Posts by Walt

    Danke für den Hinweis Cheiron. Meine letzten Kurse in formaler Logik sind nun gut 15 Jahre her. Und das Alter...




    Doch unabhängig von wer was formuliert hat (was für mich im weiteren
    keine Rolle spielt) ist für mich die Frage interessanter "wie will ich
    mit meiner Gruppe spielen".




    Und in diesem Punkt kann ich nur die Aussage von Erafel unterstützen,
    dass kein System, egal wie ausgefeilt, die Realität nachbilden kann-und
    hoffentlich auch gar nicht den Anspruch dazu hat. Für mich sind Regeln
    Stützen, sollen etwas Nachvollziehbarkeit in Actionsequenzen geben,
    sind ein Hilfswerk für Storytelling und können Transparenz schaffen.
    Und ob bei Breitschwert AT 1 mit einem Ergebnis von 101 nun ein C oder
    ein D-Kritischer vorliegt, interessiert zumindestens bei uns in der
    Gruppe keinen mehr. Denn beide haben für den Moment den selben Inhalt:
    "Ups, hat weh getan und ich kann dabei draufgehen"




    Demenstprechend war für mich Rubycons Ansatz drohender
    Bewusstlosigkeit, drohender Verletzung, bleibender Schäden interessant.
    Interessant auch deswegen, weil ich die Idee in irgendeiner Art und
    Weise auch auf Magier übertragen will.




    Fazit unserer Gruppe: es gibt nur eine Regel bei Rolemaster -
    Regeldiskussionen nach und nicht im Spiel. (bzw inzwischen gar nicht
    mehr)

    So wie ich die ursprüngliche Frage verstanden habe ging es darum, wie
    andere Gruppen mit absoluter Erschöpfung umgehen. Meine persönliche
    Herangehensweise habe ich beschrieben. Aber 2 Anmerkungen seien
    mir noch erlaubt:




    "Was ich damit sagen will - ein System, sei es auch noch so komplex wie
    RoleMaster wird nie die Realität abbilden können - und will das
    hoffentlich auch nicht." (Erafel)




    Interessant die Antwort von Cheiron:"


    Die oberen Werte des Durchschnittmenschen beziehen sich aud
    Konstitutionsbonus von 0 (also jemanden mit Kon 39+, nicht 80+)....."




    Persönlich benötige ich als Spielleiter regeln, um gewisse Situationen
    einschätzen zu können. Oder anders ausgedrückt, um einer Storyline, die
    nun mal erzählt wird, eine gewisse Transparenz und Nachvollziehbarkeit
    zu geben. Und kann unter diesem Aspekt nur voll und ganz Erafel
    unterstützen "...-und will das hoffentlich nicht."


    RM besteht aus einem Grundregelwerk mit ich denke aktuell rund 10-12
    Zusatzwerken. Die Frage die man sich einfach zu stellen hat: will ich
    das Regelwerk bedienen oder steht für mich die Storyline im Vordergrund?




    Und in der Art find ich den ursprünglichen Ansatz, totale Erschöpfung
    mit starken Nachteilen zu schildern, ideal und schön für die Story.
    Sollten jedoch Regeln dringend benötigt werden, empfehle ich RMC IV 3.3
    Maneuver Fumbles, 7.8. Exhaution Points und ich denke in RMC V oder
    Arms Companionsind auch noch paar Hinweise enthalten.

    Sind -100 alleine ein adäquater Ausdruck dafür, vollkommen
    erschöpft zu sein, an alle Reserven gegangen zus sein? Oder sollte so
    ein Zustand nicht noch weitere Folgen haben, drohende Bewusstlosigkeit,
    drohende Verletzungen etc.?




    Ich denke das ist eine klasse Interpretation. -100? Der ist fertig, der
    kriecht kotzend vielleicht noch in Deckung und das wars. -100? Pack
    benommen (stunned & unable to parry im englischen, ich kenn das
    deutsche System nicht) noch oben drauf, und wenn er unbedingt noch
    übermenschlich durch Gehölz springen will kann er das gerne tun- pro
    Runde ein Stress-Kritikal. Im Vergleich: ein Absurd Manöver ist "nur"
    -70


    Bewußtlosigkeit, allgemeine Schwäche über Tage später, alles was
    einfällt und das Spiel fördert und in der Beschreibung schön ist. Und
    wenn´s ein guter Spieler ist, dann spielt er es von sich aus. (es gibt
    übrigens in den Companions genug Regeln für Over-Exhaustion usw. Ich
    denke im Companion 3 oder 4)




    Wobei ich dazu sagen muß, dass wir nun nach 2 Jahrzehnten aktiv
    Rolemaster uns um Regeln als solches gar nicht mehr kümmern. Es muß
    einfach für alle das selbe gelten. (bis auf tolle NPCs, die werden
    selbstverständlich bevorzugt behandelt) Und die Erschöpfung in der Art
    nur über den Daumen abschätzen. Ansonsten wird´s zuviel bookkeeping und
    zu wenig roleplay