Wie viele EP?

  • Zum anderen ist es reine Definitionssache für ein System, was am Ende für die Vergabe von EP auslösend ist. [...] Aber so wie man bei RM die Kill-EP durch RP-EP ersetzten könnte, wäre das umgekehrte bei COR natürlich auch möglich.
    [...]...zusätzlich gestatten vier D/T-Wheels zu definieren und das RM-System hiermit zu ergänzen.

    Darin fand ich den Auszug super. Den Auszug über "Adversity" sollte sich jeder mal durchlesen, sehr interessant. Ich denke ich werden den Weg gehen und bei unserer massiven Vergabe von EPs für Rollenspiel bleiben. Aber zusätzlich Teile der D/T-Wheels einführen. Z. B. sind die "Elite Paths" auch wunderbar auch Berufsklassen wechsel anwendbar. Da habe ich auch direkt einen Charakter als passendes Beispiel: vom reinen Fighter (ggf) zu Noble Warrior.

  • Ich lese diese Regel allerdings so das es einfach keine Erfahrung mehr für das eigentliche Töten des Gegners gibt wenn er bereits 5-6 kritische E eingesteckt hat (meistens) das verdeutlicht aber nur das der dann eigentlich tödliche Schlag für den Kampf garnichtmehr ausschlaggebend war - wenn man so viele kritsche erlitten hat ist man meistens schon zimlich kaputt - unser andere SL gibt immer die volle TötungsEP zu den kritischen da er der Meinung ist das man wenn man sich schon auf soetwas gefährliches wie kämpfen einlässt man auch viel erfahrung verdient hat. Ich habe damit das Problem das sich eine gewisse fixierung der Spieler auf den Todesstoß einstellt "Hey das war mein Gegner den du da getötet hast!..." was mir nicht so gefällt da es ja eigentlich eine Gruppenleistung sein soll.


    Achja mal eine Frage btw. wieviel XP würdet ihr einem Stufe 2 Kleriker geben wenn er direkten Kontakt mit seinem Gott bekommt, also in Persona quasi, ich wäre für 1000 * 5 da erstmalig aber das wäre schon zimlich heftig im vergleich zu den was der Rest der Gruppe so normal bekommt...

  • Hallo zusammen!


    [quote='Wombel',index.php?page=Thread&postID=4859#post4859]
    Finde ich persönlich problematisch zu vergeben, ist halt immer vom subjektiven Empfindes des SLs abhängig. Oft habe ich das Gefühl, daß jemand der möglichst viele Rollenspiel-Klischees im Spiel erfüllt, von vielen als guter Rollenspieler angesehen wird. Nach solch einem System bekommt er dann viele Punkte für klischeehaftes Spiel. Der Paladin muß dann immer der strahlende Ritter, der Zwerg immer hart im Nehmen und der Elf sollte weise sein und sich in jedem Wald schnellstens verstecken. Zumindest die EP-Vergabe möchte ich lieber nicht daran festmachen.


    Nicht klischeehaftes Verhalten ist gutes Rollenspiel, sondern seine Rolle zu spielen ist gutes Rollenspiel. Dies bedeutet natürlich, dass ich mir als SL die Rolle des Charakters genau anschauen muss, um sie zu verstehen. Dabei entwickelt sich im Lauf des Spiels diese Rolle weiter.


    Beispiel:


    Ein Paladin war einst ein starhlende Lichtfigur seines Gottes. Er bekommt ein Schwert in die Hand, in dem ein wohlwollender Geist wohnt - glaubt er. Aber tatsächlich ist dieser ein Dämon. Der Paladin wird von ihm verführt - der Spieler hat es am Anfang nicht bemerkt. Dies führte dazu, dass der Paladin den Weg in Dunkel begonnen hat. Der Weg hat sich lange fortgesetzt. Er hat Entscheidungen treffen müssen, bei denen er sich zwischen dem Weg seines Gottes und dem seines Reiches entscheiden mußte. Er hat oft zum Wohle seines Reiches gehandelt - und entgegen den Prinzipien seines Gottes. Irgendwann hat ein Teil seiner Magie versagt. Daraufhin ist er in eine Depression gestürzt, hat Drogen genommen etc. Alles dies hat er auch rollenspielerisch ausgespielt. Die Höhpunkte, die Niedergang und aktuell den beginnenden Wiederaufstieg. Nichts daran war klischeehaft, denn das Paladinklischee kennt einen in Ungnade gefallenen Paladin nicht.


    Etwas in dieser Richtung ist für mich gutes Rollenspiel.


    Was das Vertrauen in den SL angeht. Selbstverständlich müssen die Spieler dem Sl vertrauen können. Denn der SL ist der Rest der Welt. Hat der SL keine Lust mehr oder will er die Gruppe vernichten oder ist der SL nur schlecht drauf, dann leidet die Gruppe. Mglw. hat er dann keine mehr, aber so ist es eben. Also entweder vertraut die Gruppe dem SL, oder nicht. Wenn sie ihm aber vertraut, warum dann nicht auch bei den EP.


    Das Rollenspiel ist ein Spiel, das allen Spaß bereiten soll.


