Thesen zur Charaktererstellung

  • /// Diesen Beitrag bitte nicht 100% ernst nehmen /// Er handelt von Rechenbeispielen zur Charktererstellung nach reiner Zahlenbetrachtung - dies ist nicht "Rollenspiellike" /// Wer sich nicht "verderben" möchte, bitte nicht weiterlesen!! ///



    Ein freundliches Hallo allerseits,


    für meine letzte Abenteuerreihe habe ich einige NPC´s selber erstellen wollen. "Standard" Charaktere sind ja ausreichend vorhanden und ich wollte einen sehr starken "nichtssagenden" Haudraufkrieger erschaffen.

    Dabei ist mir aufgefallen, dass es nahezu unmöglich ist, Charaktere mit 10 Attributspunkten in Stärke zu bekommen (für den +3 Bonus, z.B. Kampfbonus). Von den 35 möglichen Punkten zur Vergabe gingen 16 Punkte in Stärke 10. Das macht 19 Punkte (=3x5 & 1x4 / 2x6 & 1x3 & 1x4 / 2x5 & 1x6 & 1x3) um in den anderen vier Attributen zu Punkten. Ziemlich einseitig, selbst für einen Krieger (wenn auch möglich). Zudem sind zwei Rassen mit Mali in Stärke: Elfen und Halblinge (-1 & -2). Auffällig war auch: Kaum eine Fähigkeit benötigt Stärke als unterstützendes Attribut.


    These 1: Ein 10 Stärke Charakter ist nahezu nicht spielbar.


    Da kam mir dann die Idee, was ist mit den anderen Attributen? Wie komme ich an 10er Charaktere?


    These 2: Geschicklichkeit ist ist die am häufigsten zu findende 10!

    Drei von fünf Rassen geben einen Bonus auf Geschicklichkeit, nur die Zwerge haben einen Malus.


    These 3: Mächtige Zauberer sind Gnome - Die einzige Rasse mit einem Intelligenzbonus.

    Ich spiele jetzt einen Gnom - meinen ersten Zauberer. Er hat nur 3 Punkte in Stärke, 10 in Geschick, 3 in KO, 10 in Intelligenz und 3 in Charisma.


    These 4: Ein ausgewogener Charakter kommt eine deutlich höhere Summe an Boni, z.B. (Mensch: 2 x 8, 2 x 6, 1 x 3 = +5 Bonuspunkte in den Attributen)


    Weil meine Zahlenspiele mit den Rassen immer größere Ausmaße annahmen, hab ich am Schluss noch einen ganz wüsten Charakter:

    Ein Zwergenkrieger: 10 Stärke, 5 Geschick, 10 Konstitution, 1 Intelligenz, 1 Charisma. Die letzten zwei Attribute werden in Stufe 1 & 2 mit Fertigkeitspunkten auf 3 gesteigert um die Mali auf -1 zu reduzieren.


    - Gerne höre ich Eure Meinungen -

  • Nur meine Meinung.

    Das system zur Verteilung der 35 Punkte zu Anfang ergibt Sinn.

    man wird nicht als "Monster" geboren. Wenn Du einen starken NPC erschaffen willst, verteile ihm doch einfach Punkte wie Du meinst das es sinn ergibt. Übertrieben gesagt ein Warum sollte ein Krieger mit Stärke 13 entsprechend einen Malus woanders haben. Was spricht dagegen dass er Charismatisch sein sollte...

    Ihr könnt ja vereinbaren, dass nach eiener Gewissen Zeit und durch bestimmte Erfolge ihr einen Bonuspunkt bekommt o.ä.

