Zweihand-Waffe

  • Hi Fans,


    ich habe noch ein kleines Thema, das wir letztens wieder diskutiert haben. Bei uns darf ein Spieler eine Zweihandwaffe nur dann ohne Abzüge nutzen, wenn er entweder Stärke 60 und/oder einen Stärkebonus (z.B. aus den Hintergrundoptionen) von 30 hat -> sonst halt -20. Nun ist mein No-dachi (mein Character-Name, den ich übrigens nur mit unterschiedlichen Zusätzen ändere, falls ich einmal einen neuen machen muss, sagt schon, dass ich solche Waffen bevorzuge) nur ganze 900 g schwerer als ein Katana (1h). Natürlich ist die Waffe länger und deshalb schwerer zu handhaben, aber was hat das eigentlich mit dem Stärkebonus zu tun ? 3,2 Kg statt 2,3 kg -> dafür benötige ich doch keine großen Kräfte - eher mehr Geschicklichkeit.


    Sehe ich das falsch oder habe ich falsche Bilder dieser Waffen ?


    Grüße aus Berlin

  • Wie so oft kommt gleich die Gegenfrage: suchst Du nach Argumenten, warum man eine Waffe, die mehr Schaden macht als ein Katana dennoch ohne Malus einhändig führen können sollte, oder geht es um "Stil"?
    Im ersteren Fall würde ich sagen, dass diese Regel genau aus dem Grund da ist, dass nicht jeder mit einer Bihänder/Wallschild-Kombi rumläuft, oder zumindest nicht ohne Malus powergamen sollte. ;) Ich halte ST dennoch für angemessen, weil es ab einer gewissen Länge der Waffe einfach aus physikalischen Gründen "schwerer" ist, sie noch ohne Ermüdung der Armmuskulatur zu schwingen. Also weniger eine Frage des Gewichtes, als wirklich der Länge.
    Im letzteren Fall nimm einfach das längere No-dachi ohne Malus in eine Hand und lass es regeltechnisch als Katana laufen.
    Beste Grüße,
    Erafal

  • Gerade das Problem, was du beschrieben hast, überzeugt mich davon, dass die Regelung mit einem Minimal-Stärke-Wert oder einem Minimal-Stärke-Bonus für 2h-Waffen recht unsinnig ist.
    Ich denke, dass Stärke nicht die Grundvoraussetzung für 2h-Waffen ist, sondern nur ein anwendbares Attribut darstellt.
    Die Gruppe der 2h-Waffen umfasst z.B. Flegel, Streitaxt und Bihänder. Dies sind drei Waffen die total unterschiedlich geführt werden müssen und trotzdem werden sie in einer Gruppe erfasst. Das Regelwerk geht hier also einen Kompromis ein, da es sonst zu viele Waffengruppen geben würde. So sehe ich das auch bei den Attributen. Man könnte alle diese Waffen mit reiner Stärke führen, obwohl manche mit Geschicklichkeit besser wären. Das Regelwerk müsste also eine neue Waffengruppe bilden oder, wie geschehen, einen Kompromis eingehen. Im GRW steht ja auch, dass es sich nur um Richtlinien handelt, die vom SL nach bestem Wissen verändert werden können.


    @ Cho Chin


    Geht es um das einhändige Führen einer Zweihandwaffe oder um das allgemeine Führen einer zweihandwaffe?

  • Geht es um das einhändige Führen einer Zweihandwaffe oder um das allgemeine Führen einer zweihandwaffe?

    Hallo,


    diese Frage ist ziemlich interessant und darüber habe ich noch nicht nachgedacht, aber eigentlich stimmt die Schlussfolgerung, dass das dann für das einhändige Führen dieser Zweihandwaffe ähnlich laufen müsste, aber....

    Ich halte ST dennoch für angemessen, weil es ab einer gewissen Länge der Waffe einfach aus physikalischen Gründen "schwerer" ist, sie noch ohne Ermüdung der Armmuskulatur zu schwingen. Also weniger eine Frage des Gewichtes, als wirklich der Länge.

    ...hier glaube ich, eher das zweite Argument in Rechnung stellen zu müssen, denn das erklärt die Situation auch nicht schlecht !


