Spinwärts-Marken (Anmerkungen, Fehler etc.)

  • Inhalt:
    S. 2: Einleitung
    S. 13: Das Dritte Imperium
    S. 39: Spinwärts-Marken
    S. 56: Subsektoren der Spinwärts-Marken
    S. 123: Abenteuer in den Spinwärts-Marken
    S. 138: Index


    Ausführlich beschrieben werden die Welten Cronor, Plaven, Juwell, Lausig, Regina, Keng, Aramis, Junidy, Entrope, Prinx, Garda-Vilis, Arden, Dinom, Victoria, Rhylanor, Vanejen, Darrian, Doriannia, Gram, Mithril, Ianic, Spirelle, Nexine, Mora, Saxe, Mirriam, Bowman, Pavabid, Glisten, Craw, Aramis und Trin. Die UPPs dieser und aller anderen Welten der SM werden in Tabellen zu jedem Subsektor aufgeführt.

  • Nunja, es wäre schön gewesen, wenn noch mehr Planetenbeschreibungen dabei gewesen wären. Aber gut, dann kann man sich selbst noch ne Menge ausdenken und Planeten "erfinden". Wenn es halt in das jeweilige UWP paßt.

  • Klar, mehr wäre schöner gewesen. Allerdings im Vergleich zu CT (keine Beschreibungen) oder GT: Behind the Claw (Beschreibungen zu jeder Welt, allerdings nur sehr knapp) ist der Umfang gar nicht so schlecht. Hier werden zwar nur wenige Welten beschrieben, dafür aber umso ausführlicher (im Schnitt etwa eine Seite). Informationen zu vielen anderen Welten findet man aber auch in der Traveller-Wiki .

  • Ich habe das Buch zwar noch nicht, aber zu den Übersetzungsprinzipien kann ich schon nach Lektüre des hiesigen Threads etwas anmerken.


    Die 'unaussprechlichen' Namen können ohnehin nicht sinnvoll 'übersetzt' werden, bei den auf englische Wortstämme zurückführbaren frage ich mich allerdings, warum die denn unbedingt eingedeutscht werden sollen? Die Verkehrssprache des Dritten Imperiums ist doch eine zukünftige Version des Englischen, was haben denn da deutsche Wortstämme drin verloren? Mit "Juwell" habe ich z.B. gar kein Problem - das geht sozusagen als 'Anglish' durch -, aber warum sollte "-town" denn zu "-stadt" werden?


  • Die 'unaussprechlichen' Namen können ohnehin nicht sinnvoll 'übersetzt' werden, bei den auf englische Wortstämme zurückführbaren frage ich mich allerdings, warum die denn unbedingt eingedeutscht werden sollen? Die Verkehrssprache des Dritten Imperiums ist doch eine zukünftige Version des Englischen, was haben denn da deutsche Wortstämme drin verloren? Mit "Juwell" habe ich z.B. gar kein Problem - das geht sozusagen als 'Anglish' durch -, aber warum sollte "-town" denn zu "-stadt" werden?


    Bei mir reden die Charaktere auch anglisch, die Spieler am Tisch aber trotzdem deutsch.

  • Bei Eigennamen ist das doch völlig unrelevant - oder würdest Du in Deadlands den Namen der Stadt "Tombstone" auch mit "Grabstein" übersetzen? Oder in Cthulhu "New York" mit "Neu-Jork"?


    Die englische Sprache kann ohnehin niemals gänzlich aus einem originär englischen Spiel wie Traveller verbannt werden, warum also sollte man sich dann derart winden, nur um punktuell ein paar deutsche Wortstämme hinein zu kriegen? Das Praktische ist doch, daß man englische Eigennamen bei Traveller sogar spielintern begründen kann, da 'Anglish' nun mal eine extrapolierte Version des Englischen ist - insofern ist "-stadt" etc. m.E. vergebliche Liebesmüh'.

  • Bei Eigennamen ist das doch völlig unrelevant - oder würdest Du in Deadlands den Namen der Stadt "Tombstone" auch mit "Grabstein" übersetzen? Oder in Cthulhu "New York" mit "Neu-Jork"?


    Ich persönlich hätte die Systemnamen bei Traveller auch nicht übersetzt, schon wegen der Kompatibilität mit 30 Jahren Quellenmaterial.


    Generell halte ich es aber für eine sehr gute Idee, alles zu übersetzen. Bei real existierenden Orten ist natürlich der in Deutschland gebräuchliche Name zu wählen - das ist in manchen Fällen eine Eindeutschung, in anderen Fällen aber auch nicht. (Und dann gibt es ja noch die Rückeindeutschungen wie bei Wurzburg -> Würzburg.)

