Wie viele EP?

  • Hallo Leute,
    angesichts einer Diskussion in einem anderen Thread habe ich mich gefragt, wie viele EP's denn normalerweise so vergeben werden und wie schnell Charaktere aufsteigen. Als Beispiel soll Walt's Aussage dienen: Eine Gruppe seit 10 Jahren, die Charaktere zwischen Grad 10 und 14 (Richtig, Walt?). Das macht dann etwas über einen Grad pro Jahr, auch wenn ich natürlich nicht weiß, wie oft in dieser Gruppe gespielt wird. Trotzdem kommt mir das langsam vor (keine Wertung... ;) ). Mich interessiert aber, wie viele EP's in den verschiedenen Gruppen denn so vergeben werden und warum. Also, raus mit der Sprache... :P

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Danke für die Eröffnung dieses Threads, Ruby. Denn ich habe im Moment das Problem das meine Spieler murren "früher war das doch anders. Da gab´s viel mehr Punkte!".
    Zu uns: die Kampagne startete Anfang der 90er und es wurde konsequent jede Woche für mindestens 7 Stunden gespielt. Und über einen Zeitraum von knapp 3 Jahren. In dieser Zeit stiegen die einzigen 2 noch lebenden Charaktere von den ursprünglichen 9 von Lv 1 auf ca. Lv 12/13 auf. Ich denke das waren so zwischen 100 und 150 Spielsessions. Die angesprochenen Charaktere waren, nach meinem Gedächntis, auch immer anwesend.
    Dann gab es eine lange Pause und seit 2 Jahren spielen wir wieder, aber mit ganz anderen Randbedingungen: ca. 6 mal im Jahr knapp 10 Stunden. Inzwischen ist der Dienstälteste Cahrakter Lv 14. Es wurde also nicht die ganzen Jahre durchgespielt!
    (Ich hatte früher so eine Art Exp-Points Richtlinie die ich nun schon seit längerem verzweifelt suche. Sollt ich diese finden poste ich die natürlich.)

  • Also zwischen 110 und 160 Sessions für Grad 14. Alle 10 Sessions einen Grad.


    Ich denke, das Problem Deiner Spieler sind nicht die EP, sondern die Zeitabstände. Auch wenn Du gleich viele EP's vergibst, steigen Die Charaktere Deiner Spieler nun viel seltener auf, wenn man die Realzeit als Maßstab nimmt. Da wir aber alle in der Realzeit leben, ist das letztlich der Maßstab für subjektive Empfindungen dieser Art.


    Ich habe das auch schon früher in anderen Kampagnen erlebt, zusätzlich habe ich allerdings auch erlebt, das SL's in selten spielenden Gruppen dazu tendieren, mehr EP's zu vergeben. Vielleicht aus diesem Grund...?

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Mich interessiert aber, wie viele EP's in den verschiedenen Gruppen denn so vergeben werden und warum. Also, raus mit der Sprache... :P


    Wir vergeben im Schnitt je 7-Stunden-Session ca. 10000 EPs, in den frühen Stufen etwas weniger, später etwas mehr. Dies ist höchstwahrscheinlich deutlich mehr als bei vielen anderen Gruppen, zumindest wenn ich mir die o.a. Postings durchlese und auch Postings zu demselben Thema in den ICE-Foren. Aber wir finden's prima.


    Als ich vor Jahren mit MERP angefangen habe, hat es noch länger gedauert bis unsere Charaktere eine Stufe erklommen haben. Aber auch da wurden schon ca. 3000 EPs je Session gemacht. Als wir später allerdings relativ konsequent die erweiterten EP-Regeln aus dem Rolemaster-Regelwerk angewendet haben, wurde die Anzahl der Punkte deutlich mehr. Mit den Multiplikatoren für besonders gefährliche Manöver, dem x5 für den ersten kritischen Treffer oder den ersten getöteten Gegner (wir rechnen letzteres je Spezies) usw. und den Zusatzpunkten für die Monster aus dem Creatures & Monsters stieg die Anzahl der Punkte deutlich an. Denn plötzlich brachte der erste erschlagene Troll alleine einem Charakter schon 5000 Punkte. Entsprechend schnell steigen bei uns die Charaktere auf und so erklärt sich auch die relativ hohe Anzahl an Charakteren, die man auf meiner Homepage in der Charakter-Gallery findet.


