Posts by twincast

    Wollen schon, nur gibt es bei den Waffen halt ein großes (besagtes Tama'ruk) und ein paar kleinere störrische Fragezeichen, die ich mich seit mindestens einem Jahr davon abhalten. Außerdem würde ich es, wenn schon, dann gerne in hübsche PDFs verpacken, bin aber zu faul dazu. :S


    Es geht mir nicht wirklich um Powergaming, sondern darum, dass der Krieger sich fröhlich ohne jedwede Opfer massig andere Fertigkeiten aneignen kann, während der Rest hierbei mittel- bis hochgradig eingeschränkt ist. Zugegebenermaßen nicht unbedingt ungewöhnlich für simple Haudraufklassen, und in den Spruchlisten finden sich dafür auch Sprüche, die abseits des Kampfes Nutzen haben, aber die kosten andererseits auch wieder wertvolle Magiepunkte, und ich finde die Schere schlichtweg im vorhandenen Ausmaß dann doch etwas krass. Und in größeren Gruppen, in denen List, Natur und mehr von anderen zu Genüge abgedeckt werden, zahlt es sich für Krieger sogar mit Leichtigkeit aus, jede Stufe zwei Mal für seine Waffengruppe(n) AP auszugeben - da kommen wir dann dem Bereich overpowert schon sehr nahe. Die Fertigkeitenkosten für Priester finde ich einzeln betrachtet allesamt angemessen, nur in der Gesamtheit wird's damit sehr knapp - Hauptgrund, warum ich mit dem Gedanken spiele, die AP pro Stufe auf 10 zu erhöhen.


    Bei uns läuft's in der Regel ganz klassisch so, dass die Kriegerin (die Jüngste) im Nahkampf (viel) austeilt und (wenig) einsteckt, die Zaubrerin (die Mittlere) möglichst weit von Gegnern entfernt selbige blendet und mit Feuerbällen etc. beschießt, und die Priesterin (die Älteste) quasi in zweiter Reihe kämpft, während sie darauf achtet, möglichst kostengünstig alle am Leben zu halten. Und außerhalb von Kämpfen springt die Kriegerin recht kompetent für die nicht vorhandenen Dieb und Waldläufer ein, während die Priesterin Verhandlungen führt und die Zaubrerin hier und da mal was Magisches entdeckt.


    Erinnert mich übrigens daran, dass die Gruppe nur deswegen mehrfach TPKs knapp entronnen ist, weil ich schon beim Ersten Abenteuer spontan negative Trefferpunkte für bewusstlose Charaktere einführte, als die optionale Goblinbande am Schluss den dreien beinahe den Rest gab.

    Ich möchte zuallererst anmerken, dass ich den Threadtitel schlecht gewählt finde, da es ja um das System (insb. im Vergleich zu anderen) gehen soll, und nicht wirklich um das Video im Speziellen - bzw. klingt es eigentlich entweder nach Aborea-Videos auf YouTube allgemein oder nach offizieller Präsenz.


    Ich hab mir selbiges jetzt nicht angeschaut, aber ein Krieger hat's meiner Meinung nach bei Aborea besonders leicht, da ein effektiver solcher nicht vieler Punkte (in ein, zwei Waffengruppen) bedarf, und somit viele für beliebige andere (zudem großteils nicht teure) Fertigkeiten übrig bleiben, während die anderen Klassen schon ziemlich genau haushalten müssen. Dass sich da Magie für ihn kaum auszahlt, ist ja wohl das Mindeste. Für Zaubrer wiederum ist fast alles außer Magie sauteuer, aber zumindest haben sie die Wahl, ob sie mit all ihren fünf Spruchlisten (plus quasi obligat Gezielte Sprüche und Magie entwickeln) auf maximale Flexibilität setzen oder einen mehr der Weltbeschreibung entsprechenden fokussierteren Weg wählen und dafür z.B. mehr in arkane und/oder profane Bildung investieren. Priester hingegen müssen zwangsläufig irgendwo Abstriche machen, da eine traditionelle Ausarbeitung ohne zusätzlichem Schnickschnack allein schon 10 AP pro Stufe bräuchte. Archetypische Waldläufer und Diebe wiederum benötigen ebenfalls recht viele Fertigkeiten, könne sich diese aber gut leisten. Nur wenn sie zusätzlich zaubern wollen, müssen sie im Gegenzug in ihren Kerngebieten Federn lassen. Schamanen und Barden haben sehr ähnliche Kosten, sind aber auf - überraschend teure - Magie ausgelegt, können sich gerade halt eine Spruchliste und etwas anderweitige berufliche Kernkompetenz leisten und müssen tiefschneidende Opfer bringen, wenn sie auch nur im Geringsten aus ihrem Korsett ausbrechen wollen. Grundsätzlich aber ist zu sagen, dass Aborea halt wie Rolemaster bei aller Offenheit der Berufe ein klassenbasiertes System bleibt.


