[NSC] Ahrunla, Herold der gefrorenen See

  • Ahrunla, Herold der gefrorenen See


    Mit schnellen Schritten, eilte er durch die Korridore. Die Schlacht aus welcher der Ritter zurückkehrte war, war eine einzige Katastrophe gewesen. Sie war der Höhepunkt eines Konfliktes gewesen, welcher sich in nur wenigen Jahren aufgebaut hatte. Sicher, es hatte zwischen seinem König und dem Herrscher des Nachbarreiches steht's Streitigkeiten gegeben, doch diese waren nie in einem Krieg ausgeartet.


    Der Ritter ging schwer atmend weiter. Seine Wunden waren nur notdürftig versorgt worden und eigentlich sollte er sich ausruhen, doch er musste den König sprechen. Ihm von der Niederlage berichten und noch viel wichtiger, ihm die Konsequenzen klar machen. Das Heer war geschlagen und das Königreich war nun wehrlos. Im Thronsaal war er nicht, also begab sich der Ritter zu den Gemächern seines Herren. Vor der Tür wurde er von einem jungen Diener aufgehalten, denn fast alle Ritter und Krieger des Königs waren in die Schlacht gezogen.


    "Halt mein Herr! Ihr dürft nicht eintreten!" Der Ritter knurrte nur verärgert.


    "Trete bei Seite, Junge! Ich muss den König sprechen!" Der Diener versuchte ihn daran zu hindern, die Tür zu passieren.


    "Der König und seine Familie befinden sich in einer Unterredung mit der Herrin Ahrunla! Sie wollen nicht gestört..." Der Ritter stieß den Diener, wütend zu Boden, öffnete die Tür zu den Gemächern des Königshauses und ging hinein. Ahrunla! Seit diese verfluchte Elfe am Hof erschienen war, war alles schief gelaufen! Irgendwie, war es ihr gelungen zur engsten Beraterin des Königs zu werden und das in erschreckend kurzer Zeit. Von da an hatte der König sie, tun und machen lassen was sie wollte. Tatsächlich sagten viele, er sei ihrer Schönheit verfallen und hätte ihr jeden Wunsch erfüllt, den sie von ihm verlangt hätte. So habe er sein Reich, in den Ruin getrieben. Mit dem Krieg gegen seinen Nachbarn, wollte er dessen Reichtümer erlangen. Etwas was furchtbar schief gegangen war.


    Mit mehr Kraft als nötig stieß er die Tür zum Schlaf gemach auf und was der Ritter sah, ließ ihn erstarren. Auf einem Thron, saß Ahrunla. Um sie herum ungeheure schätze. Was den Ritter jedoch aus der Fassung brachte, war was er zur rechten Des Throns sah. Dort kauerte der König, wie ein Hund zu Füßen seiner Herrin. Die weißhaarige Elfe, grinste den Ritter nur breit an.


    "Was fällt euch ein, einfach so in meine Gemächer einzudringen?", fragte sie freundlich, während ihr grinsen beim entsetzen Gesicht, des Ritters immer breiter wurde.


    "Was habt ihr mit dem König gemacht?!" Ahrunla lachte und kraulte anschließend, den Herrscher ganz so als wäre er wirklich kaum mehr als ihr Haustier.


    "Was soll ich mit ihm gemacht haben? Er selbst wollte doch in meiner Nähe sein.", antwortete sie und ein Lachen kam über ihre purpurgefärbten Lippen. Der Ritter verlor die Beherrschung, zog sein Schwert und stürmte auf die in rote und goldene Gewänder gekleidete Elfe zu, um sie nieder zu strecken. Doch als gerade die Klinge auf die Elfe nieder jagte sprang der König mit einem Schrei auf. Der Hieb spaltete den Schädel, bis auf Höhe der Augenbrauen. Ahrunla kreischte vor Lachen.


    - Aus der Legende vom Fall, des Königreichs Algarien



    Ahrunla. Ein Name, der zu einer Elfe gehört. Ein Name der gefürchtet wird. Ein Name der den Untergang verheißt und in vielen Ländern Palea's nicht oder nur sehr leise ausgesprochen wird. Doch wer ist das eigentlich, Ahrunla? Nun die meisten würden sagen, eine durchtriebene Elfenhexe, welche ihre dunklen Künste dazu einsetzt, sich die mächtigen und Reichen gefügig zu machen um dann auf ihre Kosten, ein ausschweifendes Leben zu führen. Dabei stürzt sie eben jene ins Verderben und bringt so ganze Königreiche zu Fall. Bis zu einem bestimmten Punkt ist das auch wahr. Wann immer Ahrunla in Erscheinung tritt, ist sie in der Gesellschaft der Reichen und Mächtigen. Und sie hat all jenen den Untergang gebracht, welche sie für sich einnahm.


    Doch das dies alleine, an ihrer schwarzen Magie liegt, ist nicht war. Auch die Behauptung, sie würde ausschließlich ihre körperlichen Vorzüge einsetzen um sich ihre Opfergefügig zu machen, gehört wohl ins Reich der Legenden. Außer Frage steht, Ahrunla ist eine schöne Frau. Doch macht sie das gleich zu einem Magie nutzenden, leichten Mädchen?

