RM ist tödlich?

  • Wegen der Kritischen Treffer. Du kannst so gut sein wie du willst ein Ork gibt dir einen Lucky Strike mit einem A rein. Bei einer weiteren 100 auf den A Tabellen könnte es es dann auch schon gewesen sein und du bist platt. In den Meisten anderen Regelwerken werden die Trefferpunkte einfach runtergezählt das heißt dein Held kann besser abwägen ob er mit seinen verbliebenen Trefferpunkten eventuell noch einen anderen Gegner angreift oder dieser gegner zu Stark ist. Das tödliche (aber auch dan interessante) bei RM sind die Krit. Treffertabellen.

  • Auch wenn ich sage, dass RM ein "tödliches" System ist, so finde ich aber trotzdem, dass es für ein solches immerhin sehr gut ausbalanciert ist. Es gibt auch viele Systeme wo man irgendwie ein "ganz oder gar nicht"-Problem vorfindet. Bestes Beispiel sind hier die Versionen 2 und 3 von Shadowrun, da lief es oft so, dass ein Charakter bis zu einem gewissen Grad "unverwundbar" war (von extremen Glückswürfen abgesehen) sobald dieser Punkt jedoch überschritten wurde dann jedoch ziemlich sicher dem Tode geweiht war. (Das Problem war vor allem bei Trollen so, die mit ihrer Konstitution ja immer recht nah an den "Rand" des Systems kommen und dann von normalen Waffen keine Angst mehr zu haben brauchten, wenn der Gegner dann jedoch den Hebel auf "Vollautomatisch" umlegte war gleich die ganze Gruppe Geschichte ;) ).


    Wobei man fairerweise Sagen muss, dass ich meine Pläne SR mal mit RM zu spielen zu den Akten gelegt habe, nachdem ich sorgsam die Feuerwaffen-Tabellen im Weapons Law: Firearms studiert hatte. Den Schaden steckt keiner mehr weg. ;)

  • So ganz kann ich das auch nicht bestätigen. Es ist schon etwas länger her, aber wenn ich mich an manche andere Systeme zurück erinnere konnten die auch sehr tödlich sein. Gab es nicht in fast jedem System eine Art Open-Ended mit oft tödlichen Folgen? (Warhammer & RuneQuest bin ich mir ziemlich sicher).
    Und wenn man von Fantasy weggeht dann habe ich Cyberpunk als immens tödlich in Erninnerung...


    Aber stimmt schon, wenn man es bei RM zuläßt einen Kritsichen zu bekommen dann kann der tödlich sein.

  • naja bei Rolemaster hat man bei so zimlich jedem angriff eine Chance von 1% -0,1% das diese Tödlich ist - das eigentliche Hauptproblem ist vieleicht eher im Heilsystem da man für bestimmte verletzungen halt sehr starke heilzauber benötigt die man erst auf hohen Stufen erlernen kann - zum einen gibt es dann in vielen Welten niemanden der die Verletzung heilen kann - zum anderen wird es sehr sehr teuer falls sich doch jemand findet der das dann wieder hinbekommt. Mit einem Heiler in der Gruppe ist Rolemaster aber sicherlich nichtmehr so tödlich. Aber wenn man einen harten SL hat dann gehen bei Rolemaster auf niederen Stufen schon öfters charaktere über den Jordan...


    (Ist HARP vieleicht sogar ein bischen Tödlicher weil ein extrem guter Angriffswurf gleich auch einen guten kritischen verursacht?)


    Hm bei Shadowrun gab es dann so MP´s mit EX-EX muni und auch noch vollautomatisch das hat auch so zimlich jeden Troll in seine Schranken gewiesen - und Handgranaten ect.


    Die Firearms - Tabellen gehen eigentlich sogar - man sollte dann halt eventuell die Leute eher mit normalen Waffen rumlaufenlassen und nicht mit den dicken Cal. 0.50 Waffen - manche Waffen sind dann fast sogar lächerlich im vergleich mit Nahkampfwaffen - und eine Bodyarmor typ IV ist halt doch eine feine Sache - und Trefferpunkte sollte man für die besseren Waffen dann doch lieber eine ganze Menge mitbringen.

