Konkurriendes Manöver vs. Würfeln gegen SG

  • Hi zusammen,


    folgende Frage ist bei mir aufgekommen, die ich mir nicht wirklich beantworten kann:


    Wo zieht ihr Grenze, ab wann konkurrierende Manöver eingesetzt werden? Beim Anschleichen an eine Wache kann ja wie im Regelheft erläutert ein konkurrierendes Manöver erforderlich sein, andererseits könnte man ja auch einfach einen Schwierigkeitsgrad festlegen (zuzüglich Wahrnehmungsmodifikator der Wache) und dagegen würfeln lassen.

    Ähnlich bei Einflussnahme, z.B. Handeln und Feilschen: Hier steht im Spielerheft auf Seite 30 ja nur, dass unter Umständen ein konkurrierendes Manöver notwendig ist.


    Bin mal gespannt, wie ihr hier so vorgeht :)

  • Also Du musst kein konkurrierendes Manöver verwenden. Nimm einfach ein Durchschnittsergebnis für eine Probe des Kontrahenten an und lass gegen diese MS würfeln. Das erspart auf SL-Seite das Würfeln. Der Charm eines konkurrierenden Manövers besteht in der Unberechenbarkeit, da niemand vorhersagen kann, ob der Gegner nun hoch oder niedrig würfelt. Beide Manöverarten sind aber jederzeit möglich.

  • Dass es kein Muss ist, war mir klar, trotzdem hat es mich mal interessiert zu hören wie andere das so handhaben 🙂

    Ich denke, ich werde das einfach situativ handhaben. Beim Feilschen um ein besonders wertvolles Item z. B. konkurrierend, wohingegen es für "gewöhnliches" Handeln nur eine festgelegte SG gibt

  • Da ich lange nicht mehr Aborea geleitet hab hab ich mir darüber bislang kaum Gedanken gemacht, aber was man in manchen Situationen machen könnte wäre vielleicht beide Arten von Manövern mit einem Wurf des Spielers abklären.


    Beispiel Anschleichen an eine Wache: Der SL legt einen SG fest, bedingt durch die Situation (Beleuchtung, Untergrund, trägt der Spieler eine klimpernde Blechrüstung, usw.) und macht außerdem einen Wahrnehmungswurf für die Wache (was deren aktuelle Aufmerksamkeit repräsentiert). Wenn der List Wurf des Spielers beide Schwierigkeiten schlägt gelingt es problemlos. Wenn das Ergebnis irgendwo dazwischen liegt wird die Wache aufmerksam, hat den Spieler aber noch nicht entdeckt. Und wenn keiner der beiden SG erreicht wird hat die Wache den Spieler entdeckt weil er grad im falschen Moment auf einen knackenden Zweig tritt als die Wache in diese Richtung schaut, o.ä.


    Vielleicht etwas kompliziert, aber so könnte man solche Situationen vielleicht lösen (wenn man Wert drauf legt).

  • Ich denke, situativ zu entscheiden ist schon der richtige Pfad.

    Eine Handreichung, an die ich mich lose halte, ist aber:

    - Ist der Spannungsbogen im Moment hoch: konkurrierendes Manöver

    - Geschieht die Aktion in einer unwichtigen Situation oder gegen einen unwichtigen NSC: Manöver gegen MS

    - Geschieht die Akzion gegen etwas oder jemanden, der selbst nicht aktiv handelt: Manöver gegen MS

    - Gab es in den vergangenen zwei Stunden zu wenig Herausforderung für die SC: konkurrierendes Manöver

    - gab es eine ähnliche Situation wie diese bereits in den vergangenen paar Sessions: wie beim letzten Mal

    - SC vs. SC: konkurrierendes Manöver

    - NSC vs. NSC: gar kein Manöver