Posts by Colonel Lefevre

    Also ich vermute mal, so kommen wir nicht weiter, da alle (zumindest sachlichen ;) ) Argumente ausgetauscht und die Fronten soweit verhärtet sind (ich weiche nämlich von meiner Überzeugung, dass die Übersetzung einzig und allein "Hohe Wacht" heßen muss, genauso wenig ab wie Du von Deiner "Sternengarde", Curtis. ;) ).


    Deshalb schlage ich einfach einmal vor, Thondras eröffnet einen neuen Thread mit einer Abstimmungsmöglichkeit, in dem die Begriffe "Hohe Wacht", "Sternengarde", "Ehrengarde" und von mir aus vielleicht maximal noch ein, zwei weitere Übersetzungsvorschläge zur Auswahl stehen sollten. Dann werden wir ja anhand des Meinungsbildes sehr bald herausfinden, ob sich - dann auch unter Beteiligung der hierzu bisher vielleicht einfach nur "schweigenden" Minder- (oder Mehrheit?) ;) - ein klarer Favorit herauskristallisiert!


    Und wenn sich dann als alleiniger Spitzenreiter wirklich "Sternengarde" durchsetzen sollte ;( , dann ist das halt so (über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten :wacko: ). Ich werde das dann auch ganz gewiß "wie ein Mann" tragen und mir jeden weiteren Kommentar sparen. :D


    Das letzte Wort wird sich darüber hinaus ohnehin der Verlag vorbehalten, aber 13Mann hat dann zumindest eine etwas objektivere Meinungsbasis als derzeit...

    Wohl wahr!


    Ich bin mittlerweile felsenfest der Ansicht, dass nur die Übersetzung "Hohe Wacht" die einzig richtige für diesen Titel ist! :) Alle anderen Versuche treffen nun einmal einfach nicht das, was im englischen Original (und eigentlich schon seit "Classic Traveller"-Zeiten) damit gemeint ist! Man sollte in der deutschen Sprache - wenn denn schon eine Übersetzung gefunden werden muss - diese nicht auch noch sinnverfälschend "verschlimmbessern" mit Begriffen wie "Ehrengarde" etc. ;)

    Meiner Kenntnis nach ist nur ein einziges Mal ein Spielleiterschirm für Traveller produziert worden, und zwar für die NewEra-Version (zur Info: zuerst kam (Classic) Traveller, dann MegaTraveller und die dritte Version war die von "New Era") und natürlich nur in englischer Sprache. ;) Die Beschreibung dazu lautete: "A 3-panel referee screen, 2 players' aid cards, and an 8 page accessory booklet including the mini-adventure >Lady Elise<."


    Gelegentlich kann man den noch mal auf dem Grabbeltisch z.B. auf der Messe SPIEL finden oder auch mit Glück bei EBay. Die Tabellen dürften aber natürlich nur noch von sehr begrenztem Wert sein. :D Wer jedoch seinen eigenen Tabellenteil zusammenbastelt, der könnte seine Seiten ja in diesen Spielleiterschirm einkleben (oder sonstwie mit Büroklammer innen befestigen) und hätte dann zumindest eine stimmige Traveller-Außenansicht (und den "Sichtschutznutzen" obendrein). ;)


    Hier der Link zum Coverbild: http://www.travellerbibliography.org/gdw-tne/Screen.html

    Wie an anderer Stelle ja schon mal von mir geschrieben, spiele ich nun in unserer kleinen (Classic)-Travellergruppe meinen Char "Colonel Lefevre" seit gut 7 1/2-Jahren. Ich finde dabei immer wieder interessant, wie sich im Verlaufe der Zeit bei uns der Kampagnenstil gewandelt hat, einhergehend auch damit, wie unsere Chars an Einfluß, Macht und Geld gewonnen haben und somit unser Spielleiter es geschafft hat, die Spieler bis heute dauerhaft bei Laune zu halten bzw. unser Interesse zu bewahren. :D


    Ich habe den Wandel (bzw. Erweiterung der Optionen) dabei als sehr positiv empfunden, denn gerade bei Traveller entsteht der Reiz des RPG ja nicht darin, ständig neue Skills und Werte zu optimieren - die Chars bleiben ja in dieser Hinsicht weitestgehend statisch - sondern die Herausforderung des Spielleiters besteht m.E. darin, die Spieler kontinuierlich zu fordern, ihnen aber trotzdem zu zeigen, dass es fortwährend Entwicklung und Fortschritt gibt.


