Wie viel Gold ist viel Gold ?

  • Quote

    Zitat Zulan:



    Um aber etwas von den Listen nutzen zu können, denke ich das 100-200 Gold zuwenig sind oder die listen müssen dem wenigen Gold angepasst werden.


    Das sehe ich etwas anders. Warum wird sich beklagt darüber, das die Listen mit den Preisen nicht stimmen? Ich denke eher, das man in der Spielrunde umdenken muss. Wenn ein gewöhnliches Breitschwert 1 GM oder ein Bihänder 2GM kostet, dann ist das eben so. Mit den Preislisten im GRW werden euch doch schon die Wertigkeiten von Gold in der Welt vorgegeben oder nicht? Ein gewöhnliches leichtes Pferd kostet laut Liste zum Beispiel 45 SM oder 4,5 GM. Wenn ein Bauer in seinem Stall 2-4 Pferde dieser Art stehen hat, dann muss man halt mal überdenken, was sojemand in einem Jahr verdient. Vielleicht verdient der besagte Bauer auch 10-20 GM im Jahr? Durchaus vorstelbar, wenn man seine ganze Kosten, die er für seinen Lebensunterhalte (Futter, Essen, Tinken, Pacht, Steuern, reperaturen usw.) davon abzieht.


    Ausserdem sehe ich die Preislisten in RM lediglich als Richtlinie an. Die Preise für ein Pferd, wären je nachdem wo ich es kaufe unterschiedlich, genauso wie Heilkräuter. Wenn ein solches nur in der nördlichsten Region zu bekommen ist, ich mich aber weit im Süden befinde, ist es A unwahrscheinlich das ich überhaupt eines kaufen kann, und B wird es mit sicherheit sehr teuer sein. (also noch teuerer als es eh schon ist)


    Wenn ich sehe was ein Bier in einer Taverne kostet (2 ZM GRW Seite 177), dann könnte ich mir mit einer SM 50 Bier kaufen (1SM= 10 BM = 100 ZM). Umgerechnet auf die heutige Währung wären das:


    1 Bier = 2,70 Euro (Durchschnitt, schwankt je nach Region und Taverne :) ) = 1 Bier = 2 ZM


    50 Bier= 135 Euro oder 1 Silbermünze


    Somit würde das bedeuten, das eine Goldmünze ca. 1350 Euro wert hätte, da ja eine GM 10 SM beinhalten. Wenn ein Bauer also 1 oder 2 Goldmünzen im Jahr verdient, dann erscheint mir das für einen Jahreslohn eines Bauern etwas wenig. Somit würde der Bauer im Monat 112,5 Euro verdienen! Also für das Geld steht dann ein Bauer von morgens bis abends auf dem Hof und arbeitet sich krumm und buckelig? Natürlich könnte man jetzt sagen, das war eine andere Zeit usw. aber es geht doch darum eine Relation zu finden. Was früher ein Pferd, wäre heute ein Auto. Wenn ein Pferd (ein leichtes einfaches, gebrauchtes) 4,5 GM kostet dann wären das umgerechnet 6075 Euro. Dafür bekommt man heute ein Auto (ein leichtes, kleines, gebrauchtes :) ).


    Von daher sehe ich es schon so, das die Preislisten in Ordnung sind, nur muss man diese dann eben zulassen und die Wirtschaft in seiner Welt danach ausrichten. Also nicht die Charakter mit einer handvoll Silbermünzen beglücken wollen, wenn sie ihre Aufgabe geschafft haben, sondern einfach angemessen bezahlen.


    Vielleicht müsste man auch die Preisliste vervollständigen, indem auch solche Dinge mal dargestellt werden wie z.B. ein Haus, ein Grundstück, eine Taverne, eine Burg, ein Schiff usw. um die Relation des Geldes zu erhalten.

  • Ein Bauer mit 4 Pferden im Stall ist aber auf jedenfall auch nicht mehr der kleine Standardbauer vom Threadstart. Ein Bauer mit Großvieh (Pferden) ist reich. Wenn es Reitpferde sind (unwahrscheinlich), dann ist es eh eher ein Pferdezüchter wie ein Bauer, und wenn es Ackergäule sind wird das ganze Dorf bei ihm antanzen um sich die Tiere für die Ernte auszuleihen.


