Erlernen von Zaubern

  • Jetzt mal im Ernst, wie kann man einer Spruchliste einen messbaren Geldwert zuordnen, wenn das drumherum existierende Weltwirtschaftssystem fehlt? Auch Spruchlisten haben ihren Preis, aber ob der sich aus Angebot und Nachfrage berechnet ist mir schleierhaft. Da patzt RoleMaster schon seit Bestehen mit den absolut sinnlosen Preistabellen rum, die mit nichts korreliert zu sein scheinen als der Überlegung, dass "besser = teurer" ist, ohne auf sonstige Einflüsse einer Welt Rücksicht zu nehmen.
    Klar, wenn ich eine Welt möchte, in der sich nur die Reichen einen Zugang zu Elite-Schulen (=Magierakademien) leisten können, dann haben wir eben materiell eingestellte Magierschulen mit Semesterbeitrag und Prüfungsgebühren für den Schockstrahl-Grundkurs - aber gleich generell festlegen zu wollen, dass das mystische Wissen der arkanen Künste ein 08/15-Handelsgut ist, dass man im Magiershop seines Vertrauens kaufen kann, funktioniert doch eigentlich nur in Computerrollenspielen. Gibt es dann auch Händler, die in Stadt A Listen kaufen, um sie drei Dörfer weiter teurer zu verkaufen? Als Alterssicherheit auf die Bank legen?
    Da brauche ich keine Goldstückangaben, da brauche ich ein Konzept, wie der Erwerb von magischem Wissen auf meiner Welt geregelt ist. Und alles weitere sollte sich dann an diesem Konzept orientieren. Und ob Geld da eine Rolle spielt, gehört zum Konzept der Magie und nicht zum Regelwerk.

  • Ich seh schon, ich bin bei der Erschaffung einer konsistenten Welt noch ganz am Anfang und muss mir noch sehr viel überlegen...
    Ehrlich gesagt dachte ich schon, dass die Preise bei Rolemaster irgendwo Sinn machen. Ich hab sie mir aber noch nicht genau angeschaut.
    Aber ich seh schon, dass man sowas wie das Lernen von Magie total auf die Welt zuschneidern muss. Dafür kann es dann auch keine Richtwerte geben. Wahrscheinlich hab ich nur gehofft, mir diese Arbeit zu ersparen. War wohl nix =(
    Ich will aber natürlich keine Welt wo Spruchrollen zwischen Rüben und Schindeln am Markt verkauft werden. Dennoch finde ich, das ein Wert für Sprüche definiert werden kannn oder zumindest sollte. Gerade wenn man nicht will, dass Magier automatisch alle Sprüche können...

  • @ Erafal: Das Problem, das Du beschreibst liegt in der Idee von Rolemaster. Rolemaster ist aus Teilsystemem zusammengesetzt Waffenbuch, Magiebuch, Regelbuch um diese auch in andere Regelkonzepte D&D, DSA etc. zu übernehmen. Also ist nie eine zugehörige Welt geschaffen worden, ja ich weiß die Shadow World, aber mal ehrlich selbst die hierfür erschienenen Bücher sind stellenweise in sich nicht schlüssig und man verteilt seine Arbeit auf viele, voneinander unabhängige Kontinente als lieber einen richtig auszuarbeiten! Natürlich muss jede Preisliste und übrigens auch Kosten für die mag. Gegenstände, Tränke, Gifte, Alchemie etc. angepaßt werden. Aber das, denke ich, versteht sich von selber!
    Es gibt im übrigen keine Semestergebühren oder Elitegilden ;) .


    woti79 : Das mit dem Gold ist bei Rolemaster so eine Sache. 150 Goldstücke erscheint sehr viel, bedenkt man aber den Wert von magischen Kräutern (bis 1200 Goldstücke) oder mag. Gegenstände (bis XXXXXX Tausend Goldstücke) so verliert diese Zahl schnell ihren Wert. In Abenteuern ein +15 nicht magisches Schwert zu finden ist eigentlich auf höheren Stufen nicht so ungewöhnlich und ist im übrigen sogar in die Tabellen NPC's mit eingearbeitet (oder siehe auch Hintergrundoptionen oder Ausbildungspakete!). Man muß sich bei RM von dem Gedanken freimachen wie bei DSA einen Charakter zu spielen der, wenn er Glück hat mal in seinem Leben ein, zwei mag. Gegenstände zu finden, sondern gehört zum alltäglichen Leben eines Abenteurers. (Wohlgemerkt nicht der Bevölkerung) Ein Schwert wie oben beschrieben hat einen Wert von ungefähr 180 Goldstücken, Verkaufswert ca. 50% wenn man etwas feilschen kann. Also z. B. so ein Schwert bei einer Gilde gegen eine Spruchliste einzutauschen ist also nicht so schwer.