  • Die englische Sprache kann ohnehin niemals gänzlich aus einem originär englischen Spiel wie Traveller verbannt werden


    sic! ;)


    Ich denke auch, dass eine "Eindeutschung", insbesondere wenn sie nicht konsequent durchgeführt wird, nicht mehr als "vergebliche Liebesmüh'" ist. Es ist natürlich schon so, dass man sich etwas heimischer fühlt, wenn hier und da bekannte Wörter auftauchen. Notwendig ist eine solche Anpassung aber sicherlich nicht. Auch wer kein Englisch sprechen kann, wird mit den Originalnamen irgendwie zurechtkommen. Problematischer sind da doch eher vilanische, aslanische oder Vargr-Namen. Wie spricht man die denn nur aus? :S Manchmal entstehen aber auch die lustigsten Worte, wenn sich SC an der Interpretation unbekannter Namen versuchen. :)


    Letzten Endes sind die vorgenommenen Änderungen aber nur minimal, sodass ich gut damit leben kann.

  • Nun, ich hab jetzt die Tage den Abschnitt über "Die imperiale Raumflotte" gelesen. Und ich denke grad über die nicht vorhandenen Größenangaben von Schlachtschiffen und Dreadnoghts nach...


    Wollen wir doch mal ehrlich sein. Bei den Regeln des Schiffsentwurfs ist der größte angegebene Rumf 2000 Tonnen "groß". Aber das ist doch eigentlich immer noch ein sehr kleines Schiff, wenn man so sieht, wie groß heutige Frachtschiffe sind, die die Weltmeere befahren. Die haben Frachträume von mehreren 100.000 Tonnen. Da kann nen kleiner 2000 Tonnen-Frachter verstecken drin spielen... Und ich glaube auch nicht, daß sich nen Megakonzern mit irgendwelchen kleinen 2000 T Frachtern zufrieden geben würde. Natürlich kann ich auch verstehen, daß Spieler-Chars nicht mit solchen Reisenschiffen rumfliegen sollten, da ist ein kleines Schiff durchaus angebracht. Aber ich hätte doch schonmal gerne eine Info, wie groß wirklich große Raumschiffe sind, um den Chars mal vor Augen führen zu können, wie klein sie doch im Gegensatz zu einem Konzern oder der Imperialen Kriegsflotte sind.

  • Aber ich hätte doch schonmal gerne eine Info, wie groß wirklich große Raumschiffe sind, um den Chars mal vor Augen führen zu können, wie klein sie doch im Gegensatz zu einem Konzern oder der Imperialen Kriegsflotte sind.


    Die großen Schlachtschiffe und Träger liegen iirc. im Bereich von etlichen hunderttausend Tonnen. http://traveller.wikia.com/wiki/Starship_Types bestätigt das.

  • Die Konstruktionsregeln im GRW beinhalten nur die Schiffe bis 2000t (bei CT ging es bis 5000t), was m. E. für den Anfang vollkommen ausreicht. Die Regeln zur Konstruktion größerer Schiffe folgen, man kann fast sagen traditionell, in der Erweiterung High Guard. Da im GRW kein flexibles System verwendet wird, d.h. Triebwerkstonnage ist nicht prozentual abhängig von der Rumpftonnage, ist die Rumpftonnage natürlich nach oben hin begrenzt. Tatsächlich kann man das Standardsystem bis zu einer Tonnage von 4800t ausdehnen, dann ist aber das Ende der Fahnenstange errreicht.

  • Bei den Schiffen liegt ein Gedankenfehler vor:


    1 Traveller "ton" (Displacement Ton) sind 13.5 bis 14 Kubikmeter. Eine Brutto-Registertonne sind knapp 2,84 Kubikmeter. Die Traveller-Schiffe haben also schon etwas Volumen, der 200dton Tramp ist etwa 1000Brt (prä Euopakahn Kanalschiff-Niveau) und der 2000dton ist bei ca. 10000Brt (WWII Liberty Ship) .


    Es gibt im OTU durchaus grössere Handelsschiffe aber man sollte immer bedenken das IRL die grossen Pötte nur sehr wenige Häfen (Gegenstück zu A/B, HighPop und/oder Industrialised ab TL12+) anfahren, also das Gegenstück zu relativ langweiligen Planeten. Daher sind die MegaFreighter zwar eine Erwähnung wert aber idR. keine Statistiken/Deckpläne. GT/FreeTrader oder Starships hat Daten für einen LASH-Frachter der Fracht in 800dton "Barges" befördert die auf der Route abgesetzt/aufgenommen werden. Die Schiffe sind flexibel (die Barges sind nich-sprungfähige Frachter) und bedienen mal Mid-Pop Welten. IIRC ist auch ein "normaler" Megafreighter in FreeTrader zu finden. JTAS hatte noch ein oder zwei weitere.


    Für die meisten Runden interessanter sind halt Schiffe wie der 2000dton TI von Imperialines, die 3000dton Frachter von Tukera etc. Weil diese Brocken in den Systemen abseits der Hauptrouten als Zubringer dienen und man sie dort trifft/an diese Schiffe seine Fracht übergibt.

