Wie viel Gold ist viel Gold ?


  • Wenn eine Abenteuerergruppe es ohne größere Probleme mit einem König aufnehmen kann ist schon etwas in Schieflage.


    Das liegt dann aber nicht daran, daß die Gruppe zuviel Gold hat.
    Gold bedeutet nicht automatisch Macht.



    Wenn man es mit jemandem aufnehmen kann der (wie ein König offensichtlich) über viel Macht und Einfluß verfügt ist das vom Spielleiter nicht durchdacht.
    :P


    Zu dem Beispiel, natürlich kann es möglich sein einen König zu bestehlen.
    Aber der wird sein Vermögen nicht komplett in Mithrilmünzen irgendwo rumstehen haben.
    (der größte Reichtum ist sowieso, daß ihm das Land und seine Untertanen gehören!)
    Selbst wenn man also mit einer Kiste voller Gold abhauen kann bedeutet das normalerweise (wenn die Spieler nicht völlig übermächtig sind), daß ich schon einmal neue Charakterblätter ausdrucken kann.



    Quote


    Wenn laufend die Gegner angepaßt werden müssen um zu schnell mächtig gewordene Charaktere auszugleichen dreht sich eine Spirale die zu einer Schieflage führen kann.


    Laufend anpassen ist natürlich keine gute Idee.


    Ich meinte auch nur, daß Gold kein so großes Problem darstellt wie z.B. magische Waffen oder Gegenstände.


    Außerdem mag ich sowieso lieber Kampagnen in denen nicht nur noch gegen gepanzerte Drachenarmeen mit Halbgottdämonen gekämpft wird weil die Spieler einen Zauberstab "Dreimal täglich Thermonuklearer Krieg" besitzen ;)

  • Moin!


    Ich sehe größere Mengen an Geld auch nicht als soooo problematisch an. Wenns zum Spielstil der Kampagne/Welt/SL passt, dann ist doch gut. Wir passen die Materialkosten für besondere/magische/heilige/sonstwas Gegenstände eher nach oben an und schon weiß man, wie man auch in Stufe 5 mit 700GM einkaufen geht. Abgesehen davon werden dann die notwendigen Heilkräuter auch erschwinglich. Oftmals haben wir keinen Heiler dabei und dann wird Geld als Investition in Kräuter unabdingbar.


    Den Realismusgehalt im Rollenspiel anhand von Regeln zu messen finde ich relativ schwierig bis unmöglich, daher machen wir in unserer Gruppe soetwas nicht mehr. Und wenn bestimmte Güter vom Preis einfach sehr weit differieren, dann ist das eben so. Wir lassen uns durch diese Mechaniken nicht den Spielspass verderben 8)


    Grüße, Nadir

  • Moin!
    Wenns zum Spielstil der Kampagne/Welt/SL passt, dann ist doch gut. Wir passen die Materialkosten für besondere/magische/heilige/sonstwas Gegenstände eher nach oben an und schon weiß man, wie man auch in Stufe 5 mit 700GM einkaufen geht.



    Genau da sehe ich das Problem, "wenns zum Spielstil der Kampagne/Welt/SL passt".


    Denn durch das Erhöhen der Kosten für magische Gegenstände löst Du nicht das Problem, daß die Spieler mit teilweise grotesk viel Edelmetallen herumlaufen (700 Goldmünzen sind locker 3 bis 4 Kilo Gold! Und wer sagt, daß sie es alles in Goldmünzen besitzen?...Da läuft jeder Charakter mit einer Zentnerschweren Silberkiste und extra Packtier herum um einzukaufen? :) )


    Außerdem müßtest Du auch alle anderen Kosten erhöhen.
    In einer ländlichen Gegend kann man für 700 Goldmünzen ein ganzes Dorf kaufen, oder in einer größeren Hafenstadt ein bis zwei große Segelschiffe :rolleyes:
    (nur von wem, hab dazu ja auch schon weiter oben was geschrieben...)