    Naja, alles Details. Wichtig war nur der erste Satz hier.

  • @ Nordic


    Du hast Kupfermünzen vergessen, 1 Gold sind 10.000 Zinnmünzen, wenn ein Bier 2 Zinn kostet könntest du dir für ein Silber 500 Bier kaufen.


    Ein Feudaler Bauer ist idr. ein Leibeigener, eventuell mit lebenslagem Wohnrecht in seiner Hütte.


    Freie Bauern sind meistens schon etwas Wohlhabender und haben Eventuell auch Pferde - wobei hier dann eine Grenze überschritten wird und der Bauer schnell auch Knechte ect. hat und dann eher zu einem Großgrundbesitzter wird.

  • Hoppla, habe ich vergessen stimmt.


    1 GM = 10 SM = 100 BM = 1000 KM = 10000 ZM


    Demnach stimmt der obige Thread von mir nicht und müsste neu gerechnet werden.


    Wieviel ist dann jetzt eine GM in Euro, wenn man davon ausgeht, das ein Bier 2 ZM kostet also ungefähr 2,70 Euro????


    Dann wären das doch hmmm... 2 ZM = 2,70 Euro also 1 ZM wären dann 1,35 Euro :)


    1 KM = 13,50 Euro; 1 BM = 135 Euro; 1 SM = 1350 Euro; 1 GM = 13500 Euro. Okay, wenn jetzt der besagte Bauer 2 GM im Jahr verdient, dann wären das 27.000 Euro, geteilt durch 12 sind das dann 2250 Euro im Monat. Jetzt sieht die Rechung doch schon anders aus. Vielen dank Arodraan für den Hinweis.


    Wenn ich mir jetzt die Preise für ein Heilkraut ansehe, dann ist das dann doch schon etwas hoch gegriffen. So kostet zum Beispiel Harfy (stoppt jede Blutung) laut GRW 175 GM. Das wären dann 2362500 Euro Muahhaahha... 2,36 Millionen Euro für eine Anwendung Harfy, das lediglich Blutungen stoppt. Da kauf ich mit doch lieber ein Pflaster hehehehe, das kostet dann 1 Eisenmünze (=0,35 Euro)


    Oder Suranie, entfernt eine Runde Benommenheit, mehr nicht. Das Teil kostet laut GRW 2 GM oder umgerechnet 27000 Euro!!!! HUahhaahaha ich schmeiß mich weg. :rolleyes:


    Okay, die Preislisten sind dann doch für den Popo und man müsste sie somit eigentlich komplett überarbeiten. 8o

  • 2,36 Millionen Euro für eine Anwendung Harfy, das lediglich Blutungen stoppt.


    Lediglich?


    Schonmal probiert eine Blutung über 5TP/Runde zu stoppen? Das geht mit Erste Hilfe nicht mehr. Ich denke das "Pro", warum die Preise meiner Meinung nach in Ordnung gehen wurde weiter oben ja schon erläutert. Zusätzlich bin ich der Meinung, dass günstige Heilkräuter dazu führen, dass Professionen die heilen können noch weniger als bisher gespielt werden und entsprechende Listen anderer Klassen vermutlich auch immer weiter nach unten sinken in der Gunst der Spieler. Ob das jetzt schlecht ist oder nicht mag jeder selbst beurteilen, aber ich finde schon, dass das System in sich relativ schlüssig ist, so denn alle Faktoren beachtet werden. Ich finde allzu billige Heilkräuter hätten ein ähnliches Kaliber wie (billige) zielsuchende Geschosse für Leute die nicht kämpfen können.

  • Mag sein, das die Heiler, Wundheiler und wie sie alle heissen, dann etwas weniger wichtig werden, aber dennoch wichtig. Es würde ja genügen die Kosten insofern zu senken, das es halbwegs vorstellbare Preise gibt. Oder aber man ändert nicht die Preise bei den Kräutern, sondern bei den allgemeinen Dingen des Lebens, so dass dann das besagte Bier eben nicht 2 ZM sondern 2BM kostet (Beispiel)!


