Posts by Curtis Newton

    So, nachdem nun einige Zeit ins Land gegangen ist und wir alle etwas Abstand gewonnen haben wollte ich hier mal wieder anfragen, wie man mit der Titelei vorankommt. :)


    Inzwischen halte ich persönlich "Sternengarde" für den bestmöglichen Titel, da er einerseits wesentlich genauer als "Ehrengarde" beschreibt, was gemeint ist, andererseits auch nicht so spröde wie "Orbitalwache" o.ä. klingt. Zudem ist er einigermaßen am Original dran und transportiert ganz gut das gewisse altbackene feeling. ;)
    Falls hier urheberrechtliche Probleme bestehen sollten hielte ich "Sternenwacht" für eine akzeptable Alternative.

    Abgesehen davon, daß die Funktion "Avatar hochladen" immer noch nicht funktioniert (gut, es gibt Wichtigeres... ;) ) fände ich es sinnvoll, wenn die Produktionsdaten regelmäßig aktualisiert würden.
    Ich persönlich müßte zwar gar nicht sooo genau wissen, ob ein Produkt jetzt schon zu 35% oder erst zu 30% fertig gestellt ist, aber wenn man schon derart genaue status quo-Beschreibungen anbietet, dann sollte man auch dran bleiben. Derzeit sieht es nämlich so aus, als ob seit ca. sechs Wochen nicht mehr an "Söldner" gearbeitet worden sei - und das ist doch ganz bestimmt nicht der Fall...

    Hm, das war übrigens völlig ernst gemeint: ich kann das nicht! (auch wenn es unwahrscheinlich klingt...) ;)
    Mag sich denn gar niemand erbarmen...?

    Wie kann man denn an den hiesigen Umfragen teilnehmen, z.B. an "Was sollen wir als nächstes herausbringen?"
    Ich finde die technische Möglichkeit nicht, für "Händler und Kanonenboote" zu stimmen. ;(


    [Jaja, ich weiß schon: Raumschiffe fliegen wollen und nicht mal mit der Foren-Software umgehen können... ;) ]

    Das Buch ist sehr brauchbar und liefert endlich auch Antworten auf Fragen zum Spiel-Hintergrund, die durch die Basisregeln nicht beantwortet wurden, und das nicht nur über die Spinwärts-Marken, prima! :)
    Die Illustrationen sind im Durchschnitt wesentlich besser als die Kritzeleien im Basisbuch. :)
    Die Sektorenkarte ist o.k. - der Maßstab reicht aus, um die Subsektorenkarten einordnen zu können und mehr muß sie eigentlich nicht leisten. :)
    Die Fehleranzahl hält sich in Grenzen. :)


    Das Übersetzungskonzept bleibt das Einzige, was mich massiv stört - "Becks Welt", "Stern-Stern", "Lausig", "Beißer" und "Stich" sind für mich nicht nachvollziehbar, wenn in diesem Universum eine Variante des Englischen gesprochen wird; wie kann man denn nur sowas Schreckliches machen? ;(


    Wo wir gerade dabei sind: ich möchte ja fast einen meiner Tentakeln darauf verwetten, daß die Überschrift rechts unten auf S. 13 im Original "The Ancient Times" heißt und die Übersetzung in diesem Fall selbstverständlich "Die Ära der Alten" o.ä. lauten müßte und nicht "Antike" :!: :?: 8o

    Bei Eigennamen ist das doch völlig unrelevant - oder würdest Du in Deadlands den Namen der Stadt "Tombstone" auch mit "Grabstein" übersetzen? Oder in Cthulhu "New York" mit "Neu-Jork"?


    Die englische Sprache kann ohnehin niemals gänzlich aus einem originär englischen Spiel wie Traveller verbannt werden, warum also sollte man sich dann derart winden, nur um punktuell ein paar deutsche Wortstämme hinein zu kriegen? Das Praktische ist doch, daß man englische Eigennamen bei Traveller sogar spielintern begründen kann, da 'Anglish' nun mal eine extrapolierte Version des Englischen ist - insofern ist "-stadt" etc. m.E. vergebliche Liebesmüh'.

    Ich habe das Buch zwar noch nicht, aber zu den Übersetzungsprinzipien kann ich schon nach Lektüre des hiesigen Threads etwas anmerken.


    Die 'unaussprechlichen' Namen können ohnehin nicht sinnvoll 'übersetzt' werden, bei den auf englische Wortstämme zurückführbaren frage ich mich allerdings, warum die denn unbedingt eingedeutscht werden sollen? Die Verkehrssprache des Dritten Imperiums ist doch eine zukünftige Version des Englischen, was haben denn da deutsche Wortstämme drin verloren? Mit "Juwell" habe ich z.B. gar kein Problem - das geht sozusagen als 'Anglish' durch -, aber warum sollte "-town" denn zu "-stadt" werden?

    [Danke für den Hinweis, daß es auch im englischen Sprachgebrauch den Ausdruck "Roman Imperium" gibt - ich hatte mehr (und wahrscheinlich zu viel) dahinter vermutet. ;) In Printmedien (Wörterbüchern) habe ich das so noch nirgendwo gefunden aber selbst das Internet zeigt, daß "Empire" bzw. "Roman Empire" zumindest der übliche Ausdruck ist: man gebe beides bei Google ein und vergleiche die Trefferzahlen.]

    Ich möchte Deine Leistung gewiß nicht schmälern, aber erstens finde ich das DIN A4-Format von Traveller bereits 'handlich' genug (in einigen anderen Systemen benötigt man ja mittlerweile leider einen ganzen DIN A4-Block für einen einzigen Charakter) ;) und zweitens braucht man die Modifikatoren-Tabelle nun wirklich nicht auf dem Charakterbogen stehen zu haben; ich schlage daher vor sie weg zu lassen und dafür die Attribute zweispaltig zu setzen (körperliche links, andere rechts) - dann gewinnt man wenigstens drei Fertigkeiten mehr...

