[Spielethread] - Die Chronik des Sippenstreits

  • @ Gruppe bei Parmandil:

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    Erleichtert nimmt Parmandil Thalens freundliches Angebot an.
    Mit viel Mühe und noch mehr Morast an der Kleidung schafft es die Gruppe, den Saal zu durchqueren und am Durchgang erschöpft zu halten.
    In einigen dutzend Metern Entfernung kann man in der Dunkelheit Zorn und Bron erkennen.
    Mit Ausnahme des gleichmäßigen, mechanischen Dröhnens, das mittlerweile aus allen Richtungen ertönt und die frische Meeresbrise, die den Helden in Gesicht weht, ist nichts außergewöhnliches zu berichten.

  • @Bron

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    "Na Toll Achtfinger, durch euch sind alle Gegner verschwunden!" scherzt Zorn erleichtert "Lass uns die anderen holen. Thalen bekommt bestimmt schon Kopfschmerzen vom nörgelnden Alten." Zorn leuchtet den Weg zurück und fängt an zu lachen "Der Alte Parmandil muss sich doch wohl für die Arbeit dreckig machen." dabei tritt er den Schlamm in die Luft.

  • Zorn kommt mit der Fackel, der anderen Gruppe entgegen und ruft "Kommt ihr? Bis zu mir ist alles frei!" Zorn wedelt mit der Fackel "Im letzten Raum nach dem Gang führt eine Treppe wohl nach unten. Dort scheint es auch wieder Licht zu geben!"

  • "Das stimmt, Anarion, das Licht kann neue Gefahr bedeuten. Aber ich denke dieser möglichen Gefahr müssen wir ins Auge sehen und sollten weitergehen. Kommt!" Mit diesen Worten, die letzten an die ganze Gruppe bei Parmandil gerichtet, setzt Halion den Weg bis zur besagten Treppe fort.

  • Mühsam kämpft sich die Gruppe durch den Morast in Richtung des langsam heller werdenden Scheins.
    Bron und Zorn warten auf die Nachzügler am Ende des schmalen Ganges, Thalen setzt den Alten im Gang ab und nähert sich kriechend seinen Kumpels, gefolgt von Ecthelion und Aglar.
    Parmandil flüstert leise, das dies nun die unterste, zentrale Halle sei, in der sich der Weiher befindet. Dies sei ihr Ziel. Der Alte kann nur schwer seine Aufregung und Ungeduld verbergen, und es ist wahrlich nicht einfach, ihn noch zurück zu halten, damit die Profis die Lage einschätzen können.
    Um ja keine unnötiges Aufsehen zu erregen, liegen und kriechen so ziemlich alle Abenteurer am Boden, um jede erdenkliche Deckung auszunutzen. Vorsichtig spähen die Blutwölfe schließlich über den nach unten in die mächtige Halle führenden Treppenabsatz.
    Was sie sehen ist doch recht seltsam.
    Die Halle ist sehr groß, sie mißt etwa fünfzig Meter im Durchmesser. Insgesamt führen vier Gänge in die Halle. Treppen führen jeweils dreißig Stufen bis zur ebenen Erde hinab. In der Mitte befindet sich ein kreisrundes, schwarzes Loch, das den halben Saal in Anspruch nimmt. Einige Meter vor dem Loch steht ein einsamer mit Büchern und Schriftrollen überhäufter Tisch, an dem - mit dem Rücken zu den Helden gewandt - ein mit einer einfachen Robe bekleideter Mann sitzt und liest. Die Halle selbst oder besser gesagt, deren Wände, erstrahlen in einem intensiven, diffusen Licht. Das Dröhnen und Pochen ertönt aus der Richtung des Loches und ist nun sehr laut. Kalter Wind bläst kräftig aus der Richtung des Loches den Helden entgegen. Sonst befindet sich niemand im Saal.

  • "Parmandil, habt Ihr eine Ahnung wer das da unten sein könnte?" fragt Halion den alten Mann flüsternd.


    @Spielleiter:

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    Halion wirkt, bevor sich die Gruppe als nächstes wieder in Bewegung setzt, einen Schatten-Zauber, um es beim Schleichen etwas leichter zu haben.

  • Anarion nähert sich vorsichtig Parmandil.
    "Ist das dein Kollege, Onkel?" flüstert sie dann.


    @SL

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    Anarion wirkt einen Präsenz-Zauber.
    Kostet keine Magiepunkte und zeigt an, wieviele bewusste Wesen sich im Radius von 6m befinden.