    Angefangen haben wir - zunächst sogar noch ganz ohne Raumschiff bzw. dann kurze Zeit später (nach einer Erbschaft ;) ) mit einem Scoutschiff - nur mit kleinen Aufträgen, die eher detektivischer Natur waren. Irgendwann kam dann eine wirtschaftliche Komponente hinzu (Waren an- und verkaufen, Handels-Spekualationen, Prospektorjob inkl. Erz abbauen). Als unsere Gruppe dann im Fortlauf der Kampagne zunehmend reicher an Bekanntheit, Einfluß und Geld wurde, veränderte - oder besser gesagt erweiterte - sich der Kampagnenstil widerum und wurde durch eine "politische Dimension" (d.h. Intrigen, Geheimdienste, Korruption) erweitert.


    In der jetzigen Stufe unserer Kampagne (seit kurzem nun mit einem selbst konstruierten, eigenen 2.000tn-Schiff (Sprung 5, Manöver 2, Computer 6) und dem ursprünglichem Scoutschiff vom Kampagnenbeginn noch als zusätzlichen "Aufklärer") haben unsere Abenteuer nun nicht mehr viel mit denen zu tun, wie wir "damals" vor Jahren einmal angefangen haben! Mittlerweile stehen einerseits Forschungsreisen an die (und über die) Grenzen des Imperiums hinaus sowie militärische Söldnerabenteuer (bisher z.B. eine Art "UN"-Schutzauftrag ;) und einer Ausbildungsmission) im Vordergrund. Hatten wir deshalb anfangs lange Zeit keinen einzigen NPC (oder Robot) in unseren Diensten, sind es nun mittlerweile mehr als 200 Menschen (und ein paar Vargr 8) ) bzw. TL15-Roboter (als Schiffs-, Raumjäger- und Fahrzeugcrews, Commando-Soldaten, aber auch als Büro-, Service- und Reinigungskräfte), um die verschiedenen, teilweise öden Standardjobs zu erledigen, sodaß wir uns in der Gruppe auf die eigentlichen Abenteuer selbst konzentrieren können.


    Ich bleibe gespannt, wie es vermutlich in zwei, drei Jahren bei uns in der Kampagnenentwicklung widerum weitergehen wird: Möglicherweise mit der Übernahme von Regierungsverantwortung über eine ganze Welt? Oder der subsektorweiten Expansion unserer Corp mit allen dazu gehörenden Fallstricken? All dies wäre dann m.E. eine spannende nächste Herausforderungsstufe im Spannungsfeld imperialer Politik und dem "lokalen" Mächtegerangel zwischen MegaCorps, Adligen und feindlichen Mächten in den Spinwärts Marken...


    Soweit die Entwicklung in unserer mehrjährigen Kampagne, die möglicherweise ja dem ein oder anderen Spielleiter (oder auch Spieler :) ) unter euch einen Anhaltspunkt liefern kann, wie sich eine Travellerkampagne "evolutionär-spannend" weiterentwickeln könnte. Meine Frage aber nun an Euch: Wie bzw. welchen Kampagnenstil spielt Ihr? Wie lange existiert eure Gruppe dabei überhaupt schon? Und seid ihr bei eurer Kampagne noch in der anfangs gestarteten Spielergruppe unterwegs bzw. seid ihr bei eurem "Startschiff" wie z.B. einem Scout oder Freihändler und kleinen, übersichtlichen Missionen geblieben? Oder habt ihr womöglich bis heute noch gar kein eigenes Schiff? ;) Welche Abenteuer reizen euch denn am meisten als Spieler; eher die detektivischen, die handelsorientierten, exploristischen, militärischen und politischen Plots oder sind in eurer Kampagne gar fantastisch-mysteriöse Aspekte enthalten? Gibt es unter euch womöglich sogar welche, die in ihrer Kampagne gleich auf einem "High Level" gestartet sind, d.h. also als Baron einer ganzen Welt oder gar Graf eines Subsektors (bzw. in dessen Gefolge) und befaßt auch mit vielerlei Verwaltungsaufgaben? Und welche Herausforderungen und Probleme seht ihr als Spielleiter darin, die Chars zunehmend "erwachsen", d.h. also reicher und mächtiger werden zu lassen, aber trotzdem immer wieder zu faszinieren, zu fordern und dafür auch irgendwie angemessen zu "belohnen"?