    Grüße aus Berlin

  • Hm ich sehe den Sinn da nicht so sehr, bei bestimmten 2-Hand-Waffen wie Kriegshämmern oder schweren Bidhändern würde es eventuell Sinn machen - ich denke der nichtvorhandenen Stärkebonus auf den OB und die Belastungsmali repräsentieren eine geringere Stärke ausreichend (Thema Wallschilde)


    Jemand mit geringer Stärke hat ja sowieso fast immer einen geringeren OB im Nahkampf - das ist der effekt das er weniger kraftvoll zuschlagen kann, wie lange er mit dem Ding dann aber rumwedeln kann ist wieder reine sache der konstitution (wo überladung natürlich eventuell auch zum Problem werden kann) -> Erschöpfungspunkte.

  • Ehrlich gesagt sehe ich keinen Sinn darin die Benutzung von 2-Hand-Waffen durch den St-Bonus zu reglementieren, jedenfalls nicht solange man die Benutzung von Schilden nicht ebenfalls reglementiert. Keine 2-Hand-Waffe wiegt auch nur annähernd soviel wie z.B. ein Vollschild - und das wird mit einer Hand geführt. Bei einhändiger Benutzung einer 2-Hand-Waffe sieht das ganze schon anders aus.

  • Unabhängig von andere Baustellen (Wallshields...) und Details (jene 5 cm länger, diese Waffe 300 g leichter) halte ich die Regel einer gewissen "Grundstärke" für sinnvoll.
    Der Bonus +30 kommt mir aber komplett übertrieben vor. Wann man sich auf diesen Niveua aber bewegen will, dann wäre für mich sinnvoll: Abzug = -20 (da 2-hand) + St-Bonus. D.h. ab einen +20 ST-Bonus keine Abzüge mehr.

  • Das würde aber auch nur dann Sinn machen wenn die 2 Hand waffe mindestens Doppelt so schwer ist wie die schwerste verfügbare 1-Hand Waffe - ansonsten hat man ja mehr kraft auf das gewicht der Waffe gerechent zur verfügung da man 2 Hände benutzt.


    Bei Stangenwaffen braucht man insgesamt ja sogar weniger Kraft wenn man sie als Stoßwaffen benutzt - auch wenn sie vieleicht viel Schwerer sind als ein Vergleichbares Schwert ect.


    Ich halte eine solche Regelung einfach nur für Überflüssig, Charaktere mit Stärke < 60 sind idr. sowieso Magiekundige mit niedrigem OB, warum soll man ihnen dann noch das Kämpfen mit einem Kampfstab oder einer Stangenwaffe erschweren wenn das die einzigen Waffen sind die sie überhaupt effektiv benutzen können im Kampf (2. Reihe)

  • Wenn man solch eine Mindeststärke, unterhalb derer man die Waffe nur mit Abzügen führen kann, einführen will, dann sollte man dies m.E. aber auch konsequent für alle Waffen einführen. Auf www.guildcompanion.com gibt es ein paar ältere Artikel mit zusatzlichen Waffentabellen und m.E. auch einen Artikel, der diese Stärke-Anforderungen für alle Arms Law-Waffen aufführt, wo so etwas umgesetzt wurde. Dort wurde z.B. vorgeschlagen, daß ein Bastard Schwert mit min. St +4 (~+12 nach alten Regeln) für zweihändige Benutzung und min. St. +10 (~+30 nach alten Regeln) für einhändige Benutzung erfordert. Solche Anforderungen aber nur für zweihändige Waffen einzuführen halte ich für Unfug - so übermächtig erscheint mit diese Waffenkategorie nicht, daß sie besondere Beschränkungen erfordert.

  • Ich denke Erafal hat es am Besten zusammengefaßt: geht´s um Regeln oder geht´s um Stil?
    Aus der wenigen persönlichen Erfahrung im Kampf mit echten Waffen kann ich nur sagen: ich will´s nicht lange machen müssen!
    Im Florettfechten konnte ich früher -jung und sportlich- die 5 min noch passabel überstehen und Treffer landen. Danach: aus die Maus.
    Eine mittelgroße Wurfaxt ganz gemütlich aus 10 Schritt Entfernung auf Eichendielen werfen-meine Armmuskulatur hat die Tage danach geknirscht.
    Einen Zweihänder oder eine große Streitaxt in der Hand zu halten ist schön - sie wieder weg zu stellen ist schöner!


    Die Grundfrage, wie so oft, ist die Ausrichtung nach dem persönlichen Stil und wie realistisch es denn sein soll.


    Und wenn´s nur um die Verhältnismäßigkeit geht dann muß ich Ecthelion zustimmen: übermächtig finde ich 2hand Waffen nicht. Ganz im Gegenteil: nur 50% des eingesetzten OBs als DB kann zum schnellen und sicheren Tod bei mehreren mittelguten Gegnern führen!

