UMFRAGE zur RPG-Spielverlaufsverbesserung (Was benutzt DU?)

  • Danke fürs Reinschauen!


    Gleich zum Punkt:


    Was für Material** nutzt Du und wie handhabst*** Du jene Spielsituationen Deines RPG*, die über die Sitautionsschilderung des SL hinausgehen?


    * Ist von RPG zu RPG natürlich anders. Wäre also schön zu wissen, für welches Spiel Du etwas verwendest. Es ist hierbei wirklich egal, was Du spielst. Man kann ja von jedem was lernen. :!:


    ** Benutzt Du bei Deinem Spiel nur "Pen and Paper" (abgesehen von Deinen Regelwerken) oder auch einen Computer? (Spielpläne, Hex-felder oder einfach nur "Schmierpapier" für Kämpfe oder besondere Situationen, etc.)


    ***Wenn Du also "Schmierpapier", Spielpläne usw. benutzten solltest, WIE HILFT das dem Spielfluss?



    Danke für Deine Tips!! :thumbsup:

  • In der Regel verwenden wir Schmierpapier zum Festhalten von Gesundheitszuständen, erst später relevanten Wurfergebnissen usw. Zur Visualisierung mancher (nicht aller) (Kampf-)Situationen kommen ein abwaschbarer Rechteckspielplan und wasserlösliche Folienstifte, sowie Miniaturen zum Einsatz.


    Bei Cthulhu werfe ich außerdem Fotos, Karten und z.T. zeitgenössische Lexika und Reiseführer unters Volk.


    Bei Star Wars habe ich zweimal PowerPoint-Präsentationen verwendet: einmal für ein Briefing und die Darstellung von Raumschiffplänen, das andere Mal zur Vorstellung der diversen NSCs in Jabbas Palast.


    Ansonsten habe ich schon mehrfach ausgedruckte Bodenpläne eingesetzt, die ich vorher soweit vergrößert hatte, dass man sie mit Miniaturen "bespielen" konnte.

  • Ich bin ein "Pen and Paper" Fanatiker wenn es um das Rollenspiel geht. KEIN PC-Schrott am Spieltisch, der lenkt in meinen Augen entweder ab oder ist eine "Taiwanesische Mauer" zwischen SL und Spielern. Das einzige elektronische was ich im Spiel verwende ist mein PDA/Smartphone um mir Notizen zu machen die ich NICHT verlieren und NICHT verlege. Sollte mir jemals ein bezahlbarer Tablet-Rechner >= 12Zoll in die Hände fallen, würde ich über seinen Einsatz nachdenken (flach, wie Papier, kann man drauf rummalen)

  • Unterschiedlich. Papier für Notizen/Zeichnungen ist selbstverständlich wie Würfel, Bleistifte, Gummibären und Rotwein :)


    Bei Traveller steht mein Macbook neben mir, der Fernseher (wir spielen am sehr großen Küchentisch, an dem ein LCD-TV steht) arbeitet dabei als Zweitmonitor, auf dem ab und an Deckpläne oder Impressionen zu sehen sind. Ausserdem nutze ich den Mac um die Spielerdaten unter Kontrolle zu halten. Für große Deckpläne haben wir eine Magnetwand, die wir ab und an nutzen. Mitunter nutz ich aber auch gar nichts davon, wenn es nicht gebraucht wird (so wie beim letzten Mal). Keine Musik (hat nicht funktioniert). Gerne aber auch abwaschbare Hexpläne (wird nach GURPS gespielt, bisher hat mich das neue Traveller nicht ganz überzeugt, GURPS Traveller hat einfach alles)


    Bei Cthulhu nutz ich viele Handouts, Bilder, Licht, Musik (gibt prima Gruselhintergrund-CDs) - das genügt im Allgemeinen ;-) WENIG Pläne, mehr Beschreibungen


    Bei d20 Urban Arcana nutze ich unseren Wohnort, sprich: die Dinge passieren an Orten, die die Spieler gut kennen, was zu einer mitunter unheimlichen "Nähe" führt :-) Sonst ist das Spiel eher fun, keine weiteren Hilfsmittel (ok, abwaschbare Pläne für Skizzen, aber das ist ja fast Standard.)


    Bei Fantasy (meist D&D) gibt's Musik, Skizzen und manchmal kopierte Pläne.

