    gegrillte Heuschrecken

    Gute Proteinquelle, schmeckt ziemlich würzig

    1 KL

    Mistkäfer am Stück

    Der lebt noch!!!

    1 KL

    Gegrillter Kaktus

    Schmeckt eigentlich nach nichts, macht aber satt

    4 KL

    Anglerfisch

    Fisch mit Angel am Kopf, bietet eigentlich wenig Material zum Essen

    1 TT

    Feuerfisch

    Wer bitte isst freiwillig etwas hochgradig Giftiges?

    6 TT






    Artefakte und Tinkturen: Neben dem Heilkraut, das von jeder Krankheit kurieren soll – das jedoch verdächtig nach dem gewöhnlichen Kreuzkümmel aussieht, der am Nachbarstand angeboten wird – finden sich hier hin und wieder auch wirklich echte Schätze ... aber meistens eben doch nur Schrott:

    · Trank der Unsichtbarkeit: Willst Du wirklich einen Trank, in dem tote kleine Käfer herumschwimmen, trinken? – 6 GF die Phiole

    · Trank der Stärke: Na ja, Alkohol sorgt immerhin dafür, dass man sich stärker fühlt, aber dasselbe bekommt man wohl auch in der nächsten Kneipe als Kaktusschnaps gereicht – 8 GF die Phiole

    · Trank der Transzendenz: Abgesehen davon, dass das Wort Transzendenz ziemlich erfunden klingt, hat dieser Trank nichts Besonderes an sich und genau so sieht er auch aus; aber ein Basarhändler wäre kein Basarhändler, wenn er nicht sogar Wasser etwas teuer zu verkaufen in der Lage wäre. – 7 GF die Phiole

    · Schwert der Unbezwingbarkeit: Die Tatsache, dass der Händler einen ganzen Haufen dieser Teile unter seiner Auslage stehen hat, macht ihn entweder zu einem Magier oder einem Lügner; sucht es Euch aus. – 40 GF

    Natürlich werden Spieler, die sich spendabel gebärden, sehr schnell das Ziel von Taschendieben. Aber die hilfreichen Händler des Basares bieten selbstverständlich auch dafür eine Lösung an:

    · Talisman des Schutzes: Der kleine Vogelschädel schützt Euch wirklich – und zwar vor Kontakt mit normalen Leuten! – 2 GF

    · Talisman der Erleuchtung: Egal zu welcher Gottheit Du auch betest, dieser Talisman setzt Deine Wünsche auf der Prioritätenliste deiner Gottheit ganz nach oben … eventuell. – 7 GF

    Glücklicherweise sind neben den vielen Quacksalbern und Betrügern auf dem Basar auch ehrliche Händler vertreten, die Waffen verkaufen, wobei man bisweilen sogar wunderschön gearbeitete Kunstwerke unter deren Auslage finden kann. Woher die Waffen kommen? Vom örtlichen Schmied? Nein, eher nicht. Die Leute, die sie hier angeliefert haben, sahen mehr nach Grabräubern aus.

    Bei all den negativen Dingen, die man über die Händler erzählen kann, muss ehrlicherweise erwähnt werden, dass diese auch immer eine gute Seite haben: Sie lassen stets mit sich verhandeln und der ein oder andere macht wohl mal eine größere Summe frei, wenn man seinen Hokuspokus entlarvt und ihn damit erpresst.


    Na dann: Viel Spaß beim Shoppen auf dem Basar!

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/33c0/f/2017/339/b/4/banner_tag_5_by_nezura-dbvu73s.png]




    [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/67fc/f/2017/339/e/b/karte_teil_2_by_nezura-dbvu79v.png]



    In den Stein geritzt sind einige Linien zu erkennen: Was auf den ersten Blick wie beliebige Striche und Knubbel anmutet, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als Teil einer Landkarte. Zwei Linien kreuzen sich; eine davon breiter als die andere. An der Stelle, wo sie sich kreuzen, ist ein Bogen zu sehen – eine Brücke vielleicht? In der Nähe dieser Kreuzung befindet sich etwas, das an ein Bauwerk erinnert. Es sieht nicht wie eine Stadt aus, aber auch nicht wie eine Burg oder eine Wegstation. Es wäre möglich, dass es sich um ein Kloster handelt.