  • Also ich muss sagen, das Buch gefällt mir recht gut. Gelegentliche Fehler im Text stören mich nicht wirlich, zählt doch der Inhalt. Wenn man lediglich das Grundregelwerk besitzt, wird man sich freuen hier eine Menge Antworten auf offene Fragen zu erhalten.


    Die Übersichtskarte ist leider wirklich sehr klein geraten. Vielleicht wird einmal eine Karte im Posterformat veröffentlicht. Das würde meinen Spielern sicherlich mehr gefallen als die Illustrationen, welche - mit Verlaub gesagt - sehr bescheiden sind. Den Vargr in Latzhose von Seite 11 sollte man unbedingt gesehen haben, denn der wird einen zum Schmunzeln bringen - und zum Lachen, wenn man den Vargr von der ersten Seite mit ihm vergleicht.

  • Das Buch ist sehr brauchbar und liefert endlich auch Antworten auf Fragen zum Spiel-Hintergrund, die durch die Basisregeln nicht beantwortet wurden, und das nicht nur über die Spinwärts-Marken, prima! :)
    Die Illustrationen sind im Durchschnitt wesentlich besser als die Kritzeleien im Basisbuch. :)
    Die Sektorenkarte ist o.k. - der Maßstab reicht aus, um die Subsektorenkarten einordnen zu können und mehr muß sie eigentlich nicht leisten. :)
    Die Fehleranzahl hält sich in Grenzen. :)


    Das Übersetzungskonzept bleibt das Einzige, was mich massiv stört - "Becks Welt", "Stern-Stern", "Lausig", "Beißer" und "Stich" sind für mich nicht nachvollziehbar, wenn in diesem Universum eine Variante des Englischen gesprochen wird; wie kann man denn nur sowas Schreckliches machen? ;(


    Wo wir gerade dabei sind: ich möchte ja fast einen meiner Tentakeln darauf verwetten, daß die Überschrift rechts unten auf S. 13 im Original "The Ancient Times" heißt und die Übersetzung in diesem Fall selbstverständlich "Die Ära der Alten" o.ä. lauten müßte und nicht "Antike" :!: :?: 8o

  • Mein Vergügen das Buch "Spinnwärts Marken" zu lesen, hat sich ein wenig getrübt, nachdem ich die Geschichte des Imperiums hinter mir hatte, etwas über Konzerne, Völer und der imperialen Raumflotte gelesen habe. Der Grund ist der, dass ich mich frage, ob jemand von Moongose versucht hat das Buch ins deutsche zu übersetzen, jemand dessen Muttersprache definitiv nicht deutsch ist !!


    Über den ein oder anderen Tippfehler kann ich ja noch hinweg sehen, aber der Satzbau ist furchtbar. Ich musste manche Sätze drei bis viermal lesen um zu kapieren, was mir der Autor gerade vermitteln möchte. Immer wieder stoße ich auf Sätze die entweder einen komischen Satzbau aufweisen, wo Wörter falsch geschrieben wurden oder wo der Satz so was von holprig ist, dass sich schon erste Ermüdungserscheinungen beim lesen einstellen. Immer wieder tauchen in einem Satz die Worte "auch" und "hat" auf. Auweia, was war denn da los bei der Übersetzung? Hat Moongose die Auflage so hart gesetzt das alles so seltsam geschrieben werden muss? Man könnte meinen, da hat jemand alles wortwörtlich versucht zu übersetzen. Ich habe schon so manches Regelwerk verschlungen,aber so was ist mir noch nicht untergekommen. Gibt ne ganze Note Punktabzug. Note fürs Lektorat: 4 minus :thumbdown: (Vorausgesetzt, das die Übersetzung so nicht hätte sein müssen, von vertraglicher Seite aus gesehen!)

  • Nein, ich denke, dass man den Text auch anders hätte übersetzen können. Das Lektorat hätte ebenfalls hier und da ein wenig besser sein können, aber auch darüber wurde an dieser Stelle ja schon diskutiert. Den einen stört es mehr, den anderen weniger. Es gibt sicherlich bessere Werke, aber ganz bestimmt auch noch wesentlich schlechtere. Von mir gäbe es übrigens eher eine 3-4.

  • Ja okay, schließe mich dann der 3-4 an :) ! Aber gerade im Hinblick darauf, das in so einem Buch viele wichtigen Hintergrundinfos geschrieben stehen und ich diese Buch als SL einsetzen möchte, ist es am Spieltisch selbst, kaum zu gebrauchen. Warum? Weil ich wichtige Informationen nicht finde. Erst ein mühsames durchforsten des Textes ist hierfür erforderlich. Ein paar Abschnitte zu erstellen oder hier und da ein Diagramm, zum Beispiel über den Aufbau des Imperiums etc., hätten da wahre Wunder gewirkt.


    Naja, ist jetzt halt so wie es ist. Vielleicht werden die anderen Bücher ja besser. Ich meine Das GRW ist ja auch beser geschrieben.