Posts by Torshavn

    Wenn man dann noch die Aufgaben (Nachschlagen in den Tabellen, Notieren der EPs, Notieren des Schadens) auf mehrere Leute verteilt, dann geht doch eine Kampfrunde recht flott vonstatten.


    Das ist der Punkt den ich immer als Arbeit des Meisters sehe. Allein um die Kontrolle über das Spiel, und das Leben und die Gesundheit der Charaktere zu behalten. Die Spieler sollten sich aufs Spiel konzentrieren können.


    Das ist in meinen Augen der große Schwachpunkt von Rolemaster. Dieses schwerfällige, behäbige, unübersichtliche Kampfsystem. Realismus hin oder her. Kämpfe laufen bei mir entweder nach dem MERS-System ab ( das läßt sich noch einigermaßen gebrauchen ) oder nach einem stark vereinfachten Kampfsystem aus einem der früherer deutschen Rolemasterregelwerke. Unter einem dynamischen Kampfsystem stelle ich mir etwas anderes vor.

    Beim weiteren Vorbereiten auf meine morgige Rollenspielsitzung ist mir als großes Manko aufgefallen: eine Beschreibung des Dorfes Leet fehlt. Ich erfahre zwar unter wessen Schutz das Dorf steht; das es Ackerbau und Viehzucht gibt; und das die Bewohner von der Jagd leben. Die komplette Infrastruktur fehlt. Nur der "Brandkessel" als Gasthaus am Ort wird kurz beschrieben. Den Rest muß ich mir als Meister selber ausdenken.


    Dieser Mangel wird um so größer, wenn ich das Abenteuer mit den vorgefertigten Charakteren spielen will. Immerhin kommen sie aus oder leben schon eine weile in Leet. Ich denke man hätte den Ort auch ausführlicher beschreiben können, ohne zu viel von der eigenen Kampagnenwelt Tirion zu verraten.


    Die Anpassung an einen Mittelerde- Hintergrund fiel mir nicht schwer. Der universelle Charakter von Elisera ist gut. Wenn auch durch die fehlende Ortsbeschreibung unnötig arbeitsaufwendiger.


    Dennoch solltet ihr mehr Abenteuer herausbringen. Es ist schon eine Wohltat NSC- und Monsterwerte nicht von anderen Systemen auf MERS / Rolemaster übertragen zu müssen. Danke. Weiter so.


    Beste Grüße


    Torshavn

    Auf welchen Regeln beruht Traveller eigentlich, Runequest, D20, Rolemaster oder?


    Traveller ist immer noch mein Lieblings SF- Rollenspiel. Ich spiele noch nach der alten FanPro- Übersetzung. Auf ein neues deutsches Regelwerk freue ich mich sehr.

    Vielleicht könnte man auch ein Verlagsprogramm (halbjährlich?) herausgeben und in Rollenspielläden auslegen.
    Muss ja nicht mal ein Heftchen sein. Ein Flyer würde es für den Anfang auch tun.


    So einen Flyer gibt es schon. Ich habe welche in meinem Laden ausliegen. Er ist postkartengroß, leider seit dem Erscheinen des Zauberbuches veraltet. Der Flyer zeigt lediglich die Cover von GW, Kampfhandbuch, Elisera und Sichtschirm und verweist auf die Homepage. Etwas aussagekräftiger in Bezug auf Inhalt und Produktplanung wäre schön.


    Beste Grüße


    Torshavn

    Ich habe mir nun das erste Rolemaster Kaufabenteuer geholt und bin sehr begeistert. Die Aufmachung gefällt mir gut; die eingestreuten Hinweise für den Meister sind hilfreich, gerade auch für mich als reinen Rolemaster-Neuling. Es macht Spaß dieses einfache Abenteuer vorzubereiten. Positiv finde ich auch den breiten Handlungsrahmen, der den Spielern in der Auseinandersetzung mit den Orks angeboten wird. Hat schon jemand hier im Forum praktische Erfahrung mit dem Abenteuer gesammelt?


    Ich werde es am Samstag mit meiner MERS- Einsteiger- Gruppe spielen, und dann einmal hier meine Erfahrungen schildern.


