Rüstungswerte

  • Hi,


    hat hier jemand schon einmal mit veränderten Rüstungswerten gespielt?


    Bei uns tauchte der Wunsch auf, den Nutzen von Rüstungen zu erhöhen. So erscheint der maximale Wert von gerade einmal 10 bei einer vollen Ritterrüstung nicht gut, insbesondere ist das nicht realistisch. Natürlich gibt es Zauber wie Schutz, aber 5 = Kleidung und 10 = voll in Eisen gehüllt erscheint etwas krass.

  • Das gefällt mir schon ganz gut. An so etwas hatten wir auch gedacht. Danke :)


    PS: Statt "beschlagen" nehmen wir Schuppenpanzer und Lamellenrüstung. Beschlagene Rüstungen gibt es nur bei DnD, hat mich schon immer gewundert, wo das herkommt.

    Ich weiß, dass ich weiß, dass ich nichts weiß :/

    -nach Sokrates-

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  • Beschlagene Rüstungen gibt es nur bei DnD, hat mich schon immer gewundert, wo das herkommt.

    Hab das geschrieben bevor ich je DND angefasst habe, also davon kanns nicht kommen; kann dir aber auch nicht sagen woher ich das habe.

    Aber wenn es korrekter ist, kannst du es gerne auch im Wiki ändern.

  • Hab das geschrieben bevor ich je DND angefasst habe, also davon kanns nicht kommen; kann dir aber auch nicht sagen woher ich das habe.

    Aber wenn es korrekter ist, kannst du es gerne auch im Wiki ändern.

    Ok, schaue mir das die Tage an.


    Film und Medien haben da viel verhauen, also kein Wunder. "Beschlagene" Rüstungen gab es in der Art nicht, aber sie tauchen überall hartnäckig auf. Handwerkstechnisch drängt sich die Frage auf, was womit überhaupt beschlagen werden soll und wie das dann halten würde ^^


    Auf Bildern und in Spielen handelt es sich meist um seltsam aussehende Brigantinen oder totale Quatschrüstungen (Skyrim).

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    -nach Sokrates-

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  • Hätte jetzt gedacht mit metallischen teilen.

    Hab es geändert.


    Das würde nicht funktionieren. Gemeint sind damit Nieten an den Rüstungen (schau mal Brigantine Rüstung bei google), daher wohl die Verwirrung. Man könnte auf die Idee kommen, dass die Nieten Nägel sind. Beschlagen kann man nur bspw. Hufe wegen des Horns. Rüstungen wären gebunden, genäht, genietet oder Ähnliches.

  • Wir haben als Hausregel, dass der Ge-Bonus auf die Rüstung aufaddiert wird und vom Manövermalus der Rüstung abgezogen wird. Dieser Bonus gilt nicht wenn der Char in einen Hinterhalt gerät.

    Z.B. Der Waldläufer hat einen Ge-Bonus von +2 und trägt eine Lederrüstung (RS 6 Manövermalus -1) Somit hat der Waldläufer einen RS von 7. Gerät der Waldläufer in einen Hinterhalt, so hat er nur einen RS von 6.


    Nicht ganz dazu passend:

    Eine weitere Hausregel ist der heftige Angriff/ gezielter Stich/ gezielter Schuß/ Wurf - Mit diesem Angriff ist es möglich seinen Angriff um einen Wert x bis max Rang der Waffe zu reduzieren um den doppelten Schaden der Reduzierung zu erhöhen.

    Z.B. Der Waldläufer hat in Klingenwaffen den Rang 3 +2 Ge-Bomus gesamtwert 5. Im Kampf entscheidet sich der Waldläufer mit dem Schwert anzugreifen und erschwert sich den Angriff um 2 Punkte. Maximal wären 3 möglich. Somit hat der Waldläufer einen Angriffwert von 3 (5 -2 Ansage = 3) Der Angriff trifft und der Gesamtschaden steigt um 4.

  • GE wird schon im Rahmen des Kampfbonus für darauf basierende Waffen berücksichtigt, in diesen Fällen also bei Rüstung und DB doppelt, was ich persönlich nicht gerne machen würde.


    Eine Rüstung bietet an sich Schutz unabhängig von der Finesse eines Kriegers, auch wenn man das sicher auch wie bei euch sehen kann. Ich verstehe, was ihr meint. Beim Dieb wird ja auch Athletik eingerechnet.

  • Hab es geändert.


