[Spielethread] - Die Chronik des Sippenstreits

  • Nachdem Nurgon es sich soweit es geht auf seinem zugewiesenen Platz gemütlich gemacht hat betrachtet er alle eingehend mit einem Lächeln. Dann hält er auf einmal inne und überprüft besorgt und sich den Kopf kratzend seine Ausrüstung auf Vollständigkeit. Er scheint sichtlich unbeeindruckt von Torgashs Worten oder sie gar nicht vernommen zu haben, stattdessen murmelt er leise vor sich hin... es erinnert leicht an eine Melodie.

  • Nachdem er die Leinen gelöst hat, stößt Torgash das Boot vom Steg ab und gibt leise Anweisungen, wie die Passagiere am besten und effektivsten rudern sollen, damit das Gefährt rasch vom Fleck kommt. Schon nach wenigen Paddelschlägen hat sich eine gewisse Routine eingespielt, jeder achtet auf seinen Vordermann(frau) und passt seine Bewegung entsprechend an.
    Von den Verfolgern ist weder etwas zu hören noch zu sehen und schon nach wenigen Minuten erreicht das Boot den Inneren Weiher von Pelargir, in dessen Mitte sich die Insel mit dem Barad Aerhir befindet. Die Gruppe umfährt den Turm in weitem Bogen, entlang des gegenüberliegenden Ufers, das größtenteil menschenleer in der Dunkelheit liegt.
    Schließlich gelangt die Gruppe zum Hauptkanal. Torgash deutet seinen Passagieren aufgeregt an, das Rudern einzustellen. Vor ihnen erscheint in der regenverhangenen Dunkelheit die mächtige Falphaern-Zugbrücke, die sich mit Hilfe komplizierter Mechanik bei großen Schiffen nach oben schwenken läßt. Gleichtzeitig kann man sie in kürzester Zeit zu einem effektiven Schutz vor Hochwasser adaptieren. Sie erstrahlt im Licht mehrerer Strassenlaternen und man kann verdrießlich herumstapfende Wachen erkennen. Torgash flüstert zu der Gruppe: "Ich habe es befürchtet. Trotz dieses Sauwetters nehmen die Soldaten ihre Aufgabe ernst und patroullieren. Ich weiß nicht, ob wir so einfach an der Brücke vorbeikommen, und auf eine Anhaltung möchte ich es nicht ankommen lassen. Verdammt Parmandil, es tut mir leid."
    Der Alte blickt auf die Brücke und dann auf das Ufer. "Das ist nun auch kein großes Problem mehr. Wir sind nicht mehr weit entfernt. Bring uns zum Steinpier und laß uns dort raus. Den Rest gehen wir zu Fuß."
    Und zu Thalen gewandt fragt er: "Wir müssen noch etwa fünfhundert Meter gehen, bis wir zu dem Abwasserkanal gelangen, können Eure Männer einer solch großen Gruppe im offenen Gelände Schutz bieten? Habt Ihr für eine solche Situation einen Plan?"

  • "Um weniger Aufsehen zu erregen macht es eventuell Sinn in mehreren kleineren Gruppen zum Kanal vorzustoßen. Die Gruppen lassen sich zwar schwerer schützen; allerdings ist dies vielleicht auch gar nicht notwendig", wendet Sartharion noch ein, nach kurzer Pause ergänzt er, "Übrigens halte ich es für sinnvoll, wenn ihr ab jetzt nicht mehr unsere Titel oder Namen verwendet; zumindestens bei lauteren Äußerungen. Nach dem Überfall auf das Haus bin ich mir zwar nicht mehr sicher ob es etwas bringt, dennoch besteht die Möglichkeit, das wir noch nicht identifiziert wurden."

  • Zorn nickt kurz zu Sartharion: "Wie ihr wollt werter Herr. Ein paar können sicher gut Schleichen. Der Rest der Gruppe sollte zusammen bleiben. Um deren Schutz werden wir uns dann kümmern, es sei denn Thalen fällt was besseres ein oder Herr Parmandil hat Einwände!"

  • Thalen schaut in die Dunkelheit und versucht, sich ein Bild von der Situation und der Gegend zu machen. Dann wendet er sich an Sartharion. "Ihr habt recht. Mit der gesamten Gruppe fallen wir zu viel auf. Ich habe einen Plan, allerdings müsst dafür auch Ihr und eure Leute einen Part spielen."


    "Wir sollten die wichtigen Wege, die zwischen uns und dem Eingang liegen, in Zweiergruppen absichern. Dann können Parmandil und seine Nichte mit denjenigen, die nicht kämpfen können, folgen. Wenn wir mit diesen Zweiergruppen immer die vor uns liegenden Abzweigungen absichern und eine Nachhut haben, dann sollten wir sicher und unauffällig ankommen."