    Und auch wenn wir mittlerweile ganz von dem Standard-EP-System von RM abgekommen sind und Ziel-basierte EPs vergeben, so haben wir doch dabei versucht die Anzahl der EPs ungefähr gleich zu behalten. Wir wollen halt, daß die Charaktere etwas schneller Stufen aufsteigen und vergeben entsprechend die EPs.

  • Also zwischen 110 und 160 Sessions für Grad 14. Alle 10 Sessions einen Grad.


    Ich denke, das Problem Deiner Spieler sind nicht die EP, sondern die Zeitabstände. Auch wenn Du gleich viele EP's vergibst, steigen Die Charaktere Deiner Spieler nun viel seltener auf, wenn man die Realzeit als Maßstab nimmt. Da wir aber alle in der Realzeit leben, ist das letztlich der Maßstab für subjektive Empfindungen dieser Art.


    Ich habe das auch schon früher in anderen Kampagnen erlebt, zusätzlich habe ich allerdings auch erlebt, das SL's in selten spielenden Gruppen dazu tendieren, mehr EP's zu vergeben. Vielleicht aus diesem Grund...?

    Ich denke das das auf jeden Fall ein Teil des Problems ist. Jetzt gilt halt auch ein andere Ansatz, mehr Storyline betont. In dem ersten, früheren Part haben wir laut meinen Aufzeichnungen ca. 200 Tage Spielzeit durchspielt. Mit einer Pause für die Charaktere von ca 100 Tagen. Also alles in allem ca 1 Tag Realzeit für 1 Tag Spielzeit. Und dafür sind mir die Charaktere an sich viel zu schnell gestiegen, denn ich finde das schon fast (in der Spielwelt-Logik) unglaubwürdig.


    Mit den Multiplikatoren für besonders gefährliche Manöver, dem x5 für den ersten kritischen Treffer oder den ersten getöteten Gegner (wir rechnen letzteres je Spezies) usw. und den Zusatzpunkten für die Monster aus dem Creatures & Monsters stieg die Anzahl der Punkte deutlich an. Denn plötzlich brachte der erste erschlagene Troll alleine einem Charakter schon 5000 Punkte.

    Den Effekt den Ecthelion beschreibt gab´s bei uns auch. In den ersten 2 bis 4 Abenteuern ist der Charakter aufgrund dieser §First Time" Regel sehr schnell auf Lv 2 oder 3 gestiegen. Danach gings langsamer. Ich denke insgesamt habe ich ca. 2000 bis 4000 Punkte vergeben (Ausnahmen nach oben oder unten gabs immer). Vom Gefühl (ist aber wirklich lange her) würd ich sagen es waren so 3 bis 4 Sessions für einen Level (bis Lv 5). Und bis Lv 10 dann halt 6 bis 8 Sessions und ab Lv 10 wird´s halt nun deutlich langsamer.
    (d.h. ich muß mich ober vertan haben und frag nochmals bei meinen Spieler nach)


    Ist für mich aber gut so, denn -trotz dieser High-Level Shadow World- es gibt bei mir auch nicht zuviele hohe NPCs (Randbemerkung: das ist auch gut so.Wenn ich einen Lord-Level NPC bringe dann zittert meine Gruppe trotz ihrer geballten Power)

  • Hm die 5x-Regelung habe ich bisher vor allem für Zauber benutzt und für Manöver... hm für kritische und TötungsXP pro Rasse könnte man natürlich auch machen das die ersten Stufen schneller gehen... allerdings ist der Dokumentations-Aufwand dabei natürlich auch nicht unbeachtlich und man muss dann auch die einkehrende Routine mit niedrigeren EP irgendwann berücksichtigen... wobei bei kritischen Treffern sehe ich das nicht so kritische mit der Routine eher bei Zaubern...


