Posts by Finarfin

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    Durch viele Radierungen während eines Kampflastigen Abenteuers leidet der Charakterbogen sonst erheblich.

    O.k., da bin ich wohl einfach Folienhüllen und Folienstifte zu sehr gewohnt.

    Was ich auf dem Bogen vermisse ist die Zustandsleiste für die Attribute. Da dort ja auch der Schaden abgestrichen wird (wie beim Shadowrun-Zustandsmonitor), vereinfacht es es die Sache doch erheblich, die geänderten WM zu sehen, nachdem man 3 Pkte Ges. verloren hat.


    Gut gefällt mir hingegen die Karrieren-Übersicht.

    Geht so, mit 175 Cr. Gewinn pro Tonne und 128 Tonnen Fracht pro Monat sind das 22.400 Cr. pro Monat, mit denen man sich ein Finanzpolster aufbauen kann.


    Damit ist die Rechnung alles andere als knapp.


    Und wer sagt, dass das Unvorhergesehene unbedingt Nachteilig sein muss?


    Wichtig ist doch bei den Schiffskrediten, dass sie funktionieren können, eine vernünftige Auswahl der Handelsroute vorausgesetzt: Damit werden irgendwelche Tricksereien, um den Preis zu drücken, unnötig (nicht, dass man sie nicht dennoch anwenden sollte; ich fänd es lediglich unbefriedigend, wenn man tricksen müsste, damit es funktioniert). Die unvorhergesehenen Zwischenfälle sind dann plothooks, die einen vor die Wahl zwischen jämmerlichem Scheitern (und dem Verkauf der Hypothek durch die Bank an einen schleimig-schneckenartigen Verbrecherkönig - huohuohuohuohuoh) und unbeschreiblichem Reichtum stellen (auf den der besagte kriminelle Gastropode dann eifersüchtig wird.).

    Ich habe es gerade mal nachgerechnet für den Fernhändler:


    Wenn man die 10% Preisnachlass für Standardmodell miteinbezieht und 6 der 10 Kabinen mit Mitteldeckpassagen füllt, muss man im Monat 1.369 Cr. Gewinn pro Tonne Frachtraum erwirtschaften, also bei spekulativem Handel ca. 14% Gewinn rausschlagen (bei Standardgütern mit 10.000 Cr. pro Tonne Basispreis wie Basis-Elektronik, Basis-Maschinenteile und Basis-Industriegütern,).


    Wenn man dank der Treibstoffprozessoren jedesmal den Treibstoff kostlos aus dem Gasriesen abtankt, dann muss man nur 1025 Cr. Gewinn pro Tonne einfahren: da aber Gütertransport über 2 Parsek 1200 Cr. einbringt, wird der Fernhändler gut bezahlbar ALLEINE durch Passagiere und Gütertransport. Nimmt man noch gelegentlich Oberdeckpassagen und Postkontainer mit, sollte das richtig gut funktionieren.

    Das Ziel bei solch langen Laufzeiten ist dann auch weniger das Ablösen des Schiffes; ich sehe in den Raten dann eher eine Art Miete. Es bleiben bei Typ A und Typ R genug Credits übrig, um das Abenteuerleben zu finanzieren, das läuft doch! Allerdings fände ich es spannend, das Schiff vor der Zeit abzulösen. Welche Summe müsste man da zahlen? Immerhin umfassen die Raten den doppelten Neuwert des Schiffes. Kann man sagen, dass jede gezahlte Rate die Ablösesumme um ihren eigenen halben Betrag reduziert, so dass ich mit einer Rate von 200.000 Cr. 100.000 Cr. abbezahlt habe?

    Es gibt zahllose Möglichkeiten, es den Spielern einfacher zu machen, dass ihre Charaktere ein Schiff haben.


    Klar, man könnte es bei sehr leichten Regeln den Spielern auch schwerer machen, aber man steht (bei jeweils identischen Ergebnissen) besser da, wenn man ein hartes Regelwerk anwendet anstatt ein Mildes zu verschärfen. Ebenso steht man besser da, wenn man das harte Regelwerk abmildert anstatt ein Mildes anzuwenden.

    Naja, der Datenbogen funktioniert mit der Darstellung der Attributswerte ja wie der Zustandsmonitor bei Shadowrun (z.B.). Wer SR kennt, der wird mit dem Abstreichen von Schadenskästchen und dem Ablesen (!) der neuen Modis kein Problem haben.

