Wie viel Gold ist viel Gold ?

  • Mich interessiert mal wie ihr das handhabt, wann fühlen sich eure Chars reich ?


    Wie lange kann in euer Welt ein Bauer mit 1 Gold leben ohne zu Arbeiten ? ( Ich geh davon aus, das er nicht über seine Verhältnisse lebt und alles gleich ausgibt, sonder so lebt wie immer nur halt alles Kauft was er braucht. )




    Bei uns lebt ein Bauer mit 1 Gold 1 Jahr ohne zu Arbeiten
    Ich fühle mich reich mit 60 - 100 Pro Person in der Gruppe

  • Bei mir gibt es mehrere verschiedene Währungen (SW-Jaiman). Und die "Leitwährung", die Silber Krone des Imperiums, ist im Moment aufgrund eines Bürgerkrieges tief im Keller.
    Aber 1 Imperiale Goldkrone würde einem Bauern nie genügen. Ein Paar Hosen kostet 25 Imperiale Kupfer, ein einfaches Essen 1 Imperiale Bronze Krone. Das sind aber Hauptstadtpreise.

  • In den meisten feudalen Systemen ist ja vor allem der Unterschied sehr Gravierend, ein Bauer kann mit einem Goldstück ein Jahr oder Länger leben, ein Adliger verzockt vieleicht an einem Abend 100 oder 1000 Goldstücke oder lässt sich eine entsprechend teure Rüstung oder Waffe anfertigen.


    Inflation ist bei Münzwährungen ja eher selten da der Wert der Münzen meist dem Materialwert entspricht.


    1 Goldstück ist meistens schon viel für die meisten vieleicht wie 10.000 € Heutzutage für uns.


    Abenteurer sind idr. ja Söldner mit entsprechendem Verdienst da kann es durchaus sein das man einen Auftrag garnicht unter einem Goldstück annimmt - 60-100 Gold ist denke ich für abenteurer recht "normal" wenn sie mal einige Abenteuer bestirtten haben - die entsprechenden Magischen Waffen ect. sind ja auch quasi unbezahlbar.

  • Bei uns lebt ein Bauer mit 1 Gold 1 Jahr ohne zu Arbeiten

    Ditto. Und dabei hat er genug über um sich ab und an mal ein Bier zu gönnen, seiner Frau ein Weihnachtsgeschenk zu kaufen und zusätzlich einen kompletten Satz Klamotten mit Schuhen. Ein Gold ist ungefähr das, was ein Bauer pro Jahr erwirtschaftet, wobei er, nach all seinen Ausgaben, maximal ein paar Bronze pro Jahr zur Seite legen kann.

  • Ich glaube dass diese Frage nur Weltenabhängig und Zeitabhängig beantwortet werden kann.
    Es kommt halt auf die Preisgestaltung und Lebenshaltungskosten an, oder ob es eine Missernte gab, sind es Kriegszeiten oder kurz nach einem Krieg diese Umstände nehmen halt sehrstarken Einfluss auf den Preis.


    Aus den vorgenannten Gründen ist eine allgemeine Antwort nicht möglich.

    Ich bin ein Blindtext. Von Geburt an. Es hat lange gedauert, bis ich begriffen habe, was es bedeutet, ein blinder Text zu sein:
    Man macht keinen Sinn. Man wirkt hier und da aus dem Zusammenhang gerissen. Oft wird man gar nicht erst gelesen. Aber bin ich deshalb ein schlechter Text? Ich bin blind! Aber ich bin gerne Text.

  • Es kommt halt auf die Preisgestaltung und Lebenshaltungskosten an, oder ob es eine Missernte gab, sind es Kriegszeiten oder kurz nach einem Krieg diese Umstände nehmen halt sehrstarken Einfluss auf den Preis.