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • "Das klingt nach einem guten Vorschlag," erwidert Sartharion und nickt zustimmend, "Die Gruppen sollten allerdings möglichst unauffällig vorgehen und jegliches Aufsehen vermeiden. Auf einen offenen Kampf dürfen wir uns nicht einlassen. Selbst solch relativ leichte Verwundungen wie diese hier, können uns so stark schwächen, dass wir später handlungsunfähig sind. Ich habe aber die Hoffnung, dass wir hier zumindestens nicht erwartet werden, so dass noch nicht mit einem Hinterhalt zu rechnen ist."

  • "Wie möchtet Ihr die Gruppen Aufteilung haben?" fragt Anarion und leckt sich nervös über die Lippen.
    "Ich bin weder geschickt im Kampf noch hab ich viel Erfahrung in den heimlichen Künsten.Aber es ist dunkel und wenn wir nicht gerade direkt unter der NAse der Wachen durchlaufen, sollte es reichen."

  • Nachdenklich erwidert Sartharion, "Ich denke, dass es Sinn macht, wenn ihr mit Eurem Onkel Parmandil zusammenbleibt und Euch im Schutz der vorangegangenen Gruppen bewegt. Dabei könnt Ihr Euch ganz offen und normal bewegen - zumindestens diesem Wetter angepasst." Nach einer kurzen Pause fährt er an Thalen gewandt fort, "Ansonsten würde ich empfehlen, dass Aglar und Halion und Rumin und ich jeweils eine Gruppe bilden - direkt vor und hinter Anarion und Parmandil. Bei Euren Männer dürftet Ihr einen besseren Überblick darüber haben, welche Gruppierung Sinn macht. Allerdings halte ich es für sinnvoll, wenn Eure Männer die Spitze und die Nachhut unserer Gruppe übernehmen."

  • "Werte Herren ihr habt unseren Boss Thalen gehört! Ich bitte Diejenigen, die des Schleichens mächtig sind, hervorzutreten! Der Boss wird dann eine Aufteilung vornehmen, die für unsere Zwecke am besten geeignet scheint." kommandiert Zorn in die Runde. Anschließend wendet sich Zorn flüsternd an Thalen: "Boss wir sollten die Botschafter auch wenn sie fähig sind, immer mit einem von uns absichern. Falls wir in einen Hinterhalt geraten, will ich ungern das laufende Gold unbewacht lassen!" Mit einem kurzen Fingerzeig deutet er auf die Botschafter "Wenn ihr nichts dagegen habt, würde ich bei dem Alten bleiben. Ich glaube der Kerl braucht eine Sonderbewachung von mir, die auf euch Boss nur ein schlechtes Licht werfen würde. Wenn ich sie mache, kann er sich später bei euch beschweren." Mit einem Zwinkern in Richtung Thalen, erwartet er dessen Antwort.

  • Vorsichtig navigiert Torgash das Boot in nordöstlicher Richtung und legt schließlich an einer steinernen Treppe an, die von der Straßenebene – etwa zehn Meter über den heftig aber leise diskutierenden Köpfen der Bootsinsassen – direkt in das Wasser führt. Nachdem sichergestellt ist, dass kein unliebsamer Beobachter zugegen ist, hilft der Bootsführer den Passagieren beim Aussteigen. Er verabschiedet sich mit einer langen Umarmung von Parmandil, hebt zum Gruß seine Hand Richtung Gruppe und verschwindet lautlos mit seinem Boot in der regenverhangenen Dunkelheit des Inneren Weihers.


    Vorsichtig macht sich die Gruppe bereit, die Treppe zur Strasse hinauf zu nehmen. Parmandil ist von den Vorschlägen der Männer restlos begeistert. Endlich mal leise und flüsternd erklärt er den weiteren Weg zu dem Abwassertunnel. Dieser befindet sich etwa vierhundert Meter hinter der Falphaern-Zugbrücke, auf ihrer derzeitigen Uferseite, direkt unter den mächtigen Trutztürmen der Stadtmauer. Ein unscheinbarer Wartungsweg führt direkt von angrenzenden Bootstegen in das Kanalsystem. Für das Schloss des Eingangsgitters besitzt Parmandil den passenden Schlüssel. Der Alte erklärt sehr genau den Weg bis zu dem Kanaleingang, wo man sich wiedertreffen will.


    Wie von Thalen vorgeschlagen bewegen sich die einzelnen Gruppen relativ sicher und ihrer Meinung nach unbeobachtet durch die düsteren Strassen der Stadt. Kaum jemand ist bei diesem Regenwetter auf der Strasse anzutreffen.
    Die Wachen beschränken anscheinend ihr Aufgabengebiet auf die Brücke und deren nächstes Umfeld.
    Die gesamte Aktion dauert etwa eine halbe Stunde, da man sich einig ist, so heimlich wie möglich vorzugehen. Schließlich sind alle vollzählig am Kanaleingang angelangt. Die mächtigen Mauern der Wachtürme scheinen unbesetzt zu sein. Man gelangt relativ einfach an den vom Alten beschriebenen Ort. Parmandil öffnet das Gatter, lässt die Gruppe ein und schließt dahinter wieder zu.