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    Der in der Nähe vom Hauptbahnhof? Um den ist es schade, seitdem ist der nächste halbwegs sortierte Laden in Essen (Fanen),

    Der muss schon seit mindestens 1,5 Jahren dicht sein (bevor ich nach Mülheim zog). Ne, in Homberg - linke Rheinseite - gab es einen, der hat Anfang des Jahres angefangen dicht zu machen. Mein nächster Laden ist nun Fanen, aber ich mag den Typen dort nicht, seit der mich beinahe aus dem Laden geworfen hat, weil ich nur einen Würfel kaufen wollte ... und er mir immer das englische Orginal aufschwatzen wollte, weil es ja nur eine Sprache in Europa gäbe ... :thumbdown:

    Mir war es jetzt v.a. wichtig, zu zeigen, dass die Hypotheken nicht vollkommen überzogen sind. Zumindest für den Freihändler Typ A und den Subventionierten Kauffahrer lohnt es sich, beim Gütertransport, also als Spedition für andere Händler, zu arbeiten. Es ist schön zu sehen, dass die Preisverhältnisse hier stimmen: mit den Zahlenwerten kann die Wirtschaft des Universums funktionieren. Wenn ich an andere Rollenspiele denke ... bei DSA z.B. kann ein Offizier mit seinem Gehalt unmöglich den Lebensunterhalt decken, der für seinen Sozialstatus vorgesehen ist.


    Eine ganz andere Frage ist die Umsetzung im Spiel, da ist halt die Frage, was für eine Kampagne man spielen möchte.


    Ich finde es gut, dass wir durch das Regelwerk die Option haben, eine Handelskampagne zu spielen. Da beginnt man mit einem Freihändler Typ A, erwirtschaftet sich im ersten Jahr durch Gütertransport ein Startkapital für spekulativen Handel, betreibt diesen im zweiten Jahr (oder macht beides gleichzeitig, man packt sich schnell ein paar große Frachten in den Laderaum und füllt den Rest mit Waren für spekulativen Handel auf), im dritten Jahr verkauft man den Freihändler samt Hypotheken (und bekommt so 50% dessen wieder, was man an Hypotheken gezahlt hat), ist die damit los, kauft sich (auch wieder mit Hypothek) einen Fernhändler, und setzt das bisherige Kapital und die gesammelten Erfahrungen völlig in spekulativen Handel, jedoch hat man nun einen größeren Aktionsradius.


    Ebenso könnte man, wenn man als Spielrunde keinen Bock auf die Buchhaltung hat, als Crew eines Schiffes mit fremdem Eigner dienen. Sei es, dass man bei der Handelsmarine oder sei es, dass man bei der Raumflotte arbeitet, das Schiff steht einem eingeschränkt zur Verfügung, und der Vorgesetzte ist ein ständiger Auftraggeber. Ich muss gerade an eine StarTrek-ähnliche Kampagne denken, mit der ISS Persecutor (Gazelle-Klasse) auf diplomatischer Mission ... Bei der Handelsmarine zumindest weiß man als SL, dass die Kampagne ingame kein Quatsch ist.


    Und wenn die Spieler gerne ein eigenes Schiff wollen, keinen Boss im Nacken und ebenso keine Hypothek anne Hacken haben wollen, dann beginnt man z.B. ohne Schiff, kann im ersten Szenario Bergungsgut wieder flott machen, und mit der "Rusty Nail" Glücksritter sein.


    Aber die Vielzahl der Optionen weiß ich zu schätzen.

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    Die Rechnung funktioniert aber nur, wenn sich immer lohnende Handelsware findet, immer genügend Passagiere finden und nie etwas schief geht.


    Wenn es nur um Gütertransport geht, hat man auf halbwegs bevölkerungsreichen Planeten eigentlich keine Probleme:


    Wenn ich zwischen zwei Planeten mit einem Bevölkerungswert von 5 pendle (ist ja der Durchschnitt), und keine Modifikatoren anwende, ergeben sich jedesmal 1W6+1 große Frachten, also im Schnitt 4,5. Eine große Fracht hat 1W6x10 Tonnen, also ca. 35, sind im Schnitt 157,5 Tonnen. Dazu kommen 1W6+2 kleine Frachten (also 5,5) à 1W6x5 Tonnen - also 17,5, macht zusammen 96,25 Tonnen, insgesamt also 253,75 Tonnen im Schnitt. Bei den Passagieren sieht es ähnlich aus. Wenn ich also meine reguläre Route klug wähle, so dass noch positive Modifikatoren hinzukommen, sieht es eigentlich ganz gut aus.