  • Die 700GM waren ja nur der Gegenwert. Wir machen es so, dass wir jedes Gold ASAP in Edelsteine oder Wertgegenstände, respektive Kräuter, eintauschen. Hatte ich aber vergessen zu erwähnen oder nicht ganz richtig ausgedrückt. Fakt ist, dass jede Gruppe entscheiden muss, wie sie es gern handhaben möchte. Und wenn ich SL bin, dann werden wir definitiv mit Gewichtsbelastungen spielen, auch wenn ich die Regeln auf englisch (noch) nicht so durchschaue ;) . Aber dafür bin ich hier ja nun auch angemeldet, um mich konstruktiv mit euch allen auseinander zu setzen...

  • Die 700GM waren ja nur der Gegenwert. Wir machen es so, dass wir jedes Gold ASAP in Edelsteine oder Wertgegenstände, respektive Kräuter, eintauschen.


    Es geht mir nicht nur um die Gewichtsbelastung!


    Ich finde die Welt ist nicht mehr so stimmig wenn generell sehr viel Geld (Gold, Edelsteine, was auch immer) im Umlauf ist.


    Wenn ich mit 1000 Goldmünzen "shoppen gehe" müssen auch Leute vorhanden sein die Waren in diesem Wert rumliegen haben.


    Sind die anderen Preise nicht angepaßt fragt man sich warum z.B. ein Kräuterhändler nicht seine besten 3 Kräuter verkauft wenn wieder einmal irgendwelche Abenteurer vorbeikommen die ihr Gewicht in Edelsteinen dabei haben und sich von dem dadurch erzielten Gold eine Villa kauft und es sich für den Rest seines Leben gut gehen läßt...

  • Ich finde die Welt ist nicht mehr so stimmig wenn generell sehr viel Geld (Gold, Edelsteine, was auch immer) im Umlauf ist.


    Zugegebenermaßen ist solch eine Welt nicht mehr "so stimmig" bzw. man empfindet dies als unrealistisch, da es in der realen Welt anders ablaufen würde. Ich persönlich lasse mich aber beim Rollenspielen davon nicht abschrecken. Man kann ja auch eine funktioniertende Fantasy-Wirtschaft, in der sehr viel Gold in Umlauf ist und welche festgelegte Preise u.a. für magische Gegenstände und Heilkräuter hat wie sie im Regelwerk angegeben sind, als vorgegeben hinnehmen und sich einfach darin bewegen. Außer dem Einwand, daß solch ein Wirtschaftsystem nicht "realistisch" ist, habe ich noch keine fundierten Einwände gehört, warum man solch ein System nicht dennoch einfach für sein Spiel verwenden kann.


  • Man kann ja auch eine funktioniertende Fantasy-Wirtschaft, in der sehr viel Gold in Umlauf ist und welche festgelegte Preise u.a. für magische Gegenstände und Heilkräuter hat wie sie im Regelwerk angegeben sind, als vorgegeben hinnehmen und sich einfach darin bewegen.


    In diesem Fall ging es aber darum, daß die Wirtschaft eben nicht funktionieren könnte wenn zu viele Leute "mal eben" 1000 GM verdienen können.
    Die übrigen Preise würden auch steigen...
    Wenn extrem viel Gold im Umlauf wäre würde der Goldwert auch viel niedriger sein... Mal abgesehen davon, daß es immer (auch in der Realität) ein großes Problem ist wenn zu große Mengen Geld (in welcher Form auch immer) vorhanden sind.



    Und zu dem Fall um den es ging :rolleyes: : wie ich weiter oben geschrieben habe, die Kräuterpreise muß man je nach Spielwelt interpretieren.


    Da finde ich es einfach keine gute Lösung den Spielern mehr Gold zu geben damit sie sich die Kräuter leisten können.
    Ich würde notfalls die Kräuter billiger machen oder den Spielern ermöglichen sich mit einem NSC anzufreunden der ihnen die Kräuter im Notfall günstig überläßt...


  • Gut, wenn der Kräuterkundige aber nun sehr viel seines Geldes re-investieren muss, um weitere Kräuter zu sammeln/züchten/stehlen/etc... ?


    Und warum sollte er sich mit "ein wenig Gold" zur Ruhe setzten, wenn er innerhalb eines Jahres noch mehr verdienen könnte? Warum sollte der Porsche-Chef denn noch arbeiten, wo er letztes Jahr 60mio€ verdient hat? Der menschliche (An)Trieb immer weiter/höher/besser sollte auch bei RM nicht fehlen.