    Mitnichten. Sie ist sich ihrer Schönheit sehr wohl bewusst. Und sie weis es auch einzusetzen. Doch wer sich die Mühe macht, genauer hinzuschauen, wird feststellen das die, mitunter sehr beliebten, Geschichten über wilde Orgien die sie abgehalten haben soll, schlicht erfunden sind. Es gibt nämlich eine Charaktereigenschaft, die überall erwähnt wird. Ahrunla ist arrogant. Sie vermag es zwar, Männern und auch Frauen zu betören und sich gefügig zu machen, doch sie sieht in ihnen nicht viel mehr als Tiere. Sie kann sich so lange verstellen, bis sie ihre Opfer umgarnt hat. Zeigt sie ihre wahre Natur, ist es für ihr Opfer schon zu spät.


    Doch wo kommt diese manipulative Elfe her? Über Ahrunlas Herkunft ist nur wenig bekannt. Doch wenn man sich das Alter der einiger Geschichten vor Augen hält, welche über sie verbreitet werden, kann man davon ausgehen, dass sie ihren Ursprung in den Dämonenkriegen hatte. Zu jener Zeit, wurden auch die Reiche der Elfen von den Dämonen bedroht. Viele flohen, andere kämpften Tapfer. Doch ein Elfenreich, an der Nordost-Küste Palea's gelegen, wählte einen anderen Weg. Ihr Herrscher, unterwarf sich und sein Volk einem mächtigen Dämonenfürsten. Fortan dienten jene Elfen ihm in allen Belangen. Der Dämon und seine Schergen war grausam zu den Elfen und es wäre das Beste für sie gewesen, zu fliehen. Doch nun war es zu spät.


    Was hat das nun mit Ahrunla zu tun? Nun es muss erwähnt werden, das so entsetzlich das Leben unter den Dämonen auch war, diese Elfen ihr Ziel erreichten. Ihr Volk überlebte und als die Dämonen, den Krieg verloren, kam es zum Verrat der Elfen an ihrem Herren. Jahrhunderte lang, hatte sie ihre Herren beobachtet und fanden somit auch ihre schwächen heraus. Etliche Elfen, waren tief in die dunklen Künste eingetaucht und ihre Magie war nun so mächtiger als die Dämonen es erwartet hätten. Auch ihre Kriegsführung war nicht mehr die, welche man sonst von den Elfen gewohnt war. Sie hatten die Grausamkeit der Dämonen, doch waren sie nun kalt wie Eis.


    Im Entschiedenen Moment, wendete sich der Sohn der Elfenherrschers, gegen die Dämonen und seinen Vater. Es kam zu kämpfen und am Ende tötete, der Sohn den Vater sowie den Dämonenfürsten. Ahrunla, so ist davon auszugehen, kämpfte in jenen Kämpfen auf Seiten des Sohnes. Die Elfen siegten. Doch die Zeit unter der Herrschaft der Dämonen hatte sie für immer, verändert. Nachdem sie sich erholt hatten, brachte der neue Elfenherrscher Krieg in die anderen Länder Palea's. Und Ahrunla ist dabei jene, welche das Kommen des Fürsten der gefrorenen See verkündet.


    Ein Umstand, der wenig bekannt ist obgleich so wichtig. Ahrunla ist eine Meisterin der Täuschung, Verführung und Dunkler, man ist gewillt zusagen Dämonischer, Magie. Und doch ist sie lediglich der Herold eines größeren Übels. Um das zu verdeutlich, hier ein Auszug aus der Chronik eines Händlers aus Trion, welcher vor dreijahrhunderten Jahren nieder geschrieben wurde:


    Der Angriff aus Wanon war abgewehrt. Der König und seine Mannen gefallen, von den Mauern und Türmen. Der Kampf war lang und hart gewesen. Das Umland war verwüstet und ausgeplündert. Viele Leben hatte der Krieg gefordert. Doch die stolze Stadt Kynrenath hatte ihre Unabhängigkeit behauptet. Schon bald, würde der Handel mit Trion, den Elfenstädten im Südwesten und den Kleineren Adeligen in Wanon wieder aufblühen. So glaubten alle, bis plötzlich drei Elfen über das Schlachtfeld. Eine Frau, mit weißem Haar und einem goldenen Stab in ihrer Hand in aufwendigen Gewändern. Die beiden anderen Elfen waren ebenfalls Frauen, und auch sie trugen aufwendige Gewänder in rot und schwarz.


    Schließlich trat die Weißhaarige, alleine vor das Tor der Stadt. Ihre Begleiterinnen waren in einigem Abstand stehen geblieben. Die Elfe sah zu den Verteidigern hinauf und lachte dann, so laut das jeder es hörte.


