Posts by Osrandil

    Das Problem ist nicht die Regel, sondern deren Übersetzung. "Rounds" wurde hier fälschlicherweise als "Runden" übersetzt, gemeint ist aber nicht die Anzahl der Runden, die gebraucht werden, sondern die Anzahl der Patronen pro Runde, die verbraucht werden.

    Nur das die Charakterklassenbilder von der MPG-Version übernommen werden mussten ist bei deren "Qualität" schade (aber nicht dem 13Mann Verlag vorzuwerfen)


    Ich habe bisher immer gedacht, die Leute übertreiben. Schlechte Bilder gibt es wirklich genug, inzwischen sollte man doch gelernt haben, sie zu ignorieren. So völlig planlos, wie sie zum Teil mal mit dicken, mal mit dünnem Rand (auch manchmal ganz ohne) hinter die Tabellen gequetscht sind, empfinde ich sie aber auch als haarsträubend. (Vielleicht hätte man sie einfach absichtlich vergessen können?)


    Beim ersten Durchblättern fallen mir aber bereits zahllose Schusterjungen und Hurenkinder auf. Ich bezweifle, dass die auch alle so von Mongoose vorgeschrieben wurden, und zusammen mit ein paar anderen Satzfehlern wirkt das ganze gar nicht so sehr liebevoll gemacht.

    Ich habe soeben die Versandbestätigung erhalten, ganz so nervenzerfetzend wie befürchtet wird die Wartezeit also vielleicht doch nicht.


    Ich wünsche allen, dass ihre Bücher noch bis Samstag ankommen!

    Mmh, ich vermisse es nicht und bin froh, dass so etwas nicht im Grundregelwerk steht. Bloß weil ich zwei Dinge mag (Rollenspiel und Tabletop), muss deren Kombination nicht die Krönung sein. Traveller ist doch ein ziemlich simples Regelwerk - einseitiger Charakterbogen, keine Trefferpunkte, keine Waffenvergleichswerte usw. -, für Leute, die gerne alles ganz genau wissen wollen, vielleicht nicht das richtige.


    Als Option gönne ich es natürlich jedem, der Spaß daran hätte. Da tut es mir nicht weh.

    Erst einmal muss ich die Regeln haben und meine Mitspieler kennen, aber auf jeden Fall wird es was eigenes sein. Mir schwebt da etwas vor, wo die SC von Archäologen oder Ethnologen angeheuert werden, die mehr zufällig einige Steine ins Rollen bringen, was sowohl die Regierung als auch gewisse Wirtschaftsmächte nicht freuen wird. Hoffentlich wird es (neben Schießereien mit Regierungsvertretern) viel zu erforschen und entdecken geben, und primitive Völker mit Speer, Pfeil und Bogen.

    Vielleicht bekommen wir ja bald sogar den deutschen Charakterbogen zum Download angeboten! (Die Hoffnung stirbt angeblich immer relativ spät.) Fertig müsste er längst sein, wenn er im Buch abgedruckt ist.

    Hat jemand die Intro gesehen?


    Ich hab's gesehen. Habe vorhin angefangen zu lesen und den Rest überflogen. Als kostenloses Werbematerial geht es in Ordnung, die fünf Pfund, die Mongoose ab September wohl dafür verlangen will, empfinde ich als Frechheit. Es wurden ganz einfach wichtige Absätze per Cut'n-Paste aus dem Grundregelwerk übernommen.

    • Das führt zum Beispiel dazu, dass erklärt wird, dass die 'Qualification' bei militärischen Karrieren 'Enlistment' heißt, obwohl das Heftchen insgesamt nur zwei militärische Karrieren enthält.
    • Weiter hinten werden Computer erklärt, ebenso Optionen für Computer. Über Software lernt man, dass man höherstufige Software durchaus auch auf schwächeren Computern laufen lassen kann, Software über Stufe 1 sich aber nicht so einfach kopieren lässt. So toll - so gut, aber es findet sich kein einziges Stückchen Software in dem Heftchen, was die halbe Seite praktisch nutzlos werden lässt - es sei denn, es geht allein darum, dem Leser die Notwendigkeit des Kaufs des Grundregelwerks zu verdeutlichen.
    • Genau so ist es mit den Technologie-Stufen. Sie werden zwar an jeder Ecke erwähnt, aber nirgends auch nur im Ansatz erklärt.
    • Da nirgends auf Raumschiffe eingegangen wird, machen Skills wie Astrogation oder Gunner(Turrets) wenig Sinn.

    Scheinbar ging es hier darum, schnell ohne viel Aufwand irgendetwas präsentieren zu können. Ein Produkt, das Neueinsteiger ansprechen soll, muss nicht nur besser sein, die Konzeption ist für meinen Geschmack schon äußerst fragwürdig.

    Osrandil : ja, das erleichtert die Plausibilisierung; aber auch wenn man extrem weit in die Zukunft extrapoliert wird man in aller Regel noch eine Erklärung dafür schaffen wollen, warum es z.B. keine interstellare Version des Internets gibt oder warum man zum Fliegen überhaupt noch einen Piloten benötigt etc.
    Man wird dabei in der Regel mit kultureller, zivilisatorischer und technischer Regression argumentieren.


    Warum gibt es heute noch Lokführer? Erklärungen sind immer gut, ich bemühe mich auch darum, aber wie gesagt: Es reicht mir, wenn sie auf den ersten Blick sinnvoll sind. Wenn man sehr kritisch ist, wird auch die Realität unrealistisch.

    Zum Glück habe ich das Problem nicht, denn mir genügen Erklärungen, die auf den ersten Blick sinnvoll erscheinen. Sind sie es auf den zweiten Blick nicht mehr, unterstützt das nur die von allen akzeptierte und angestrebte Hanebüchenheit. (TKKG auf einem frisch terraformierten Wüstenplaneten wäre ohne eine große Fuhre Unfug nicht genre-typisch.)