    Meiner Erfahrung nach ist es so, dass ein guter Spielleiter ja selbst aus einem schlechten oder simplen System noch viel machen kann. :D Was ich damit sagen will ist, dass es m.E. weniger auf das RPG-System ankommt, als vielmehr darauf, was für eine Kampagne der Spielleiter vorhat und wieviel Zeit und Mühe dieser in eine ausgefeilte und "feinziselierte" Kampagne stecken kann und will:


    Ist z.B. nur geplant, ein relativ einfaches "Hack & Slay"-Dungeon (oder vergleichbares bei SF, History, Horror, etc.) durchzuspielen, dann ist eine große Spieleranzahl u.U. durchaus nicht so störend, da es ja sowieso zumeist nur auf "Firepower" ^^ und ein großes Ideenpotential beim Rätsellösen ankommt.


    Möchte man jedoch eine Kampagne spielen - durchaus gerade auch bei Traveller - die sich im Laufe der Zeit mit zunehmenden Verflechtungen, Kontakten, bzw. irgendwann auch hin mit Einfluß in imperialer Politik und Wirtschaft entwickelt und möchte man eben nach einigen Spieljahren auch nicht mehr nur auf der Ebene der kleinen, begrenzten Abenteu(r)er und mit einem 100 - 400t-Schiff agieren, sowie läßt zudem zunehmend persönliche Verflechtungen der PC´s mit NPC´s wie Freundschaften, Beziehungen oder gar Heiraten/Familie derselben zu, dann ist dies definitiv mit einer großen Spieleranzahl nicht mehr handhabbar! Der aufzuwendende Zeit- und Vorbereitungsanteil des Spieleiters pro Spieler würde offgame und ingame für diese "Privatissimoaktionen" der Chars zu hoch für eine große RPG-Gruppe.


    Ich habe deshalb gerade in diesen von der Spieleranzahl her kleinen Runden die allerbesten Erfahrungen mit ausgefeiltem Charakterplay bzw. Rollenspiel insgesamt gemacht; d.h. dort den meisten Spielspaß erlebt: Meine eigene Erfahrung aus einer langjährigen Travellerkampagne zeigt, dass im Fortlauf der Kampagne die Spieleranzahl durch "natürliche" Einflüsse aus Job und Privatleben sowieso abnimmt, dafür im gleichen Maße aber der Komplexitätsgrad und die "Tiefe" der Kampagne zunehmen kann.


    Mein Fazit: Auf eine befriedigende Rollenspielrunde hat natürlich das Zusammenspiel der Mitspieler - wie von Prometheus angeführt - in der Tat sehr wohl hohen Einfluß, mindestens im gleichen Maße ist jedoch die Kampagnenart und -stil des Masters ausschlaggebend, die jedoch an Komplexität/Tiefe m.E. nur bei sinkender bzw. kleiner Spieleranzahl zunehmen kann. Das Rollenspielsystem aber - und hier bin ich anderer Meinung als Pyromancer - hat jedoch nur relativ wenig Einfluß darauf, welche Spieleranzahl benötigt wird, um (noch bzw. schon) ein gutes Rollenspiel zu gewährleisten.

