Beschuss in den Nahkampf

  • Hi,


    mal ne Frage zu Beschuss in den Nahkampf. Wer kennt sie nicht die Jäger und Schützen die immer aus zweiter Reihe agieren wollen,
    nur um dem Tod zu entgehen. Doch ich sehe den Nahkampf nicht als statische Aktion Parade / Attacke sondern.
    Ausweichen, Finten, Haken schlagen, zur Seite springen etc.


    Es ist also extrem schwer, den richtigen zu treffen, wie behandelt ihr den Beschuss in den Nahkampf hinein?

    Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie dann zu machen, wenn keiner zuschaut.

  • Wir sind relativ freizügig beim Schießen in den Nahkampf und nutzen nur die Abzüge für Deckung, haben aber keine Regel, daß unter bestimmten Umständen ein anderer Kämpfer als der anvisierte getroffen wird.

  • Das mit dem treffen eines anderen Kämpfers ist sicher auch eine schwierige Sache...aber natürlich wäre das mal eine schöne Sache um die ganze Situation realistischer und rolemasterischer zu gestalten. "Friendly Fire" ist ja sicher nicht nur in modernen und SciFi Hintergründen von Interesse.
    Davon einmal abgesehen würde diese ewigen Fernkämpfer auch mal stärker in das Geschehen einbeziehen. Nicht jeder Krieger mag es schließlich wenn ihm plötzlich Pfeile der eigenen Artillerie im Rücken stecken ;)
    Davon einmal abgesehen denke ich auch das es äußerst schwierig ist einen Gegner zu treffen der sich im Nahkampf mit einem Gefährten befindet. Alleine nur wenn man die üblichen Boni und Mali von RM in Betracht zieht - Deckung und Bewegung des Zieles - sollte dies schon fast unmöglich werden.

  • Ah genau dazu habe ich auch eine Frage die am Samstag bei uns aufgekommen ist.


    Laut Grundregelwerk muss man wenn man in ein Nahkampfgefecht feuert und sein Ziel verfehlt ja einen Angriff mit -50 auf den anderen Teilnehmer (und in der Regel Freund) feuern. Allerdings ist dort nicht beschrieben ob der OB des Angreifers darauf gerechnet wird oder für den Angriff einfach ein Grund-OB von -50 besteht. Ist das im englischen Regelwerk eventuell deutlicher beschrieben?


    Solange man selbst nicht im Nahkampf angegriffen wird halte ich es für unproblematisch da zu feuern - wenn man selbst in Nahkampfreichweite ist sollte man halt berücksichtigen das man keine Parade einsetzen kann falls der Gegner auf die Idee kommt einen anzugreifen von daher ist ein Abstand von minimal 3 m meistens empfehlenswert - zumal man wenn der Gegner einen angreift bevor man feuern kann garkeinen Angriff mehr machen kann - sogar wenn man überlebt. (ist für den anderen warscheinlich gesünder einen Flankenangriff im Nahkampf zu riskieren als einen Pfeil aus kürzester Entfernung in die Seite zu bekommen...

  • Diese Regel ist auch problematisch, da ein Schütze bei einem Fehlschuss eine immer höhere Chance hat, einen freund zu treffen, je besser er ist.


    Man muss bei einer solchen Regel auch aufpassen, das sie nicht zu kompliziert wird. Wenn ein Feind von zwei Freunden und zei Feinden umgeben ist, wer kann denn dann getroffen werden und in welcher Reihenfolge würfele ich? Das hemmt dann doch das Spiel arg. Ich würde einfach davon ausgehen, das ein Charakter nur dann schießt, wenn der Schuß sicher ist. dafür gibt es halt Abzüge, abhängig von der Anzahl der Leute, die im Weg stehen, der Größe des Gegners und so weiter. Und nur, wer diesen Abzug ignoriert, hat auch eine Chance, den falschen zu treffen.