    Auf jedenfall ist in den Preislisten irgendwie der Wurm drinn. zumindest habe ich so das Gefühl. Aber die Preise waren auch schon in den "alten" Rolemasterbüchern so. Es mag schon sein, das 5Tp/rnd an Blutungen zu stoppen eine große Leistung für ein Kraut ist, aber dennoch kann dieses nicht 2,35 Millionen kosten, das halte ich für völlig übertrieben!

  • Féamorn Ich gebe dir recht, das diese Kräuter etwas die Spannung nehmen aber wen einem Spieler im Dungen das Bein bricht, ist der für die nächsten 3 Sitzungen raus oder der Miester muss etwas Konstruieren. Deshalb denke ich, sollten die Kräuter, die extreme Malis wegmachen schon im Gruppenbeutel sein. Tod zähle ich jetzt mal nicht zu den extremen Malis. :)


    Wenn die Gruppe kein Gold hat solche Kräuter zu kaufen hat die Gruppe zu wenig Gold.

    Wie wär´s wenn einfach alle Spieler-Charaktere "Unverwundbarkeit" bekommen? Das wäre für mich eine Spur ehrlicher... Vielleicht sollte man noch "Allmacht" dazu geben.
    Natürlich gibt es unterschiedliche Ansätze rollenzuspielen. Manche der Ansätze sind für mich aber, um mal ganz ehrlich zu sein, etwas albern. (Storm hat in seinem post ja schon eine Menge geschrieben. Weswegen ich mich hier darüber nicht weiter auslassen will)
    Aber eine Erfahrung geb ich noch zum Besten: auch die hardcore powerplayer haben bei uns irgendwann den Spaß an ihren hochgezüchteten Charakteren mit all dem Gold und den magischen Artifakten verloren. Denn irgendwann haben sie bemerkt, dass diese Power-Spirale einfach witzlos und in gewissem Maße auch eine Selbstverarschung ist. Der gefüllte Kräuterbeutel, für jedes Wehwehchen ein Pfästerchen - zumindest bei uns kommt da keine Spannung mehr auf. Das hat so was wie bei einem Computer-Rollenspiel: hmm, da bin ich draufgegangen, da lade ich doch nochmals den letzten abgespeicherten Spielstand und geh dann doch nach rechts statt nach links.
    Wenn man´s mag, okay. Mein Ding ist es garantiert nicht.

  • Darf ich noch eines nachlegen? In meinen Spielrunden haben die Charaktere sowieso nichts davon mit einem "Kräuterbeutel" herum zu rennen wenn sie nicht wenigstens rudimentäre Kenntnisse in Kräuterkunde und Heilkunst haben. Es ist mir klar das jeder halbwegs gebildete moderne Mensch weiß wie ein Kamillentee zu brauen ist - sicher weiß das auch ein Bürger der Fantasy Welt. Aber da hört es zum großen Teil schon auf da die meißten Kräuter in irgend einer Form erst nutzbar gemacht werden müssen - durch trocknen und mahlen, aufbrühen oder zu Salbe verarbeiten, direkt frisch einnehmen, in Pillenform oder als Zäpfchen, Schnupfen, einmalig oder mehrmals täglich, nach oder vor dem Essen, eventuell inhalieren oder gar spritzen. Das ist eigentlich die Domäne eines Heilers oder Apothekers. Selbst ein Kampferfahrener Kämpe wird hier sehr schnell an seine Grenzen stoßen, weshalb ich verlange das jeder welcher "Mittelchen" anwenden will wenigstens 2 oder drei Ränge in den passenden Fertigkeiten besitzt - inklusive eines positiven Fertigkeitsgesamtbonus natürlich. Allerdings gestatte ich damit auch nur die Verwendung von häufigen und weit verbreiteten Heilmitteln, dann auch ohne Probe. Für weitergehende Kenntnisse will ich dann aber auch einen Wurf haben - das trifft sowohl auf die Anwendung als auch die Verarbeitung zu.