    Ein Grundproblem ist natürlich, dass man nach Jahren der Ausbildung als veritable Lusche in die weite Welt hinausgeht, um danach innerhalb weniger Monate exponentiell in Fertigkeiten und Trefferpunkten auf- bzw. anzusteigen, aber dieses teilen so gut wie alle levelbasierten Systeme. Ein spontaner Vorschlag hierzu wäre, auf der grundsätzlich kompetenten Stufe 5 zu beginnen und die Maximalstufe auf 15 zu beschränken (und u.U. die Trefferpunkte konstant wie auf Stufe 10 zu halten). Müsste man sich dann natürlich ansehen, inwiefern die geänderte Balance Spaß macht bzw. Nachjustierung bedarf.


    Und ich mache keinerlei Hehl daraus, dass Rolemaster weit eher meinen Vorlieben entspricht, aber ich brauchte halt was, das meine (teils sehr) jungen Nichten nicht ob seiner Komplexität verschrecken würde. DSA4.1 und D&D3e (genauer: "3.x"-Abenteuer mit minimal modifizierten Pathfinder-Regeln) fielen somit schon einmal ebenfalls weg, SR4A oder von mir aus auch SR5 wären zudem über die Regeln hinaus für die Jüngste zu erwachsen und für die Älteste zu sci-fi, HARP und (minimal modifiziertes) D&D5e gab's nicht auf Deutsch, DSA5 war - glaub ich - noch in der Beta und ist ohnedies nur recht extensiv gehausregelt für mich tragbar, Dungeonslayers hat zwar auch gute Elemente, aber regt mich mit viel zu vielen Regeleigenheiten auf, bei denen ich nicht einmal wüsste, wie ich sie hausregeln sollte, ohne die Balance aus den Angeln zu heben, vor Destiny bin ich (optisch wie mechanisch bedingt) quasi panisch geflüchtet, Splittermond hatte ich einige Zeit lang in Betracht gezogen, unter anderem da ich (viel zu seltene) Ticksysteme liebe, aber die (zugegebenermaßen optional weglassbaren) Mondsplitter sind mir zuwider, zumindest die Standardregeln wären wahrscheinlich doch zu komplex gewesen (jene der Einsteigerbox, die es - glaub ich - noch nicht gab, womöglich nicht), und auch sonst stören mich einige Dinge etwas sowohl am Crunch als auch am Fluff, und mit ein paar Hausregeln bin ich mit Aborea im Rahmen dessen, was es nun einmal sein will, eigentlich ganz zufrieden. (Außerdem hat es mit Abstand die höchste Artwork-Qualität der - großteils durchaus ebenfalls ansehnlichen - Genannten, also ist's auch fürwahr was fürs Auge.)