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Bei mir besteht grunsätzlich die Möglichkeit von "friendly fire" getroffen zu werden.
    Bislang der größte Feind meiner Spieler sind sie selber. Auch diesen Samstag gab es wieder eine Situtation wo der Kämpfer fast in den Firebolt des Magicians reingeloffen ist. Das spielen wir auch sehr brutal, ich geb meinen Spielern keine Gelegenheit sich abzustimmen. In wichtigen Situationen zähle ich 3-2-1 und wer bis dahin seine Aktion nicht definiert hat macht die Runde nichts aktives sondern orientiert sich und wehrt höchstens ab. Und das füht sehr oft zu einer Situation "friendly fire"
    Für Normsituation gibt´s einfach nen Glückswurf (niedrig=gut). Denn es kann wirklich jederzeit im Zweikampf ein Positionswechsel geschehen und der eigene Mann kriegt den Pfeil in den Rücken.

  • Ist bei mir auch so! Je nach Situation gibt es eine 25% Chance einen
    Mitspieler zu treffen. Es kommt aber drauf an ob Front (50%).Side(25%).oder rear(nur wenn der z.B Pfeil keine schaden durch den Trefferwurf macht dann 15% chance einen Verbündeten zu treffen).Find ich auch realistisch da sich dei beteidigten im Nahkampf bewegen und nicht statisch einfach nur da stehn!

  • da kommt mit Sicherheit echt Streß bei den Spielern auf und entsprechend große Spannung!

    Ja, wobei ich auch anmerken muß dass meine Spieler ihre Charaktere auch saugut ausspielen. In dieser Situation Samstag haben sie ein paar Lugkrokis überrumpelt. Aber einer ist entkommen. Und der Hauptcharakter (Prinz Kier für alle Shadow World Spieler)-als junges Hitzblut- ist diesem hinterher. Und am Ende hat sich eine Situation ergeben das der Großteil der Gruppe vom Prinzen durch eine Treppe getrennt war. Die unter Bogenbeschuß von einigen Lugos war. Während der junge Prinz verschanzt in einem Lagerraum wirklich zunehmen verzweifelt um sein Leben gekämpft hat.


    Ich erzähl es hier deswegen so ausführlich (passender wäre es vielleicht im "Balancing"-Threas, weil an dieser Szene hat sich eines gezeigt: die blanke Firepower ist oft einfach nicht entscheidend. Denn unsere Gruppe besteht aus 7 Spielern die alle bis auf einen zwischen Lv 14 und 10 sind. Jedoch 5 Lugos Lv 2 geschickt postiert waren ein ernsthaftes Problem!! Und sie konnten nur unter extrem hohem Risiko dem Prinzen unterstützen. Letztendlich die Lösung aus der Zwickmühle war das Aushängen der Lagertür als Pfeilschutz und der brutale Sturm der in einem wirklich bösen Gemetzel bzw Handgemenge endete. Ohne Waffen bis auf Dolch gegen Lugo-Klauen. Und auch dann ist die Aktion des am Rande stehenden "ich hau rein wenn ich die Gelegenheit habe" risikobehaftet

  • Nochmal zurück zur meiner Frage, im GRW steht es ja so wie ich es geschrieben habe - man kann in ein Nahkampfgefecht feuern aber wenn man sein Ziel verfehlt muss man auf den anderen Kämpfer einen Angriff mit -50 Würfeln.


    Ich hatte es so verstanden das man OB - 50 + Wurf durchführt - die Spieler meinten aber das es zu häftig wäre in der Situation daher habe ich sie dann erstmal mit -50 + Wurf würfeln lassen aber gesagt das ich versuche zu klären wie es eigentlich gemeint ist da es im GRW nicht so genau geschrieben ist.


    Bei einem angriff von -50 aus werden meine Spieler natürlich ohne Skupel immer in den Nahkampf feuern - ist ja kaum Risiko dabei ohne 2 mal Nachwürfeln - bei anderen Regelungen werden sie vieleicht etwas vorsichtiger sein...


    Letztendlich ist hier vor allem ausschlaggebend ob man den OB als reine Zielfähigkeit annimmt oder auch die Kraft des Angriffes hier eine Rolle spielt (bei einem Bogen wie viel Kraft man hinter den Pfeil bringt)

  • Ich hatte es so verstanden das man OB - 50 + Wurf durchführt - die Spieler meinten aber das es zu häftig wäre in der Situation daher habe ich sie dann erstmal mit -50 + Wurf würfeln lassen aber gesagt das ich versuche zu klären wie es eigentlich gemeint ist da es im GRW nicht so genau geschrieben ist.