    Das klingt doch schonmal gut. Da bräuchten wir dann jetzt aber noch so 2-3 weitere Mitspieler nicht? :-)


    Naja, sagen wir mal so, zumindest eine(r) sollte es noch werden. :) Ich habe ansonsten in den letzten Jahren durchaus sehr gute Erfahrungen in Spielerunden mit einem Master und nur max. zwei bis drei Spielern gemacht. In solchen ja eigentlich relativ kleinen Runden ist dann nämlich oft überhaupt erst sehr gutes Rollenspiel möglich bzw. der Master kann dann auch auf individuelle Besonderheiten/Vorlieben der Chars eingehen. Das ist i.d.R. bei fünf bis sechs Spieler m.E. kaum mehr möglich. Voraussetzung dafür ist aber natürlich, dass die Spieler in einer kleinen Runde allerdings auch wirklich alle mehr oder minder aktiv sind und es keine kompletten Schnarchnasen/Schlaftabletten darunter gibt. ;)


    Im übrigen vermindert eine kleine Anzahl von Rollenspielern das aus meiner Sicht ernsthafteste Überlebens-Problem einer RPG-Runde von Beteiligten jenseits der Studentenzeit ;) überhaupt: Nämlich einen gemeinsamen neuen Spieletermin zu finden, an dem alle Zeit haben (und verringert zudem die Absagewahrscheinlichkeit). ;(


    Kurzum: Ich werde mich also mal in meinem Bekanntenkreis umhören, ob da noch ein oder zwei Lust hätten, mitzuspielen.


    :!: Aber das ist eigentlich eine grundsätzlich interessante Frage an alle: Was sind denn eure Erfahrungen mit der Mitspielerzahl einer Rollenspielrunde? Spielt ihr eher in "großen" Runden mit einem Master und mindestens 4 Mitspieler "plus x" oder bevorzugt ihr eher kleinere Spielerunden, womöglich sogar nur mit einem Master und einem Mitspieler? Was sehr ihr als Vorteile bzw. Nachteile solcher Runden an? Und wie geht ihr als Master oder auch Mitspieler mit Schnarchnasen/Schlaftabletten :sleeping: unter den Mitspielern um? :?:

    Ja, eventuell hätte ich ab Anfang 2009 (vorzugsweise als Mitspieler; für das Startszenario ggf. auch als Master) noch Lust auf eine Spielrunde im Raum Hamburg; könnte allerdings nur so ca. alle drei bis vier Wochen einmal abends in der Woche. Häufiger ließe meine Zeit leider einfach nicht zu. Genaueres müßte man aber natürlich noch klären... ;)

    Ich würde auch sagen, dass es in einer Neuauflage geradezu zwingend notwendig wäre, das Grundregelwerk zu überarbeiten und im gleichen Format wie dann die restlichen erschienenen (und noch erscheinenden) Bücher zu halten.


    Eventuell kann sogar noch (zumindest ein gewisser) Kostenvorteil in den Druckkosten erzielt werden, wenn man ein Standard-DIN A4-Format nimmt gegenüber dem bisherigen Sonderformat. Druckereien bevorzugen in der Regel Standarddruckformate und lassen sich davon abweichende Druckstücke gerne mit Aufschlägen vergüten. Diesen dann erzielten Preisvorteil könnte man möglicherweise dann auch ganz oder teilweise an die Endkunden/Leser weitergeben... :D

    Da wir die Travellerspielrunde immer noch traditionell am "Küchentisch" unseres Spielleiteres abhalten, ;) kommt erst einmal ein großes Stück schwarzen Baumwolltuches zum Einsatz, um den Tisch komplett abzudecken und sozusagen damit den "Sternenhimmel" zu simulieren.


    Da wir mittlerweile nach immerhin rund 7 Jahren Traveller-Kampagnenspiel mit einem (nach High Guard) selbst konstruierten, eigenen 2.000 t Exploration-Kreuzer operieren (angefangen haben wir natürlich auch mal mit einem Scoutschiff ;) ), wird dann standardmäßig der ausgedruckte Farb-Schiffsplan - zumindest des Brückendecks und eventuell eines der weiteren relevanten Decks - in die Mitte des Tisches gelegt. Für jeden Char (und die wichtigsten NPC´s der Schiffscrew) gibt es zudem eine (bemalte) 15mm-Figur, die natürlich auch auf den Plan gesetzt wird.


