Posts by Angel

    Hallo!


    Ich habe erst mal in Ruhe Eure ganzen Stements durchgelesen und bin doch beruhigter, dass viele von Euch schon früh mit dem RPG angefangen haben. Ich selber kam erst mit 17 dazu und da erstmal in eine selbst-gebaute-Zukunftswelt und erst 2 Jahre später zum Rolemaster - und da direkt in Verwicklungen mit dunkler Magie und Mitspielern, die jeden Bezug zur Realität verloren hatten. Bin sicher daher ein gebranntes Kind.


    Die Kids kamen von ganz alleine darauf, auch einmal spielen zu wollen - mit ihrer Mutter und mir (bin nur die Babysitterin der Zwerge, kenne diese aber schon seit Ihrer Geburt, die Eltern noch länger). Sie sind beide aber auch noch "recht jung für ihr Alter" wenn man sie so mit Klassenkameraden etc vergleicht. Denke aber auch, dass sich das in den nächsten 2 Jahren radikal ändern wird, dass die noch mit uns spielen wollen, so gesehen geniessen wir das jetzt schon, so lange man noch eine gewünschte aktive Rolle in deren Leben spielen darf - bevor die Pubertät los bricht und andere Seiten aufgezogen werden :D


    Die Gewalt ganz rauszunehmen ist sicher ein Ideal, das wir nicht halten können, die Mutter war da relativ schnell bei der Sache. Ich denke, wir werden da einen Mittelweg finden, und gucken, wie die beiden reagieren. Erstmal geht`s ja auch um den Spaß, sich phantasievoll und konzentriert mit etwas zu beschäftigen. Und sei es eben, sich eine Geschichte auszudenken, in der man selber die Hauptrolle spielt. Jetzt sollen sie erstmal lernen, das man den Character, den man spielt auch mit Fähigkeiten ausstatten kann. Und eben, nicht nur sagt: ich such jetzt den Raum nach Fallen ab, sondern dies auch beschreibt: z.B.: ich guck nach versteckten Schlitzen, aus denen Pfeile kommen könnten oder suche auch nach losen Trittplatten etc.


    Freue mich schon, wenn Sie weiter so viel Spaß dran haben wie die letzten 2 Abenteuer (zugegeben recht kurz, aber das ist am Anfang ja auch okay) sie alleine los zu jagen und sich auszuprobieren.


    Vielen Dank nochmal für Eure tollen ermutigenden und kritischen Ansätze ! Das hat mir doch sehr geholfen ! cu Angel

    Hallo !


    Wir spielen in den diversen Gruppen schon seit Jahren Rolemaster (und GURPS), mittlerweile hat ein Spielerpärchen Nachwuchs erhalten, der jetzt mit 10 und 11 Jahren unbedingt auch mal Rollenspiel machen möchte.


    Ich denke eigentlich, dass es noch zu früh ist, da man ja doch ganz klar den Einstieg ins Spiel und den Ausstieg in die Realität machen sollte. Nicht das die am nächsten Tag in der Schule erzählen, " . . . wir sind gestern mit nem Fremden Mann mitgelaufen in den Wald und haben dort verstecken gespielt und eine Höhle gefunden und Schätze ausgegraben . . . " und die LEhrer, Mitschüler, ELtern, die ja oft Rollenspiel nicht kennen, denken dann sonstwas ist da passiert.


    Haben vorab mal klare Regeln aufgestellt:


    1. Beide Kids (Mädchen 11a will Tierärztin sein -> Animistin wirds wohl werden, Junge 10a wär so gern Pirat -> also irgendwas heldenhaft kämpferisches später mal) starten mit Level 0 und wir Erwachsenen machen die Char.


