Posts by Wahlfriese

    ...und dann haben wir nur von den spielbaren Spielercharaktervölkern gesprochen! Ich finde, auch Goblins, Orks, Trolle, Dryaden, Meervolk, Zentauren u.v.m. haben ein berechtigtes Anrecht in irgendeiner Gruppe zu NPC-Ruhm-und Ehren zu kommen.

    Bei uns ist gerade ein Ork in die Stadt gezogen, dem die Helden das Leben gerettet haben. Hat für einige Irritationen bei der Stadtwache gesorgt, war aber lustig. Ich kann mich also nur meinen Vorrednern anschließen: Lass Deiner Kreativität und Phantasie freien Lauf und mach DEIN Ding (und versuche keinen anderen SL zu imitieren)

    Bei meiner Gruppe gibt es inzwischen NPC-Kinder (kleinere Geschwister, Nachbarn und eigener Nachwuchs) und meine wackeren Helden haben diese inzwischen als potentielle Nachfolger ausgesucht. Zwar sind sie selber noch gar nicht so hochstufig aber planen schon mal ihren Abgang und das Verschenken ihrer Ausrüstung an den auserwählten - derzeit noch Mittelalterpamperstragenden - Azubi.

    Wenn das klappt, könnte das auch interessant werden, weil man die Storyline fortsetzen könnte und trotzdem irgendwie bei "null" anfängt.

    Mal schauen...

    Das mit dem Verstellen der Stimme versuche ich auch hin und wieder. Da ich nach wie vor mit meinen drei Kindern (14, 11, 8 8) spiele, wirkt sowas vermutlich sogar noch etwas stärker.

    Neulich habe ich mal eine Art "Samuraikrieger" eingebaut, mit dem sie tagelang vor einem Monster geflohen sind und der sie in starkem "asiatischen" Akzent immer wieder zum "schneller Laufen" motiviert hat. Das hat ihnen sehr viel Spaß gemacht und diesen NPC haben wir daraufhin sogar in der Stadt der Heldengruppe angesiedelt, obwohl sein ursprünglich geplantes Schicksal ein ganz anderes war.

    Diese NPC - obwohl nur für einmaligen Gebrauch geplant - ist inzwischen ein fester Freund der Heldengruppe mit enormem Wiedererkennungswert (fällt allerdings durch sein Erscheinungsbild auch etwas auf)...

    Eigentlich haben es einiger der Vorredner ja auch schon angedeutet: Reisezeite sind halt wirklich relativ.
    In Deutschland komme ich in fünf Tagen zuf Fuß von Hamburg bis Köln - im Amazonas-Urwald kann ich froh sein, wenn ich in der gleichen Zeit 80 bis 100 km schaffe.
    Und da in der Aborea-Welt gut ausgebaute Wanderwege, Hostels und angenehmes Klima nicht der Standard sein dürfte, wird es ziemlich schwierig werden, eine allgemein gültige und verbindliche Regel zu schaffen...

    In meiner Spielgruppe halte ich es mit der Regeneration von Magie- aber vor allem auch Lebenspunkten ziemlich flexibel.
    Um es zu vereinfachen benutze ich für die nächtliche Auffrischung normale 6er-Würfel und lasse dann noch Dinge, wie "Vorhandensein-von-Bett", "Abwesenheit-von-Bedrohung", "Keine-Wache-machen-müssen" und anderes einfließen. Ich muss aber zugeben, dass ich kein großer Freund von strengen Regeln bin, da ich mit meinen beiden Töchtern (10 und 8) spiele und die bestimmt keine Lust auf Datentabellen haben. Es sollte - denke ich - immer mit der Gruppe abgesprochen sein und von allen mitgetragen werden.

    Also wirklich, von Hohn und Spott war nicht die Rede.
    Es war nur zugegebenermaßen sehr amüsant, zu beobachten, wie die anderen versuchten, Erklärungen für das komische Verhalten meines Charakters zu finden. Aber das hat das Spiel wirklich interessant und mal ganz anders gemacht. Natürlich bestand nie eine ernsthafte Gefahr für einen der anderen Charakter durch den meinen. Der Spielleiter hätte sofort interveniert, wenn ich meine "Rolle" übertrieben hätte und ich bin sehr sicher, dass keiner der Anderen mit der Sache ein Problem hatte.
    Es ist ja keiner gezwungen, es nachzumachen. Bei uns hat es gepasst und hat Spaß gemacht (allen!) - was also will man mehr?

    Ich hatte auch mal (auch bei DSA) einen ähnlichen Fall. Ich hatte einen Charakter (einen echt langweiligen Nivesen), der mir schon nach kurzer Zeit keinen Spaß gemacht hat. Dann habe ich mit dem Spielleiter (und nur mit diesem) gesprochen und wir haben uns entschieden, ihn auf die böse / namenlose Seite wechseln und am Ende "hops" gehen zu lassen.
    Allerdings habe ich selbst den Charakter weitergespielt und die anderen Spieler wussten nichts von unserer "Intrige". Da der Spielleiter und ich eine Fahrgemeinschaft zur Spielrunde hatten, haben wir immer vorher grob abgesprochen, wie es weiter gehen soll. Es war schon bemerkenswert, wie lange die anderen Spieler noch versucht haben, "gute" Gründe zu finden, wieso sich mein Charakter so komisch verhielt...
    Es war auf alle Fälle echt lustig DIESEN Charakter auf DIESE Weise zu spielen. Als die anderen es schließlich gerafft hatten und mein Nivese den Weg alles Irdischen gegangen war, war er wirklich sehr cool geworden und es war fast ein wenig schade...
    Aber ich schließe mich den Worten meines Vorredners an: Die Blicke der anderen Spieler war das alles wert und der Spielleiter hat sich ein Loch in den Bauch gefreut.