    Generell muß natürlich jeder selbst nach seiner Fasson glücklich werden. Aber eines noch zu den Gilden. Die Gilden müssen auch von irgendetwas Leben, wovon, wenn nicht vom Handel oder von mag. Dienstleistungen. (Magiergilde)
    Die Ausbildung ist im übrigen keineswegs den Reichen überlassen, da wir hier nicht von Gildenangehörigen sprechen, sondern von Käufern, die Gildenfremd sind und ja ich habe bei der Preisermittlung den Umstand mit einfliessen lassen, dass ein Magier nur ungern sein Basiswissen weitergibt. Bei Aufstieg in der Gilde bekommt man Rechte und diese Rechte erlauben ab einem gewissen grad die Benutzung der Gildeneigenen Bibliothek und der Bibliotheka Arcana. Das eine solche Bibliothek ein unschätzbarer Wert ist, versteht sich von selber. Was ist z. B. mit der Bibliothek von Alexandria gewesen? War die nicht Weltberühmt?
    Nun ich denke schon, dass Preislisten einen Sinn machen, ob angepaßt oder nicht. Nur sollte es wirklich umfassende Preislisten geben, damit nicht jeder immer seinen eigenen Kram macht. Was verdient ein Schreiner im Jahr, Was ein Schmied, wie gut muß er sein um +15 Schwerter zu machen und ist der Preis eines +15 Schwertes dann realistisch zu dem Verdienst? Solche Sachen meintest Du wohl mit Wirtschaftssystem, deswegen auch eine Handelsgilde. Es ist z. B. auch unlogisch nach den Kauf- und Verkaufsregeln von Rolemaster vorzugehen. Habe ich einen hohen Wert in Feilschen kann ich fast immer für unter 100% einkaufen und gehe dann nach Dorf B :D und verkaufe das Ding, egal was einfach für über 100%. Dieses System würde wohl nicht lange funktionieren oder? Aber wie schon gesagt, jeder muss sehen ob die Vorschläge zu seiner Welt passen oder nicht, wenn ja schön, wenn nein, so kann man ja auch nur einen Teil übernehmen und den Rest als blablabla des Autors abtun.

    Jeder Mensch macht Fehler. Das Kunststück liegt darin, sie dann zu machen, wenn keiner zuschaut.

  • Hört sich gut an, aber ich würd die Sachen noch einmal überdenken, grad die Preise für die Listen 1-5 sind imho zu hoch. Überleg dir mal, wieviel dann die Ausbildung zum Magier wert ist. Das sind ja mehrere Berufslisten und dann auch noch ein paar weitere. Wenn der Magier jetzt von Anfang an 5 Listen hat, dann wären das ja 1250Gold und 1 Gold soll ja circa 10.000â?¬ wert sein, also kostet allein das vermittelte Wissen 12.500.000â?¬!!! Puh, das ist mal einiges, was eine Lehrstelle kostet. Kein Wunder dass Magier so selten sind. Aber Magier sind ja nicht die einzigen, Teilmagiekundige betrifft das ja auch. Mönche oder Barden müssten dann sehr reiche Leute sein.

    Wer will denn auch den Abschaum aus der Gosse in seiner Magier Gilde haben?

  • Habe ich einen hohen Wert in Feilschen kann ich fast immer für unter 100% einkaufen und gehe dann nach Dorf B und verkaufe das Ding, egal was einfach für über 100%. Dieses System würde wohl nicht lange funktionieren oder? Aber wie schon gesagt, jeder muss sehen ob die Vorschläge zu seiner Welt passen oder nicht, wenn ja schön, wenn nein, so kann man ja auch nur einen Teil übernehmen und den Rest als blablabla des Autors abtun.


    Nun so leben Händler doch nunmal, aber man braucht da schon einiges an Grundkapital um den großen Reibach zu machen und ungefährlich ist das in den meisten Gegenden auchnicht (wenn doch ist der Profit halt wieder schlechter....)