    Das würde nicht funktionieren. Gemeint sind damit Nieten an den Rüstungen (schau mal Brigantine Rüstung bei google), daher wohl die Verwirrung. Man könnte auf die Idee kommen, dass die Nieten Nägel sind. Beschlagen kann man nur bspw. Hufe wegen des Horns. Rüstungen wären gebunden, genäht, genietet oder Ähnliches.

    Den "beschlagenen Lederpanzer" gab es im Rollenspiel mindestens seit AD&D 1st Edition. Laut Beschreibung (in AD&D 2nd) sollte dies eine dicht mit Nieten besetzte Lederrüstung sein, allerdings mit größeren Abständen als bei einem "Lamellenpanzer". Bei Letzterem handelt es sich laut Beschreibung um Brigantine. Zu diesen wird von manchen auch die "Kuyak" gezählt, was möglicherweise ein ledernes Untergewand mit darauf vernieteten, nicht überlappenden Metallplatten gewesen ist. Schaut man sich dazu die wenigen Bildzeugnisse an, so scheinen dort die Metallplättchen (so sie denn aus Metall waren), sehr eng beieinander, was sie tatsächlich eher zu einer Brigantine ohne "Oberlage" macht, als zu einem "beschlagenen Lederpanzer" nach AD&D-Definition.

    Im Rollenspiel RuneQuest gab es den "Nietenpanzer", im Original "Bezainted (Armor)", was von "Bezant", einer ursprünglich für byzantinische Goldmünzen verwendeten Bezeichnung abgeleitet sein soll. Hier handelt es sich der Beschreibung nach um ein Untergewand aus weichem Leder, auf welchem münzähnliche Metallplättchen angebracht waren.

    Was den Begriff „beschlagen“ angeht, so spricht man im militärischen Kontext bei neuzeitlichen Uniformen zum Teil auch von „Beschlägen“, daher würde ich diesen nicht unbedingt als falsch abtun. Zudem werden beim Vernieten ja auch zwei Teile zusammengeschlagen bzw. ein Ende breitgeschlagen, insofern mag „beschlagen“ zwar nicht unbedingt 100%ig passend sein, ist aber m. E. umgangssprachlich ok.


    Ich würde da nicht päpstlicher sein als der Papst, denn gerade bei den Bezeichnungen und der Einordnung von Rüstungen herrscht in der Forschung zum Teil ein munteres Durcheinander. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Einordnung erfolgt i. d. R. nach individuellen Kriterien und setzt daher verschiedene Schwerpunkte. Auch sind die Übergange sehr häufig fließend und nicht eindeutig zuzuordnen. Jeder der schonmal eine Typologie aufgestellt hat, weiß wovon ich rede ;)

  • Eine Rüstung bietet an sich Schutz unabhängig von der Finesse eines Kriegers, auch wenn man das sicher auch wie bei euch sehen kann. Ich verstehe, was ihr meint. Beim Dieb wird ja auch Athletik eingerechnet.

    Die Annahme, dass ein geschickter Krieger in Rüstung besser geschützt ist, als ein ungeschickter Krieger in derselben Rüstung, liegt natürlich nahe. Umgekehrt wird man in einer leichten Rüstung beweglicher sein, als in einer schweren. Ich würde daher vielleicht eher den GE-Bonus mit dem Manövermalus der Rüstung verrechnen. Bleibt dann ein positiver Wert, könnte dieser die Rüstung erhöhen.


    Beim Dieb ist es so, dass der Athletikbonus zum einen auf max. 5 begrenzt ist, zum anderen auch nur mit max. einer Lederrüstung und ohne Schild genutzt werden kann. Das balanciert es gegenüber anderen Berufen aus.

  • Dachte, dass es vll interessant ist. Macht Sinn sich die Rüstungen vorstellen bzw. diese beschreiben zu können. Der Begriff "Beschlagene Rüstung" taucht wirklich nur im Fantasy Genre auf. Natürlich ist es letztlich egal.


    Für interessierte: https://de.wiki.li/Harnisch


    Ansonsten hab ich ja mehr oder weniger das selbe geschrieben.


    Den GE Bonus ggf. mit dem Manövermalus zu verrechnen finde ich auch sinnvoller. Bin aber mit sicher, ob wir das so machen. Werden uns erstmal an die o.g. Liste halten mit den leicht erhöhten Werten.