    Und das Abenteurerleben bringt ebenso Verlust wie Gewinn.


    Zumindest sind die Preise gut durchgerechnet, die Welt funktioniert.


    Und mit einem 100 Jahre alten Uraltschiff (bringt ca. 35 Schiffsanleihen)wird das sogar richtig rentabel.




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    Nun vergleiche ich den SEAT mal mit einem Scout


    Ich würde jetzt den Scout eher mit einem kleinen (Meeres-)Schiff vergleichen (Fischkutter, z.B.): Raumschiffe haben bei weitem nicht die Verbreitung wie Autos.



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    Worauf ich hinaus wollte: wenn man spielt kann man sich die rechnerei sparen...


    Das ist eine Frage des Spielstils; Wenn man die Schulden bei einem Jabba dem Hutten hat, kommt man doch gerne dem Vorschlag nach, die Hypothek mit einem besonderen Dienst zu begleichen ... :whistling:

    So, rechnen wir das ganze mal für den Freihändler Typ A durch:


    Kosten: 36.567.000 Cr. (Preisminderung für Standardmodell lasse ich mal weg, damit es nicht zu einfach wird.)


    Monatsrate (Nach S. 155): 152.362,5 Cr.


    Wartungskosten p.M.: 3.048 Cr.


    Lebenserhaltungskosten p.M.: 22.000 Cr.


    Zwischensumme: 177.410,5 Cr.


    Gehen wir mal von zwei Sprüngen im Monat aus, dann ergeben sich bei raffiniertem Sprit weitere Kosten:


    Treibstoff p.M.: 44t also : 22.000 Cr.


    Zwei Wochen lang liegt das Schiff pro Monat im Raumhafen, also 2W6x500 Cr. (B-Klasse): 3.500 Cr.


    Monatliche Gesamtkosten: 202.910,5 Cr.


    Nun kann man Handel treiben, gehen wir einmal davon aus, dass unser Freihändler als Spediteur unterwegs ist.


    88t Frachtraum, 1000 Cr. Pro Tonne, sind 88.000 Cr. Einnahmen pro Woche. Einmal im Monat wird er ein Postpacket mitnehmen, 5 Tonnen à 25.000 Cr. dafür hat er 5 Tonnen weniger Laderaum also 83.000 Cr.


    Monatliche Speditions-Einnahmen: 196.000 Cr.


    Wir haben noch 6 Passagierkabinen laut Bauplan. Wenn wir jede bei jedem Sprung mit einer Mitteldeckpassage über 1 Parsek belegen, nehmen wir 36.000 Cr. ein, mit 20 Kälteschlafkammern 20.000 Cr.


    Gesamte Einnahmen: 252.000 Cr. Einnahmen.


    Monatlicher Gewinn: 49.089,5 Cr.


    Alles ohne Schiffsanleihen und ohne die Kostenreduktion für gängiges Modell.


    Klar, man muss darauf achten, dass man zwischen Welten mit viel Verkehr reist (Garten-, Industriewelt), aber dann klappt das. Und selbst wenn es nicht klappt: wir machen gerade fast 19,4% Gewinn! Ohne das Postpaket im Monat sind das immer noch 29.089,5 Cr. Gewinn, ohne die Kälteschlafkammern sind das immer noch 9.089 Cr. Wenn man dann noch den Rabatt für Gängiges Modell (10%) und diverse Schiffsanleihen miteinkalkuliert, mögliche Oberdeckpassagen, ist Raumfahrt ein lohnendes Geschäft.


    Für den Fernhändler sieht die Sache nicht so rosig aus, wenn man sich auf das Einfache Geschäft mit Gütertransport etc. stürzt: höhere Kosten (Hyothek und Sprit), geringere Einnahmen (weniger Frachtraum und Kälteschlafkammern), da muss man spekulativen Handel betreiben und zwar mit 2.000 Cr. Gewinn pro Tonne (z.B. 10% Gewinn bei 20.000 Cr. Basispreis pro Tonne).

    Seit geraumer Zeit bewegt sich der %-Zähler bei den Spinwärtsmarken nicht weiter.


    Ich will nicht drängeln, sondern nur wissen, ob 1% weiterhin richtig ist oder ob lediglich vergessen wurde, den Zähler weiterzustellen.