    Absolut. Ich denke es geht bei der Frage aber wirklich nur um einen pauschalierten Richtwert.
    Gehen wir eigentlich alle von der selben Umrechnung aus: 1 GS = 10 SS = 100 BS = 1000 KS? Und ca. 360 Tage im Jahr (+/-, abhängig von der Spielwelt?)
    Denn dann hat unser Bauer ohne zu arbeiten unter 3 KS täglich. Er ißt nur einmal täglich, und auch eher klein und irgendwo auf dem Land. Wieviel braucht er für´s Essen + Trinken? Zwischen 3 und 6 Zinn? Übernachtung dazu: 6 bis 8 Zinn?
    Hmm, okay, wenn der Bauer nicht in der Stadt lebt sondern irgendwo auf dem Land haust dann kommt er wohl doch mit einem GS hin.

  • Eben, die Wohngegend spielt hier eine enorme Rolle. Zwar bin ich kein Ultraverfechter von Das-war-im-Mittelalter-so-also-muss-es-auch-im-Fantasy-so-sein, aber dennoch ist ja eine Münzwährung eher was für den "urbanen" Gebrauch. Auf dem Land spielt der Tauschhandel eine sehr viel größere Rolle. Wenn also der Bauer seinen Pflug vom Schmied reparieren lässt, zahlt er ihm statt Geld vielleicht eher einen Sack mit Rüben.


    In diesem Kontext denke ich auch, dass ein Goldstück eine ganz gute Hausmarke als Jahresverdienst ist.




    BTW: Mit unterschiedlichen Währungen kann man herrlich Unfug treiben. Vor allem dann, wenn die meisten kein übersichtliches Dezimalsystem haben, sondern in völlig abstrusen Bahnen rechnen (die in der englischen Währung verwendeten Florin, Crown, Shilling, Sixpence, etc. sind hier eine hübsche Inspiration). Ein gewiefter Geldwechsler kann hier eine Gruppe, die zu viele Schätze mit sich schleppt, mal eben ganz schön schröpfen! :D

  • 1 Gold /Jahr oder 28 ZM am Tag (sofern das Jahr in der Welt auch 360 Tage hat) sollte normal in der Stadt reichen um über die Runden zu kommen und auf dem Land ein ganz "komfortables" leben ermöglichen. Vereifacht kann man sich ja wirklich näherungsweise mit 1 ZM = 1 Euro rechnen - vieleicht schafft das auch ein besseres Verständniss für die Währung und den Wert - wenn man einfach mal ein Silberstück als 1000-Euro münze sieht und ein Goldstück als 10.000 € Münze dann wird mir schon ein bischen Flau das ich früher mal als Spieler Bettlern einfach mal 2 Silber hingeworfen habe... (Charakter mit 5 Gold/monatlichen Einnamen durch Hintergrund)

  • Wobei es in der Stadt mit 10-20 Zinn pro Essen und 15 bis 20 Zinn pro Übernachtung schon extrem knapp wird - du hungert unser Bauer in seinen Lumpen schon ganz schön (oder rottet sich logischerweise mit 100 anderen Lv 1 Bauern zusammen um einfach aufgrund der hungrigen Masse den nächsten Silbermünzen vergebenden Abenteurer in der hinterletzten Gasse auszurauben :D )

  • Allerdings leben Bauern ja auch eher selten in Städten. Und auf dem Land brauchen sie auch aus dem Grund kein Geld es sie dort Selbstversorger sind. Fûr Bauern war ein Aufenthalt in der sündigen Stadt ohnehin viel zu teuer und gefährlich.
    Auf Mittelerde wâre für mich ein Held ab etwa 10-20 GS wirklich reich. Eine gute Orientierung gibt hier der Preis fûr ein Pferd oder ein gutes Schwert. Solche Dinge sind ja ein Zeichen von Wohlstand. Was ich im übrigen interessant finde ist die Tatsache das die meisten Helden Pferde haben die irgend keinen Unterhalt zu kosten, nie Krank werden und immer im Rucksack berschwinden wenn man sie gerade nixcht braucht. Und erstaunlich das die Pferde dann Griffbereit sind wenn man sie bräucht...