    Gruß


    Wombel

  • Auch wenn ich Klischees durchaus mag und ihnen einiges abgewinnen kann da sie eine Orientierung geben und eine gewisse Sicherheit, empfinde ich sie nicht als einschränkend und unveränderbar. Wie schon mehrfach gesagt - und dem kann ich mich uneingeschränkt anschließen - kommt es am Ende darauf an was man daraus macht. Und so lange es allen Spaß macht ist es alles andere als falsch.
    Und wenn ich eines gelernt habe - dann das ich bisher nie enttäuscht wurde wenn ich den Spielern mein Vertrauen geschenkt habe. Und im übrigen auch umgekehrt. Die Folgen einer anderen Einstellung hat Wombel ja ganz gut beschrieben.

  • Auch wenn ich Klischees durchaus mag und ihnen einiges abgewinnen kann da sie eine Orientierung geben und eine gewisse Sicherheit, empfinde ich sie nicht als einschränkend und unveränderbar

    Ich find es unglaublich anspruchsvoll Klischees genau nicht Klischeehaft umzusetzen. Macht mir auch unglaublich Spaß.
    Bsp: der hühnenhafte Kämpfer, mit Bearstrength-Bonus, Kampfmaschine per se. Der aber lammfromm ist, seinen gigantischen Rucksack immer nur Rohkost voll hat und nicht müde wird von gesunder Ernährung zu predigen. Und seinen Cooking Skill genauso hoch hatte wie seine Hauptwaffe - Twohander!
    Noch nirgends gab´s bessere Feldverköstigung als in Abenteuern wo Barsleg mit dabei war. (leider nie zuende gespielt. Sein Ziel war das Beste Restaurant rund um Fangorn zu führen)

  • Mein Apell war ja vor allem als SL nicht zu sehr zu definieren welches RP "richtig" ist und ggF nur Klischeehaftes RP auch als "echtes" RP zu honorieren.


    Hier ist es auch Sinnvoll eine eher dynamische Welt zugrunde zu legen und keine zu starre vorstellung von gewissen Völkern und Berufen zu entwickeln. Bei mir sind viele Völker die klassisch gesehen absolut gut sind wie Waldelfen z.B. von ihrer Gesinnung komplett Neutral / vieleicht mit gutem Touch aber grundsätzlich eher auf gleichgewicht bedacht.

  • Ja, das ist richtig. Aber wenn man (halbwegs) "normales" Verhalten zugrunde legt, dann kommt man schon dahin. Jedes Rollenspiel ist selbstverständlich richtig, solange der Spieler es irgendwie erklären kann.


    Gruß


    Womebl

  • Bsp: der hühnenhafte Kämpfer, mit Bearstrength-Bonus, Kampfmaschine per se. Der aber lammfromm ist, seinen gigantischen Rucksack immer nur Rohkost voll hat und nicht müde wird von gesunder Ernährung zu predigen. Und seinen Cooking Skill genauso hoch hatte wie seine Hauptwaffe - Twohander!
    Noch nirgends gab´s bessere Feldverköstigung als in Abenteuern wo Barsleg mit dabei war. (leider nie zuende gespielt. Sein Ziel war das Beste Restaurant rund um Fangorn zu führen)

    So etwas empfinde ich einfach als geniales Rollenspiel.
    Einen Krieger stelle ich mir eher wie eine Fleisch verzehrende Maschine vor. Wenn dieser dann von gesunder Ernährung predigt, finde ich das einfach cool. Jeder wird sich an ihn als guten Koch, der große Abenteuer erlebt hat, erinnern, aber nicht als Krieger, davon gibts sowieso zu viele. Barsleg ist es gelungen sich von der Masse abzuheben, ohne dabei künstlich zu wirken.


    @ Arodraan
    Dein Ansatz klassisch gute Völker einfach mal neutral zu machen, finde ich recht gut, da man das normale Klischee dann nicht mehr über das Volk stülpen kann. Man muss also auch mal mit einem Elben rechnen, der böse handelt. Somit muss man sich sein eigenes Bild von dem Volk machen und das ist gut, da man als Spieler dann denken muss und sich nicht auf das Klischee verlassen kann.


    Ich persönlich finde Klischees nicht so geschickt, aber das ist ja Ansichtssache.

  • Ich habe nach etwas Suche in meinen alten Emer-Notizen meine alte Punketabelle wiedergefunden:


    Rollenspiel:
    <250: Beschissen
    <750: Schlecht
    <1250: Mittel
    <1750: Gut
    <2500: Sehr gut


    Ideen:
    50-100: Nebensächlich
    500-1000: Abenteuer relevant
    2500: Abenteuer entscheidend


    Zeit:
    150/Stunde Spielzeit
    20/Tag auf Spielwelt


    Lustig wenn man das 10 Jahre später wiederfindet und über sich feststellen muß, dass man auch dem Einordungs- und Tabellenwahn unterlag.