    Beste Grüße


    Torshavn

    Ich finde die Gewaltdarstellungen in der Aufmachung des deutschen Rolemaster nicht zu brutal. Die dargestellten verwundungen sind alle als kritische Treffer vorhanden.
    Die alte Rolmasteraufmachung in der amerikanischen Fassung ist viel grausamer. Schau doch einfach mal auf Seite 77 im RMFRP nach. Da sieht man einen Mann , der an einen Baum gefesselt ist und dessen abgetrennter Arm an seine Brust gebunden ist.
    Rolemaster ist ein extrem brutales Rollenspiel, das den Schrecken des Kampfes gut vermittelt.
    Die Übersetzung ist allerdings leider nicht gut ausgefallen, schade bei dem Aufwand um die Gestaltung der Regelwerke.


    Für mich ist es kein Argument für die extrem kämpferische, gewalttätige Aufmachung der neuen Ausgabe, das alle gezeigten Verwundungen als kritische Treffer existieren. Die Amerikaner halten sich nicht nur mit der Farbe zurück ( alle Innenillus sind schwarzweiß ); es finden sich auch erheblich mehr Bilder, die nicht immer Kämpfe darstellen.


    Ich habe Rolemaster nie als brutales Spiel empfunden; eher als ein Spiel in dem das Kämpfen extrem gefährlich, daher vielleicht "realistischer" als in anderen RPGs dargestellt wird. Für mich hält Rolemaster regel- und arbeitstechnisch doch eher dazu an, kämpferische Auseinandersetzungen zu umgehen; und somit andere Aspekte in den Vordergrund zu stellen.


    In meinen Augen holt die deutsche Aufmachung den Makel, Rollenspiele seien gewaltverherrlichend und nur auf "Hack and Slay" ausgerichtet, wieder zurück. Genau den Makel der früher D&D anhing und zum Teil auch heute noch anhängt. Das ist meiner Meinung nach völlig unnötig. Das ist auch der Grund, warum ich Rolemaster bei mir im Laden nicht großartig bewerbe. Jeder kann es kaufen, alle Produkte sind da. Denn das System halte ich für gut. Aber die Bücher kommen weder ins Schaufenster, noch in die Auslage.


    Für mich bleibt immer noch die Frage: Warum diese Aufmachung? Wer soll angesprochen werden? Vielleicht kommt auch einmal ein Statement von Verlagsseite.


    Wie gut die Übersetzung gelungen ist, kann ich nicht beurteilen, da meine Englischkenntnisse dazu nicht ausreichen. Aber ich finde die deutsche Ausgabe gut lesbar und logische Fehler sind mir noch nicht aufgefallen.


    Beste Grüße


    Torshavn

    Ja, ich spiele nun seit fast 20 Jahren MERS und habe bisher immer ein bißchen mit der ersten deutschen Ausgabe von Rolemaster erweitert ( Berufe, Fertigkeiten, Zauber ). Jetzt habe ich mir in Ruhe das neue Rolemaster angeschaut. Der Aufbau des GW gefällt mir gut; die Charaktererschaffung ist gut durchzuführen. Die Aufmachung der neuen Produkte liegt mir ein bißchen quer im Magen.


    Die Cover-Illus sind sehr martialisch, sprich kämpferisch. Das Rückcover des Kampfhandbuches ist unnötig blutig ( ein Pfeil direkt durchs Auge ). Die Bilder im Allgemeinen sind sehr düster; die Charakterdarstellungen meht als heldenhaft, schon comichaft übertrieben.


    Wer soll eigentlich mit dieser Aufmachung angesprochen werden? Rolemaster ist in meinen Augen nie ein heroisches Hack and Slay System gewesen. Auch jetzt nicht. Die Kämpfe egal ob magisch oder körperlich sind viel zu träge. Wir alten Rollenspieler sind in der Regel vom kämpferischen weg; die jungen mögen sich zwar angesprochen fühlen, aber das System ist für Neueinsteiger oder Umsteiger viel zu komplex.


    Mir hat die frühere Ausgabe erheblich besser gefallen. Nur von der Aufmachung her. Inhaltlich denke ich mag man Rolemaster oder nicht. Ich schätze das System wegen seiner Vielseitigkeit, gerade in der Charaktererschaffung.


    Meinem elfjährigen Sohn, würde ich die neuen Regelwerke nicht in die Hand drücken. Wie seht Ihr das?


    Beste Grüße


    Torshavn

    Wann wird denn nun das Regelwerk erscheinen? Wie bzw. wo kann ich es dann erwerben? Arbeitet Ihr mit Zwischenh?ndlern wie z.B. Pegasus oder Ulisses zusammen?
    Wie wollt Ihr das Regelwerk in die L?den bekommen?


    Beste Gr??e


    Torshavn