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/4ba4/f/2017/340/d/1/banner_tag_6_by_nezura-dbvxkfm.png]




    Und was erwartet Euch hier an Nikolaus? Ihr denkt vielleicht, wir hätten uns Gedanken gemacht, um euch am Nikolaustag etwas Besonderes zu präsentieren. Na ja – mal sehen, was der Nikolaus so für Euch dagelassen hat …


    KOHLE?! … Da war wohl jemand nicht artig dieses Jahr. – Nun gut, Scherz beiseite!


    Fast hätte Irwin diese Kostbarkeit übersehen, doch zum Glück war Othil heute mit ihm:

    Den ganzen Tag war er bereits mit einigen anderen Abenteurern unterwegs gewesen; auf der Suche nach einem wertvollen Schatz, der versprach, alle Finder für immer reich zu machen. Jetzt gerade bewegten sie sich durch enge Gänge unterhalb eines Tempels irgendeiner alten heidnischen Gottlosigkeit. Der Rest der Gruppe hatte sich dazu entschieden, einen anderen Weg als denjenigen zu gehen, der ihm eingegeben worden war, und so schlug sich der Elf erst einmal alleine durch. Aber sein Gott hatte ihm genau den richtigen Wink gewiesen: Der Gang, den er gewählt hatte, endete in einem großen Raum, in dessen Ecke sich schwarze Kohlestücke stapelten. „Toll!“, dachte sich der Anhänger Othils und musste sich eine sarkastische Bemerkung verkneifen. Das Schlimmste war ja nicht einmal, nichts zu finden, sondern dass die anderen Zeuge würden, wie er ergebnislos zurückkehrte. „Verdammt!“ Erzürnt schmetterte er eins der Kohlestücke gegen die Wand. Ein lautes Klirren begann von den Wänden widerzuhallen – ein seltsamer Klang, der nicht so recht zu einem Stück Kohle zu passen schien. Schnell war die Quelle für dieses Geräusch gefunden: In der Kohle verbarg sich ein Kern aus einem klaren Mineral. An mehreren Stellen brach es das Licht und funkelte so in seiner Hand. Sofort machte sich der Priester daran, diese wunderbaren Gottesgeschenke aufzusammeln und die Kohle an einem Stein abzuklopfen. Dadurch erhielt er etwa fünf kleinere kristallklare Steine, die bestimmt einiges an Wert erzielen würden. Mit dem Wissen, hier ein gutes Geschäft gemacht zu haben, kehrte der Elf aufgeheitert zu seinen Mitabenteurern zurück.


    Diese kleine Spielerei unsererseits ist etwas für Gruppen, die dazu neigen, sich – aus welchen Gründen auch immer – zu trennen. Die kleinen Kohlestücke sind dabei zunächst ziemlich unauffällig und nur die neugierigsten Spieler werden die wahre Natur dieser Steine entdecken: Ein kleiner Diamant, der sich in der Kohle versteckt. Eines dieser wunderbaren Fundstücke wird wohl – je nachdem an welchen Händler man gerät – um die 3 GF bringen.

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/f0b1/f/2017/341/2/b/banner_tag_7_by_nezura-dbw0y5i.png]




    Obsidianturm


    Düster und ehrfurchtgebietend ragt der Turm aus schwarzem Obsidian inmitten der Wüste in den flirrenden Himmel auf. Würde er nicht zuweilen kühlenden Schatten spenden, hielten sich Reisende gewiss von ihm fern.

    Der Turm ist so hoch wie zehn große Männer (ca. 20 m) und zeichnet sich durch eine glatte, auffallend ebenmäßige Oberfläche aus. Ob dies nun der ständigen Einwirkung von Wind und Sand zu verdanken ist oder ein Zeugnis handwerklicher Meisterschaft, ist nicht nachzuvollziehen. Die makellosen Flächen werden nicht von Fenstern durchbrochen. Auch ist kein Eingang, der ins Innere führen könnte, zu erkennen. Prägnant sind die verschlungenen Linien, die an einer Seite des Turmes hervortreten. Dort, wo sie zusammen laufen, scheinen sie eine Art Karte zu bilden – doch die Karte ist unvollständig. Womöglich gibt es irgendwo noch ähnliche Fragmente, die dabei helfen können, den Sinn der Linien auf dem Turm zu entschlüsseln.