  • Wie viel Geld haben in euren Gruppen die erschlagenen Gegner bei oder last euch euer Meister auch mal eine kleinen Goldschatz finden ?


    mit 100-200 Gold kann man sich auf dem Land zu ruhe setzten und mit 200- 300 Gold auch in der Stadt.


    Jetzt wirft sich mir die frage auf. wieso verkauft man nicht seine +xx Platte oder sein Mithrilschwert und hat ein gutes Leben und wieso sind die Heilkräuter so teuer, das es reicht eins zu verkaufen um gut zu leben ?

  • Jetzt wirft sich mir die frage auf. wieso verkauft man nicht seine +xx Platte oder sein Mithrilschwert und hat ein gutes Leben und wieso sind die Heilkräuter so teuer, das es reicht eins zu verkaufen um gut zu leben ?

    Ich find das ist eher darüber eine Aussage wie selten +xx Platten oder Mithrilschwerter sein sollten und wie schwierig und gefährlich es ist ein gutes Heilkraut zu finden!

  • Was ich im übrigen interessant finde ist die Tatsache das die meisten Helden Pferde haben die irgend keinen Unterhalt zu kosten, nie Krank werden und immer im Rucksack berschwinden wenn man sie gerade nixcht braucht.


    Ehrlich gesagt finde ich solche Details schlicht nicht interessant genug, als das ich sie im Rollenspiel berücksichtigen würde. Genauso wie es sicher nicht realistisch ist, daß die Waffen nie schartig werden und bei uns - außer bei passenden Fumble-/Critical-Ergebnissen - nie kaputt gehen. Aber dieser Realismus erhöht wohl für viele nicht den Spielspaß...


    Wie viel Geld haben in euren Gruppen die erschlagenen Gegner bei oder last euch euer Meister auch mal eine kleinen Goldschatz finden ?


    Bis zur fünften Stufe haben die Charaktere bei uns meistens 100-500 Goldstücke beisammen bzw. diese Summe wieder in Ausrüstung investiert. Später halt noch mehr. Meist handelt es sich nicht direkt um einen kleinen Goldschatz, den man findet (kommt auch einmal vor), sondern um ein paar Gegenstände, die dann in der nächsten Stadt versilbert werden müssen.


    Quote


    mit 100-200 Gold kann man sich auf dem Land zu ruhe setzten und mit 200- 300 Gold auch in der Stadt.


    Jetzt wirft sich mir die frage auf. wieso verkauft man nicht seine +xx Platte oder sein Mithrilschwert und hat ein gutes Leben und wieso sind die Heilkräuter so teuer, das es reicht eins zu verkaufen um gut zu leben ?


    Weil's langweilig für's Rollenspiel wäre :P ?

  • Also wertvolle Heilkräuter sind für einen einigermaßen guten Waldläufer kein Problem, ich bin jetzt auf Stufe 5 schon bei einem Nahrungssuchewert angelangt, bei dem ich mich, würde mein Elb materiell denken, nach ein paar Wochen zur Ruhe setzen könnte und luxuriös leben könnte. Aber für alle Dinge die man verkaufen will muss es auch ersteinmal jemanden Geben, der den Preis bezahlen möchte und auch überhaupt kann. Da sehe ich viel eher das Problem ;)

  • Ehrlich gesagt finde ich solche Details schlicht nicht interessant genug, als das ich sie im Rollenspiel berücksichtigen würde. [...] Aber dieser Realismus erhöht wohl für viele nicht den Spielspaß...

    Dann kann ich zumindest für mich wiedersprechen: diese Details sind für mich das Rollenspiel. Alles andere, Monster, Schätze, Modermächte, ist für mich nur der Hintergrund vor dem sich die Spieler entfalten können. Und zwar gerade durch solche Details!

