Software für Rolemaster

  • Ich will auch nicht mehr als einen SL-Rechner am Spielabend haben -- und den auch nur, weil man in PDFs schneller suchen kann als in Büchern. Rechner sind prima zum Vorbereiten, aber während des Spiels reicht eine kleine Hirnprothese (Taschenrechner) vollkommen aus.


    (Man stelle sich das Chaos vor, wenn 5 Spieler und 1 SL sich um die Steckdosen zanken, über Kabel stolpern, nebenher im Web surfen oder Tetris spielen, die neuste Software tauschen...)


    Zur SL-Unterstützung habe ich angefangen, ein Program zu schreiben (ja, auch in Java), das Monster nach den Regeln aus dem Creatures & Treasures abwandelt, damit nicht alle Orks die gleichen Treffer, Stufe, etc haben. Die Idee ist, daß man als SL sagt, "mach mir 10 Orks, einen Oger und 3 Wölfe", und dann hat man eben unterschiedliche NPCs / Gegner. Das druckt man aus und bringt es zum rechnerlosen Spielabend mit.


    Das Programm heißt RIMS (Rolemaster Individual Monster Sheet) und liegt auf SourceForge: http://sourceforge.net/projects/rims
    In der jetzigen Version (alpha, nur via SVN Repository) macht es seine Ausgabe in HTML oder LaTeX, und es hat eine Kommandozeilen-Steuerung.


    Ich bin zu faul, alle Monsterdaten ins CSV-Format zu bringen, also wurschtel ich ab und an abends an einem Perl-Script, um die Monsterdaten aus ICEs PDFs zu ziehen, aber das wird noch eine Weile dauern. Ob ich das Script dann aber auch veröffentlichen darf oder ob mir das Copyright-Probleme einhandelt, muß ich dann sehen.


    Geplant ist auch noch ein Web Interface, aber ich hab einfach nicht genug Zeit zur Zeit.


    Mit einem Web-Interface kann man vielleicht Copyright-Probleme umgehen, indem man dem Rechteinhaber (also ICE für eine englische und Sonnenfeste für eine deutsche Version) anbietet, daß sie es als Gratis-Dienst für die Gemeinde auf ihrem Server laufen lassen und so keiner die CSV Monsterdaten kriegen muß.


    Cheers,


    Robert

  • Mensch jetzt haben wir schon drei Leute die in Java Programmieren. Da wäre es doch viel vernünftiger, wenn man die Kräfte bündelt und an einem Strang zieht. Wenn jeder alleine arbeitet dauert es doch ewig bis ein fertiges Produkt raus kommt.


    Ich kann zwar nicht in Java Prgrammieren, aber ich würde gerne auf andere Art helfen. Daten und Tabellen eingeben usw. Und ich denke es gibt noch viele andere die helfen würden.

  • Als Open-Source hat das sicherlich potential.


    Den Grafischen Aspekt würde ich wie gesagt weit nach hinten stellen da es extrem aufwendig ist soetwas zu programmieren, man kann ja JPG-Grafiken einbinden ggF. (für Chat basierendes Spiel z.B. oder für den SL) ein eigenes Kartenzeichenprogramm ist schon ein sehr großes Projekt - zumal wenn es halbwegs brauchbar sein soll.

  • Ich halte es für unsinnig ein Tool zur Kartenerstellung zu schreiben. Dafür gibt es schon mehrere.


    Wichtig und nützlich wären spezielle für Rolemaster zugeschnittene Programme die die Arbeit für den Spielleiter erleichtern.

  • Hallo zusammen,


    prinzipiell finde ich die Idee am Spieltisch bei allen ein Laptop zu sehen etwas gruselig; vor allem, weil ich mir noch nicht richtig vorstellen kann, wie es bei Verwendung eines Programms zu einer Zeitverbesserung kommen sollte. M.E. sind die Möglichkeiten, die in einen Kampf entstehen recht vielfältig; dass alles in Software-Logik zu gießen erscheint mir etwas mutig.
    Ansonsten bin ich auf jeden Fall dafür ein Tool zur Charakterverwaltung/Generierung zu haben. Ich hatte auch mal damit angefangen ein solches (ebenfalls in Java ;) ) zu schreiben; leider ist es dann beim Erstellen der Daten (Talente, Berufsspezialitäten usw.) etwas an der Zeit hängengeblieben...