  • "Noch son kranker Robenträger?" Zorn ist gespannt auf Parmandils Erklärungen, die er größtenteils aber nicht mal Annährend versteht. "Es ist anscheind ja nur einer, mit dem werden wir ja locker fertig, stimmts Achtfinger!" Zorn klopft dabei Bron leicht auf die Schulter

  • "Hm, 'erwartet' wäre nicht das Wort, welches ich gewählt hätte" entgegnet Halion leise auf Thalens Aussage hin. "Aber ich würde vermuten, daß der Mann in der Robe dort unten für all die düsteren Phänomene, die wir zuletzt erlebt haben, verantwortlich ist. Und ich denke er rechnet damit, daß früher oder später jemand erscheint. Aber er weiß hoffentlich nicht um den genauen Zeitpunkt, so daß wir ihn vielleicht noch überraschen können." Nach einer kurzen Pause flüstert er Parmandil zu: "Nun sprecht, Parmandil, was hat es mit dem Mann dort unten auf sich? Und könnt Ihr erkennen, ob er irgendwelche magischen Vorkehrungen gegen Eindringlinge wie uns getroffen hat?"

  • Vorsichtig müht sich Parmandil an den Rand der Deckung und späht mühsam in den Saal hinunter. Er blinzelt, murmelt etwas und schließlich entkommt ihm ein erschrockenes, fast entsetztes Krächzen. Er läßt sich nach rückwärts auf seinen Rücken fallen und starrt mit großen, verwirrten Augen an die Decke des riesigen Saals. Leicht zittert er. Besorgt robbt Dahna näher, um nach dem Alten zu sehen.
    Die Abenteuer wollen ihn gerade mürrisch ermahnen, sich doch zusammen zu reißen, als auf der gegenüberliegenden Treppe ein alter Mann schlurfenden Schritts erscheint. Bepackt mit einer enormen Menge an Büchern und Schriften stolpert er mehr, als er geht treppabwärts in Richtung des Tisches. Dort angekommen legt er wortlos seine Last ab und wendet sich wieder um, in die Richtung, aus der er gekommen ist.
    Der Sitzende blickt kurz auf die abgelieferten Bücher und erhebt sich schließlich, um diese zu begutachten. Er trägt das zerschlissene und fleckenübersähte Gewandt der hiesigen Gelehrten. Er scheint sehr dünn und fahrig zu sein, ein dichter, schwarzer Bart bedeckt sein Gesicht. Sein Alter kann man nicht so einfach schätzen, doch er scheint noch nicht sehr alt zu sein, vielleicht Mitte oder Ende Dreißig.


    @ Anarion:

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    Du spürst lediglich die Anwesenheit deiner Kameraden. Du kannst mit deinem Spruch lediglich einen recht kleinen Teil des Saals abdecken.

  • "Hm, wenn man diesen zweiten Mann überwältigen oder zur Mitarbeit überreden könnte, dann könnte man sich seine Robe anlegen und dadurch wohl problemlos zu dem unten sitzenden, lesenden Mann gelangen und versuchen diesen niederzuschlagen - sofern wir so etwas denn wollen..." murmelt Halion leise, wie zu sich selbst. Er blickt zu Parmandil und wartet darauf, daß der Alte hoffentlich bald wieder zu sich kommt.


    @Spielleiter:

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    Verstehe ich das richtig, daß der zuletzt erwähnte alte Gelehrte ein zweiter Mann ist, der aus unserem Stockwerk mit einigen Büchern nach unten gelaufen ist und nun wieder nach oben kommt?

  • "Leise, ihr beiden." mahnd Anarion. "Es wird einen guten Grund für den Zustand meines Onkels geben und der ist sicher nicht, dass dieser Mann harmlos ist."
    Trotz ihrer relativ festen Stimme, ist sie ziemlich blass und ihr Finger zittern leicht, als sie nach ihrem Onkel schaut.
    "Wenn ich etwas näher heran komme, kann ich vielleicht feststellen ob sich noch andere Leute hier befinden..."

  • "Ich stimme Dir zu, daß dieser Mann wohl kaum harmlos sein dürfte" sagt Halion leise zu Anarion, "weshalb ich auch kaum glauben kann, daß der 'Boss', wie Zorn ihn nennt, dort unten wirklich auf dem 'Präsentierteller' ist. Ich fürchte er könnte Vorkehrungen gegen einen einfachen Hinterhalt getroffen haben." Bei den letzten Worten dreht er sich zu Zorn hin um.


    Nach kurzer Pause meint er stirnrunzelnd zu Anarion: "Wie nah willst Du denn eigentlich noch ran, wir sind ja nur wenige Meter von dem Mann dort unten entfernt? Und wenn Du nur auf ganz kurze Distanz feststellen kannst, ob jemand in der Nähe ist, dann fürchte ich ist die Gefahr größer, daß Du bei dem Versuch jemanden zu finden selber entdeckt wirst."