    Im übrigen, um nochmal auf die Blutungsgeschichte zurück zu kommen - ich finde das die Wirkung von nur Blutungen zu stillen ebenfalls schon verdammt heftig ist! Denkt nur mal an die Möglichkeit "Innerer Blutungen"!!! Das ist heutzutage immernoch eine der häufigsten Todesursachen in einem Krankenhaus in Behandlung befindlicher Patienten. Selbst modernste Medizin versagt bei solchen Dingen.
    Und selbst offene Blutungen sind heute noch sehr gefährlich. Wie muß es da auf einer Fantasy Welt hergehen, mit einer aufgerissenen Schlagader und ähnlichem - und das ohne ein betroffenes Körperglied abzubinden und zu amputieren!!! Ihr solltet nicht vergessen das Blutungen bei RM SEHR schnell SEHR tödlich sind. Es handelt sich hier also um unglaublich große und bedrohliche Verletzungen. Wer eine Blutung als Wunde bekommt ist im Grunde schon tot - weiß es nur noch nicht! Und dann finde ich so ein Kraut nicht überteuert.

  • Zudem spiele ich auch die Addiction-Regel von Kräutern massiv aus. 20 Akbutege in sich hineingefuttert? Dann schaun wir doch mal ob der Charkter süchtig wird...Und keine einfaches "Ahh, er ist bewußtlos. Dann leg ich ihm paar Kräuter unter die Zunge" Führt bei mir allerliebst zum Ersticken!


    Inhaltlich kann ich auch den zweiten Teil Storms Beitrages unterstützen. Aufgrund eines Medizinaltechnik-Projektes darf ich mich zur Zeit mit Implantaten und minimal invasiver Chirurgie beschäftigen. Und da war es halt selbst bis vor wenigen Jahrzehnten normal dass man einen Patient mit schwierigen Knochenbruch für Monate im Bett stabilisiert hat. Da ein invasiver Eingriff aufgrund des Infektionsrisikos und möglichen Komplikationen mit Todesfolge zu groß war. Und das in den 60er und frühen 70er Jahren. Dem gegenüber finde ich ein Kraut das alle Blutungen stillt oder selbst komplizierte Knochenbrüche heilt fast unbezahlbar!


    Gleichzeitig habe ich aber aufgrund der sehr guten Bierwährung auch nochmals die Shadow World Unterlagen herausgeholt. Da ich dem GRW aufgrund der Welten unabhängigkeit wenig traue. Hier einige Beispiele:
    Heilkräuter: ähnliche Preise wie das GWR
    Bier: 5-10 CP per Pint
    Passage auf dem Flußboot: 5 BP + 1CP/mile
    Essen: 5-25 CP (was verglichen mit den Bierpreisen merkwürdig ist)
    einfacher Haarschnitt: 1 BP
    Lay Healing: Level vom Spell zum Quadrat in GP
    2-Zimmer Apartment in einem schlechten Wohngebiet: 1 GP pro 70 Tage
    Villa: 140 GP/70 Tage (inklusive 3 Diener)

  • Darf ich noch eines nachlegen? In meinen Spielrunden haben die Charaktere sowieso nichts davon mit einem "Kräuterbeutel" herum zu rennen wenn sie nicht wenigstens rudimentäre Kenntnisse in Kräuterkunde und Heilkunst haben. Es ist mir klar das jeder halbwegs gebildete moderne Mensch weiß wie ein Kamillentee zu brauen ist - sicher weiß das auch ein Bürger der Fantasy Welt. Aber da hört es zum großen Teil schon auf da die meißten Kräuter in irgend einer Form erst nutzbar gemacht werden müssen - durch trocknen und mahlen, aufbrühen oder zu Salbe verarbeiten, direkt frisch einnehmen, in Pillenform oder als Zäpfchen, Schnupfen, einmalig oder mehrmals täglich, nach oder vor dem Essen, eventuell inhalieren oder gar spritzen. Das ist eigentlich die Domäne eines Heilers oder Apothekers. Selbst ein Kampferfahrener Kämpe wird hier sehr schnell an seine Grenzen stoßen, weshalb ich verlange das jeder welcher "Mittelchen" anwenden will wenigstens 2 oder drei Ränge in den passenden Fertigkeiten besitzt - inklusive eines positiven Fertigkeitsgesamtbonus natürlich. Allerdings gestatte ich damit auch nur die Verwendung von häufigen und weit verbreiteten Heilmitteln, dann auch ohne Probe. Für weitergehende Kenntnisse will ich dann aber auch einen Wurf haben - das trifft sowohl auf die Anwendung als auch die Verarbeitung zu.