    Das Hauptproblem sehe ich in der Dokumentation... aber ich habe ja ein gutes Gedächniss...

  • Ich habs nur für den ersten und den zweiten Kampf angewendet. Quasi als Frontlinienerfahrung. Wenn der Charakter keinen kritischen ausgeteilt oder erhalten hat dann hat er eben Pech (oder auch Glück, je nach Standpunkt) gehabt. Und dann bleibts auch überschaubar

  • Also ich vergebe so im Schnitt 4000 (meist die Magier) bis 8000 (meist die Kämpfer). Pro Session einen Bonus von 250-500 für den jenigen der mir das/die letzten Abenteuer zusammenfasst (super wichtig um alle auf das kommende einzustellen) und nochmal 250-500 für herausragende Leistungen, bekommt meist nur ein Spieler. Genauer betrachtet habe ich seit 1987 so Glaube ich 4 verschiedene Gruppen in Rolemaster geleitet. Die eine ca. 9-10 Jahre da war der höchste Char. so glaube ich Lvl. 14 (seltsammerweise ein Magier) und einer Lvl 13 (Warrior) und ein Barde Lvl. 12. Die anderen zwei Gruppen sind so Lvl.5-7 Spielzeit ca. 4-5 Jahre. Die letzte Gruppe sind so LVl. 3-5 mit einer Spielzeit von 1-2 Jahren.
    Aber einen Schnitt wieviel LVl./Jahr aufgestiegen wird kann mann daraus nicht berechnen da wir in all den Jahren noch andere Systeme gespielt haben.
    Weiterhin muss ich noch dazusagen das ich die Angewohnheit habe wenn die CHar. zu hochstufig werden so ab Lvl 12 (bei Rolemaster) diese einzuziehen und von nun an als NPC zu verwenden, da mir die Session zu episch und durchgeknallt werden und die Char. auch meist irgendwelche Gestörten Megahelden sind.
    Meine Spiele stört das nicht da das sowas wie dei höchste Ehre für einen Char. ist die er erreichen kann.(also als Mega NPC zu enden)


    Edit: außerdem ist es recht abgefahren wenn ein ehmaliger Held der jetzt ein NPC ist den neuen Helden Aufgaben gibt. Oder wenn er zu einem Mega Bösewicht mutiert ist gegen ihn zu arbeiten :D

  • Pro Session einen Bonus von 250-500 für den jenigen der mir das/die letzten Abenteuer zusammenfasst (super wichtig um alle auf das kommende einzustellen)

    Super Idee, werde ich beim nächsten Mal bei mir direkt umsetzen!!

    Weiterhin muss ich noch dazusagen das ich die Angewohnheit habe wenn die CHar. zu hochstufig werden so ab Lvl 12 (bei Rolemaster) diese einzuziehen und von nun an als NPC zu verwenden, da mir die Session zu episch und durchgeknallt werden und die Char. auch meist irgendwelche Gestörten Megahelden sind.
    Meine Spiele stört das nicht da das sowas wie dei höchste Ehre für einen Char. ist die er erreichen kann.(also als Mega NPC zu enden)


    Edit: außerdem ist es recht abgefahren wenn ein ehmaliger Held der jetzt ein NPC ist den neuen Helden Aufgaben gibt. Oder wenn er zu einem Mega Bösewicht mutiert ist gegen ihn zu arbeiten :D

    Kann ich mir als Ziel gut vorstellen, der ehemalige PC als mächtiger NPC in der Spielerwelt. Wobei mein Plan schon ist mit der aktuellen Gruppe (sofern sie den überleben) jenseits des Level 20 zu landen.
    Deswegen gibt es halt irgendwo begrenzt EPs, die Grundwerte sind moderat (oftmals nur 2 max 3 Werte über 90) und auch mit magischen Gegenständen bin ich sparsam. Dann bleiben die Charaktere auch in höheren Lv noch spielbar (und dieses Gefühl "das hab ich mir erkämpft!" ist spürbar)