    Ansonsten hat man als Spieler vor sich einen Satz seines Traveller-Char-Bogens (mit Bild), der Ausrüstungsliste, Notizpapier und diverse D6-Würfel & seinen Würfelbecher liegen. Ganz wichtig ist zudem die von einem Spieler geführte zentrale Namensliste, in der alle neuen (relevanten) NPC-Bekanntschaften/Kontakte mit Namen, Ca.-Alter, Funktion und Standort (also z.B. Barkeeper des "Travellers Rest"/Pysadi , oder Miliz-Lieutenant XYX-Town/Rhylanor) und deren eventuellen Besonderheiten dokumentiert werden. Sie dient damit als wichtiges Nachschlagewerk und Erinnerungsposten. Bei Bedarf fungiert zudem ein Spieler als Kartograph relevanter Locations auf Karopapier, ganz wie zu den guten alten "Dungeon Crawl"-AD&D-Zeiten... :D


    Vom Spielleiter (der ansonsten noch ganz klassisch hinter einem GM-Masterscreen verborgen seine Aufzeichnungen hat) ;) werden ansonsten situationsbedingt alle möglichen Handouts zur Verfügung gestellt, die zur Visualisierung des Abenteueres oder spezieller Situationen nötig sind (z.B. Briefe/Texte, (Stern-)Karten, etc.), die z.T. mit dem Progammen Heaven & Earth (siehe Link hier im Forum an anderer Stelle), Kopien aus passenden Büchern/Vorlagen oder ansonsten von ihm mit einem Textverarbeitungsprogramm erstellt und ausgedruckt wurden.


    Eine Besonderheit ergibt sich bei wichtigen plot-relevanten Gefechten, denn dann wechseln wir während des Rollenspiels in den Computerraum unseres Masters, wo wir mit dem Programm "The War Engine" (siehe auch dazu den entsprechenden Link an anderer Stelle hier im Forum) die Gefechte im "Hot Seat"-Modus durchführen.


    Raumgefechte spielen wir derzeit noch mit dem alten (leicht vom GM erweiterten) Traveller-GDW-Brettspiel "Mayday" auf Hexkarten, improvisierte Personengefechte mit GDW´s "Snapshot" bzw. GDW´s "Azhanti High Lightning" auf 15mm-Plänen (auf selbst erstellten oder den Standardvordrucken), Fahrzeuggefechte schließlich mit dem Brettspiel "Hammer´s Slammers" (Mayfair Games). Alle vier Spiele sind übrigens gelegentlich als Schnäppchen nochmal auf Cons oder bei EBay zu erhalten, siehe dazu abschließend folgende Coverbilder:


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    Mit "Schwerem Trägerschiff" und "Monitor" könnte ich in einer Übersetzung wohl leben, ;) aber "Schlachtboot" als Übersetzung für "Battle Rider" halte ich - mit Verlaub - für ungeeignet, da waren m.E. bessere Vorschläge dabei... ;(


    Statt "Super-Monitor" hätte ich im übrigen als Übersetzungsvorschlag den "Schweren Monitor" oder gar "Überschweren Monitor" anzubieten.

    "Geschwader" halte auch ich für eine gute deutsche Übersetzung für "Squadron", ansonsten böte sich auch noch die "Flotille" oder "Flotilla" an. Auch den "Monitor" würde ich als solchen belassen und nicht übersetzen - da schließe ich mich ganz meinen Vorrednern an. :D


    Siehe übrigens auch ganz allgemein folgenden interessanten Link mit Erklärungen für maritime Begriffe: http://www.janmaat.de/seemlex.htm


    Bei den Abkürzungen für die unterschiedlichen Geschwadertypen würde ich jedoch in jedem Fall versuchen, keine "lustigen" neuen Wortschöpfungen zu kreieren, denn dies ist ja schließlich eine bierernste Angelegenheit, gelle? ;) Also dann z.B. SSGs (=Schlachtschiffgeschwader), KRGs (=Kreuzergeschwader), STGs (=Sturmgeschwader = Assault Squadron) und TRGs (= Trägergeschwader). Alternativ mit Flotille wäre es dann eben die SSFlt, KRFlt, STFlt und TRFlt.