    Ganz genau, das Grünzeug alleine in der Hand zu halten hilft oft noch nicht! ;)
    Wir verarbeiten Kräuter (sofern dies notwendig ist), immer mit der Fähigkeit "Kochen" weiter, allerdings muss ich zugeben, dass wir die Fertigkeit "Kräuterkunde" relativ stiefmütterlich behandeln bzw. sich mit Nahrungssuche und Kochen manchmal überschneidet (altes deutsches RM / RM2 wohlgemerkt).

  • Das Blutungsstopp-Kraut ist doch ein Harz oder? Also nur äußerlich anwendbar - ich denke in einer High-Fantasy Welt in der es recht viele entsprechend hochstufige Heiler gibt / entsprechend viel Magie werden Kräuter zu solchen Preisen kaum Marktfähig sein eventuell gibt es dann auch garkeine Kräuterheiler.


    In einer eher Magiearmen Welt spielen Kräuter in der Heilung natürlich eine viel größere Rolle aber bei manchen Sachen finde ich die Preise doch einfach zu hoch / außerdem setze ich bei Kräutern vorraus das sie idr. die Genesungszeit nur deutlich verkürzen und nur sehr wenige Kräuter eine sofortige Wirkung entfalten.


    Ich denke insgesamt sind die Preise einfach stark übertrieben - grade wenn man seinen Spielern sowieso nur sehr wenig Gold zugesteht - am besten man überlegt sich z.B. wie viele Anwendungen mit einer Salbe aus dem Kraut möglich sind, wenn man entsprechend aus einer Dosis 100 Anwendungen bekommt ist man vieleicht näher an der Realität bei vielen sachen - sonst müsste eine Apotheke doch ein Hochsicherheitsgebäude sein mit dutzenden Wächtern usw. wenn das Lager mal eben ein paar Hundertausend Gold wert ist.


    Natürlich sollte man auch aufpassen das Kräuter, Tränke und Salben nicht zu billig werden, und eventuell extreme nebenwirkungen einbauen - z.B. einen Blutungsstopp-Trank für 5 Goldstücke der aber für 24 Stunden Bewegungsunfähig oder Benommen macht.


    Wenn man Heilung unbezahlbar macht kann man eine Gruppe ohne Heiler garnichtmehr realisieren - und wenn man einen Heiler dabei hat könnte der sich ja auch in Nullkommanix ein Riesenvermögen zusammenarbeiten - man stelle sich mal eine Gruppe nur aus Heilern, Alchimisten und Händlern vor die durch die Gegend zieht und Adlige heilt und supertolle Waffenverzauberungen und Kräuter verkauft. Die verdienen doch in einem Jahr schon 10.000 Gold zusammen...

  • Das Blutungsstopp-Kraut ist doch ein Harz oder? Also nur äußerlich anwendbar - ich denke in einer High-Fantasy Welt in der es recht viele entsprechend hochstufige Heiler gibt / entsprechend viel Magie werden Kräuter zu solchen Preisen kaum Marktfähig sein eventuell gibt es dann auch garkeine Kräuterheiler.


    Denk nur mal wie gut sich ein Harz lagern lässt...das wird in kürzester Zeit hart und ist damit unbrauchbar. Ergo ist es schon kaum überhaupt käuflich!


    Ich denke insgesamt sind die Preise einfach stark übertrieben - grade wenn man seinen Spielern sowieso nur sehr wenig Gold zugesteht - am besten man überlegt sich z.B. wie viele Anwendungen mit einer Salbe aus dem Kraut möglich sind, wenn man entsprechend aus einer Dosis 100 Anwendungen bekommt ist man vieleicht näher an der Realität bei vielen sachen - sonst müsste eine Apotheke doch ein Hochsicherheitsgebäude sein mit dutzenden Wächtern usw. wenn das Lager mal eben ein paar Hundertausend Gold wert ist.