  • Ja das mit dem Zusammenfassen ist wirklich eine Gute sache, es gibt bei mir einen der immer ganze Abhandlungen schreibt über das letzte Abenteuer, irgendwann soll er mal ein Buch draus machen :) Da ich immer viel Zeichne und den Helden viele Handouts mitgebe dürfte das dann auch recht nett illustriert sein. ja ich geh seit neustem bei den Rund noch weiter. Einer Schreibt die Ansage/pro Runde auf, einer die Ini ,einer macht notizen zum Abenteuer und einer verwaltet die Mali,Boni und sonstiges. Das hat den Effekt das ich weniger zu tun habe und die Leute beschäftigt sind wenn sie mal nicht dran sind.



    die Grundwerte sind moderat (oftmals nur 2 max 3 Werte über 90)


    Das ist bei mir anders ich spiele oder spielte nach den uralt Regeln und ließ folgendermaßen Würfeln: 3* 11 Atribute, dann können sie sich die beste Spalte aussuche und der schlechteste Wert wird gestrichen und dann wird die niedrigste Zahl nochmal gewürfelt. Darauf können die Spieler noch bis zu 5 Werdegangspunkte verteilen. Das führt in der Regel zu sehr hohen werten ich weiß. kommt nicht selten vor das mal ein paar 100er oder 101 dabei sind.
    Die Werte brauchen sie aber in meinen Abenteuern auch. Aber mit dem Deutschen System (RMFRP)habe ich gewechselt (Punkte verteilen) Schaun wir mal wie das so aufgenommen wird. Wird warscheinlich einen mega aufstand geben 8| Bin gespannt auch wie das mit dem Balancing dann hinkommt (siehe anderes Thema)

  • Das führt in der Regel zu sehr hohen werten ich weiß. kommt nicht selten vor das mal ein paar 100er oder 101 dabei sind.

    Ja, kenne ich. Und dann ist es meist wirklich so dass die Charaktere ab Lv 10 schwer spielbar werden weil sie dann richtige "Schwergewichter" sind. Wenn zusätzlich noch die passenden magischen Gegenstände vergeben wurden ist die Kampfkraft einfach sehr gewaltig und durchschlagend. Macht auch Spaß, keine Frage. Aber irgendwann sollte man den PC dann vielleicht wirklich besser in einen NPC umwandeln. (umso mehr Spaß könnte euch Shadow World machen, was eher auch mächtige NPCs angelegt ist)

  • (umso mehr Spaß könnte euch Shadow World machen, was eher auch mächtige NPCs angelegt ist)


    Könnte sein da ich rolemaster immer nur in Mittelerde gespielt habe und dort das ganze Setting etwas moderater ist (was Monster und Magie angeht)
    Und es mich außerdem bedingt durch 20 Jahre in Mittelerde und die Hype um die Filme ehrlich gesagt langweilt. Nicht falschverstehn die Filme sind großartig aber seit dem die Filme draußen sind ist so einiges an Vorstellungskraft bei meinen Spielern flöten gegangen. Spieler: "nein der Ork sieht so und so aus und überhaupt Helms Klamm ist doch so und so befestigt"
    Ich hasse das Fantasy RPG muss im Kopf passieren und nicht Fastfood mäsig konsumiert werden. Oh Gott ich schweife vollkommen ab sorry!

  • Denn plötzlich brachte der erste erschlagene Troll alleine einem Charakter schon 5000 Punkte.


    Ich habe früher immer um die 1000-2000 EP pro Session vergeben. Dadurch wurden die Aufstiege natürlich sehr langsam. Allerdings waren Punkte bei uns seit unseren D&D und DSA-Zeiten nie wieder irgendwie Motivationsgrundlage. Die Zeiten des Aufwärm-Orks sind da schon lange vorbei gewesen.


