Posts by Wahlfriese

    Also wirklich, von Hohn und Spott war nicht die Rede.
    Es war nur zugegebenermaßen sehr amüsant, zu beobachten, wie die anderen versuchten, Erklärungen für das komische Verhalten meines Charakters zu finden. Aber das hat das Spiel wirklich interessant und mal ganz anders gemacht. Natürlich bestand nie eine ernsthafte Gefahr für einen der anderen Charakter durch den meinen. Der Spielleiter hätte sofort interveniert, wenn ich meine "Rolle" übertrieben hätte und ich bin sehr sicher, dass keiner der Anderen mit der Sache ein Problem hatte.
    Es ist ja keiner gezwungen, es nachzumachen. Bei uns hat es gepasst und hat Spaß gemacht (allen!) - was also will man mehr?

    Ich hatte auch mal (auch bei DSA) einen ähnlichen Fall. Ich hatte einen Charakter (einen echt langweiligen Nivesen), der mir schon nach kurzer Zeit keinen Spaß gemacht hat. Dann habe ich mit dem Spielleiter (und nur mit diesem) gesprochen und wir haben uns entschieden, ihn auf die böse / namenlose Seite wechseln und am Ende "hops" gehen zu lassen.
    Allerdings habe ich selbst den Charakter weitergespielt und die anderen Spieler wussten nichts von unserer "Intrige". Da der Spielleiter und ich eine Fahrgemeinschaft zur Spielrunde hatten, haben wir immer vorher grob abgesprochen, wie es weiter gehen soll. Es war schon bemerkenswert, wie lange die anderen Spieler noch versucht haben, "gute" Gründe zu finden, wieso sich mein Charakter so komisch verhielt...
    Es war auf alle Fälle echt lustig DIESEN Charakter auf DIESE Weise zu spielen. Als die anderen es schließlich gerafft hatten und mein Nivese den Weg alles Irdischen gegangen war, war er wirklich sehr cool geworden und es war fast ein wenig schade...
    Aber ich schließe mich den Worten meines Vorredners an: Die Blicke der anderen Spieler war das alles wert und der Spielleiter hat sich ein Loch in den Bauch gefreut.

    Wie wäre es mit dem Namen "Anesmorati" - zusammengesetzt aus "An-" für "Kind der / des" (habe ich aufgrund der Namens der Tochtergottheit mal so angenommen), sowie verkürzten Formen der beiden Hauptgottheiten "Esma" und "Horato"?
    Ich fände es zudem cool, wenn sie als typische Waffe "Unterarmklingen" oder über die Hände ausfahrbare Messer tragen würde (Wolverine lässt grüßen) - würde, glaube ich, zum Katzenartigen passen.

    Ich habe - gerade wenn noch Unsicherheit bezüglich der Stärke der eigenen Gruppe besteht - auch gute Erfahrungen mit "regelunabhängigen Hintertüren" gemacht.
    D.h. die angreifende Goblingruppe ist doch ängstlicher, als vermutet und flieht oder sie holt schnell noch Verstärkung und greift mit neuem Schwung an oder ein NPC greift unerwartet (in die eine oder andere Richtung) in das Geschehen ein.
    Da kann man meines Erachtens sehr kreativ sein, es sollte aber zur Gruppe passen:
    Bei einem "gottesfürchtigen" Charakter kann ich mir auch die Intervention einer Gottheit vorstellen (natürlich "rückzahlbar") oder bei einem Magier könnte ein Zauber in eine völlig kuriose Richtung "schief gehen" - was man bei einem blutigen Anfänger ja auch ohne Weiteres erklären könnte.
    Dass Alles ist natürlich bei stärkeren, erfahreneren Gruppen keine Lösung (weil man sonst keine Angst um seinen Charakter haben müsste) aber gerade am Anfang und / oder mit Kindern halte ich es für eine gute Option.

    Ich versuche mit gerade einen Gnomelfen (mit "the most spitzest ears ever") vorzustellen, oder einen Halblingszwerg (mit Haaren an Füßen UND im Gesicht)...
    Oder wie wäre es mit einem Orkzentauer (ein grünes Pferd, dass wie ein Otter stinkt), einem Trollminotauren (groß, seeeeehhhhr grooooß) oder einem Mischling aus Ork und Elf (in Fachkreisen "Oerks" genannt)...
    Sorry, meine Fantasie geht gerade mit mir durch...


    War natürlich kein ernsthafter Kommentar. :rolleyes:


    Viel Spaß weiterhin und möge den Meistern stets ein gutes Genlabor zur Verfügung stehen...

    Ich würde eine alternative Öffnungsmethode in Betracht ziehen...
    Zum Beispiel könnte der hühnenhafte Krieger der Gruppe die Tür mit schierer Gewalt einreißen oder der böse Schwarzmagier könnte die Tür von innen öffnen und nachzusehen, wer da so freundlich klopft.
    In jedem Fall würde ich dem verunglückten Türenknacker aber irgendeine Art von "Strafe" auferlegen - und sei dies auch nur der ewig währende Spott seiner Mitspielern... :rolleyes:

    Da ich nichts zu sagen habe, schreibe ich jetzt mal was:
    Ich habe in den vergangenen Wochen "Der kalte Tod" mit meinen Töchtern (10 und 8 Jahre) gespielt.
    Auch wenn es kein "Kinderabenteuer" ist, ließ es sich ohne große Altersanpassungen spielen. Die für Kinder manchmal kniffligen kriminalistischen Elemente habe ich in den Griff bekommen, indem ich einen NPC als Dauermitglied der Gruppe mitgeschickt habe, der (sehr selten) "Tipps" gegeben hat, wenn die Mädchen feststeckten.
    Ich habe das Abenteuer vorher zwei-dreimal durchgelesen und mir ein paar Anmerkungen gemacht. Es hat meinen Spielleiterhorizont definitiv erweitert und hat auch viel Spaß gemacht. Der Vorbereitungsaufwand war dabei überschaubar.
    Deswegen hoffe ich auch, dass es nicht das letzte gedruckte Abenteuer für Aborea war, denn "PDF" eignet sich meines Erachtens nur bei kürzeren Abenteuern (wo der zehn Jahre alte Tintenstrahldrucker noch nicht verzweifeln lässt); hell leuchtenden, piependen und brummenden Laptop auf dem Spielleitertisch finde ich schrecklich, weil: ein absoluter Stimmungstöter (ich höre ja auch nicht Scooter oder Ramstein, sondern eher den Soundtrack vom Herrn der Ringe beim Spielen).
    Also, liebe 13Mannen: Ich will Nachschub! :P