    Ganz davon abgesehen, wie handhabst Du die Preise der Kräuter?


    Ich kann Deinen Anspruch an Rollenspiel durchaus nachvollziehen, aber er deckt sich halt nicht mit meinem/unserem ;)

  • In diesem Fall ging es aber darum, daß die Wirtschaft eben nicht funktionieren könnte wenn zu viele Leute "mal eben" 1000 GM verdienen können.
    Die übrigen Preise würden auch steigen...
    Wenn extrem viel Gold im Umlauf wäre würde der Goldwert auch viel niedriger sein... Mal abgesehen davon, daß es immer (auch in der Realität) ein großes Problem ist wenn zu große Mengen Geld (in welcher Form auch immer) vorhanden sind.


    Diese Prozesse würden sich in unserer Welt abspielen. Aber warum mußt Du diese Prozesse in Deiner Fantasy-Welt auch anwenden? Was zwingt Dich dazu die übrigen Preise auch steigen zu lassen? Das gute ist doch, daß Du als SL festlegen kannst, daß die Preise so bleiben wie im Regelwerk festgelegt und kein NPC in Deiner Welt kann sich dagegen wehren ;) .


  • Und warum sollte er sich mit "ein wenig Gold" zur Ruhe setzten, wenn er innerhalb eines Jahres noch mehr verdienen könnte? Warum sollte der Porsche-Chef denn noch arbeiten, wo er letztes Jahr 60mio€ verdient hat? Der menschliche (An)Trieb immer weiter/höher/besser sollte auch bei RM nicht fehlen.


    OK, Du kannst natürlich immer mit Macht- und Geldgeilheit argumentieren. :D


    Mir geht es auch eher darum, daß man ab einer bestimmten Menge mehr Kapitaleinkünfte hat als man sinnvoll ausgeben kann.
    Und das ganz ohne selbst etwas dafür zu tun.
    Wie gesagt, wer will kann dann seine Machtspielchen treiben...



    Und außerdem ist die Menge der Waren auf "normalen" Fantasywelten recht begrenzt.
    Wenn also jeder dahergelaufene Stufe-2-Abenteurer 1000 Goldmünzen hat und jeder clevere Händler nur noch Mithrilmünzen und Edelsteine mit sich führt weil er sich mit schnöden Goldmünzen nicht mehr abgibt existiert für die Zahlungsmittel fast kein Gegenwert. (Höhere Goldmenge -> mehr Waren oder die Preise steigen...)
    Gut, wenn man eine Spielwelt hat in der auch magische Gegenstände etc. in entsprechenden Mengen vorhanden sind ist das wiederum kein Problem, sondern nur Geschmackssache. :)



    Es kann durchaus reizvoll sein auf einer Welt zu spielen in der fast jeder dutzende magische Gegenstände und Artefakte hat.


    Ich meine nur, daß man bei "Goldfragen" beachten sollte, welche Art von Spielwelt man mag, da sich diese meist aus der Goldmenge ableitet bzw. davon beeinflußt wird....



    Quote


    Ganz davon abgesehen, wie handhabst Du die Preise der Kräuter?


    Ich wiederhole noch mal was von weiter oben...
    :)



    Starke und magische Heilkräuter kann man bei mir außer in großen Städten eher selten kaufen.


    Man bekommt sie bei den entsprechenden Heilern oder Kräuterkundigen wenn man in Not ist.
    Und da hängt der Preis dann davon ab in welchem Verhältnis man zu dem Verkäufer steht.
    Den angegebenen Preis nehme ich als Richtwert .


    Extrem teure Kräuter müßten selten und schwer zu beschaffen sein (sonst wären sie nicht teuer, oder).
    Wenn jemand so ein seltenes Kraut hat will er es vermutlich eher dafür verwenden jemandem zu helfen der ihm wichtig ist als es einem Fremden zu geben.
    Es sei denn man zahlt ihm viel Geld, daher der meist hohe Preis...