    Zu obigem Zitat - leider überlesen die meißten GM bei den EP-Regeln den Passus das alle Punkte für Krit., Trefferpunkte usw. von den Gesamtpunkten die es für das Überwinden eines Gegners gibt, abgezogen werden. Dadurch ist es entsprechend kaum möglich mehr Punkte für einen Gegner zu vergeben als dieser per se schon bringen würde. Das betrifft zwar wahrscheinlich NICHT den EP-Modifikator für den ersten überwundenen Gegner eines Typs, da dieser Modifikator erst nach Vergabe der Punkte angerechtnet wird, wird aber dennoch sehr gerne übersehen.


    Gerne weise ich im übrigen hier nochmal auf das Progressionssystem von Chronicles of Ramlar hin. Das Demeanor/Theme-System ist meines erachtens nach das perfekte System um zum einen Gerechtigkeiten zu schaffen, unter den Spielern, und zum anderen den Spielern "aufzuzwingen", falls nötig, sich mit ihrem Charakter auseinander zu setzten, da es nur dann eine Entwicklung für den Charakter gibt.


    Gerne stelle ich das System hier nochmal En-Detail vor. Es harmoniert super mit RM!

  • In unserer Gruppe werden pro Session (ein Mal im Monat a 12-16 Stunden) zwischen 3000 und 10.000 Punkte vergeben.
    Die 10.000 werden natürlich nur erreicht, wenn das Abenteuer extrem kampflastig war (wir haben z. B. eine ganze Session mit dem Erobern einer von Orks besetzten Burg verbracht und das bringt halt eine Menge Punkte).


    Wenn ich hier davon lese, dass ein Stufenaufstieg mitunter nur alle 10 Sessions kommt, finde ich das persönlich etwas sparsam.
    Warum die Charaktere nicht schneller aufsteigen lassen und ihnen dann einfach mal Aufgaben geben, wo sie mit ihren Primärfertigkeiten nicht weiterkommen? Das ein Stufe 12 Krieger im Nahkampf nicht mehr viele Herausforderungen findet, ist ja relativ normal. Also schickt man den Krieger einfach mal in ein Abenteuer ohne wirkliche Kämpfe und lässt ihn zum Beispiel am königlichen Hof für seine Interessen eintreten (z.B. Durchreise in ein umkämpftes Gebiet, Zugang zu gefährlichen Dungeons oder ähnliches, was den Krieger halt anspornt).
    Und schon muss unser Krieger ganz andere Aufgaben übernehmen und kann sein Schwert für einige Zeit an die Wand hängen.
    Da bringt es ihm auch nichts, dass er sein Langschwert auf Stufe 24 hat. In der Situation ist der Charakter also wieder "schwach" und erhält richtige Herausforderungen.


    @ mad_eminenz


    Das Einziehen und Reaktivieren der zu starken Charaktere ist eine richtig gute Idee.
    Damit wird die Welt auch viel lebendiger, da auch NPCs vorkommen, die nicht vom SL erstellt wurden und somit einen anderen Stil darstellen. Ich würde das echt schön finden, wenn mein "alter" Barbar mir in einem Abenteuer begegnen würde und ich von ihm Aufträge erhalten würde oder gar an seiner Seite kämpfen könnte (nur für ein Abenteuer). Als böser NPC wäre es recht ungeschickt, da ich mich ja an seine Stärken erinnern kann und somit einen Vorteil habe. Es sei denn ich lasse meinen PC bewusst in ein Problem reinrennen oder der SL ändert die Werte für meinen "alten" Barbar.




    Mich würde interessieren, wie du die Charaktere aus dem Spiel entfernst.
    Setzen sie sich zur Ruhe oder sterben sie irgendwie?

  • Mich würde interessieren, wie du die Charaktere aus dem Spiel entfernst.
    Setzen sie sich zur Ruhe oder sterben sie irgendwie?