    Nun zur Problematik der "Battle Rider" und dem zugehörigen Transportschiff, das diese aufnimmt. Hier wäre mein Vorschlag, den "Transporter" zukünftig SF-mäßig als "Basisschiff" oder auch "Mobiles Basisschiff" zu bezeichnen, denn i.d.R. sind das ja alles Riesenpötte. :) Allerdings könnte ich auch mit Träger oder Tender leben... ;)


    Um die Problematik der Abgrenzung der "nicht-sprungfähigen" von den "sprungfähigen" Kriegsschiffen zu kennzeichnen, würde ich einen ganz anderen als die bisher vorgeschlagenen Wege gehen: Warum ein "nicht-sprungfähiges" Schlachtschiff von dem selbstständig "sprungfähigen" nicht durch ein Präfix (oder hinten angehängte Abkürzung in Klammern) in der Bezeichnung kennzeichnen? So könnte es also z.B. NSF-Schlachtschiff oder Schlachtschiff (NSF) heißen.


    Eine noch andere Variante wäre, darauf abzustellen, das diese im Battle Rider transportierten Schiffe ja üblicherweise nur mit Unterlichtantrieb und damit ausschließlich nur systemweit operieren können: D.h. also warum nicht solche Schiffe immer mit dem Präfix "System-", "Systemverteidigungs-" oder "Systemangriffs-" kennzeichnen. So wäre dann immer klar, das ein Systemverteidigungskreuzer nicht sprungfähig ist.

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    von: Prometheus



    Nein, so kann man das nicht sagen. Schau Dir mal die Definitionen bei Wikipedia an. Man würde im Deutschen auch eher von einer "Panzerweste", als einer "Rüstungsweste" sprechen, wenn man eine kugelsichere Weste meint.


    Ehrlich gesagt, halte ich weder den Begriff "Panzer(ung)" noch den Begriff "Rüstung" dafür in einem SF-Spiel für wirklich gut geeignet. Das eine steht im deutschen Sprachgebrauch hauptsächlich für Panzerfahrzeuge (bzw. deren Panzerplattendicke), das andere lässt einen doch sehr an das Mittelalter mit seiner (Ritter-)Rüstung denken.


    Beides ist m.E. nicht wirklich sinnvoll für ein SF-Spiel wie Traveller. Ich würde hier doch eher einen neutraleren und dennoch eindeutigen Gattungsbegriff wie "Schutzkleidung" oder "Körperschutz" bevorzugen! Aber wie schon mein Vorredner schreibt, ist dies sicher alles Geschmackssache... ;)

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    von: Pyromancer


    Und wenn ein Buchtitel wie "Wacht im All" es schafft, dass Traveller in irgendeinem lokalen Käseblatt auf Seite 17 oder einem drittklassigen Blog erwähnt wird, dann würde das wahrscheinlich die Verkaufszahlen mehr fördern als alle Supportrunden zusammen. Einfach dadurch, dass so Leute von der Existenz von Traveller erfahren, die mit Rollenspiel nichts am Hut haben, vielleicht SF mögen und sich aus Interesse dann das Regelwerk kaufen.
    In sofern sollte man "Wacht im All" vielleicht als "Blitzkrieg unter den Sternen" verkaufen.


    Ich bin nicht sicher, ob ich möchte, das die Verkaufszahlen eines Rollenspiels nur aus dem Grunde ansteigen, weil es in den Verdacht gerät, potentielle Nazipropaganda zu sein. Ich möchte auch sehr bezweifeln, dass dies irgenwelche positiven Auswirkungen hat oder dazu geeignet ist, RPG-Neulinge dazu zu bringen, sich mit diesem Rollenspiel zu beschäftigen.