    Durchnässt und zitternd stehen die Helden in der Dunkelheit und hören in die Stille des Gangsystems. Hinter einer nahen Biegung entzündet man Fackeln und macht sich auf den Weg. Parmandil fragt die Gruppe, wie man am besten weitergehen solle. Er möchte erst einige Meter hinter sich lassen, bevor man die Karten studiere.


    @ alle:

    Quote

    Ach ja, die Pelargir-Karte habe ich mit allen neuen Infos upgedatet und gerade on gestellt: Link zum Karten-Post ^^
    Solche "gängigen" Proben, wie etwa Schleichen/Verbergen in dieser Situation, werde ich aber nicht veröffentlichen, denn das ist dann glaube ich doch etwas zuviel des Guten. Die Kampfstatistik habe ich bereits fertig, aber leider auf meinem Laptop gespeichert.
    Und danke für eure Geduld, mein doofer Laptop ist nach wie vor nicht zum Gebrauchen ;(

  • "Lasst uns wirklich noch ein wenig weiter gehen. Je weiter wir von dem Eingang entfernt sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass wir gehört oder der Lichtschein bemerkt wird." Stimmt Sartharion zu und schleicht weiter vorwärts, bis er auf eine begehbare Abzweigung stößt.

  • Anarion murmelt irgendwas unverständliches vor sich hin. Sie scheint sich über irgendwas zu ärgern. Dann folgt sie vorsichtig Sartharion und versucht dabei möglichst nicht zu fallen oder in die richtig ekeligen Dinge zu treten.

  • Thalen nickt zufrieden. "Das war gute Arbeit, von allen von euch." Er wendet sich an den Wundheiler. "Vielleicht ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, nach meinen Wunden zu schauen. Ich fürchte, eine Rippe ist angebrochen."

    Ignorance is not a crime, it's just a shame.


    Warren Sapp, former DT, Tampa Bay Buccaneers

  • Der Abwasserkanal ist entsprechend den Informationen von Parmandil und Dahna ein Hauptverbindungsgang, der quer unter der Altstadt verläuft. Es gibt insgesamt vier davon, die sich jeweils zweimal kreuzen. Der Tunnel ist etwa drei Meter breit. An Rande befindet sich ein schmaler Gehweg aus Stein, der mittlerweile von dem rasch dahinfließenden Regenwasser gut zwanzig Zentimeter überschwemmt ist. Dies bedeutet, das die Helden durch fast kniehohes Abwasser waten müssen. Das Schicksal ist gnädig, denn das flackernde Licht der Fackeln zeigt nicht, durch welchen Unrat sich die Gruppe hindurch arbeitet.
    Der Gang führt etwa dreißig Meter in östliche Richtung und endet in einem kleinen Raum, dessen Wände von klebrigen Schimmelpilzen überzogen sind.
    Am entgegenliegenden Ende des kreisförmigen, etwa zehn Meter im Durchmesser messenden Raumes geht der Hauptgang weiter. Drei weitere, wesentlich kleinere Tunnel münden ebenfalls in dem Raum.
    Parmandil wartet, bis alle vollzählig anwesend sind, und beginnt schließlich flüsternd: "Dies ist der erste Raum des Entlastungsgerinnes. Das Schicksal beschützt uns trotz der widrigen Wetterverhältnisse, denn noch sind die wichtigsten Gänge begehbar. Ich hoffe es zumindest. Wir müssen diesen kleinen Kanal nehmen, denn er führt uns direkt in den inneren Bereich des Abwassersystems. Leider ist er überaus schmal. Glaubt mir, er wird noch um einiges schmäler. Und er ist bei meinem letzten Besuch zum Teil verschüttet gewesen. Man sagte mir aber, dies sei längst behoben worden."
    Der Alte deutet auf die zweite Öffnung, links neben dem Eingang, durch dem die Gruppe soeben gekommen ist.
    "Ich kenne den Weg bis zum ersten Raum, in dieser Richtung. Bis dorthin bin ich bereits einmal gekommen, weiter nicht. ab diesem Zeitpunkt müssen uns die Karten und Pläne zu Diensten sein. Wie schätzt ihr die lage ein? Sollen wir weiter gehen? Braucht jemand eine Rast?"

  • "Ich denke nicht, dass wir uns hier lange aufhalten sollten." meint Anarion, obwohl sie ein wenig erschöpft wirkt.
    "Wir wissen nicht, ob uns jemand gefolgt ist. Wenn wir weiter in die Kanalisation vorstoßen verlieren sie eher unsere Spur."