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/d453/f/2017/342/e/6/banner_tag_8_by_nezura-dbw47hi.png]




    Räuberbande


    Im Schatten des ersten Obsidianturms kampiert eine kleine Räuberbande. Die Männer sind zwar allesamt etwas verwahrlost, wirken jedoch nicht so, als seien sie von Grund auf bösartige Finsterlinge. Vorsicht ist dennoch geboten! Das merkt man schnell, wenn man die Gruppe eine Weile beobachtet oder gar belauscht.

    Bei den Räubern scheint es sich um ein Zweckbündnis einiger Männer zu handeln, die irgendwie in Schwierigkeiten geraten sind und sich nun zusammengetan haben, um sich einen zweifelhaften Lebensunterhalt mit Überfällen zu verdingen.


    Angeführt werden sie von Abiram, einem recht auffälligen Mann mittleren Alters. Eine lange Narbe zieht sich fast senkrecht über seine linke Wange bis hinunter zum Kinn. Seine Augen sind klein und dunkel. Die langen, schwarzen Locken hat er nur dürftig mit einem Lederband zusammengebunden. Abirams Kleidung ist abgewetzt und stellenweise grob geflickt. Er trägt Krummsäbel und Wasserschlauch an seinem Gürtel, ansonsten scheint es bei ihm nichts zu holen zu geben – wäre dies anders, überfiele er vielleicht auch keine Reisenden.


    Abiram wurde von den Räubern zum Anführer ernannt, weil er einigermaßen clever ist und gut rechnen kann. Das bedeutet jedoch nicht, dass er ausgeklügelte Taktiken verfolgt. Die Gerechtigkeit seiner armlangen Klinge reicht in der Regel aus, um Leute von Hab und Gut – bei Bedarf auch von ihrem Leben zu befreien.


    Anmerkung für den Spielleiter: Die Anzahl der Banditen lässt sich gut an die Kampfkraft der Gruppe anpassen, sodass ein Konflikt nicht zu schwer wird, aber immer noch herausfordernd genug bleibt.

  • Heute Abend wird unter einigen Supportern gespielt. Daher gibt es das Türchen Nummer 9 einfach jetzt schon.


    [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/67e3/f/2017/343/e/d/banner_tag_9_by_nezura-dbw6ja2.png]



    Runensteine


    In den Ruinen des verfallenen Klosters lässt sich nicht nur eine Steintafel finden. Aufmerksame Helden könnten einige handtellergroße, rote Steine mit schwarzen Sprenkeln erkennen.

    "Steinkenner" sehen sofort, dass es sich um Mahagoni-Obsidian handelt: Ein wertvoller Stein, der gerne zur Herstellung extravaganter Schmuckstücke verwendet wird. Die Steine haben also für ihre Finder definitiv einen gewissen Nutzen; aber das nicht nur, weil sie farblich hübsch anzusehen sind und daher gut verkäuflich wären – nein, jemand hat auch etwas in sie hinein geritzt. Auf jedem der flachen Steine befindet sich ein Schriftzeichen – Zwerge oder Sprachkundige können es als Zwergenrune erkennen. In Summe sind es sieben Steine, die jeweils einen Buchstaben tragen; zwei von ihnen sind jedoch identisch.