    "Rechte Kreise" werden enttäuscht sein, wenn sie im "Innenleben" des Bandes nichts finden, was der Covertitel anzudeuten schien. Umgekehrt werden liberal denkende bzw. die Naziszeit verabscheuende potentielle Leser bei Titeln wie "Wacht im All" oder "Blitzkrieg unter den Sternen" abgeschreckt werden, sich dieses Supplement zu kaufen und sich höchstwahrscheinlich auch nicht die Mühe machen, bis ins "Innenleben" vorzudringen. Dazu ggf. eine (schlechte) Presse (auch wenn nur auf S. 17 des Regionalwurstblattes) - ich möchte doch sehr bezweifeln, das dies dem Verlag recht ist und er so etwas riskieren wird. :S

    Man kann natürlich auch eine ganz neutrale Variante wählen, die zumindest sehr treffend beschreiben würde, was der Inhalt der Publikation ist:


    "Karrieren und Schiffe der Raumflotte" bzw. "Karrieren und Schiffe der militärischen Raumfahrt"


    Weiterer Vorteil davon wäre, dass man sämtliche Klippen einer direkten Übersetzung umschiffen und zudem eine spätere analoge Titel-Übersetzung vom sicherlich noch kommenden "Merchant Prince" nach gleicher Systematik vornehmen könnte:


    "Karrieren und Schiffe der Handelsflotte" bzw. "Karrieren und Schiffe der zivilen Raumfahrt"


    Ansonsten wird das sicher bald noch ein weiterer Fall langer Diskussionen hier im Forum, wie man die "Handelsprinzen" passend übersetzen soll... ;)

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    von: JP-Thornton


    Da werfe ich dann per Lichtspruch über Erd-Aussenstation 4 noch die Imperiale Raumflotte (den darum geht es ja wohl)

    In "High Guard" geht es meines Wissens nicht nur um die Imperiale Raumflotte, sondern auch Karrieren von planetaren oder subsystemweiten Raumflottenangehörigen können hiermit erstellt werden. Desweiteren finden sich in "High Guard" ja wohl auch die Konstruktionsregeln für den Schiffbau, was somit auch nicht speziell nur an die "Imperiale Raumflotte "gekoppelt ist. Ein neutralerer Begriff ist dewegen m.E. nötig.

    Quote

    von: Pyromancer


    Wenn es nicht die "Ehrengarde" sein so, dann bin ich für "Wacht im All" als Titel.
    Das ist nah am Original und weckt mit der sprachlichen Nähe zur "Wacht am Rhein" die nötigen imperialistisch-militaristischen Untertöne.

    ...gerade deswegen gefällt mir diese Übersetzung "Wacht im All" ganz besonders nicht! :thumbdown: Schlimm genug, das man viele Rollenspieler sowieso schon als "Spinner" und "Sektierer" abtut, da muss man dem nicht noch weiter Vorschub leisten, indem man einen Publikationstitel wählt, der gefährliche Assoziationen mit der imperialistischen deutschen Kaiserzeit - oder gar noch schlimmer - der Nazivergangenheit, weckt! Und feinsinnige Erklärungsversuche auf den Innenseiten helfen da auch wenig, denn soweit wird von denen gar nicht erst gelesen werden, die diesen Titel verteufeln möchten! Sorry, Pyromancer, ist selbstverständlich nicht persönlich gemeint, okay? ;)

    Hallo Traveller,


    um die Diskussion doch noch einmal zurückzuführen auf das Anfangsproblem einer adäquaten Übersetzung von "High Guard", hier ein paar Übersetzungsvorschläge dafür, die entsprechend unterschiedlich den Schwerpunkt legen, je nachdem wie man den Begriff interpretieren bzw. auch weiter auslegen will:




    • Hohe Wacht
    • Orbitalverteidigung
    • (Kommandostelle) Orbitalschutz
    • Planetares (Nahverteidigungs-)Kommando
    • Hohe Garde
    • Orbitale Wachtruppe


    Vielleicht ist einer dieser o.a. Begriffe ja passend oder kann als Anregung verstanden werden, darauf weiter herumzudenken, denn "Ehrengarde" ist meiner Meinung nach als Übersetzung nicht nur ungeeignet, sondern gar sinnverfälschend für das, was hier gemeint ist. ;)