    Gruß Dirk

  • Ich halte es für unsinnig ein Tool zur Kartenerstellung zu schreiben. Dafür gibt es schon mehrere.

    Könntest du mir mal eine paar Programme nennen außer Campaign Cartographer? Ich hab zwar gegoogelt aber finde nichts, oder halt nur den CC oder den Rollenspiel-Stadt-Genereator. Irgendetwas mache ich falsch. ?( Wenn du OS-Software kennst wär 's auch nicht schlecht.

  • Das ist mir neu. Autorealm ist wirklich eine klasse Software für Karten und für ein Open Source Produkt sogar ziemlich aufwendig. Man sollte allerdings ein wenig Ahnung von Grafikbearbeitungen haben, sonst kommt man ziemlich schnell an sein Limit - ist mir leider so gegangen... :(


    Hier die Links:


    Die Webseite vom Macher


    Die offizielle Webseite von Autorealm

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Wow. Ich hab den Thread grad erst gelesen.
    Von der Informatik-Seite: bewundernswertes und anspruchsvolles Projekt.
    In der Art wie ich Rollenspiel betreibe: einfach pervers.
    Entschuldigung das ich das so hart ausdrücke, ich halte mich prinzipiell für tolerant (habe sogar an meinen guten Tag Verständniss für PowerPlayer ;) ) aber eine LAN-Unterstützung für ein Pen&Paper? Sorry, da schauderts mich....


    Vielleicht trotzdem ein konstruktiver Aspekt: unsere Gruppe ist zur Zeit sehr weit räumlich entfernt. Jeder hat einen Job, die meisten stöhnen darüber, und fast alle haben zuhause Frau und ein, zwei Kids. Trotzdem hockt sich jeder in seinen Wagen und braust 3 Stunden über die Autobahn um sich zum Rollenspiel zu treffen. Trotz hohen Spritkosten, Zeitmangel etc.
    Nun würde ich gern behaupten dass das nur deswegen ist weil meine Story einfach so super ist. Aber der wahre Grund ist, man trifft sich mal wieder. Ganz persönlich. Und ohne elektronisch Koppelung.

  • Ich hab früher auch so gedacht, Walt. Aber seit einiger Zeit verwende ich meinen Laptop, u auch während den Sessions verschiedene Dinge zu verwalten und es hat sich 1. als sehr nützlich und zeitsparend erwiesen und zweitens als überhaupt nicht störend. Und ich hätte es mir lange Zeit auch nicht vorstellen können.

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Wir nutzen in unserer Gruppe vorallem Software zum erstellen von neuen Charaktere und drucken sie anschließend aus. Aber ich neige so langsam dazu, bei uns den Vorschlag zu machen, dass wir einen Laptop als Unterstützung nutzen. Ich kann mir gut vorstellen, dass man z.B. Bilder ganz gut nutzen kann, um eine Szenerie/ Landschaft zu beschreiben (Frei nach dem Motto, ein Bild beschreibt mehr als tausend Worte). Außerdem hilft es bei den ganzen buchhalterischen Geschichten. Allerdings werde ich immer selber würfeln. Die habe ich schließlich selber eingewürfelt. Da kommt kein Zufallsgenerator ran :)


    Was Java betrifft, so habe ich die Sprache zwar auch während meines Studiums gelernt. Aber ein großer Freund bin ich nicht von Ihr. Man handelt sich einfach zuviele Probleme damit ein. Jedes Javaprogramm braucht seine eigene Version, sonst läuft es nicht :-(

  • Absolut akzeptiert, Rubycon. Ich hab auch meistens meinen Labtop dabei. Und zur Vorbereitung nutz ich den Rechner inzwischen massiv.
    Aber irgendwo in dem Thread war die Idee als LAN die Rechner zu vernetzen. Und da schauderts mich halt wirklich.