    Na ja das löst sich meist von selbst hier mal ein Beispiel:


    LVl 12 Necromancer/Noldor hat damals mit noch 7 anderen Spielern an der entscheidenden Schlacht vor der weißen Stadt teilgenommen. Ich glaube ich hatte damal jedem ca 50 -60 Orks, Uruks usw pro SC. gegenübergestellt und vereinzelt Oloks am ende musste jeder gegen ein Übergegner kämpfen. Ich meine mich zu errinern das dem Necromancer einen Balroc als gegner gegeben hatte (ich weiß, ich weiß es gibt keine Balrocs mehr, aber bei mir halt schon). diesen konnte er nur besiegen indem er einen Lich König beschworen hatte, der letztendlich nur für ihn kämpfte wenn der in den Character fahren konnte. Er wurde also zu einem Lich-König und konnte so den Balroc ins Dunkle treiben.
    Was von ihm übrig blieb war ein lvl 14 Necromancer/Noldor/Lich King dieser lebt heute übrigens irgendwo in den nördlichen Regionen Mittelerdes in einem Eis schloss mit einer Armee von Untoten und anderenm Zeugs. Prima NPC :love:
    Hab ihn auch schon öfters am Randein Abenteuern gebracht die im 4. Zeitalter spielen.
    Ein anderer Warrior LVl: 13 Beartyp hat die Schlacht auch überlebt und konnte sich letzendlich, da er nun endgültig das Herz seiner Geliebten erobert hatte. Mit Ihr ins Auenland zurückziehen mit ihr 5 Kinder Ki´nder zeugen und wurde immer Fetter aber glücklich. Ich habe diesen Char. danach mal gespielt was extrem lustig war denn er war viel zu Fett um in seine Egorüstung zu kommen usw. Er letzte überlebene der Gruppe war ein Barde der dann natürlich die geschichte der Helden überall in Mittelerde besingt, was auch net ist für neue Helden die ihre eigenen Geschichten in irgendeiner Kneipe zu einem gemütlichen Hümpen Bier hören.
    Du siest das Problem löst sich meist von selbst!


  • Spieler: "nein der Ork sieht so und so aus und überhaupt Helms Klamm ist doch so und so befestigt"
    Ich hasse das Fantasy RPG muss im Kopf passieren und nicht Fastfood mäsig konsumiert werden. Oh Gott ich schweife vollkommen ab sorry!

    Wirklich der falsche Thread dazu. Aber ich kann´s dir sehr gut nachempfinden. (und mit dem Spruch könnten mich meine Spieler auch zur Weißglut bringen!!)

    - leider überlesen die meißten GM bei den EP-Regeln den Passus das alle Punkte für Krit., Trefferpunkte usw. von den Gesamtpunkten die es für das Überwinden eines Gegners gibt, abgezogen werden. Dadurch ist es entsprechend kaum möglich mehr Punkte für einen Gegner zu vergeben als dieser per se schon bringen würde.

    Okay, war mir auch nicht bewußt. Schau ich mir direkt nochmals an (um es dann wahrscheinlich trotzdem beim altbewährten zu belassen sonst meutern meine Spieler komplett.


    Das Progressionssystem wäre auf jeden Fall interessant. Und die niedrige Vergabe von Exp (1000-2000) hat ihren Charm, ganz klar. Ist einfach ein anderes Spielkonzept!

    Das ein Stufe 12 Krieger im Nahkampf nicht mehr viele Herausforderungen findet, ist ja relativ normal.

    Hmmm, hab ich etwas Mühe mit der Aussage. Vielleicht etwas allgemein formuliert, oder? Mir persönlich reichen wenige Lv 2 Lugkrokis (äquivalent zu Lesser Orks) um meine hochrangigen Charaktere zum Schwitzen zu bringen.
    Aber sicherlich stimmt dass im Mann gegen Mann-Kampf in einer anständigen Beleuchtung und ausreichend Bewegungsfreiheit für seine Hauptwaffe ein Lv 12 Krieger der auf unmoralische Tricks eingestellt ist in 95 % der Fälle niederlevelige Gegener schadfrei überlebt.