    "Schaut euch an! Ihr glaubt ihr habt gesiegt! Ihr glaubt es ist Vorbei! Nur zu feiert euren Sieg! Berauscht euch, an eurem Erfolg! Ihr habt gar nichts gewonnen! Dies hier, war gar nichts!" Sie hielt kurz Inne. Auf den Mauern, herrschte mit einem mal Stille. Und jeder der direkt zu ihr herunter sah, erkannte ihr breites Grinsen und das leuchten in ihren Silbernen Augen. Besonders als sie weiter sprach.


    "In neunzig Tagen, zur neunten Abendstunde, wird eure Stadt fallen! Bereitet euch vor, wenn ihr wollt! Verstärkt eure Mauern, soviel ihr wollt! Stellt so viel Truppen auf, wie ihr wollt! Vergrößert eure Flotte, soviel ihr wollt! Es wird euch nichts nützen! Der Fürst der Gefrorenen See, mein Meister wird euch vernichten!" Nach diesen Worten, verließen die Elfen das Schlachtfeld wieder.


    Drei Wochen, nach diesem Ereignis verließ ich die schöne Stadt Kynrenath. Ich sollte nie wieder dorthin zurückkehren. Denn am neunzigsten Tag zur Neunten Abendstunde, wurde die schöne Stadt angegriffen und vernichtet. Der Fürst der gefrorenen See, hatte sich seine Beute geholt.



    Ahrunla hatte bei der Zerstörung von Kynrenath einen gebührenden Anteil. Sie war es gewesen die den König von Wanon, zu seinem Angriff auf die Stadt angestachelt hatte. Wohl um die Verteidigungsstärke zu testen. Auch kann davon ausgegangen werden, das beim Fall des Stadtstaates, verrat im Spiel war. Ahrunla hatte ihrem Herren gut gedient.



  • Hinweise für den Spielleiter


    Der Charakter Ahrunla soll mächtig wirken. Tatsächlich verfügt sie auch über mächtige Magie. Fokus des Charakters liegt auf Intrigen und das Manipulieren anderer. Sie ist sich bewusst, dass sie auf andere Attraktiv wirkt und setzt das gezielt ein. Sie würde aber niemals, mit jemanden Schlafen um ihr Ziel zu erreichen. Sie spielt ihr Spiel und ist auch im Stande, kalte Zweckbündnisse mit den Spielern einzugehen, solange sie gewinn daraus zieht.



    Spielwerte


    400TP / Ini +8 / Stab / Angriff 2 / Schaden 0* / Kampfbonus 15 / Rüstung 8 / MP 160 /


    Magielisten:

    - Schwarze Magie

    - Elementar Magie (Wasser)

    - Freie Magie


    Immunitäten:

    - gegen kritische Treffer


    Zauberrestitens: 8


    Schwäche:

    - Aller Schaden geht zuerst auf die Magiepunkte


    Schatz: F


    Episch: Wenn man eine epische Herausforderung meistert, dann steigt man sofort eine Stufe auf. Man erhält so viele Erfahrungspunkte, wie dazu nötig gewesen wären, um von der aktuellen auf die nächste Stufe aufzusteigen, – unabhängig davon, wie viele Punkte man bereits hatte. Fehlten beispielsweise nur noch 10 EP bis zur nächsten Stufe, dann erhält man trotzdem die vollen Erfahrungspunkte der Stufe.

    Epische Herausforderungen geben zudem Zugriff auf epische Belohnungen.


    *nach Rüstungsabzug, bei 5 TP Schaden ein Attribut um 1 gesenkt

    Konstitution ( auf 0 = - 8 Abzug)

    Intelligenz (auf 0 = - Unfähigkeit Magie zu wirken/ Verlust aller MP)

    Geschicklichkeit (auf 0 = Bewegungsunfähig)

    Stärke ( auf 0 = Kampfbonus - 10)

    Charisma ( auf 0 = Verlust der Sprache)


    Wenn zwei der Werte auf null sind, ist der Charakter kampfunfähig. (temporär) 1 W10 Stunden.

  • Quote

    Allerdings trifft der Begriff Glaskanone bei ihr zu. Soll heißen, sie kann mächtig schaden bei den Charakteren einer Gruppe verursachen, allerdings selber nicht viel einstecken.

    400 TP? Immunität gegen Kritische Treffer? Zauberresistenz 8 (macht Rüstung 16 gegen gezielte Zauber)? Hmm, die kann wirklich nicht viel einstecken ;)

    Jetzt mal im Ernst: Hast Du Dich vertippt und meinst 40 TP?

  • 400 TP? Immunität gegen Kritische Treffer? Zauberresistenz 8 (macht Rüstung 16 gegen gezielte Zauber)? Hmm, die kann wirklich nicht viel einstecken ;)

    Jetzt mal im Ernst: Hast Du Dich vertippt und meinst 40 TP?

    Danke für den hinweis. Zwischen dem schreiben des Textes und dem erstellen der Werte ist etwas mehr zeit vergangen und hab vergessen den Abschnitt zu cuten. XD Die Werte sind zudem einem anderen Epischen NSC/ Monster entnommen worden.