Regelfrage: Berufswechsel & Zauberrichtungen

  • Wie handhabt ihr jemanden der seinen Beruf wechselt und damit von einer Magierichtung in die andere fällt? Sagen wir ein Barde (Leitmagie) der Zauberer wird, oder ein Zauberer der Priester wird und damit Zauber hat die ein anderes Bezugsattribut haben. Braucht es da zwei Fähigkeiten in "Magie Entwickeln", zwei unterschiedliche Fähigkeiten "Gezielte Sprüche", usw. Oder würdet ihr sagen das kann man auch alles über einen Kamm scheren?

  • Wie würdest Du es mit den Bezugsattributen machen? Falls mal ein Wurf auf eine Spruchliste fällig wird kann man da ja differenzieren, aber was ist mit Magie Entwickeln? Sagen wir mal z.B. ein Barde hat Ränge Magie Entwickeln und die entsprechenden MP. Er wechselt auf Zauberer und nimmt noch einen Rang in Magie Entwickeln. Die MP dafür berechnen sich dann mit seiner IN, fallen aber in den selben Pool wie die MP die er ohnehin schon hatte und er kann aus diesem kombinierten Pool für alle Zauber schöpfen, egal ob Bardenzauber oder Magierzauber auch wenn manche von den Punkten auf CH basieren und andere auf IN?


    An sich würde das ja irgendwie der Trennung in die beiden Magierichtungen widersprechen die es in Aborea gibt. Auf der anderen Seite wär es natürlich auch irgendwie im Geiste dieses Spielsystems die Dinge möglichst unkompliziert zu halten.

  • Ja, bei unterschiedlichen Magiebereichen ist das natürlich nicht so einfach. Da würde ich das so machen:


    Barde wird Zauberer. Er hat Magie entwickeln 5, CH +2, IN +1.

    Als Barde hätte er (3+2)x5 MP (25).

    Als Zauberer hätte er (3+1)x5 MP (20).


    Er kann nun max. 20/25 MP für Zaubererzauber verwenden bzw. 25/25 MP für Bardenzauber. Insgesamt können es aber nie mehr als 25 MP sein.

  • Würde also bedeuten er hätte bei einer Steigerung auf Rang 6 in Magie Entwickeln 24 "Zaubererpunkte" und insgesamt 30 Magiepunkte von denen dann 6 Punkte für Bardenmagie "reserviert" wären.


    Braucht zwar etwas mehr Buchführung als wenn man alles in einen Pool wirft, aber der buchhalterische Aufwand ist sicher nicht unüberwindlich und es macht wohl Sinn. Und wenn man einen so komplexen Charakter stricken will kann man ja von dem Spieler durchaus ein klein wenig Arbeit verlangen. ;)

  • Würde man nur CH für die Berechnung der MP nehmen, dann könnte der SC als Zauberer mehr MP nutzen, als es seine IN eigentlich zulässt. Würde man nur IN nehmen, dann könnte der SC weniger Bardenzauber formen, als sein CH erlaubt. Zwei Pools zu bilden würde mehr Aufwand bedeuten und zudem sehr viel mehr AP kosten. Den einen Pool zu nehmen und dann je nach Bezugsattribut zu schauen, wie viele MP der SC je nach Magiebereich maximal nutzen kann, scheint mir da die beste Lösung zu sein.

  • Moin,


    Ich würde auch einen Magiepunktepool nutzen, der sich aus den Magiepunkten für Charisma und den Magiepunkten für Intelligenz zusammensetzt.


    Die Entwicklung der Magiepunkte findet entweder durch Charisma statt oder durch Intelligenz. Der aktuelle Beruf entscheidet dabei welche Magieentwicklung stattfindet. Die so unterschiedlich entwickelten Magiepunkte fließen alle in den Magiepunktepool und können für jeden Zauber verwendet werden, da das Bezugsattribut allein auf die Magieentwicklung bezogen werden kann und nicht zwangsläufig auch auf die Spruchlisten. Die entwickelten Magiepunkte wären also unabhängig. (So würde auch etwas Rechnerei entfallen)


    Der Grund für die Unabhängigkeit der Spruchlisten von den Attributen der Magieentwicklung ist z.B. die freie Magie, welche sowohl von den Einen als auch von den Anderen genutzt werden kann.


    Eine Unterscheidung für die Entwicklung der Magiepunkte finde ich wichtig um im Spiel durch das anheben und senken der Attribute die Abenteurer zu beeinflussen. (positiv als auch negativ)



    Wie die Spruchlisten geführt werden ist auch noch ein offenes Thema.


    Das Erlernen der Leitmagie würde ich nur dem aktiven Beruf gestatten.

    Bei bereits erlernter Leitmagie bin ich noch unentschieden ob Diese im neuen Beruf weiter gelernt werden darf oder nicht. Das würde ich dann davon abhängig machen wie in der Gruppe die Magie gehandhabt wird.

  • Ja, eine Entwicklung der MP analog zu den TP wäre wohl die einfachste Lösung. Der MP-Pool wird dann von allen Zaubern genutzt und die Steigerung ist abhängig vom neuen Bezugsattribut.


    Bei Spruchlisten ist die einfachste Regelung, dass nur die Spruchlisten weiter gesteigert werden können, die der neue Beruf erlaubt. Man könnte aber natürlich auch sagen, dass man zwar steigern darf, aber nicht mehr komplett neu lernen.


    Vielleicht noch als Idee, wie man Berufswechsel etwas anders spielen kann und damit ganz andere Charakterkonzepte umsetzen kann: Die Option geht ja von einem dauerhaften Wechsel aus. Man könnte Letzteres aber auch ignorieren und zB im Wechsel aufsteigen. Das würde dann Kriegerzauberer, Kriegerpriester/Paladine, Zaubererdiebe, usw in einer anderen Form erlauben, als bislang möglich.
    (BTW: Die Idee ist natürlich nicht neu, sondern war schon im wahrscheinlich bekanntesten Rollenspiel der Welt möglich).

  • Das Erlernen der Leitmagie würde ich nur dem aktiven Beruf gestatten.

    Bei bereits erlernter Leitmagie bin ich noch unentschieden ob Diese im neuen Beruf weiter gelernt werden darf oder nicht. Das würde ich dann davon abhängig machen wie in der Gruppe die Magie gehandhabt wird.

    Ich persönlich würde das eher vom neuen Beruf abhängig machen.


    Beispiel: Priester eines Kriegsgottes sattelt auf Krieger um. Dann ja. Wird er dagegen Barde oder Zauberer, dann nein. Priester einer Naturgottheit der Waldläufer wird - warum nicht? Wird er statt dessen Dieb - eher nein. Usw.


    Anders gesagt: Wer sich innerhalb seines Berufsfeld auf einen anderen Aspekt konzentrieren will in dem er den Beruf wechselt behält etwas von seinem alten Beruf. Jemand der alles völlig umkrempeln will muss mit den Konsequenzen eines radikalen Umbruchs leben.