    Wir haben meist 8-10 Stunden gespielt. Also konnte ein aktiver Spieler mit guten Rollenspiel und guten Ideen bis zu 6000 Punkte bekommen. (zusätzlich zu den im RM-Regelwerk vorgeschlagenen Punkte für Kampf, Manöver und Magie).


    Rollenspiel wurde meistens von der Gruppe, nicht nur vom Spielleiter bewertet!

  • Achja mal eine Frage btw. wieviel XP würdet ihr einem Stufe 2 Kleriker geben wenn er direkten Kontakt mit seinem Gott bekommt, also in Persona quasi, ich wäre für 1000 * 5 da erstmalig aber das wäre schon zimlich heftig im vergleich zu den was der Rest der Gruppe so normal bekommt...

    Ob ich einem Kleriker jedesmal 1000 Punkte für Kontakt mit seinem Gott geben würde ist fraglich.
    Aber 5000 Punkte für das erstemal finde ich nicht unangemessen.

  • Naja wenn er wirklich häufig mit seiner Gottheit kontakt hat wird es ja schnell Routine und irgendwann gibts dafür garkeine XP mehr unter umständen (je nachdem wie oft da ein Enger Kontakt besteht) zumal ich da auch nur "richtige" Kontakte mit einbeziehe also Brennende Dornbüsche und sowas. Wenn der Gott nur als Stimme im Kopf auftaucht gibt das auch keine extraerfahrung.


    Naja ich bin mal gespannt wie das Deus EX machina ankommt eigentlich wollte ich den Plot erst viel später einbauen aber er hat mir sehr gefallen und so bekomme ich die Gruppe recht problemlos aus ihrem jetzigen Los und gebe ihnen auchnoch gleich ein gemeinsames Ziel.


    Hm deine Tabelle leihe ich mir vieleicht mal aus... sieht recht brauchbar aus so wie es ist.

  • Mal zur Abfrage wie ihr das regelt:


    ein 15 Meter langes Seil hoch zu klettern... wieviel EP bekommt man bei Euch dafür?


    Ich hatte =


    Mitteschwer = 50 * 5 (Anzahl der Mannöver) * 2 (wegen gefährlich) = 500 EP - is ja echt ordentlich... zuviel?

  • Für mich würde ich dies auch als schwierig einstufen - da ich herzlich wenig Ahnung vom Klettern habe und diese Aufgabe halt relativ zu meinen Fähigkeiten sehe. Für jemanden, der sich allerdings mit Klettern auskennt, ist es vielleicht doch ein leichtes ein Seil hochzuklettern. Ist auch egal, über die Schwierigkeitsstufen kann man sich trefflich streiten. Wir nutzen halt die Angaben im School of Hard Knocks, da es bei wechselnden Spielleitern schön ist, wenn alle gleiche/ähnliche Schwierigkeiten wählen und nicht der eine das Seil hochklettern als schwer und der nächste als leicht einstuft.

  • frage der technik. wenn man weiß wie ist es einfach...ansonsten schwierig


    Na ja in Plattenrüstung mit 3 Waffen ca. 1000 Goldmünzen usw. Denn welcher spieler kommt schon auf die idee erst einmal alles abzulegen und dann zu klettern. kaum einer!
    Vieleicht ist es für kinder noch mittelmäsig einfach aber für erwachsene! Ne bei mir ist das eine schwere PROBE! und endet meist genau wie schwimmen proben im Chaos.


    Edit . wird vieleicht mit Knoten im Seil oder div. Hilfsmitteln leichter aber auch dann ist es nicht leicht!


  • Na ja in Plattenrüstung mit 3 Waffen ca. 1000 Goldmünzen usw. Denn welcher spieler kommt schon auf die idee erst einmal alles abzulegen und dann zu klettern. kaum einer!


    Mit Rüstung und ggf. Traglastbehinderung wird es in der Tat schwieriger. Aber das sind Punkte, die Du jetzt zusätzlich aufführst. Bei uns startet, zumindest für Klettern am Seil, mit einem leichten Manöver und mit Traglastbehinderung und/oder Rüstung wird es ggf. ein oder mehrere Stufen schwieriger.

  • Mit Rüstung und ggf. Traglastbehinderung wird es in der Tat schwieriger. Aber das sind Punkte, die Du jetzt zusätzlich aufführst. Bei uns startet, zumindest für Klettern am Seil, mit einem leichten Manöver und mit Traglastbehinderung und/oder Rüstung wird es ggf. ein oder mehrere Stufen schwieriger.


    Das führe ich nicht zusätzlich auf, das ist einfach eine Tatsache oder rennen deine Spieler nackt durch die gegend? oder legen immer alles ab bevor sie irgendwelche moves machen? Glaub ich nicht.


  • Das führe ich nicht zusätzlich auf, das ist einfach eine Tatsache oder rennen deine Spieler nackt durch die gegend? oder legen immer alles ab bevor sie irgendwelche moves machen? Glaub ich nicht.


    Unsere machen das mittlerweile, spätestens seit dem wir ein paar mal vorgerechnet haben, dass der, eh schon geringe, Kletternwert, mit der P19 am Köper ganz schnell ganz weit links der Null auf dem Zahlenstrahl zu finden ist ;)