    Eine Apotheke muß kein Hochsicherheitsgebäude sein da zum einen für gewöhnlich nur Apotheker und Heiler über die gelagerten Sachen bescheid wissen. Für einen normalen Bürger sind sie somit wertlos. Und die genannten Personengruppen sind gewöhnlich ja rechtschaffen. Für Diebe ist das Zeug auch wertlos da sie sich ebenfalls nicht auskennen und mit Kräutern zu handeln sicher auch nicht gerade zu den einfachen Gewerben gehört. Schließlich ist das Zeug verderblich. Außerdem fällt es sicher auf wenn in einem Ort bei einem Apotheker eingebrochen wird um am nächsten Tag dieses eine, super wertvolle Kraut einem Apotheker in der Stadt nebenan angeboten wird. Der Dieb wird wenig Freude an seinem Reichtum haben.


    Wenn man Heilung unbezahlbar macht kann man eine Gruppe ohne Heiler garnichtmehr realisieren - und wenn man einen Heiler dabei hat könnte der sich ja auch in Nullkommanix ein Riesenvermögen zusammenarbeiten - man stelle sich mal eine Gruppe nur aus Heilern, Alchimisten und Händlern vor die durch die Gegend zieht und Adlige heilt und supertolle Waffenverzauberungen und Kräuter verkauft. Die verdienen doch in einem Jahr schon 10.000 Gold zusammen...


    Zum einen ist der Bedarf von diesen extrem seltenen, sehr verderblichen Superkräutern unglaublich gering. Zum anderen sind das die einzigen die wirklich sooo viel Geld bringen. Und zu guter letzt kann sie sich fast keiner lesen - weswegen sie auch nur selten überhaupt verfügbar sind. Damit hat sich das verdienen einer goldenen Nase schon erledigt. Je teurer etwas ist, desto weniger lässt sich damit verdienen. Erst recht wenn es verderblich ist und kein Luxusgut sondern ein Nutzmittel.


    Und wenn man jetzt nochmal mein Posting Beachtet bei dem ich sage das meine Spieler für gewöhnlich 30-40 GS haben fragt man sich wie die sich sowas leisten können, richtig? Ganz einfach - entweder sie bekommen einen Tip von einem Apotheker und suchen das Zeug selbst, was ein tolles Abenteuer ergibt. Oder sie erledigen für den Apotheker etwas, und bekommen dafür das Kraut, was auch ein tolles Abenteuer ergibt. Oder, wenn es wirklich wichtig ist, dann trennen sie sich von ihrem tollen magischen Schwert dafür...den außer einem König oder einem Steuereintreiber hat niemand mal so eben 2000GS in der Tasche. Und ich glaube auch nicht das ein Apotheker so viele Münzen haben wollen würde. Das ist einfach Unsinn. Und Mithril Stücke will der auch nicht, dafür gibts nämlich keine Abnehmer.

  • Vielleicht wäre es demnach auch einfach sinnvoll, sich für seine Welt eine vernünftige Wirtschaftssituation zu überlegen. Solche Überlegungen haben vielleicht auf den ersten Blick nicht viel mit dem "ROLLENSPIEL" an sich zu tun, aber je öfter man in seiner "Welt" spielt, desto öfter werden auch fragen auf kommen, die geklärt werden müssen.


    So kann man ja die bestehenden Preislisten als "Richtlinie" benutzen, muss sie aber bei genauerer Betrachtung dem "eigenen Welt-System" anpassen. Gibt es in der Welt viel Magie und somit auch viele Heilkundige und/oder Kräuter, werden die Preise sicherlich niedrig sein. Gibt es in der Welt aber nur wenige Heilkundige/Kräuter werden die Preise steigen. Wie auch andere bereits öfter geschrieben haben, liegt es mit Sicherheit an der jeweiligen Spielwelt und der Art wie eine Gruppe spielt.