    (C-D-E-E-I-K-R)

    Vielleicht wittert ein wacher Geist ja eine Spur hinter diesen Runen …


  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/9706/f/2017/345/6/9/banner_tag_11_by_nezura-dbwfen4.png]




    Oase


    Erblickt ein Reisender die Oase, mag er hin- und hergerissen sein zwischen Verlockung und Argwohn; denn der grüne, blühende Ort inmitten der lebensfeindlichen Wüste erscheint zunächst wie ein absurdes Trugbild. Beim Näherkommen jedoch erweist er sich als wahrhaftiger Segen: Aus einem sandfarbenen Felsen entspringt eine Quelle klaren Wassers. Rings um sie herum hat sich das Leben versammelt. Grün sprießt es entlang des viele Meter sich dahinschlängelnden Wasserlaufs. Einige stolz emporragende Palmen spenden Schatten. Zwischen ihren Wedeln nisten Vögel , die sich von den Datteln an den Bäumen nähren. Dort, wo das Wasser wieder im Wüstensand versickert, sind meist einige Tierspuren zu entdecken – allerdings lassen sich die Bewohner der Wüste eher selten blicken.

    Am Rande der Oase erheben sich graubraune Mauern aus dem Boden, hinter denen ein altes, von Wind und Sand gegerbtes Kloster liegt.

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/36c6/f/2017/346/c/1/banner_tag_12_by_nezura-dbwin4g.png]




    Archäologe


    0,56 m; 20 kg; 26 Jahre; blaue Augen und kurze blonde Haare; kein Bart

    Ronin vom Clan der Meistertüftler ist ein gnomischer Archäologe mit einem Faible für moderne Technik. Diese setzt er zum Restaurieren und Graben ein, sofern sie ihm nicht um die Ohren fliegt. Mitsamt seinem Reittier (einer Art Kamel) zieht er derzeit durch die Wüste und ist dabei auf die Obidiantürme gestoßen. Er wird ausschließlich von Neugierde getrieben und ist nicht an persönlichem Gewinn oder Reichtum interessiert. Er möchte das Geheimnis nur um der Lösung willen lüften. Sollte die Heldengruppe ihn teilhaben lassen, schlösse er sich gerne der Suche an. Ronin ist von Natur aus quirlig, chaotisch und ein bisschen zu gutgläubig. Aber er ist auch ein sehr treuer, freundlicher und standhafter Charakter, der seine Freunde stets unterstützen wird.

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/d35b/f/2017/347/e/7/banner_tag_13_by_nezura-dbwm35b.png]




    [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/8a97/f/2017/347/4/1/karte_teil_4_by_nezura-dbwm3ah.png]



    Viel ist nicht auf diesem Teil der Karte zu erkennen. Im Wesentlichen zeigt sie dasselbe Symbol, das bereits auf einem Stück einer anderen Landkarte abgebildet war: Ein Kloster, wie es scheint, umgeben von einer nichtssagenden Weite.

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/9262/f/2017/348/4/3/banner_tag_14_by_nezura-dbwpgd4.png]




    Das Kloster


    Bereits aus der Entfernung sieht das Kloster heruntergekommen aus. Die kleine Sandsteinmauer, von der das Gelände einst umgeben war, ist entweder voller Lücken oder stellenweise überhaupt nicht mehr vorhanden; das eiserne Gittertor – eine wunderschöne Kunstarbeit, die verschlungene Kreise zeigt – spielt daher nur noch eine dekorative Rolle. Hinter dem Tor befindet sich, umgeben von drei grauen Ziegelbauten – oder dem, was von ihnen noch übrig ist –, der Innenhof der Abtei. In diesem befindet sich rechts eine kleine Steinkirche mit Turm, der jetzt eingefallen daliegt. Ihr gegenüber steht eine eher unscheinbar wirkende Scheune, die früher als Lager genutzt wurde und deren Dach heute komplett eingestürzt ist. Beide Gebäude waren durch ein niedriges einstöckiges Gebäude verbunden, das neben dem Durchgang auch die Mönchsquartiere und die Küche enthielt. Doch jetzt wirkt es fast so, als hätte der zornige Schlag eines Gottes diese Gebäude in der Mitte gespalten und die Trümmer in den wilden Auswüchsen des dahinterliegenden Gartens verteilt. Die Gänse, die einst in einem Pferch an der Klostermauer lebten, haben sich in einem kleinen Wildwuchs, der sich dank Brunnen gebildet hat, ein eigenes Nest gebaut. Sie scheinen die letzten Bewohner dieser Anlage zu sein.