  • Bei HARP geht es mit der "Tödlichkeit", da es einen universellen Heilspruch gibt, den jeder lernen kann/sollte. Ist zumindest meine Erfahrung.
    Was die Tödlichkeit von RM angeht, so empfinde ich nicht mehr den großen Unterschied zu anderen Systemen wie früher. Als man bei DSA mit einer fetten Rüstung noch 50 Pfeile einstecken konnte, gab es bei MERS/RM diese kritischen Treffer, was das Gefühl der Gefahr im Kampf erheblich gesteigert hat. Und allein das reichte schon aus, um eine gewissen Spannung zu erzeugen - und Kämpfe einfach als unberechenbarer zu empfinden. Es gewann eben nicht immer der mit den meisten Trefferpunkten.
    Mittlerweile haben eigentlich die meisten Systeme nachgezogen. DSA 4 gibt sich in der Komplexität der Regeln nicht mehr viel mit RM und auch die Kämpfe sind gefährlicher geworden.
    Was den Einsatz der modernen Feuerwaffen angeht, sagen wir alles ab Outlaw, habe ich allerdings Schwierigkeiten damit, den realistischen Kampf ins Rollenspiel einzubauen. Denn je einfacher die Gegner es haben, den Helden großen Schaden zuzufügen (einen ausgebildeten Krieger im Duell niederzumachen ist schwierig, aber jeder Idiot kann eine Pumpgun abfeuern), desto häufiger droht mein schönes Abenteuer durch "zufällige Verletzungen" und mangelnde Heilmöglichkeiten ins Stocken zu geraten. Dann stehe ich mehr auf das James-Bond-Gefühl, bei dem die gegnerischen Kugeln einfach den Held verfehlen, als auf zu großen Realismus. ;)

  • Rm würde ich nicht mit Cyberpunk vergleichen. Cyperpunk (zumindest as alte regelwerk) war kaum Spielbar. mit 16 TP war man tot und eine Waffe konnte ja nach art zwischen 10 und 100 TP austeilen. Bei Cyperpunk mußte man immer mit dem Tod rechnen. Ich persönlich hatte einige Zeit Earthdawn gespielt. Anfangs war es für uns ungewöhnlich da eigentlich die TP nur runtergezählt werden. Wir waren damals RM gewohnt und waren argwöhnisch. Mit der Zeit hatte uns das System jedoch gefallen. Warum??? Naja Helden konnten Helden sein. Wenn ich einen Obsidianer mit 80 TP hatte (bei Schadensschwankungen von 5 bis 20 TP) dann konnte man sich mit ihm in die Schlacht stürzen. Hast du in RM ein bösartiges Mädchen mit -25 auf OB mit Bogenwaffen und es schmeißt eine 96 und eine 85 und abschließend noch ne 66 beim C,D oder E (je nachdem welche Rüstung) dann ist dein Held hin. Da machte das andere System mehr Freude. Heute spielen wir jedoch nur noch RM (zeitmangel für andere Spiele)

  • Es wurde eigentlich schon gesagt: Rolemaster ist unberechenbarer! Bei den meisten Systemen kann man quasi mitrechnen; Trefferpunkte oder ähnliches werden runtergezählt. Kritische Ergebnisse, beispielsweise bei Midgard oder Warhammer, sind selten und werden oft unter Restrisiko abgebucht. Das geht bei RM halt nicht.


    Walt : Natürlich betrifft das in erster Linie kampforientierte Gruppen, aber auch nicht so ausgerichtete Gruppen werden doch ab und zu in Kämpfe verwickelt. Und dann ist das risiko mangels adäquater Kampfkraft vielleicht noch höher...

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Bei Rolemaster kann man halt keine echte "unbesiegbarkeit" erlangen / das es irgendwann niedrigstufige Gegner gibt die weniger schaden machen als man von alleine regeneriert oder überhaupt nicht in der Lage sind überhaupt Schaden zu machen weil alles schon von der Rüstung abgeblockt wird.


    Das bedeutet im umkehrschluss natürlich auch das es in Rolemaster keine unbesiegbaren Gegner gibt - man kann also mit einer Gruppe verzweifelter Bauer und ein bischen Planung und entsprechender überlegender Stellung auch einen Riesen in eine Falle Locken und besiegen....

  • "RM ist toedlich" ist eine Warnung, keine zwingende Feststellung. Anfaenger und Umsteiger haben oft einfach eine zu grosse Risiko-Bereitschaft fuer Rolemaster. Um nicht direkt schon am ersten Abend 2 Charaktere zu verschleissen, sagt man den Leuten halt, dass es toedlich ist. Und dann kann man auch Abenteuer spielen, wo den ganzen Abend kein Kampf vom Zaun gebrochen wird.


    Robert

  • Hallo zusammen,


    immer wieder wird in verschiedenen Thread geschrieben das RM so tödlich sei. Warum denn eigentlich?


    Wie viele hier schon geschrieben haben, hauptsächlich die kritischen Treffer im Kampf, bei Fertigkeitsproben und bei Patzern sorgen dafür, daß man sich nie völlig sicher sein kann bei einer Aktion nicht zu sterben.