    In unserer Gruppe hat niemand das Gefühlt, das es eher einem HAck & Slay PC-Spiel gleichkommt, obwohl die Chars stets einige Handvoll Kräuter mit sich führen. Das liegt aber auch daran, das die Anzahl an Heilern und Kräuter ausbalanciert ist und es sich die Spieler einfach auch nicht leisten können, sich dutzende von Kräutern zu kaufen.


    Vielleicht ist die Idee, das man Eisen - und Zinnmünzen einfach streicht gar nicht so schlecht? Oder man müsste sich wirklich einmal die Mühe machen und die Standardpreise durchrechnen, ob diese stimmig sind.


    Zu den Heilkräutern fällt mir da noch ein, das ich zugeben muss, das bei uns bisher jeder x beliebige Char ein Heilkraut anwenden kann. Aber ich gehe auch davon aus, das beim Kauf eines Heilkrautes, der Verkäufer dem Anwender auch erklären kann, wie er es zu benutzen hat. Anders sieht das eben aus, wenn die Chars Kräuter finden, die sie noch nicht benutzt haben. Das aber würde auch bedeuten, das man sich auf dem Charblatt immer notieren müsste, welches Kraut man kennt und welches nicht.


    Der andere Punkt ist halt auch der, das es ja ein Fantasy-Spiel ist und die Chars ja doch eigentlich mehr oder weniger "Helden" sind. Wenn die Gruppe nach einem kleinen Scharmützel etwas angeschlagen ist und sich vielleicht der ein oder andere Char eine blutende Wunde oder eine gebrochene Rippe zugezogen hat, dann ist es für den Spielabend echt lähmend, wenn die Gruppe als Vollinvaliden in das nächste Dorf humpeln und sich dort erst einmal 6 Wochen auskurieren müssen. Gerade wenn man es vielleicht schafft, seine Spielerrunde ein bis zweimal im Monat zusammen an einen Tisch zu bringen um einen schönen Rollenspielabend zu gestalten, kann sich ein Abenteuer dann über Monate realzeit ausdehnen. Oder aber die Gruppe liegt in einem Dorf 6 Wochen lang fest, bis ihre Verletzungen auskuriert sind und machen sich dann wieder auf den Weg, und der SL überspringt diese Szenerie, in dem er diese "Genesungszeit" nur kurz anreist, damit es weiter gehen kann. Aber dann stellt sich mir die Frage, ob entsprechende Heilkräuter nicht sinnvoller sind? Desweiteren können ja auch NSC´s über solche Mittel verfügen und sich generieren, was das Spiel auch wieder interessant werden läßt.


    Wenn man von allem ein wenig dei Waagschale hält, dann dürfte es keine Balancing Probleme in Richtung "Power- oder Low- Level Gaming" geben. Aber eigentlich geht es ja hier nicht um Heilkräuter und deren Einsatz, sondern darum wieviel Gold ist wieviel Gold. Und um das heraus zu bekommen, muss jeder seine Kampagnenwelt prüfen und auf seine Art zu spielen abstimmen. Dafür braucht man keine Wirtschaftsinformatiker zu sein, sondern sich lediglich mit ein paar Grundsätzlichen Fragen der Wirtschaft und des magischen Levels seiner Welt auseinandersetzen.


    :D

  • Weiss irgendwer vielleicht ein Gute Quelle für Preise von bestimmten Dingen, die im GRW nicht enthalten sind. Ich glaube für DSA gab es mal eine Quellenbuch in dem Burgen, Schiffe und Häuser drinne waren, bin mir da aber nicht sicher. Wäre vielleicht ganz interessant wenn es so etws auch für Rolemaster gäbe. Vielleicht gibt es ja eine PDF Version bei Iron Crown !

  • Im War Law sind solche Sachen drin. Im Sea Law sicher auch.


    Bei DSA gibt es solche Sachen in der Tat in sehr hoher Qualität und Ausführlichkeit. Zum einen "Tempel Türme und Tavernen" und das "Armorium Ardariticum". Aber noch viel besser ist der Spielleiter Schirm in welchem eine unglaublich lange und ausführliche Ausrüstungsliste drin ist.