    Das bedeutet nicht, daß meine Spieler keine Kräuter bekommen.
    Es bedeutet nur, daß sie nicht alles überall kaufen können.
    Sie werden Kräuter eher als Belohnung des Dorfheilers bekommen wenn sie irgendeine Bedrohung für die Gemeinde aus dem Weg geschafft haben.
    Und diese Kräuter werden sie dann auch nicht so leicht verkaufen können.
    Wer kann sich auch solche Kräuter leisten und wer brauch sie?
    Wahrscheinlich sind sie selber die Personen, die diese Kräuter am besten gebrauchen können...




    Diese Prozesse würden sich in unserer Welt abspielen. Aber warum mußt Du diese Prozesse in Deiner Fantasy-Welt auch anwenden?


    Damit mich keiner falsch versteht, es soll jeder so machen wie er will und wie es zu seiner Gruppe paßt :rolleyes:



    Aber ich versuche immer einen Grundsatz zu beachten, die Spielwelt soll sich möglichst nur in vorher definierten Punkten wesentlich von unserer Realität unterscheiden und in sich möglichst schlüssig und logisch sein.


    Wenn es Magie gibt gelten trotzdem (außerhalb der Magie) die Naturgesetze.
    Wir Menschen sind weiterhin die gleichen fiesen Drecksäcke, auch wenn wir in Raumschiffen herumfliegen.
    ...


    Das ist aber nur mein Spielstil und nicht besser oder schlechter als andere Ansätze...

  • Hey E-Krit!


    Niemand sagt, dass Dein Spielstil besser, oder schlechter sei.


    Bei unserer Hârnmaster-Runde gibt es auf der ganzen Welt nur einen einzigen Laden, der magische Gegenstände verkauft. Wenn man irgendwann zu einer bekannten Elite von altehrwürdigen Veteranen und Recken gehört, kann man diesen Laden sogar finden. Dann wirds gaaaaaanz einfach jede Menge Geld loszuwerden. Wir sparen viele Spielsitzungen lang, um immer wieder Kleinode zu kaufen. Und bei Rolemaster werde ich den Charakteren auf jeden Fall die Möglichkeit geben, an Heilkräuter zu kommen. Wahrscheinlich aber werde ich die Preise nach unten korrigieren.


    Grüße, Nadir


  • Dann wirds gaaaaaanz einfach jede Menge Geld loszuwerden.


    Wie die "SPIEL" ;)


    Quote


    Und bei Rolemaster werde ich den Charakteren auf jeden Fall die Möglichkeit geben, an Heilkräuter zu kommen. Wahrscheinlich aber werde ich die Preise nach unten korrigieren.


    Ich sage ja nicht, daß Spieler keine Kräuter bekommen sollen.
    Sie sollen sie nur nicht überall kaufen können.
    :)


    Meine Spieler haben häufig "teure" Kräuter, sonst würden sie nach ihrem ersten Kampf den Rest des Spieleabends damit verbringen ihre entzündeten Wunden zu versorgen ;)

  • Vereifacht kann man sich ja wirklich näherungsweise mit 1 ZM = 1 Euro rechnen - vieleicht schafft das auch ein besseres Verständniss für die Währung und den Wert - wenn man einfach mal ein Silberstück als 1000-Euro münze sieht und ein Goldstück als 10.000 ? Münze


    Da stimme ich mal zu. Gute Idee mit den Euros :thumbsup:


    Was den Preis der Heilkräuter:


    Wer kauft die Kräuter? Ein normaler Bürger mit einem jährlichen Einkommen von ca. 3 GM der sich das Bein oder den Arm bricht wird sich wohl eher ein Kraut leisten, dass die Heilgeschwindigkeit verdoppelt für 2SM (wenn überhaupt), als ein Heilkraut das den Bruch schnell heilt für 30GM (was er sich wohl nie zusammensparen kann).


    Deshalb kann man gerne in den Wald rennen und hunderte solcher Kräuter suchen, um zu warten, dass endlich irgendwelche Leute kommen, die sich innerhalb der Haltbarkeit der Kräuter das Bein, Arm oder ähnliches brechen und sich das Kraut leisten können bzw. möchten. Genau aus dem gleichen Grund wird auch kein Händler bereit sein dieses Kraut in seinem "großen Lager" zu horten.