    Also letztendlich hauptsächlich nur gefährlicher für sehr Kampforientierte Gruppen?



    Nicht unbedingt, auch wenn man eher selten kämpft aber öfter riskante Manöver hat kann man relativ schnell ins Gras beißen.


    Natürlich ist gerade bei kampforientierten Gruppen ein enormer Unterschied zu Systemen ohne Kritische Treffer spürbar.


    Wie hier schon geschrieben wurde, in vielen Systemen werden nur die Treffer "runtergezählt", wenn man einen bestimmten Wert unterschritten hat zieht man sich zurück, vorher brauch man überhaupt keine Angst zu haben.


    Man nehme z.B. D&D, selbst mit "kritischen Treffern" die z.B. den angerichteten Schaden verdoppeln brauch man ab einer gewissen Stufe außer vor Dieben vor keinem Angst zu haben solange man die Möglichkeit hat sich zurückzuziehen.
    Wenn man z.B. 60 Treffer hat und ein Gegner W12 Schaden anrichtet, dann kann er einen auch mit einem kritischen Treffer nur 24 der 60 abziehen.
    (Kann sein, daß ich eine miese gruppe erwischt habe, aber viel viel schlimmer war auch z.B. ein Testspiel mit DSA in dem länger als eine halbe stunde aufeinander eingeprügelt wurde ohne das etwas passierte...)


    Bei Rolemaster ist das ganz anders, da ist JEDER Angriff erst einmal gefährlich, da auch ein "harmloser" A-Treffer bei einem hohen Wurf schnell gefährlich wird...



    Auch wenn ich sage, dass RM ein "tödliches" System ist, so finde ich aber trotzdem, dass es für ein solches immerhin sehr gut ausbalanciert ist.


    Genau :)



    Quote


    Es gibt auch viele Systeme wo man irgendwie ein "ganz oder gar nicht"-Problem vorfindet. Bestes Beispiel sind hier die Versionen 2 und 3 von Shadowrun, da lief es oft so, dass ein Charakter bis zu einem gewissen Grad "unverwundbar" war (von extremen Glückswürfen abgesehen) sobald dieser Punkt jedoch überschritten wurde dann jedoch ziemlich sicher dem Tode geweiht war. (Das Problem war vor allem bei Trollen so, die mit ihrer Konstitution ja immer recht nah an den "Rand" des Systems kommen und dann von normalen Waffen keine Angst mehr zu haben brauchten, wenn der Gegner dann jedoch den Hebel auf "Vollautomatisch" umlegte war gleich die ganze Gruppe Geschichte ;) ).


    Ich mag die 3er-Version von Shadowrun eigentlich sehr, allerdings sehe ich das Problem auch so.


    Ein aufgerüsteter Troll (der eventuell sogar noch ihm passende Panzerung trägt) ist mit normalen Faustfeuerwaffen fast nicht mehr zu verletzen, was mich immer sehr stört.
    Und alle Waffen die ihn noch verletzen können sind, wie Du schon sagts, dann auch direkt overkill und zerschnetzeln sowieso alles...



    Quote


    Wobei man fairerweise Sagen muss, dass ich meine Pläne SR mal mit RM zu spielen zu den Akten gelegt habe, nachdem ich sorgsam die Feuerwaffen-Tabellen im Weapons Law: Firearms studiert hatte. Den Schaden steckt keiner mehr weg. ;)


    Ich habe mal probeweise mit den firearms-regeln gespielt.
    Gefällt mir eigentlich sehr gut. :D


    Das Problem ist, daß ich den Rest des Systems (insbesondere die Fertigkeiten) nicht sauber umgesetzt bekomme.
    :(



    @ 13 Mann
    Wie sieht es eigentlich mit den Fertigkeiten etc. im kommenden Charakterhandbuch aus, sind die auf Fantasy beschränkt oder sind sie universell einsetzbar, also z.B. auch für Science Fiction?




    Und wenn man von Fantasy weggeht dann habe ich Cyberpunk als immens tödlich in Erninnerung...


    Ja, allerdings finde ich die Fertigkeitsregeln vorsichtig gesagt suboptimal :)



    Man muß IMHO auch unterscheiden ob man in einer Fantasywelt spielt oder in einem Cyberpunksetting.


    Hand- und Faustfeuerwaffen sind nun einmal eine viel größere Bedrohung als die Waffen in einer mittelalterlichen Welt!