    Diese Hefte eignen sich sicher als gute Orientierung wenn man die Währungen umrechnet oder einfach das Aventurische Währungssystem übernimmt.

  • Ich denke es auf jeden Fall sinnvoll sich mit der eigenen Version einer Spielwelt auseinanderzusetzen. Davor finde ich aber es noch wichtiger sich zu überlegen wie will ich spielen!
    Meine Spieler sind erstmal per se keine Helden - das werden sie nur durch ihre Handlungen. Und einfach mach ich´s ihnen nicht, die sollen schon drum kämpfen. Wenn die Spieler nach einem Scharmützel geschwächt sind, dann hätten sie sich vielleicht nicht in den Kampf stürzen sollen. Oder müssen im Anschluß die Konsequenzen ihres Tuns auch ausbaden!
    Und, wie Storm beschriebn hat, gibt es als SL wunderbar viele Möglichkeiten die Charaktere in weitere Handlungsstränge einzubeziehen (einer von vielen ist die rechtschaffenen-guten Spieler immer mit Heilkräuter unter Preis zu versorsorgen. Und als Händler irgendwann einzugestehen dass es sich die ganze Zeit um gestohlene oder geschmuggelte Heilkräuter gehandelt hat. Mit der Bitte um Hilfe vor Schutz vor der Obrigkeit)

    Den Ansatz ich habe zu wenig Gold für Heilkräuter deswegen müssen Heilkräuter billiger oder Bauern reicher werden - ganz einfach nein. Ich bin mir sicher meine Spieler hätten auch gerne vieles mehr - dann müssen sie sich´s auch erkämpfen! (wie ist der schöne Spruch: was nichts kostet ist nichts wert. Ich finde der gilt nicht nur für Heilkräuter, sondern auch für ganze Charaktere. Wenn ich´s mir nicht erkämpft habe, ist´s nichts wert)


    Und wenn ich jetzt den Preis einer Heilung am Beispiel der Blutung mit dem Preis des Heilkrautes vergeliche komme ich auch auf 225 GP (Cut Repait True Lv 15)

  • Ich hasse es als Spielleiter wenn die Spieler zu reich sind. Ich habe mal ein Turnier veranstaltet mit 5 Disziplinen und bei jeder gab es ein ordentliches Preisgeld. Ich dachte das meine Spieler sowieso bei keiner Disziplin gewinnen würden. Doch einer hatte Riesenglück und hat dann alles gewonnen. Level 3 und 700 Goldstücke. Das war wirklich viel.

    Die Waldläufer des Nordens kennen keine Furcht,
    sie kämpfen bis kein Blut mehr in ihren Adern fliesst,
    ihre Gegner rauchen sie bis zum letzten Mann!

  • Weiss irgendwer vielleicht ein Gute Quelle für Preise von bestimmten Dingen, die im GRW nicht enthalten sind.


    Wirklich zu empfehlen von Iron Crown:


    - #5542 Castles and Ruins
    Regeln für Burgen, Festungen etc. mir Beispielen.


    Wenn man mit reichen Gruppen spielt und die Spieler Gebäude errichten wollen hat man hier alles was man braucht.
    Kosten, Dauer, Anzahl der benötigten Arbeiter...




    - #5703 ...and a 10-foot pole
    Ein Buch nur mit Ausrüstung, sortiert nach unterschiedlichen Zeitaltern, Steinzeit bis Moderne.


    Wenn man sich gerade nicht aus den Fingern saugen kann was zwei Tische und 8 Stühle kosten die die Spieler bei der Klischee-Gasthaus-Keilerei zerstört haben... ;-)




    Gerade die Kombination beider Bücher finde ich praktisch wenn die Spieler ein Gebäude errichten oder renovieren und danach einrichten wollen.



    Beide Bücher bekommt man bei diversen Veranstaltungen für kleines Geld.
    Auf der letzten "Spiel" habe ich eine zweites "...and a 10-foot pole" für 6 Euro gekauft...





    Dazu direkt mal eine Frage an "13 Mann":


    Ist es eigentlich geplant ähnliche oder diese Bücher zu übersetzen oder zu erstellen?