    Wenn ich konkret vor dem Problem stände, würde ich die Spieler klipp und klar fragen, ob sie in dieser Welt, die leider nicht zu 100% realistisch ist, Abenteuer erleben wollen oder lieber alles zerreden. Denn mal ehrlich: Zu nörgeln findet man immer was, wenn man es darauf anlegt, das ist unabhängig davon, wie viel Zeit der Spielleiter in seine Überlegungen gesteckt hat.


    Zu dem Vorschlag von Curtis fällt mir noch eine Abwandlung ein: Eine Extrapolation des Heute in die Zukunft macht irgendwann keinen Sinn mehr. Indem man sein Szenario nicht x Jahre nach heute platziert, sondern x*10.000 Jahre, gewinnt man jede Menge Freiheiten.

    Auf jeden Fall! Ob es nun am Tag X oder zwei Wochen später erschienen ist, weiß in ein paar Monaten niemand mehr (weil es niemanden interessiert), aber die Fehler, die einmal gedruckt sind, lassen sich nicht mehr rückgängig machen.

    Mir persönlich kann das Layout nicht "retro" genug sein. Ich habe in letzter Zeit so viel Mist sehen müssen, wo z. B. massive Illustrationen am Rand in den Satzspiegel reichen und am Ende jeder Seite den Text derart einengen, dass es zu katastrophalen Lücken im Blocksatz und massiven Trennungen führt - Form follows Function, bitte. Manchmal habe ich das Gefühl, Rollenspielbücher werden immer mehr dafür missbraucht, dass Designer sich künstlerisch ausleben können; ein bisschen mehr Augenmerk auf die eigentliche Typographie wäre da oft wünschenswert.


    Warum nun ein leicht geändertes Regelwerk (im Gegensatz zu einem gar nicht oder stark geänderten) ein Kaufhindernis sein soll, kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen. (Du hast es leider auch nicht begründet, Deepfire. Würde mich wirklich interessieren.) Ich persönlich habe überhaupt nichts davon, wenn sich die deutsche Fassung nun besonders stark an das Original hält. Ganz im Gegenteil würde ich mir sogar wünschen, dass die deutsche Fassung des Grundregelwerks sich in Zukunft weiter vom Original entfernt. (Zur Erklärung: Es wird ja weitere Regelergänzungen geben. Einige sind optional, wie etwa Kampfregeln. Andere sind im Grundregelwerk nicht vorhanden, meines Wissens z. B. Generierungsregeln für Aliens oder besonders große Raumschiffe. Ich fände es sehr gut, wenn in einer späteren Fassung des Grundregelwerks solche Ergänzungen in einer Minimalfassung auf zwei bis drei Seiten erscheinen würden. Das muss natürlich 13Mann wollen und der Lizenzgeber auch ermöglichen.)

    Aber wo wir gerade dabei sind: warum wird eigentlich nicht gleich ein 1m-Maßstab verwendet? Ich denke, daß die meisten Leser sich damit wesentlich besser vorstellen könnten, wie lang z.B. ein Raumschiff wirklich ist.

    Der 1,5m-Maßstab ist ziemlich weit verbreitet, weil ein Kästchen ungefähr 5 Fuß entspricht. Man kann so nicht nur alte Traveller-Pläne verwenden, sondern auch z. B. welche von D20 Modern.

    Inzwischen liest man ja schon interessante Dinge über die englische Fassung, z. B. über optionale Regeln bei der Weltenerschaffung, weshalb ich gegen ein baldiges Erscheinen überhaupt nichts hätte. Aber wenn es sich verzögert, weil schon die ersten Errata eingebaut werden, würde ich das sehr begrüßen! In vielen Fällen wird es sich wohl um die altbekannten Abweichungen zwischen Beschreibung und Beispiel oder Text und Tabelle handeln. Da kann man mit wenig Aufwand viel erreichen.

    Aktuell wird zwar überall auf der Traveller-Website darauf hingewiesen, dass man sich anmelden kann, bzw. Kommentare hinterlassen kann, wenn man angemeldet ist; registrieren kann man sich aber scheinbar nirgends, oder habe ich das übersehen?


    Wenn ihr da keine Kommentare wollt, was ich verstehen würde, weil es schon das Forum gibt, dann würde ich diese ganzen Geschichten ausblenden.

    Grundsätzlich habe ich nichts dagegen, englische Begriffe zu behalten. Man könnte ja auch problemlos in einem Nebensatz erklären, was die Cavalry tatsächlich umfasst, um sie vom deutschen "Kavallerie" abzugrenzen.


    Wenn aber das Schulfach "Raumkunde" eingeführt wird, hätte ich auch gerne "Sternenkrieger" statt "Star Marines".

    Seite 38, Character Creation Example: Das Beispiel wäre noch etwas pregnanter, wenn auch zu Beginn das Alter genannt würde. Irgendwann wird der Einfluss des Altern berücksichtigt, und zum Schluss ist er 42, aber Schritt für Schritt nachvollziehen kann man es so nicht.

    Ich kann zu dem Thema nur drei Punkte beisteuern:


    1. In Anbetracht der zahllosen Anglizismen, die einen ohnehin umgeben, empfände ich es nicht als Beinbruch, wenn gewisse Begriffe auch mal plump übernommen werden.


    2. Ich finde einige Vorschläge schon sehr gelungen, weshalb Punkt 1 momentan kaum relevant ist.


    3. Ich möchte den Begriff der "Geisteswissenschaften" in die Diskussion einbringen. Aus dem Bauch heraus gefiele mir das in Zusammenhang mit Archäologie besser als "Sozialwissenschaften".