    Als ich früher Call of Chutuhlu gemastert habe hatte ich eine Angewohnheit: jeder Spieler hatte eine Kerze - sein Lebenslicht. Und wenn der Charakter tot, oder bei CoC öfters, wahnsinnig wurde, da hab ich die Kerze ausgepustet.


    Wie wäre das in einem LAN? Würde ich den Labtop zerschlagen oder den Akku wegnehmen?


    Oder wie war das mit der Idee NPCs per Knopfdruck bereitzustellen? Wenn´s um paar Skills geht, die skizziere ich dir auf ein Blatt Papier in paar Sekunden. Aber die richtige Arbeit steckt im Aussehen, Verhalten und darin sich zu überlegen wie ich dem NPC eine ordenliche Profilierung im Rollenspiel gebe, oder?

  • Auch auf die Gefahr hin, mir den Ruf zu erarbeiten immer gegen alles zu sein...aber eine Rollenspielrunde, in der von meinen Spielern nur die Stirn sehe, weil der Rest hinter Laptops hängt, ist für mich undenkbar. Dann kann ich doch gleich WoW spielen. Zufallszahlengenerator? Ich soll das Schicksal meines Helden einer Maschine anvertrauen? Wozu würfel ich denn erst die Luschen ab und suche stundenlang nach meinen Glückswürfeln...um dann die Entertaste zu drücken? Quo vadis, Rollenspiel... ;)


    Sehe ich ähnlich, mich stört sogar ein Laptop beim Spielleiter, zumindest solche Geräte in den bisher üblichen Maßen. Eventuell wird das jetzt mit Sachen wie dem EEE-PC von Asus interessanter (jaja, ich weiß, kleine portable Geräte gab es auch vorher schon ;) ). Microsoft hatte auch mal ein sehr tolles Gerät in der Entwicklung, da war der Rechner im Grunde ein Tisch und der Bildschirm die Tischplatte (Touchscreen), DAS wäre wirklich super für Pläne etc. aber ich will gar nicht wissen, wieviel sowas kostet (ich weiß auch den Namen leider nicht mehr).

  • Na gut Walt, wo Du recht hast, hast Du recht.. ;)


    Laptops zum Vernetzen während des Spiels kann ich mir höchstens für eine Sci-Fi-Runde vorstellen, dann allerdings maximal, mit Briefings und Karten über Lan usw.

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Wäre in meinen Augen auch eher etwas für SiFi, naja gut die Karten die man mit dem Campaign Cartographer erstellt hat könnte man dann natürlich voll zur geltung bringen mit sowas (vor allem im Vergleich zu meine A4-Schwarzweis-Ausdrucken, ich muss einfach die Karten von anfang an Schwarzweis gestalten... aber das sieht halt dann nicht so schön aus und dann benutze ich doch wieder Farbe... und Farbdrucker ist mir im Moment zu teuer als Laser und Tinte mag ich nicht...


    Ich sehe es genauso - bei der Verwaltung ist ein Notebook unglaublich nützlich, Charaktererstellung will ich nie wieder ohne Excel-Sheet machen, man spart sich damit einfach unglaublich viel Zeit - NSC-Erschaffung finde ich auch recht praktisch - natürlich ein Gegner ist meistens schnell gebastelt aber da verzichtet man häufig doch auf viele Fertigkeiten und Talente wenn man den NSC irgendwo als quasi "normalen" Charakter hinterlegt hat in der Software könnte die einem auf Knopfdruck die benötigte Fertigkeit ausspucken (z.B. beobachtung, Handeln ect.) wenn man sich hier erst später überlegen muss ob der NSC das jetzt nun kann und wenn ja wie gut kann man auch leicht in einen interessenkonflikt kommen und den NSC zu gut oder zu schlecht einstufen.


