Spielen mit Kindern

  • Hallo,


    Ich spiele ABOREA jetzt seit einigen Jahren und zwar ausnahmslos mit meinen KIndern.

    Ich weiß natürlich, dass das Spiel (eigentlich) erst ab "14" (in den älteren Ausgaben ab "12) ist, habe aber - so glaube ich zumindest - durch Vereinfachungen in den Regeln und dem Weglassen von ausufernder Gewalt und Psycho-Situationen die Sache gut in den Griff bekommen.

    Der Faktor "lustig" ist sicher wichtiger, als in einer Erwachsenengruppe, ich glaube aber nicht, dass wir allzu albern spielen und manchmal wird es sogar episch.

    Meine Töchter sind 14 und 11 Jahre alt, mein Sohn ist 8. Ihre Charaktere sind eher von der Sorte "simpler Krieger / Waldläufer" und Magie spielt eine geringe Rolle, wenngleich sich die Mädchen auch schon an Barde und Elf versucht haben.

    Die Mädchen haben viel Spaß am sozialen Rollenspiel, während mein Sohn lieber Goblins verprügelt (soweit zu den gängigen Geschlechterklischees...)

    Alle drei haben sich (trotz Warnungen meinerseits) auch schon mal als Spielleiter versucht. Das hat aber erwartungsgemäß nur bei meiner Ältesten funktioniert.


    MIch würde jetzt mal interessieren, ob hier noch Andere Erfahrungen mit "Kinder-Gruppen" haben und würde mich über Anregungen, Ideen und / oder Warnungen freuen.

  • Ich habe auch früh mit meinem Sohn angefangen zu spielen. Da war er 11 Jahre alt. Damals gab's noch kein Aborea. Einfache Einsteigersysteme waren eh mangelware. Begonnen haben wir mit einem ganz simplen DSA (gab da so eine ganz schmale Einsteigerbox). Er war von Anfang an auch eher der Kriegertyp. Hat sich aber auch schnell für's Spielleiten begeistert, mit viel Phantasie und Engagement. Wir sind dann schnell bei Rolemaster gelandet, und er spielt seither in meiner regelmäßigen Mittelerderunde mit.


    Ansonsten spiele ich heute leider viel zu selten mit Kindern. 4, 5 mal im Jahr spielen wir eine DER Runde in der die beiden Kinder des Spielleiters dabei sind. Und einmal im Jahr spiele ich mit den Kindern eines alten Freundes auf unserem hiesigen PhantastiCon.


    Ich bin immer sehr angetan, von der Begeisterungsfähigkeit der Kinder. Mit viel Phantasien und jede Menge Enthusiasmus spielen sie, und versetzen sich ganz in ihre Charaktere (was uns Erwachsenen ja manchmal im Laufe der Jahre verloren geht).

    Der Einfallsreichtum der Kinder begeistert mich immer wieder. Wie sie oft auf absurd erscheinende Ideen kommen, das ist schon klasse.

    Die Magie ist stark an diesem Ort; viele Elben haben über lange Zeit daran gewirkt." Frank Rehfeld: Zwergenbann

  • Meine Neffen waren auch in dem Alter, als ich sie angefixt habe. Das ist ungefähr zwanzig Jahre her und sie spielen immer noch. Vom pädagogischen Konzept habe ich eher die harte Schule gewählt: Ich habe Gewalt nicht unterbunden, sondern sie in allen Konsequenzen nach den Regeln ausgespielt. So haben sie schnell gelernt, dass Kämpfe nicht nur für den Gegner gefährlich sind. Dabei habe ich aber schon darauf geachtet, dass sie immer einen alternativen Ausweg finden konnten. Auch Tod durch einfaches Würfelpech habe ich versucht abzumildern, damit sie nicht die Lust verlieren. Hat ganz offensichtlich geklappt.

  • Ja, ganz ohne "Gewalt", im Sinne von Kämpfen oder Sturzverletzungen geht es natürlich nicht; aber es muss im Rahmen bleiben: Blutrünstige Folterszenen habe in einer Kindergruppe sicher nichts verloren.

    Die Quasi-Erzfeindin für meine Gruppe ist eine Dämonenfürstin, die im HIntergrund wirkend Angst und Schrecken verbreitet, aber den Kindern bisher auch noch nicht den Schlaf geraubt hat - insofern ist wohl ein gesunder Mittelweg zu suchen.


    Bezüglich des "alternativen Weges" sehe ich das wie T.F.: Wenn die Kids eine kreative (manchmal auch liebenswert naive) Lösung haben, bin ich für jede Schandtat bereit. Ich habe da bereits so die ein oder andere Überraschung erlebt!


    Und hinsichtlich der "Begeisterungsfähigkeit" können wir Erwachsenen uns wirklich ein paar Scheiben abschneiden.

    Meine Mädels haben sich zum Beispiel schon lange den Auftritt eines Einhorns (nicht rosa, nicht pummelig und nicht keksefressend) gewünscht; als ich mich dann nach einer gefühlten Ewigkeit dazu erbarmt habe, waren beide (und sogar Sohnemann) hin und weg und ein simpler Kurzauftritt eines überirdisch und episch wirkenden Wesens (wenngleich nahezu ohne Abenteuer.Relevanz) hat noch lange nachgehallt....


    Bis hierhin "danke" für die Antworten!

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