    Ausserdem gibt es da auch noch Scharlatane, Heiler, Wundheiler u.s.w als starke Konkurenz.


    Deshalb besteht bei mir als Spielleiter auch kein großer Handel mit Kräutern. Nur extrem günstige Kräuter sind ohne große Wartezeiten "von der Stange" erhältlich.


    Es gibt auch keine Möglichkeit teure Kräuter zu verkaufen :P . Und Kultivieren lassen sich wohl eher Schnittlauch, Dill, Oregano u.s.w :thumbup:

  • Nun man sollte Bedenken das früher z.B. Muskatnüsse in Europa mehr Wert hatten als Gold, safran ist heutzutage immernoch Schweineteuer...


    Und es gibt in jeder Gesellschaft irgendwo wenigstens 0,1-1% der Superreichen die auch mal 10-100 Gold auf einen schlag raushauen wenn sie entsprechend gelaunt sind.


    Der Wert der Kräuter bezieht sich vor allem auf ihre spezielle seltenheit es ist also auch sehr sehr sehr unwarscheinlich sowas einfach mal so irgendwo zu finden.


    In größeren Städten oder anderen Orten wo sich entsprechend genug superreiche aufhalten dürfte es normalerweise also kein großes Problem sein das ein oder andere Kraut zu bekommen - eher es auch zu bezahlen.


    Die genannten Muskatnüsse wuchsen damals z.B. nur auf einigen, wenigen Inseln in Asien und wurden Monopolistisch importiert.

  • Die genannten Muskatnüsse wuchsen damals z.B. nur auf einigen, wenigen Inseln in Asien und wurden Monopolistisch importiert.


    ...und waren auch nur für einen bestimmten Stand zu erwerben. Der fahrende Söldner oder der "zu Geld gekommene Bauer" wäre nie in der Lage gewesen eine Muskatnuß zu kaufen. Der örtliche Lehnsherr oder vielleicht noch die Gildenoberhäupter einer großen Stadt dem gegenüber ganz sicher. Dies ließe sich auch auf die Kräuter übertragen - selbst bei existierendem Angebot und verfügbarem Geld kann einer Spielergruppe aufgrund ihres Status der Zugang also verwehrt bleiben.

  • Zu diesen Zeiten war Status in dieser hinsicht weitaus wenier wichtig als Geld selbst (in den meisten Nationen) - wenn eine Heldengruppe mit mehreren hundert bis tausend Gold durch die Gegend zieht dann müssten sie sich schon zimlich danaben benehmen damit ihnen irgendjemand etwas nicht verkauft.


    Mit so einem imensen Reichtum geht man sicherlich auch überall als Edelmann durch - wenn wir im vergleich zu Heutigen Zeiten mal davon ausgehen das 1 Gold = 10.000 € sind dann wären 100-200 Gold schon ein stattliches Vermögen - ein wie auch immer - reich gewordener Bauer hat vieleicht einen großen Hof und 30-50 Gold viel mehr aber wohl kaum.


    Wenn ich mit meinen ehrlich und legal verdienten 2 millionen € (schön wärs ;)) durch die Gegend laufe wird es kaum ein Geschäft geben das mich abweist. (Abgesehen davon das 2.000.000 € in Bar schon zimlich stark nach Steuerhinterziehung ect. aussehen ;)) also gehen wir mal davon aus ich mache das in Dubai oder ein Scheich hierzulande das wirkt schon etwas realistischer.


    Für einen Reichen adeligen der vieleicht ein Vermögen von 100.000 Gold oder mehr hat sind das natürlich peanuts in die Klasse kann sich auch ein Abenteurer nicht so schnell einkaufen oder hocharbeiten.


    Eine Restriktion nach Stand wird hier sicherlich nur stattfinden wenn jemand auf die Ware das vorkaufsrecht hat - wenn der Bedarf zu diesem Preis nicht durch die Versorgung gedeckt wird würde das ganze ja noch viel viel teurer werden - wenn 10 Leute pro Woche in der Stadt das Kraut das normal 30 gold kostet kaufen wollen aber nur 2 pro wochen dort ankommen dann wird der Preis schnell in dimensionen hochschnellen das ihn nurnoch 2 pro Woche bezahlen könnten (im Schnitt).
    Dann würde es Plötzlich halt 100 Gold kosten dort.