  • Hmmm, hab ich etwas Mühe mit der Aussage. Vielleicht etwas allgemein formuliert, oder? Mir persönlich reichen wenige Lv 2 Lugkrokis (äquivalent zu Lesser Orks) um meine hochrangigen Charaktere zum Schwitzen zu bringen.
    Aber sicherlich stimmt dass im Mann gegen Mann-Kampf in einer anständigen Beleuchtung und ausreichend Bewegungsfreiheit für seine Hauptwaffe ein Lv 12 Krieger der auf unmoralische Tricks eingestellt ist in 95 % der Fälle niederlevelige Gegener schadfrei überlebt.

    Joah, da habe ich mich wohl ein bisschen allgemein ausgedrückt. Ich bin hier natürlich vom offen Kampf Mann gegen Mann ausgegangen. Wenn sich die äußeren Umstände auf der Seite der Orks befinden ist das natürlich was anderes.


    Womit es dem Krieger eigentlich gar nicht langweilig oder zu einfach werden dürfte. Als SL kann man miese Situationen ja einleiten.


    Dann verstehe ich das Problem mit den hohen Charakteren nicht, da man sie ja doch austricksen kann.
    (die von Idee mad_eminenz ist trotzdem geil und als ziel für jeden PC erstrebenswert. da werde ich meinen SL auch mal anquatschen müssen)

  • Hallo zusammen,


    das zählen von EP nach dem von Rolemaster vorgeschlagenen System finde ich persönlich äußerst spielstörend. Denn für jeden Kilometer, jedes Manöver (je nach Schwierigkeitsgrad), jeden Zauber und jeden Treffer EP nachzuhalten und am Ende aufzurechnen ist den meisten Spielern , aber auch mir einfach zuviel Schreiberei.


    Daher vergebe ich keine EP mehr, sondern ich vergebe unmittelbar Stufen. Grundregel dabei ist alle drei bis vier Sitzungen erhöhe ich die Stufe des Charakters automatisch. Bei außerordentlich gutem Rollenspiel auch früher. Bei Großereignisse gab es auch schon mal zwei Stufen auf einmal.


    Wichtigstes Kriterium für mich ist aber weder Kampf, noch Magie oder Manöver, sondern gutes Rollenspiel. Es spielt für mich nur eine sekundäre Rolle, wie oft ein Charkater welchen Spruch gut oder schlecht gewirkt hat. Aber ob ein Spieler seine Rolle spielt, das ist wesentlich. Ein Paladin, der die Wege seiner Gottheit verläßt oder seine Ideale vergißt, ohne einen Grund dafür zu haben, spielt nicht gut. Ein Elf, der das Gebaren ein Zwergen oder Menschen annimmt (ebenfalls ohne guten Grund) spielt nicht gut. Ein Kämpfer im Berserkergang, der seinen Freund umhaut und ohne mit der Wimper zu zucken ins nächste Abenteuer startet, spielt nicht gut.
    Umgekehrt ist der Auftritt des Paladin als Ritter bei einem Ball am hofe des Fürsten gut, wenn er den ritterlichen Idealen folge leistet. Fertigkeiten können dies dann untermalen, wobei das Rollenspiel auch hier im Vordergrund steht. Mit anderen Worten, der Spieler rollenspielt eine Szene. Dieses Dargestellte wird dann durch seinen Wurf modifiziert, zum gutne oder schlechten hin, bedeutet, wenn schon das Rollenspiel an sich gut und passend war und auch ein guter Fertigkeitenwurf gelingt, dann ist seiner Darbietung außerordentlich und wird nach viele Gespräche und Anekdoten nach sich ziehen.