  • Auch wenn Du das mit einem Augenzwinkern geschrieben hast, möchte ich nicht, dass hier ein falscher Eindruck vom Spieldesign entsteht:


    Zunächst einmal: 10 ist schon ein sehr, sehr hoher Wert. Charaktere der Stufe 1 sind auch gar nicht dafür vorgesehen, überhaupt mehr als ein Attribut auf diesem Niveau zu haben. Daher ist Dein Beispiel mit 2x10 auch sehr extrem und es wundert mich gar nicht, dass der SC außer in den beiden Attributen sonst überall unterdurchschnittlich ist. Man kann aber im Laufe des Spiels seine Attribute steigern und auf diesem Wege sogar 10 in allen Attributen erreichen. Man muss dann nur lange genug spielen (und die entsprechende Erweiterung nutzen). Nur bei Spielbeginn ist es eben nicht allen Völkern vergönnt, mit einer 10 in einem beliebigen Attribut zu starten (Ausnahme: Menschen).


    Quote

    Dabei ist mir aufgefallen, dass es nahezu unmöglich ist, Charaktere mit 10 Attributspunkten in Stärke zu bekommen

    Das wage ich jetzt mal anzuzweifeln: Mensch, Krieger Stufe 1

    ST 10 + 0 = 10 (+3) => 16 EP

    GE 5 + 0 = 5 (+0) => 5 EP

    KO 5 + 0 = 5 (+0) => 5 EP

    IN 5 + 0 = 5 (+0) => 5 EP

    CH 4 + 0 = 4 (-1) => 4 EP

    = 35 EP


    Seine durchschnittliche GE kann der Krieger durch entsprechende Waffenauswahl kompensieren.

    Seine durchschnittliche KO wird durch die 10 TP pro Stufe ausgeglichen.

    Seine durchschnittliche IN ist für den Krieger kein Handicap, sofern er nicht Zauber formen möchte.

    Seinen Malus in CH kann der Krieger durch "Drohen & Führen" ausgleichen.


    Quote

    Kaum eine Fähigkeit benötigt Stärke als unterstützendes Attribut.

    Was verstehst Du unter "Fähigkeit". Für Fertigkeiten und KB bei den meisten Waffen ist Stärke keinesfalls irrelevant. Manöver auf Klettern, Springen, jemanden hochziehen oder im Schwitzkasten halten, Türen aufbrechen ... Ich könnte endlos fortfahren.


    Quote

    These 1: Ein 10 Stärke Charakter ist nahezu nicht spielbar.

    Falsch (siehe oben). Er ist dann nur möglicherweise einseitiger, als man es sich gewünscht hätte.


    Quote

    These 2: Geschicklichkeit ist ist die am häufigsten zu findende 10!

    Drei von fünf Völkern geben einen Bonus von +1 auf GE. Diesen fällt es damit leichter, bei der Charaktererstellung einen Attributwert von 10 zu erreichen. Korrekt. Aber wo ist das Problem? Elfen sind "traditionell" geschickt, Halblinge & Gnome aufgrund ihrer Größe (und eigentlich auch irgendwie "traditionell").


    Quote

    These 3: Mächtige Zauberer sind Gnome - Die einzige Rasse mit einem Intelligenzbonus.

    Gnome können leichter eine 10 erreichen, das stimmt. Sie gehören tatsächlich zu den mächtigsten Zauberformern - allerdings nur, was die Essenzmagie angeht.


    Quote

    These 4: Ein ausgewogener Charakter kommt eine deutlich höhere Summe an Boni, z.B. (Mensch: 2 x 8, 2 x 6, 1 x 3 = +5 Bonuspunkte in den Attributen)

    Ach echt? Ein ausgewogener Charakter ist besser als ein unausgewogener Charakter? Was für eine Erkenntnis! Spaß beiseite: Es ist schon so gedacht, dass man mit einem ausgewogenen Charakter besser fährt, als mit einem, der sein Heil in Maximalwerten sucht. Insbesondere bei Menschen ist das so gewollt, da dieses Volk außer den beiden zusätzlichen AP keine weiteren Vorteile gegenüber den anderen Völkern hat. Dafür sind Menschen aber eben sehr universell.