    – Christian, Traveller Produktmanager


    Momentan leite ich:
    Traveller - Stolperfalle
    Castles & Crusades - Wilderlands, tief in der Citystate of the Invincible Overlord
    Trail of Cthulhu - Arkham
    Rolemaster auf der Palladium Welt - Rise of the Runelords Kampagne


    Ganz fürchterlich auf Eis wegen Terminproblemen
    Trail of Cthulhu - Orient Express 1924 - kurz vor Schluss


    Momentan spiele ich mit in:
    Space 1889
    AD&D 2nd - Homegrown

  • Also ich spiele ja auch mehrere Sachen. Generell mag ich es, den Spielern Landkarten hinzulegen. Gebäudepläne sind auch sehr schön, die ich dann nach und nach aufdecke. Kleine Zettelchen sind auch manchmal im Gebrauch, z.B. wenn es um Sachen geht, die nur einem Char betreffen. Ich hab mal meine farbigen Würfel für ein Rätsel mißbraucht. Die Chars sollten bei dieser Aufgabe die Farben des Regenbogens legen. Nur schlecht, wenn nicht mal die Spieler wissen, wie diese Farben sind... :D

  • bei allen Systemen hat sich "Schmierpapier" bestens bewährt.
    Sei es für Location-Skizzen, Verwaltung von Kämpfen, Inventar-Listen oder Chara-Werten, das ist eigentlich immer verwendbar.


    Es kommt stark darauf an was für Leute am Tisch sind.
    ICh habe einen Spiler der fast kein räumliches Vorstellungsvermögen hat und der sich extrem schwer tut mit "links/rechts" "Ost/Süd/West/Nord", wie auch Entfernugsangaben.
    Da sind karten und Skizzen dann extrem hilfreich!


    Andererseits stören zu genaue Out-Game-Informationen auch - die Helden können nicht immer wissen wie genau die weitere Umgebung aussieht....


    Ein weiteres Gimmik verwenden wir für "geheime" Mitteilungen - auch wieder "Schmierzettel"
    Will ein Spieler eine Aktion machen, die die anderen nicht mitbekommen sollen oder dem Spielleiter etwas mitteilen, daß die anderen nicht direkt erkennen sollen (incl. situative Nachfragen), dann schreiben wir A6-Zettel.
    Umgekehrt mache ich das als SL auch so, um Spielern bestimmte Chara-Spezifische Dinge mitzuteilen.


    Was ich äußerst störend finde sind Schleppis. Da hat man nicht den Eindruck, daß der Spieler/SL nicht dabei ist, sondern sich in den Bildschirm vegräbt. Bei würfelbasierten RPG-Systemen ist ein "elektronisches Auswürfeln" für mich sehr, sehr zweifelhaft - auch das gibt es, aber ich kenne die Manipulationsmöglichkeiten...


    All das habe ich erlebt und kenne es aus anderen Spielrunden - extrem bei den Vampire-Spielern, die zu 5. oder 6. vor ihren Lappies hocken, teils vernetzt, und fast nur noch Tastenklappern... (mal überspitzt und ironisch gesagt)
    Ich würde höchsten die Chara-Verwaltung am PC zulassen, was aber zwischen den Spiele-Sitzungen dann auch wieder manipulierbarer ist als ein Blatt Papier.

  • Da wir die Travellerspielrunde immer noch traditionell am "Küchentisch" unseres Spielleiteres abhalten, ;) kommt erst einmal ein großes Stück schwarzen Baumwolltuches zum Einsatz, um den Tisch komplett abzudecken und sozusagen damit den "Sternenhimmel" zu simulieren.


    Da wir mittlerweile nach immerhin rund 7 Jahren Traveller-Kampagnenspiel mit einem (nach High Guard) selbst konstruierten, eigenen 2.000 t Exploration-Kreuzer operieren (angefangen haben wir natürlich auch mal mit einem Scoutschiff ;) ), wird dann standardmäßig der ausgedruckte Farb-Schiffsplan - zumindest des Brückendecks und eventuell eines der weiteren relevanten Decks - in die Mitte des Tisches gelegt. Für jeden Char (und die wichtigsten NPC´s der Schiffscrew) gibt es zudem eine (bemalte) 15mm-Figur, die natürlich auch auf den Plan gesetzt wird.


    Ansonsten hat man als Spieler vor sich einen Satz seines Traveller-Char-Bogens (mit Bild), der Ausrüstungsliste, Notizpapier und diverse D6-Würfel & seinen Würfelbecher liegen. Ganz wichtig ist zudem die von einem Spieler geführte zentrale Namensliste, in der alle neuen (relevanten) NPC-Bekanntschaften/Kontakte mit Namen, Ca.-Alter, Funktion und Standort (also z.B. Barkeeper des "Travellers Rest"/Pysadi , oder Miliz-Lieutenant XYX-Town/Rhylanor) und deren eventuellen Besonderheiten dokumentiert werden. Sie dient damit als wichtiges Nachschlagewerk und Erinnerungsposten. Bei Bedarf fungiert zudem ein Spieler als Kartograph relevanter Locations auf Karopapier, ganz wie zu den guten alten "Dungeon Crawl"-AD&D-Zeiten... :D


    Vom Spielleiter (der ansonsten noch ganz klassisch hinter einem GM-Masterscreen verborgen seine Aufzeichnungen hat) ;) werden ansonsten situationsbedingt alle möglichen Handouts zur Verfügung gestellt, die zur Visualisierung des Abenteueres oder spezieller Situationen nötig sind (z.B. Briefe/Texte, (Stern-)Karten, etc.), die z.T. mit dem Progammen Heaven & Earth (siehe Link hier im Forum an anderer Stelle), Kopien aus passenden Büchern/Vorlagen oder ansonsten von ihm mit einem Textverarbeitungsprogramm erstellt und ausgedruckt wurden.