    Selbst wenn man in einer Fantasykampagne größeren Wert auf Realismus und "harte und dreckige" (bzw. tödliche :rolleyes: ) Kämpfe legt, abgesehen von Glückstreffern (die bei Rolemaster wie schon öfter geschrieben vorkommen :D ) muß ein Gegner über ein gewisses Können mit seiner Waffe verfügen um einen zu verletzen.
    Das gilt nur bedingt für moderne Schusswaffen.
    Gerade Pistolen kann jeder Depp in ihrer eigentlichen Kampfentfernung (die anders als in Filmen eher maximal 5 als 100 Meter ist :rolleyes: ) realtiv effektiv einsetzen ohne damit jemals trainiert zu haben.
    Außerdem ist eine Bedrohung durch Waffen leichter zu erkennen, einen Langbogen oder eine Streitaxt kann man sich schlecht in den Hosenbund stecken, einen Revolver schon...



    Ich finde z.B. die Regeln im alten "Weapons Law: Firearms" fügen sich recht gut ins System ein.
    Schwerter etc. werden an sich nicht ungefährlicher (ein Treffer mit einem Schwert ist je nachdem wohin man ihn bekommt sogar gefährlicher als eine Schusswunde von einer Pistole).
    Aber die höhere Reichweite, die einfachere Bedienung und die Möglichkeit ein Gebiet "mit Feuer zu bedecken" machen Schwerter und ähnliche Waffen relativ nutzlos...


    Es wurde eigentlich schon gesagt: Rolemaster ist unberechenbarer!


    Ich würde das nicht nur auf das Zufallselement beschränken, sondern eher auf die Folgen aus den nicht berechenbaren Ereignissen hinweisen.


    Auch in anderen Systemen muß ich damit rechnen z.B. einen Patzer zu würfeln.
    Die Wahrscheinlichkeit ist vergleichbar (z.B. 1 oder 20 bei einem W20 und ein Patzerbereich von 1-5 bei Rolemaster...) , allerdings würde ich mir in anderen Systemen bei einem Bogenpatzer nicht das Ohr abtrennen :D

  • Immer, wenn mich jemand fragt, wie die Kämpfe bei Rolemaster laufen, erkläre ich ihm, dass hier ein fünfjähriges Mädchen mit einem Kieselstein Sauron töten kann - zumindest theoretisch! :D


    Und genau dieses unberechenbare Element finde ich großartig! Ob RM deswegen tödlicher ist...keine Ahnung. Aber der Tod kommt plötzlicher! :evil:

  • Und genau dieses unberechenbare Element finde ich großartig! Ob RM deswegen tödlicher ist...keine Ahnung. Aber der Tod kommt plötzlicher! :evil:


    Der Tod kommt plötzlicher und er kann überall eintreten. Mein Charakter hätte sich fast beim Erklettern von einem 2m hohen Vorsprung zu Tode gebracht. Und gerade im Kampf finde ich das wunderbar. Ein echter Treffer und schon zittert jeder Spieler beim Auswürfeln des Krits. Da kommt doch richtiges Feeling auf. Der Angstschweiß fließt in Strömen, als der SL lächelnd aufblickt und man nicht weiß, ob es freundlich oder schadenfroh ist.
    Ein Kampf wo man abzählen kann, wie viele Gegner man noch schafft, wäre einfach nur öde. Außerdem versucht man so, dem Kampf aus dem Weg zu gehen.


    Man kann das System natürlich auch austricksen.
    Der Kriegermönch kann durch Spezialverteidigung einen extrem mächtigen DB erreichen, welcher durch OB-Abzüge noch verstärkt werden kann.
    Mein Barbar aus dem alten System ging genauso vor. Den DB möglichst hoch, OB auf den DB ziehen und schon kann man eine ganze Horde von Gegnern aufhalten, während von hinten die Magier und Bogenschützen ihren Spass haben. Optimal ist dies natürlich an einer Engstelle umzusetzen.
    Auch die anderen Berufe können durch OB-Verlagerung eine enorme DB-Stärke erreichen und somit im Kampf um einiges sicherer sein.


    Gegen mehrere offene Würfe (>95) hilft das auch nicht viel, ein Restrisiko bleibt also immer.


    Wer sich klug anstellt, kann auch in RM einen relativ gefahrarmen Kampf bestreiten, die Gefahrlosigkeit kann aber nie erreicht werden.

  • OB = DB geht natürlich immer nur gegen einen Gegner - sobald mal es mal mit 2-3 zu tun hat bekommt man bei RM schon zügig richtige Probleme, das ist sicherlich auch ein aspekt den man berücksichtigen sollte- bei einem reinen Trefferpunktesystem kann man sich ja recht unbedacht in Gegnerhorden stürzen wenn man genügend Trefferpunkte und eine richtige Rüstung hat bei RM hilft das natürlich auch zimlich aber eine gute Idee ist es trotzdem nicht.