    2. Hintergrundoptionen bekommen sie erstmal nicht, da sich diese im Spiel ergeben werden (z.B. Angst vor best. Tieren oder Dunkelheit oder Ähnliches, Besondere Bonis für besonders oft angeandte Fähigkeiten etc )


    3. Es gibt immer 1 Erwachsenen spielerfahrenen Mitspieler, der auch als Erwachsener spielt und auf die Kids quasi aufpasst, bzw die mitnimmt in die nächste Stadt zu Verwandten oder so


    4. Es gibt keine Kämpfe mit Schwerverletzten oder Toten/Unttoten/Orks sonstigen Monstern


    Was Sie spielen sollen ist eben Rollenspiel, sich konzentrieren auf ein Abenteuer und mitdenken und mitfühlen - und Spaß haben.
    Haben jetzt 1 Abend gespielt und eigentlich klappte es ganz gut, wir ritten vom Apotheker los und sollten durch einen Wald in die nächste Stadt um dort Heilkräuter zu kaufen. Dann gabs ein Gewitter und ein brennender Baum versperrte uns den Weg. Also drehten wir schnell um, bogen in eine Lichtung ab und fanden dort ein Steintor mit einem Felsvorsprung. Suchten alles nach Fallen und Geheimtüren ab, fanden dann den kleinen versteckten Hebel, und gingen vorsichtig in den Gang hinein. Am Ende des Ganges war ein Torbogen mit verschiedenen Farben angemalt und verschiedenen Farbtöpfen davor. Jetzt durften sie herausfinden, wie man die Tür dort öffnet (in dem man eben die entsprechenden Komplementärfarben anbrachte) . Dahinter war eine Art Lagerraum, den die Kids einfach mal so plündern wollten. Also dennen erstmal beigebracht, das man nicht einfach alles mitnimmt, den das gehört ja jemandem und ist nicht ganz ungefährlich, wenn wir da so den Gang rauslaufen und derBesitzer sieht uns mit seinen Rüstungen entgegenkommen. Die Einsicht liess nicht lange auf sich warten, die nächsten kleinen Rätsel auch nicht. Irgendwann fanden beide dann noch etwas, was vom Master begreitgelegt war, ein kleines Übungsschwert (meine Begeisterung hielt sich in Grenzen) und ein Buch mit Tierbildern und Kräuterbildern und Beschreibungen.


    Meint Ihr, dass das eine Ebene ist, auf der man Spielen kann ? Ich bin echt unsicher, ob das was wir da Anfangen eine gute Idee ist. cu Angel

    Hi Gorn, nun möchte ich mich auch mal in die Diskussion einmischen statt immer nu mitzulesen - sozusagen als "Dauer-Wundheilerin" in vielen Kampagnen (die Hälfte meiner Char. sind Wundheiler, der Rest jedoch bunt - gemischt durch alle Genres).
    Bei uns in den vers. Gruppen gibt es bis zu 2000 EP je Char und Abenteuer für gutes Rollenspiel, soll heissen,für eine Spielweise, die der Hintergrundgeschichte, den Fähigkeiten und Möglichkeiten des Char angemessen ist. Ansonsten gibt es Bonus EP für besondere Leistungen, besonders herausragende Ideen zur Lösung von Problemen und für Dinge, die der Gruppe schon mal den A**** retten. Killing-EP verwenden auch wir nicht, gut, mag daran liegen, dass wir alle zu Idealistisch/Realistisch sind und immer versuchen, die PRobleme anders zu lösen (was natürlich nicht immer geht) wobei auch hier hin und wieder mal Gemetzel für
    ´s allgemeine Kämpfer-Wohlbefinden und Wundheiler-Ausleben drin sind.


    Ein großes Plus dieser EP-Vergabe ist, dass sich Spieler weniger um besonders Starke, hochlevelige und protzige Char bemühen, die ja auch für den Meister irgendwann schwer zu händeln sind, sondern der Spaß am Spiel im Vordergrund steht. Und das kann auch mal mit einem schwachen, kleinen Hobbit, der trotz jeglicher Vernunft Krieger werden will, sehr unterhaltsam sein. Oder Char. die rein Regeltechnisch einfach nix wirklich gut können, sondern von allem nur ein bisschen bringen plötzlich sehr viel Spaß gespielt zu werden. Ich kann es allen, die das noch nicht ausprobiert haben, nur empfehlen, sich mal auf so eine Gruppe einzulassen. [Tip: besonders viel Spaß bringt eine Kinder-Gruppe, die quasi Level 0 hat und so durch die Stadt zieht um eben Kindergeeignete Abenteuere zu lösen]


    Den etwas irritiert bin ich hier doch von einigen Stellen, die für gutes Rollenspiel gar kein Punkte vergeben. Sicher, die Ebene ist nicht immer klar fassbar und nicht besonders objektiv. Aber genau um dieses Characterspielen geht es doch auch im FANTASY ROLLENSPIEL.


    cu Angel