    Eine Besonderheit ergibt sich bei wichtigen plot-relevanten Gefechten, denn dann wechseln wir während des Rollenspiels in den Computerraum unseres Masters, wo wir mit dem Programm "The War Engine" (siehe auch dazu den entsprechenden Link an anderer Stelle hier im Forum) die Gefechte im "Hot Seat"-Modus durchführen.


    Raumgefechte spielen wir derzeit noch mit dem alten (leicht vom GM erweiterten) Traveller-GDW-Brettspiel "Mayday" auf Hexkarten, improvisierte Personengefechte mit GDW´s "Snapshot" bzw. GDW´s "Azhanti High Lightning" auf 15mm-Plänen (auf selbst erstellten oder den Standardvordrucken), Fahrzeuggefechte schließlich mit dem Brettspiel "Hammer´s Slammers" (Mayfair Games). Alle vier Spiele sind übrigens gelegentlich als Schnäppchen nochmal auf Cons oder bei EBay zu erhalten, siehe dazu abschließend folgende Coverbilder:


    [Blocked Image: http://images.boardgamegeek.com/images/pic27190_md.jpg] [Blocked Image: http://images.boardgamegeek.com/images/pic216885_md.jpg]


    [Blocked Image: http://images.boardgamegeek.com/images/pic224759_md.jpg]


    [Blocked Image: http://images.boardgamegeek.com/images/pic179342.jpg] [Blocked Image: http://images.boardgamegeek.com/images/pic219399_md.jpg]


    "Das Universum ist voller großer und kleiner Wunder! Wir müssen uns nur offenes Auge aufmachen, Sie auch entdecken zu wollen!"

    (Zitat von Colonel Marcel Léfevre zu Beginn einer Forschungsexpedition an die Grenzen der Spinwärts Marken auf den Spuren der Ancients)

    The post was edited 1 time, last by Colonel Lefevre ().

  • Salü,




    für meine Runden verwende ich als SL das gute alte Papier! Sei es für
    Notizen, Deckpläne oder sonstiges. Ich habe es einmal mit einem Laptop
    probiert... Hat nicht funktioniert -.- Das ganze scrollen und klicken
    hat mich doch zu sehr abgelenkt, da ging es schneller mit einem Blick
    aufs ausgedruckte/selbstgeschriebene Papier. Da bin ich doch eher der
    Papier-Hartliner ^^




    Ich improvisiere viel und da zeichne ich die Deckpläne (falls von den
    SC gewünscht) auf ein 'Schmierblatt' wo die SC sich dran 'auslassen'
    können.




    Ansonsten schreibe ich meien Abenteuer samt daten für NSC und Schiffen
    etc. am PC. Drucke sie aus und hab dann son kleinen stapel vor mir
    liegen den ich dann so zu sagen ab arbeite ^^




    Ansonsten Musik, leise und dezent im Hintergrund. Je nach Situation
    und/oder Stimmung wird das Licht dementsprechend gedimmt bis hin zum
    Einsatz von Teelichtern.




    Grüße

  • Frohes neues Jahr!!! :thumbsup:


    Bei uns gibt es am Spieltisch neben Regelbüchern, natürlich auch Cola und Schokolade, oft auch Pizza. ;)


    Zudem Würfel und Bleistifte sowie Papier: ausgedruckte Bodenpläne für (fast) jedes Schiff, Charakterbögen und Fotos/Bilder (die ich mir in mühsamer Arbeit im gannzen Netz zusammengesucht habe...), meine Abenteuerideen auf viel zu vielen verschiedenen Notizblöcken (echt hinderlich im Spielfluss, aber meine Art zu schreiben...) und NSCs/Fahrzeugdaten aus den diversen Generatoren aller möglichen Traveller-Versionen (Sind schon welche für diese Version zu finden?) und Planetenlisten/Karten als Ausdruck. Handouts so viel ich zusammenbringe (oft eher eine Frage der Motivation...).


    Schmierpapier und Karteikarten sind unverzichtbar.


    Den Computer benutze ich fast ausschließlich für die Vorbereitung und zum Nachlesen zwischen den Spielabenden. Obwohl ein Traveller Mini Movie zur Einstimmung auf den Abend auch nicht schlecht ist... danach weiter auf Papier!