    Die Kirche ist nur noch unter Lebensgefahr zu betreten: Der Kirchturm ist einst auf das Gebäude gestürzt und liegt nun – wie ein zerbrochenes Streichholz – schräg im Kirchenschiff. Steinschlag und Splitterregen sind keine Seltenheit, wenn eine Windböe an den Überresten des Turmes wackelt.

    In den Überresten der Scheune lassen sich einige bronzene Behälter und die Reste von Holzfässern finden, die darauf schließen lassen, dass die Mönche hier einst Wein anbauten. Diese Vermutung lässt sich von demjenigen bestätigen, der den geheimen Keller unter der Scheune findet, wo ein letztes Fass Wein darauf wartet, verkostet zu werden. Wer sich jetzt über einen edlen Tropfen freut, muss bald feststellen, dass das Fass leider nicht luftdicht verschlossen war und sich über die jahrelange Abwesenheit der Mönche Essig gebildet hat. Aber immerhin lässt sich hier irgendwo in den Trümmern ein Kartenteil finden … flattert da oben nicht etwas an dem Holzbalken des ehemaligen Kirchenschiffes?

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/a05b/f/2017/349/e/9/banner_tag_15_by_nezura-dbwsois.png]





    Bruder Wendel


    Wendel ist ein Mönch, wie viele ihn sich vorstellen: Mit seinen 1,68 m ist er nicht der Größte. Seine schlanke Statur und seine etwas ungelenken Bewegungen deuten an, dass er ein Kopfmensch ist. Auch seine grüngrauen Augen vermitteln seinem Gegenüber, dass in ihm ein wacher Geist ruht, der eine Lüge schnell erkennt, wenn er sie hört. Wie auch der Rest von ihm, ist sein Gesicht recht schmal geschnitten. Prägnant sind die etwas zu groß wirkenden Ohren. Haare hat er trotz seiner jungen Jahre keine mehr auf dem Kopf.

    Wendel trägt schlichte Ordenskleidung, die er nicht gut zu pflegen scheint, – alles ist etwas abgewetzt, staubig und ausgefranst – aber das gehört zu den weltlichen Dingen, mit denen er sich wohl eher dann beschäftigen würde, wenn es sich um alte Schriften und verloren gegangenes Wissen handeln würde.

    Der junge Mönch ist fasziniert von angesammeltem Wissen. Aus diesem Grund findet man ihn nur allzu oft in Bücher vertieft. Seine Leidenschaft macht ihn auch zur ersten Anlaufstelle, wenn es darum geht, Dinge über die Vergangenheit in Erfahrung zu bringen.

    Will man als Außenstehender von seinem Wissen profitieren, ist es ein guter Plan, ihm für diese Gefälligkeit altes Wissen, antike Rätsel oder kleine „Schätze“ aus der Vergangenheit anzubieten. Grundlegend wird er einem Hilfesuchenden zwar diese Hilfe nicht verwehren, aber man hat es deutlich leichter, wenn man ihm im Gegenzug etwas anbieten kann.

  • [Blocked Image: https://orig00.deviantart.net/5f90/f/2017/350/e/e/banner_tag_16_by_nezura-dbwwaez.png]




    Restaurationsapparatur


    Um die verwitterte Karte wieder lesbar zu machen, hat Ronin (Tag 12) sich eine ganz besondere Erfindung ausgedacht. Diese besteht aus einem Antrieb und einer Art mechanischer, sich schnell drehender Bürste. Leider benötigt er zum Antreiben der Apparatur mehr Kraft, als er selbst aufbringen kann (die Maschine wird mangels anderer Energiequellen wie Wasser oder Wind mit Muskelkraft betrieben – ähnlich wie ein Fahrrad). Er bittet den stärksten der Helden also, kräftig in die Pedale zu treten, damit er sich um den Rest kümmern kann. [Manöverprobe 10 (Str/Athl)]

    Während der Probe könnte ein aufmerksamer Spieler das seltsame Summen und Sirren wahrnehmen, das vom Gerät auszugehen scheint. [Manöver 8 (Wahrn/Int)] Nach getaner Arbeit wird das Sirren lauter und die Maschine explodiert mit W10 + 3 Schadenspunkten.