    Walt
    EP gibt es natürlich auch im Kampf. Nur würde ich nicht zustimmen, dass ein hochstufiger Charakter immer überlebt. Wenn dieser von Lugroki eingekreist und von allen Seiten angegriffen wird, dann kann er maximal zwei Lugroki parieren, ein bis zwei angreifen, aber die anderen treffen ihn mit vollem OB. Das halte ich auch bei einem höherstufigen Krieger für gefährlich.


    Meine Hauptgruppe besteht auch Charakteren im Bereich der Stufen 15 bis 20. Bislang hatte ich niemals Probleme Kämpfe abwechselungsreich zu gestalten. Auch in diesen Stufen gibt es mehr als ausreichend Möglichkeiten die Gruppe in schwitzen zu bringen. Der Magier, der vom Pfeil getroffen wird. Der Kriger in Platte vom Blitzstrahl usw. Gelegentlich zerlegen sie sich selber. Dazu verweise ich auf Seite 142 des Zauberhandbuchs. Dieses Ereignis ergab sich irgendwann in meiner Runde (colorandi causa: es ging um Amras' ersten Einsatz von Vakuum II). Jedenfalls kann man auch eine solche Gruppe mit ein paar Pfeilen, ein paar kleinen Bandenkriegern und einem mittelstufigen Mentalisten schnell außer Gefecht setzten.
    Mehr als einmal lagen alle verwundet auf dem Boden am Ende des Kampfes. Letztlich läßt sich jeder Kampf seitesn des SL leicht steuern.


    Gruß


    Wombel

  • Jedenfalls kann man auch eine solche Gruppe mit ein paar Pfeilen, ein paar kleinen Bandenkriegern und einem mittelstufigen Mentalisten schnell außer Gefecht setzten.
    Mehr als einmal lagen alle verwundet auf dem Boden am Ende des Kampfes. Letztlich läßt sich jeder Kampf seitesn des SL leicht steuern.


    ...und dies ist eine der schönen Seiten und Vorteile von Rolemaster gegenüber anderen Systemen.

  • Zu obigem Zitat - leider überlesen die meißten GM bei den EP-Regeln den Passus das alle Punkte für Krit., Trefferpunkte usw. von den Gesamtpunkten die es für das Überwinden eines Gegners gibt, abgezogen werden. Dadurch ist es entsprechend kaum möglich mehr Punkte für einen Gegner zu vergeben als dieser per se schon bringen würde. Das betrifft zwar wahrscheinlich NICHT den EP-Modifikator für den ersten überwundenen Gegner eines Typs, da dieser Modifikator erst nach Vergabe der Punkte angerechtnet wird, wird aber dennoch sehr gerne übersehen.


    Keine Sorge diese EP-Regel ist mir durchaus bewußt ;). Wir haben es auch so gehandhabt, daß wenn z.B. Charakter A bereits mehrere Trolle erschlagen hat und Charakter B noch keinen, der Troll für A nur z.B. max. 1000 EP Wert ist und für B max. 1000 x 5 = 5000 EPs. Sind im Verlauf des Kampfes schon für mehr als 1000 EPs kritische Treffer bei dem Troll gelandet worden, kann A keine Punkte mehr erhalten, wenn er den Troll weiter trifft, weder für kritische Treffer noch für das Erschlagen. B kann allerdings noch Punkte erhalten, weil für ihn der Kampf gegen einen Troll noch etwas neues ist (OK, genaugenommen ist nur das Töten eines Trolles für den Charakter neu, aber so pingelig sind wir nicht).


    Zum Thema der Buchführung: Wir haben bei den Charakteren einfach die Anzahl der getöteten Trolle, Orks, Vampire etc. notiert, wobei ich persönlich jenseits der 2 nicht mehr gezählt habe. Das reicht dann aus, um die Multiplikatoren für den ersten und zweiten erschlagenen Gegner je Spezies zu vergeben. Außerdem kann es für einen Krieger ja ganz spannend sein zu wissen wieviele "Kills" er schon geschafft hat :P .