    Wenn man die Regel anwendet würd ich sie so anwenden wie du sie hier beschreibst. (oder noch +20 drauf wegen Überraschung vom eignen Freund angeschossen zu werden?? - hmm)

  • Erstmal danke für die Anregungen. Wie wäre es wenn man mit -50 angreift und nur dann den eigenen Mann trifft, wenn man keine Treffer verursacht, doch ohne die -50 einen Treffer gelandet hätte. Als OB könnte man dann, einen unmodifizierten W 100 nehmen, da Überraschung und Flanke und derlei ja wenig mit der Situation zu tun hat, aber der Character auch nicht Aktiv ausweicht. Also bekommt er auch nur magische DB's angerechnet, keinen Schild und keinen Grund DB.

    Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie dann zu machen, wenn keiner zuschaut.

  • Kadarian Vorschlag entspricht auch unseren alten Hausregeln.


    Wir Würfeln den Angriff mit -50 aus. Wenn kein Treffer erzielt wurde schaun wir ob der 2te Nahkämpfer ohne die -50 getroffen worden wäre. Wenn dem so ist wird der treffer entsprechend "Gutgeschrieben". Diese Lösung ist allerdings nicht optimal da sie nicht die DB des ungewollt betroffenen berücksichtigt. Allerdings lässt es sich in einem Kampf sehr schnell umsetzen (einfach ein paar spalten höher und bei einer anderen Rüstungsklasse nachlesen) und es verhindert übermäßig starke Treffer. Bin gerade nicht sicher aber E Krits sind so gut wie ausgeschlossen

  • Der DB des versehentlich Getroffenen ist meines Erachtens nach ohnehin nicht zu berücksichtigen da dieser ja eigentlich davon ausgeht nicht aufs Korn genommen worden zu sein - und ist entsprechend nicht darauf vorbereitet das er ausweichen muß. Außer nat. der Schütze warnt ihn vor. Dann könnte er sich ev. sogar so positionieren, den Gegner als Deckung/Schild zu benutzen. Macht nat. nur Sinn wenn der Gegner die Sprache nicht versteht....

  • Wenn man sich darauf Konzentrieren will im "Schatten des anderen Kämpfers" zu bleiben, sollte aber kein Angriff möglich sein und der Charakter unter Abzügen leiden.

    Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie dann zu machen, wenn keiner zuschaut.

  • Ah genau dazu habe ich auch eine Frage die am Samstag bei uns aufgekommen ist.


    Laut Grundregelwerk muss man wenn man in ein Nahkampfgefecht feuert und sein Ziel verfehlt ja einen Angriff mit -50 auf den anderen Teilnehmer (und in der Regel Freund) feuern. Allerdings ist dort nicht beschrieben ob der OB des Angreifers darauf gerechnet wird oder für den Angriff einfach ein Grund-OB von -50 besteht. Ist das im englischen Regelwerk eventuell deutlicher beschrieben?

    Hab nun doch noch was gefunden:


    Targets in melee automatically get Half Hard Cover (+50 to DB) because they are moving and maneuvering and dodging and ducking and so forth.


    If the attack roll is within 50 points of doing damage to the foe, then you hit his opponent. The original attack roll is used against the opponent, but the opponent does not get the +50 to DB for the cover. However, I also don't apply positional mods or surprise or anything like that, and the opponent gets full DB against the attack.


    If you missed by more than 50, then I figure out what/who else may have been hit (if there are other foes in the way), or if it was a clean miss (i.e. left or right, short or long, high or low -- basically a couple of odd/even rolls to find out where it went).

  • Das macht auf jeden Fall mehr Sinn als noch einmal mit -50 würfeln. Aber ich finde die Spanne sehr hoch, da ist die Wahrscheinlichkeit doch sehr hoch, den anderen zu treffen. Außerdem ist auch hier die Frage, was passiert, wenn mehr als 2 in einen Nahkampf verwickelt sind?

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Wie ich das verstanden hab bekommst du Deckung weil du dich mit Hilfe deines Feinden vor einem Bogenschützen verbirgst.


    Ich würde der Einfachheit halber sagen man versteckt sich immer nur hinter einem, der dann Opfer eines Fehlschusses sein kann. Wenn man will kann man wohl auch die 50er spanne auf alle möglichen Ziele aufteilen bei 2 Leuten 25pro Person bedeuten würde