  • Ich habe gerade nochmals in alten Abenteuern die ich gemacht habe nachgeschaut. In einem Beispiel haben die Charaktere 20 SP geboten bekommen - und zwar zusammen, für 6 Spieler. Für eine Arbeit von ca. 2-3 Wochen in der Wildniss. Dieser Betrag ist dann übrigens auch nicht ausgezahlt worden, der Händler hat die Zahlung verweigert (Leistungskürzung - die Spieler waren zu langsam bei der Erfüllung des Auftrages) Im Anschlu daran sind sie wieder angeworben worden (von der Gegenpartei) - für den fehlenden Betrag + 1 !!! GP pro Nase !!!!!!!! Dafür hatten sie aber dann auch einen Auftrag wo 7 Charktere rein und nur 5 lebend rauskamen.

    Bis zur fünften Stufe haben die Charaktere bei uns meistens 100-500 Goldstücke beisammen bzw. diese Summe wieder in Ausrüstung investiert. Später halt noch mehr. Meist handelt es sich nicht direkt um einen kleinen Goldschatz, den man findet (kommt auch einmal vor), sondern um ein paar Gegenstände, die dann in der nächsten Stadt versilbert werden müssen.

    In der 5. Stufe haben meine Spieler meist zwischen 1 und (mit viel, viel Glück) 50 GP. Ich gehe auch her und teile per se alle Schätze in irgendwelchen Kaufabenteuern mindestens durch 10 bis durch 100. Da meist unrealistisch hohe Summen irgendwo herum liegen.
    (und falls irgendwo wirklich 20000 Goldstücke lagen springen die meisten Orks außen rum eben in besagten +25 Mithril-Kettenhemden rum während der Ork-Magier einen 10 x Daily +100 LighningBolt-Stab besitz (Kennwort geschütz - auf Orkisch :D )

  • Naja die Heilkräuterpreise sind wirklich übertrieben da kann man sagen was man will... wenn man das Kraut mit Mithril aufwiegt wäre es weniger Wert in vielen Fällen (ist mir grade so bei 1 Gold = 10.000 € gekommen das so manches Heilkraut in die Millionen geht)


    Das ist mir auch sofort durch den Kopf gegangen, dass die Kräuter ja wirklich, richtig doll teuer sind.

  • In der 5. Stufe haben meine Spieler meist zwischen 1 und (mit viel, viel Glück) 50 GP. Ich gehe auch her und teile per se alle Schätze in irgendwelchen Kaufabenteuern mindestens durch 10 bis durch 100. Da meist unrealistisch hohe Summen irgendwo herum liegen.
    (und falls irgendwo wirklich 20000 Goldstücke lagen springen die meisten Orks außen rum eben in besagten +25 Mithril-Kettenhemden rum während der Ork-Magier einen 10 x Daily +100 LighningBolt-Stab besitz (Kennwort geschütz - auf Orkisch :D )


    Hast Du denn die Preise für Heilkräuter u.ä. angepasst? Denn ansonsten sehe ich schon das oben bereits angesprochene Problem, daß ein in Kräutersuche einigermaßen versierter Charakter recht einfach wohlhabend werden kann, während alle anderen noch am Hungertuch nagen. Ich habe halt das Gefühl, daß das System schon darauf ausgelegt ist, daß den Charakteren über kurz oder lang ein paar hundert Goldstücke zur Verfügung stehen. Schließlich kosten Heilkräuter, bessere Waffen usw. fast allesamt dutzende bis hunderte von Goldstücken. Da nützt es nichts, wenn man nur an einer Stelle "abrüstet" - beim Einkommen der Abenteurer aus ihren üblichen Abenteuern.

  • Die Preise der Heilkräuter sind vollkommener Humbug, da sie ziemlich aus der Luft gegriffen scheinen. Ich habe mir jetzt allerdings nicht die Mühe gemacht, nachzurechnen, ob sie in irgendeiner Korrelation mit den Kosten von Heilungszaubern stehen. Aber es ist schon seltsam, dass gerade die Kräuter die teuersten und seltensten sind, die die höchste Wirksamkeit haben. Spricht für einen ökonomisch versierten Schöpfergott... :huh:
    Eigentlich müssten daher Waldläufer und Animisten alle Goldstückmillionäre sein, wenn sie nur mal ein Kraut finden und (selbst ohne Magie) einfach kultivieren würden.