    Wie wäre es mit dem Namen "Anesmorati" - zusammengesetzt aus "An-" für "Kind der / des" (habe ich aufgrund der Namens der Tochtergottheit mal so angenommen), sowie verkürzten Formen der beiden Hauptgottheiten "Esma" und "Horato"?
    Ich fände es zudem cool, wenn sie als typische Waffe "Unterarmklingen" oder über die Hände ausfahrbare Messer tragen würde (Wolverine lässt grüßen) - würde, glaube ich, zum Katzenartigen passen.

    Ich habe - gerade wenn noch Unsicherheit bezüglich der Stärke der eigenen Gruppe besteht - auch gute Erfahrungen mit "regelunabhängigen Hintertüren" gemacht.
    D.h. die angreifende Goblingruppe ist doch ängstlicher, als vermutet und flieht oder sie holt schnell noch Verstärkung und greift mit neuem Schwung an oder ein NPC greift unerwartet (in die eine oder andere Richtung) in das Geschehen ein.
    Da kann man meines Erachtens sehr kreativ sein, es sollte aber zur Gruppe passen:
    Bei einem "gottesfürchtigen" Charakter kann ich mir auch die Intervention einer Gottheit vorstellen (natürlich "rückzahlbar") oder bei einem Magier könnte ein Zauber in eine völlig kuriose Richtung "schief gehen" - was man bei einem blutigen Anfänger ja auch ohne Weiteres erklären könnte.
    Dass Alles ist natürlich bei stärkeren, erfahreneren Gruppen keine Lösung (weil man sonst keine Angst um seinen Charakter haben müsste) aber gerade am Anfang und / oder mit Kindern halte ich es für eine gute Option.

    Ich versuche mit gerade einen Gnomelfen (mit "the most spitzest ears ever") vorzustellen, oder einen Halblingszwerg (mit Haaren an Füßen UND im Gesicht)...
    Oder wie wäre es mit einem Orkzentauer (ein grünes Pferd, dass wie ein Otter stinkt), einem Trollminotauren (groß, seeeeehhhhr grooooß) oder einem Mischling aus Ork und Elf (in Fachkreisen "Oerks" genannt)...
    Sorry, meine Fantasie geht gerade mit mir durch...


    War natürlich kein ernsthafter Kommentar. :rolleyes:


    Viel Spaß weiterhin und möge den Meistern stets ein gutes Genlabor zur Verfügung stehen...

    Ich würde eine alternative Öffnungsmethode in Betracht ziehen...
    Zum Beispiel könnte der hühnenhafte Krieger der Gruppe die Tür mit schierer Gewalt einreißen oder der böse Schwarzmagier könnte die Tür von innen öffnen und nachzusehen, wer da so freundlich klopft.
    In jedem Fall würde ich dem verunglückten Türenknacker aber irgendeine Art von "Strafe" auferlegen - und sei dies auch nur der ewig währende Spott seiner Mitspielern... :rolleyes:

    Da ich nichts zu sagen habe, schreibe ich jetzt mal was:
    Ich habe in den vergangenen Wochen "Der kalte Tod" mit meinen Töchtern (10 und 8 Jahre) gespielt.
    Auch wenn es kein "Kinderabenteuer" ist, ließ es sich ohne große Altersanpassungen spielen. Die für Kinder manchmal kniffligen kriminalistischen Elemente habe ich in den Griff bekommen, indem ich einen NPC als Dauermitglied der Gruppe mitgeschickt habe, der (sehr selten) "Tipps" gegeben hat, wenn die Mädchen feststeckten.
    Ich habe das Abenteuer vorher zwei-dreimal durchgelesen und mir ein paar Anmerkungen gemacht. Es hat meinen Spielleiterhorizont definitiv erweitert und hat auch viel Spaß gemacht. Der Vorbereitungsaufwand war dabei überschaubar.
    Deswegen hoffe ich auch, dass es nicht das letzte gedruckte Abenteuer für Aborea war, denn "PDF" eignet sich meines Erachtens nur bei kürzeren Abenteuern (wo der zehn Jahre alte Tintenstrahldrucker noch nicht verzweifeln lässt); hell leuchtenden, piependen und brummenden Laptop auf dem Spielleitertisch finde ich schrecklich, weil: ein absoluter Stimmungstöter (ich höre ja auch nicht Scooter oder Ramstein, sondern eher den Soundtrack vom Herrn der Ringe beim Spielen).
    Also, liebe 13Mannen: Ich will Nachschub! :P