    Hehe da kommt mir natürlich grade die Idee - wie sieht es aus wenn im Adel eine Gegend die meisten Leute nach bestimmten (legalen) kräutern Süchtig sind... da könnte man sich als Animist eine goldene Nase verdienen. :D

  • Mein Gefühl entspricht ehe dem von Storm, der Status spielt mit eine sehr wichtige Rolle. Natürlich kann man sich als Abenteuerer viel leisten und kaufen wenn man die passenden Geldmittel hat. Der Ruf etc muß aber dem auch entsprechen.
    Eine abgewetzte Abenteurerbande die auf einmal in der jeweiligen Spielwelt richtig viel Geld auf den Tisch legt läuft bei mir große Gefahr auf der Streckbank zu beichten von wo sie das Geld gestohlen haben. Oder anders ausgedrückt: in meiner Art zu spielen gibt es keine mysteriösen Truhen voller Gold und Diamanten die nur darauf warten abgeholt zu werden. Und jeder NPC akzeptiert es.

  • Moin!


    Hab mir nun alles durchgelesen.


    Vieles ist so wie wir es bei uns hier handhaben, nen paar Dinge finde ich komisch...


    1) Das mit dem 1 GS pro Jahr, sehe ich auch so (wir hatten als Richtlinie immer 1 SS pro Monat, daß kommt dem ja in ungefähr gleich...).


    2) Die Kräutersache regeln wir oft danach, wo sich die Gruppe gerade aufhält. Die Preise sehe ich nur als ungefähre Angabe, befindet sich die Gruppe zum Beispiel in einer Sumpflandschaft, so sind Kräuter die in dieser Gegend wachsen natürlich häufiger zu finden und deswegen auch preiswerter. Natürlich kann man bei einen gewieften Kräuterhändler sehr vieles bekommen, wenn auch zu einem deftigen Aufpreis (x4 oder x12) ist keine unübliche Sache, je nachdem wie aufwendig es ist das Kraut entweder zu ziehen, oder (wenn eine Nachfrage danach bestehen könnte, wie bei z.B. dem "Elfensicht-Kraut", wenn dies aufwendig per Karawane hergeholt werden muss.


    Update: Und natürlich sind bei uns Kräuter selbstverständlich konservierbar, was bedeutet, daß man ohne größere Probleme diese auch per Handelskarawane oder ähnl. transportieren kann (analog dazu: Drogen natürlich auch).Die meisten Probleme haben unsere Spielerchars zumeist damit, Kräuterkunde auf einem Level zu haben, bei dem Sie überhaupt erkennen, was für ein Kraut sie da in der Hand haben... (wobei wir "Standardkräuter" wie z.B. "Draaf" immer in Abhängigkeit vom Beruf (Draaf z.B. beim Krieger) als - das kannst Du gerade noch zuordnen- zulassen...

    3) Die richtig "fetten" Gegenstände: Das ist bei uns nie ein Thema. Wenn Spieler mal (Beispiel) an eine "4 Pfund Waffe komplett aus schwarzem Eog mit +25 irgendwas" gekommen sind, so hatten Sie nie die Möglichkeit diese für den original - Listenpreis zu verkaufen. Einfach weil die 100.000 GS (nur ein Beispiel, junx ^^), die diese Waffe laut Liste kostet als Geld überhaupt nicht flüssig in der Welt/Region/dem Königreich existiert. Wenn ein Spieler sich intelligent anstellt und (mal angenommen) einen vertrauenswürdigen Fürsten finden würde, der die Möglichkeiten hat, sich soetwas zu leisten, dann würde ich das immer über ein Tauschgeschäft regeln. In der Art: "...ok, ich geb Dir das Dorf A, die Region B, das Silberbergwerk und noch zwei Schlachtrösser dazu... wie? Die sind zusammen nur 5000GS Wert? Pech gehabt....mehr hab ich nicht...". Das Tauschgeschäft und der Deal wäre aber sicherlich mindestens ein Spielabend, wenn ich eine Kampagne spielen würde --> Und das weiterführende Szenario würde dann darauf aufbauen--> Hatten wir in dieser Art schon des öfteren, damit meine ich, daß Spieler nach zig Jahren an Güter gekommen sind und sich darum dann wieder ganze Abenteuerreihen gebildet haben, die von SL zu SL weitergesponnen wurde...