    Sieht super aus - die Tabellen sind allesamt sehr gut durchdacht (und selbst die Zeichnungen sind auch nicht schlechter als die im Regelbuch). :D
    Einen relevanten Fehler habe ich allerdings gefunden (sorry, Berufskrankheit...) ;) : in der Unglückstabelle ist beim Wurf 2 eine Amnesie anstelle einer Amnestie getreten.
    Ansonsten sehr, sehr gut! :)

    Die Idee ist eigentlich ziemlich interessant, aber ich habe noch nicht ganz verstanden, wie die Karriere überhaupt ins Spiel kommt.
    Du hattest da was von einer Möglichkeit geschrieben, daß die Charaktere im Verlauf des ABs eingebuchtet werden, aber Karrieren-Verpfadungen können doch gar nicht mehr gewählt werden, wenn das Abenteurer-Leben erst einmal begonnen hat...?
    Andererseits fände ich es seltsam, wenn man diese Karriere gleich zu Beginn der Charaktererschaffung wählen würde - denn dann müßte der zu erstellende Charakter ja sozusagen schon 'vor Spielbeginn' straffällig geworden sein - also geht das irgendwie auch nicht so ganz.
    Die einzige stimmige Chance auf diese Karriere sehe ich eigentlich darin, daß man während der Charaktererschaffung erstens kriminell wird und zweitens dabei erwischt; hierzu könnte man sicher ein paar Anknüpfungsstellen im offiziellen Regelwerk finden.

    Von meinen anderen Rollenspielen her bin ich seit vielen Jahren daran gewöhnt, daß ich mir für ein Abenteuer einen Soundtrack zusammen stelle, der dann während des Spiels läuft. Daß bei einem Science Fiction-Spiel andere Musik laufen muß, als bei einem Fantasy- oder historischen setting liegt auf der Hand.
    Da wollte ich mich mal umhören, ob ihr sowas auch für Traveller schon mal gemacht habt und wenn ja, was ihr dafür so nehmt; vielleicht können wir uns ja ein wenig austauschen. :)
    [Klassische Spielfilm-Soundtracks sind zwar häufig richtig gute Musik (John Williams, Jerry Goldsmith etc.), haben aber den großen Nachteil, daß die einzelnen Stücke in der Regel zu lang und zu komplex sind und daher nicht sehr gut mit Rollenspielszenen zusammen passen; die Musik sollte m.E. eher Baukasten-artig sein und aus kurzen, charakteristischen Stücken bestehen, die man an der passenden Stelle anspielen kann.]


    Hier gleich mal meine eigenen Vorschläge:


    - Was ich z.B. für sehr geeignet halte ist der deutsche Soundtrack der TV-Serie "Captain Future" von Christian Bruhn - ein Katalog sehr charakteristischer Themen für archetypische Situationen, die nach zwei, drei Minuten aber auch wieder vorbei sind. (Allerdings darf man von dieser Art Elektrofunk nicht genervt sein.) ;)


    - Was ich gerne für Horror-Szenarien nehme ist der Soundtrack von "Es ist nicht leicht, ein Gott zu sein" von Jürgen Fritz - für Traveller kann man daraus sogar noch mehr verwenden als für Cthulhu oder DSA.


    - Als Drittes kann ich noch ein ganz bestimmtes Stück (und eigentlich nur dieses) des japanischen Synthesizer-Musikers Kitaro empfehlen, nämlich "Flight" und zwar in der Version des Albums "Ten Years" - ein besseres Stück für einen pathetischen Flug durchs All kenne ich nicht, eventuell kann man das als Kampagnen-Thema nehmen, oder als Intro und Outro eines Traveller-Abends.


    Laßt hören.

    Wahrscheinlich kennst Du Dich mit der Gesellschaft des Dritten Imperiums wesentlich besser aus, als es mir durch Kenntnis des Grundregelwerkes möglich ist...


    Impliziert denn das pseudo-feudalistische System des Imperiums die Blaublütigkeit der herrschenden Kaste, also die Vererbbarkeit von Adel (a) oder benutzt es den Begriff des Adels sozusagen nur redensartlich zur pathetischen Bezeichnung des Verwaltungsapparates (b)?


    Im Falle von (a) hätten wir u.U. mit 22jährigen Marines im Baronsrang zu rechnen, die sich von einem Sergeant mit wesentlich niedrigerem Sozialstatus herumschubsen lassen; wäre das vom setting her plausibel?


    Im Falle von (b) wäre jemand ein Baron, w-e-i-l er ein Lehen von der Größe einer Baronie verwaltet; seine Kinder, die bei den Marines Dienst tun, erben deshalb aber nicht seinen Rang.

    Das Grundregelwerk ist ja tatsächlich sehr stark ein Grund-REGEL-Werk und liefert kaum Informationen zum Dritten Imperium. Dadurch entstehen bei Lesern, die von anderen Rollenspielen einen sehr dicht beschriebenen Hintergrund gewöhnt sind, gelegentlich Fragen; z.B. diese:


    Wie lassen sich denn vor dem Standard-setting oder auch nur innerhalb der reinen Regelmechanik die Karriere Adliger (S. 12f.) und die Sozialstatusregel, speziell die angehängte Tabelle (S. 7) miteinander verbinden? Die Tabelle erweckt doch den Eindruck, daß ein Adelstitel karriere-unabhängig sei, dem scheint dann aber die Existenz einer eigenen Karriere Adliger zu widersprechen.
    Habe ich etwas übersehen, oder überlagern sich da zwei verschiedene Konzepte in ungünstiger Weise?
    :)