  • Ich sehe 2-Hand-Waffen eher als nachteilig wegen der schlechten Parade - lediglich Stangenwaffen aus 2. Reihe und Kampfstäbe machen in meinen Augen wirklich als Waffe richtig Sinn - man kann zwar ordentlich damti austeilen aber sobald man mal einen Treffer einsteckt und benommen ist hat man wirklich ein echtes Problem.


    Außerdem tritft man mit den meisten 2-Hand waffen auch erst relativ spät überhaupt.

  • Viel entscheidener als die Stärke finde ich hierbei die Körpergröße. Nehmen wir an, ein kräftiger 1,90m großer Mensch schlägt mit einem 2m langen Bambusstab zu. Der wiegt zwar fast nichts, dennoch wird er aufgrund der Sperrigkeit und der ungünstigen Kraftverteilung am Griff damit ungefähr soviel Schaden anrichten wie mit einer nassen Küchenrolle. Mit zwei Händen (und somit einer besseren Verteilung) sieht es ganz anders aus.

  • Außerdem tritft man mit den meisten 2-Hand waffen auch erst relativ spät überhaupt.


    Hallo,


    im Gegenteil, man trifft mit einem Bihänder viel früher kritisch und hat so viel eher die Chance einen Gegner benommen zu schlagen, was die Chance auf einen frühen Sieg weit überproportional steigen lässt.


    Grüße aus Berlin

  • Bei sehr vielen 2 Hand-Waffen trifft man doch merklich später überhaupt und bekommt sogar teilweise später bessere Kritische als mit 1-Hand Waffen - vor allem gegen leichte Rüstungen und ungerüsteten Gegnern, bei schweren Rüstungen sind die 2Hand-Waffen dann in aller Regel besser - und machen vor allem viel mehr Trefferpunkte - aber von den Kritischen ist z.B. gegen AT 1 ein Kurzschwert besser als eine Lanze.


    Natürlich ist das auch sehr sehr schwer zu verallgemeinern da es ja sehr viele 2-Hand und 1-Hand-Waffen gibt die auch idr. auf verschiedene Rüstungen ganz unterschiedlich wirken ect. aber es ist schon auffällig das man bei einigen 2-Hand waffen gegen AT-1 recht schlecht dasteht weil die Kerle einfach zu flink dafür sind (z.B. benutzt einer meiner Spieler mit seinem Krieger eine Kriegshacke und haut damit eigentlich nur daneben trotz ganz ordentlichem OB (70+)

  • Bei sehr vielen 2 Hand-Waffen trifft man doch merklich später überhaupt und bekommt sogar teilweise später bessere Kritische als mit 1-Hand Waffen

    Hallo,


    wir haben festgestellt, dass gegen mächtigere Gegner, bei denen wir uns nicht vorher verzogen haben, der Kämpfer mit der Zweihandwaffe fast immer die entscheidenden Treffer geschlagen und meist den Kampf zu unseren Gunsten entschieden hat.


    Grüße aus Berlin

  • wobei die wahrscheinlich hohe ATs hatten, oder?


    Hi,


    ja, OB von 120 ist keine Seltenheit. Wir spielen allerdings schon ziemlich lange und haben Charaktere von Lv 9 und sogar einen Heiler Lv. 10 dabei. Unsrere eigenen OB´s sind deshalb auch nicht ohne...


    ...und unsere DB, wenn wir nicht überrascht werden, können mit magischen Schilden, Aura II u.ä. in teilweise beträchtliche Höhe geschraubt werden...
    ...und wenn dann ein Paladin mit einem Zweihänder einen OB von 135 hat, kann er selbst nach teilweiser Verteilung auf den DB, um sich selbst nicht in riesige Gefahren zu bringen, dennoch gigantischen Schaden anrichten (sprich höchstwert in KTS3).


    Gruß aus Berlin

  • ja, OB von 120 ist keine Seltenheit. Wir spielen allerdings schon ziemlich lange und haben Charaktere von Lv 9 und sogar einen Heiler Lv. 10 dabei. Unsrere eigenen OB´s sind deshalb auch nicht ohne...

    ich meinte mehr die ATs, die Rüstungsklassen euer mächtigen Gegner. Waren die meistens hoch wenn mit 2hand-Waffe der durchschlagende Erfolg verbucht wurde?