    Zudem ist es für die Spieler auch nie sinnvoll, bei Equipment wie Mithril-Kettenhemden und Eog-Waffen damit hausieren zu gehen, weil zu viele (von der Diebesgilde bis hin zum König, dem Hofmagier, mindestens aber dem Reichskanzler - Also irgendwer, meist ein skrupeloser, korrupter und mächtiger Mann der Gesellschaft), viel zu gierig, zu machbesessen wäre, als daß irgendwelche fremden Abenteurer, die keiner kennt, damit durch die Gegend spazieren könnten...

  • Ich denke mal eine Gruppe die ein beachtliches Goldvermögen mit sich schleppt trägt auch meistens die dazu passenden Waffen und Rüstungen, das dürfte sogar nach monaten in der Wildniss kaum den eindruck einer diebischen Pennerbande erwecken.
    (hängt natürlich immer von der Gruppe ab, wenn sies drauf anlegen und sich entsprechend benehmen...)


    Ich denke der Reale status kommt erst dann zum tragen wenn man mehr als nur einfach Geschäfte machen will. Interesant wird es erst dann wenn man wirklich etwas was darüber hinaus geht erreichen will, z.B. eine Burg erwerben oder sich als Sheriff wählen lassen.


    Man sollte Bedenken das es in einer mittelalterlichen Welt in einem größeren Reich kaum möglich ist wirklich die genauen Hintergründe eines Fremden nachzuvollziehen.


    In einer eher Isolierten Gemeinde wie einem Dorf das sich komplett selbst Versorgt und das nur 1-2 mal im Jahr von einem fahrenden Händler aufgesucht wird dürfte es für einen Fremdem deutlich schwerer sein als in einer Gegend in der es einige Adlige und Wohlhabende gibt und allein dadurch schon größere Handelstätigkeiten sollten die vorbehalte da schon geringer sein.



    Ich denke die Händler werden bei wohlhabenden Fremden eher versuchen die Preise etwas über den Lokalen schnitt zu heben da diejenigen sich ja in der Gegend nicht auskennen aber jemanden der Bezahlen kann vom Handel auszuschließen ist kaum sinnvoll oder logisch.


    Zum verdacht betreffens Diebesgut - dies würde wenn überhaupt aufkommen wenn man z.B. versucht mit wertvollen Kunstgegenständen (aus gold oder silber) oder Juwelen die scheinbar aus schmuckstücken gebrochen wurden zu handeln - bei reinen Münzen die keine besonderheiten aufweisen (besondere Prägung ect.) wäre es im Zweifelsfall kaum nachweisbar welchen Weg sie genommen haben. (Ein misstrauischer Händler würde vieleicht keine Quittung austellen, wobei Quittungen in den meisten settings sowieso eher unüblich sind).


    Wenn man eine hochorganisierte Gesellschaft hat und Rechnungen, Verträge und Quittungen allgemein üblich sind wird man zum einen entsprechende Ausweispapiere haben, zum anderen Quittungen für Belohnungen und Beuteverkauf und zum dritten auch entsprechende Empfehlungen schriftlicher Art bekommen wenn man für jemanden wichtiges etwas zu seiner Zufriedenheit erledigt hat (legal).

  • Ich vertrete voll und ganz die Ansicht von Bard und Walt.


    Man sollte Bedenken das es in einer mittelalterlichen Welt in einem größeren Reich kaum möglich ist wirklich die genauen Hintergründe eines Fremden nachzuvollziehen.



    Was das angeht - deshalb gibt es Heraldik. Damit kann man sehr genau und schnell sehen "Wer wer und vor allem WAS" ist. Und wehe dem Helden der Heraldik fälscht und vortäuscht wer oder was zu sein....