    Genauso wie beim überblick für die Kampfrunden / initiative, Blutungen, Erfahrungspunkte nachher usw. kann ein Rechner unglaublich hilfreich sein um den Überblick zu behalten und Zeit zu sparen.


    Ich denke der Hauptpunkt und fokus bei einer Rollenspielsoftware sollte sein das sie den Spielern und dem Spieleiter vor allem hilft und unterstüzt aber dabei nicht das eigentliche Spielen abnimmt.


    Und zum anderen muss es viele Optionale dinge geben damit unter anderem Indivduelle Regelauslegungen eingebunden werden können (grade bei Rolemaster als sehr individuellem System) z.B. die möglichkeit die Software würfeln zu lassen oder das Würfelergebniss einzutragen.




    Bei einem SiFi-RPG wie Spacemaster wären notebooks natürlich wieder etwas anderes - sogar sehr Stimmungsvoll unter umständen.




    Den Asus EEE-PC hatte ich auchschon überlegt als Notebook für RP-Arbeit da der relativ klein und leise ist - mein aktuelles Notbook hat eine kleine Flugzeugturbine als Kühlung daher benutze ich es beim spielen nicht weil es mich stört wenn ich ständig von dem Ding übertönt werde. Allerdings fehlt beim EEE-PC momentan Excel und da die Charakterblätter so zimlich das wichtigste sind mit dem ich arbeite habe ich daher bisher auf diese anschaffung verzichtet.


    Achja was ich eigentlich sagen wollte: es wird sicherlich eine Gradwanderung bei der erstellung einer solchen Software, zwischen ultimativem Hilfsmittel und Stimmungskiller und das wird sicherlich die größte Herausforderung bei einem derartigen Projekt, am besten man baut so viele individualisierungsmöglichkeiten ein das jeder sich die Software so herrichten kann wie er sie braucht.

  • [...]
    Ich sehe es genauso - bei der Verwaltung ist ein Notebook unglaublich nützlich, Charaktererstellung will ich nie wieder ohne Excel-Sheet machen, man spart sich damit einfach unglaublich viel Zeit[...]


    Genau das ist eine der Sachen die ich einfach nicht aus der Hand geben müssen. Die Charaktererschaffung ist für mich einer der intimsten Momente überhaupt, den würde ich gerne nur mit einem Bleistift, den Würfeln und einem Blatt Papier alleine auskosten. Gerade bei der Charaktererschaffung ist mir der Zeitaufwand absolut egal.


    Quote


    [...]
    Den Asus EEE-PC hatte ich auchschon überlegt als Notebook für RP-Arbeit da der relativ klein und leise ist - mein aktuelles Notbook hat eine kleine Flugzeugturbine als Kühlung daher benutze ich es beim spielen nicht weil es mich stört wenn ich ständig von dem Ding übertönt werde. Allerdings fehlt beim EEE-PC momentan Excel und da die Charakterblätter so zimlich das wichtigste sind mit dem ich arbeite habe ich daher bisher auf diese anschaffung verzichtet.
    [...]


    Bekommt OpenOffice es nicht auf die Reihe, mit Excel-Sheets umzugehen? Zudem hat Asus bereits den 900er EEE angekündigt der soweit ich weiß auf Wunsch auch gleich mit Windows geliefert wird.

  • OpenOffice kann schon prinzipiell mit Excel-Dateien umgehen. Das Problem dürften die Makros sein, die üblicherweise bei den Excel-basierten Rolemaster-Kalkulationsblättern verwendet werden. Diese müssen erst in den OpenOffice-Basic-Dialekt portiert werden, damit sie funktionieren. Ansonsten fehlt ein wesentlicher Teil der Funktionalität. Auch ein Grund weshalb ich mir ein OpenOffice-basiertes Rolemaster-Blatt erstellt habe - welches übrigens völlig auf Makros verzichtet.