    Ich weiß, dass ich weiß, dass ich nichts weiß :/

    -nach Sokrates-

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  • Den GE Bonus ggf. mit dem Manövermalus zu verrechnen finde ich auch sinnvoller. Bin aber mit sicher, ob wir das so machen. Werden uns erstmal an die o.g. Liste halten mit den leicht erhöhten Werten.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, passiert das doch sowieso, oder? Denn bei den am häufigsten mit Rüstung gefragten Manövern (Athletik-Manöver) wird doch der Ge-Bonus mitgerechnet. Der Ge-Bonus wird also in den meisten Fällen schon mit dem Manövermalus gegengerechnet. (Ich bin jetzt einfach mal davon ausgegangen, dass die SC Ausdauerlauf mit Rüstung für keine gute Idee halten.)

  • Wenn ich das richtig verstanden habe, passiert das doch sowieso, oder? Denn bei den am häufigsten mit Rüstung gefragten Manövern (Athletik-Manöver) wird doch der Ge-Bonus mitgerechnet. Der Ge-Bonus wird also in den meisten Fällen schon mit dem Manövermalus gegengerechnet. (Ich bin jetzt einfach mal davon ausgegangen, dass die SC Ausdauerlauf mit Rüstung für keine gute Idee halten.)

    Es ging nicht um Manöver, sondern um den Einfluss von GE auf den Verteidigungswert (Rüstung). Bei z. B. Athletik-Manövern ist es so, wie Du es schriebst: Würfel + Fertigkeitsrang + Attributs-WM +/- Modifikationen (wie z. B. Rüstungsmalus).

  • Hi,


    hat hier jemand schon einmal mit veränderten Rüstungswerten gespielt?


    Bei uns tauchte der Wunsch auf, den Nutzen von Rüstungen zu erhöhen. So erscheint der maximale Wert von gerade einmal 10 bei einer vollen Ritterrüstung nicht gut, insbesondere ist das nicht realistisch. Natürlich gibt es Zauber wie Schutz, aber 5 = Kleidung und 10 = voll in Eisen gehüllt erscheint etwas krass.

    Bin zwar etwas spät dran, will aber trotzdem mal meinen Senf dazu geben.


    Zum einen können auf die 10 von der Rüstung noch +2 von einem Turmschild kommen.


    Dann kommt es drauf an gegen wen die Rüstung schützen soll. Ein einfacher Bauer der für den Kriegsdienst herangezogen wird hat vielleicht 1 oder 2 Ränge mit einem Speer und vielleicht einen Attributsbonus von +1, also einen KB von 3. Gegen einen ungerüsteten Gegner muß der nur eine 2 würfeln um zu treffen. Gegen den Ritter braucht es die gewürfelte 9 (Schild mit eingerechnet). Ein vollgerüsteter Krieger macht ein halbes Dorf platt ohne mehr als ein paar Kratzer abzubekommen. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht zu jemandem in keiner/leichter Rüstung.


    Dann macht auch die Erfahrung einen großen Unterschied. Steck einen blutigen Anfänger in eine Plattenrüstung und ein erfahrener Kämpfer haut den natürlich zu Boden und haut ihn dann platt oder sticht ihm ein Schwert durch den Helmschlitz. Warum pasiert das einem erfahrenen Kämpfer nicht so ohne weiteres? Weil er einen höheren KB hat - und den kann er auf die Verteidigung umlegen. Wer sich als Kämpfer einfach in die vorderste Front stellt und sich alleine auf seine Rüstung verlässt ist (zumindest gegen erfahrene / trainierte Gegner) selber schuld wenn ihm die Rüstung nur begrenzt hilft.


    Anders gesagt: Wie ein Held ausgerüstet ist sollte manchmal auch nur einen geringen Unterschied machen. Ein echter Held sollte sich nicht darüber definieren womit er kämpft, sondern wie er kämpft.


    (Und dann kommt natürlich noch das ganze Thema mit den Trefferpunkten dazu, denn wer sich die stärksten Rüstungen leisten kann sollte schon ein paar Stufen auf dem Buckel haben und damit dann auch über die höheren TP schwerer zu töten sein. Und, was mir noch so in den Sinn kommt: Wenn man die Rüstungen aufwertet werden auch gezielte Sprüche schwerer und wie weit das dann Sinn macht steht noch mal auf einem ganz anderen Blatt.)

  • Andy67 : verstehe natürlich, was du meinst. Finde es aber nicht so überzeugend, dass der Ritter in Ganzkörperrüstung nur doppelt so gut ohne KB geschützt ist, wie ein Bauer mit Tunika.


    Das kann man aber tatsächlich so und so sehen, aber ein Plattenpanzer ist schon extrem schwierig zu durchdringen.

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