    Das wären zuerst einmal aus Prinzip die Abschaffung von arbiträren numerischen Inkonsistenzen bei den Erfahrungspunkten (sowohl in der Vergabe als auch in den Stufenkosten) und den Attributen, was die Werte lediglich geringfügig ändert, aber mir ungemein Seelenfrieden beschert. Bedeutsamer ist da die Korrektur der absurd hohen Gewichtsangaben von Waffen und Rüstungen. Es gibt ein paar wenige Ausnahmen, aber als Faustregel kann man sagen, dass sich der oberste Bereich des historischen Spektrums mit dem untersten Bereich des Spektrums bei Rolemaster deckt, während Aborea wieso auch immer in TSR'sche Höhen abgleitet. (Was erst recht verwundert, da die Infohappen über die Kultur von Trion in der Box ausgesprochen glaubwürdig herüberkommen, und man doch meinen sollte, diese Dinge wären schwieriger zu recherchieren als die realen Gewichte historischer Waffengattungen...) Entsprechend nutze ich für die Offensivwaffen (inklusive jener auf dem alten Blog - Active-Underground.de -, an die bzw. den anscheinend sonst absolut niemand jemals mehr denkt, obwohl die Waffengruppe Blasrohr bislang nur dort - drei - Vertreter hat) in der Regel das niedrigste Gewicht des jeweiligen Gegenstücks bei Rolemaster (nur beim Tama'ruk - der Beschreibung nach eine Art Lacrosseschläger? - sind ich und mein Google-Fu überfragt) und für Rüstungen und Defensivwaffen (also Schilde) die Schritte 5, 10, 15, 20 & 25 bzw. 2,5 & 5 kg. (Übrigens gibt es in meinem Palea - wattierte - Stoffrüstungen statt Lederrüstungen. Und falls wer unbedingt letzteres will, so sei er hiermit informiert, dass auf Formen gespannt gekochte Lederplatten in etwa so gut schützen wie moderne Kunststoffprotektoren, gegerbtes Leder hingegen nur - nebst Feuchtigkeit - höchstens vor Schürfwunden.) Außerdem habe ich bei den Waffen jeweils angegeben, ob sie ein-, eineinhalb- oder zweihändig sind und auf Basis dessen, der Gewichte und der offiziellen Mindeststärkewerte letzteres auf alle Waffen ausgeweitet - man kann Waffen (und Rüstungen) auch mit weniger Stärke führen, aber bekommt dann einen entsprechend großen Malus auf die relevanten Würfelwürfe. (Schadens- und INI-Boni und -Mali sowie Preise könnte man sicher auch noch überdenken, aber das greift mir dann schon zu unabsehbar in die Balance ein, beziehungsweise war mir der Gedanke an Überlegungen dazu bislang zu unübersichtlich. Also bei den Waffen; Rüstungen und Schilden habe ich schon konsequent ein konsistentes Preisschema verpasst.) Apropos Stärke, das Gewicht angelegter Kleidung, Rüstungen und Waffen zählt nur halb, bis ST*2 kg gibt es keine Belastung, und pro angebrochenen ST kg darüber gibt es -1 auf Manöver und Bewegung. Zudem haben dedizierte Zweihandnahkampfwaffen und zweihändig geführte Stangenwaffen bei mir eine Reichweite von zwei Hexfeldern statt nur einem. Wie die AP-Kosten genau funktionieren, und mit wie vielen AP man startet, habe ich außerdem leicht modifiziert. Und schließlich - ganz allein der Einfachheit wegen - ein traditionelleres Initiativesystem. Sieht jetzt vielleicht nach viel aus, aber nur letzteres ändert wirklich was daran, wie es sich spielt.


    Deutlich ausschweifender als geplant, aber wenn's schon geschrieben wurde, kann man's auch posten, damit die Zeit nicht gänzlich verschwendet war.

    Zu Pappaufstellern: Als wir vor ein paar Jahren mit Aborea anfingen, hab ich mir/uns aus den Goblins, Orcs, Ogern und Trollen im Spielleiterhandbuch mit GIMP zwei PNG-Dateien (eine davon gespiegelt) mit je acht Exemplaren (die Hälfte davon auf dem Kopf) erstellt, je zweimal ausgedruckt, auf Karton geklebt, foliert, ausgeschnitten und mit Plastikfüßen (von Spielmaterial.de) versehen. Für andere Gegnertypen muss provisorisch herhalten, was halt sonst so da ist.


    Zu Miniaturen: Also die vorgefertigten Charaktere wären ganz nett zu haben (und sicherlich noch mehr für jene, die mit ihnen spielen; für meine Nichten hab ich bei Heroforge.com Passendes besorgt und bemalt), aber darüber hinaus sehe ich ob der Fülle an generischen Fantasyfiguren am Markt nicht wirklich einen Bedarf. Naja, vielleicht für die ungewöhnlicheren Monstertypen. Außerdem mag ich Metallminis aus mehreren Gründen nicht, und selbst Uhrwerk und Ulisses setzen bzw. setzten bei Splittermond und Schicksalspfade für ihre recht ansehnlichen Miniaturen immer noch auf Zinn statt Kunststoff.

    Durch die Qualität kann man den neuen fast in einer Linie aufstellen, dadurch hat man wesentlich mehr Platz dahinter als dei dem Alten, der eher wie ein U stehen musste.

    Eben, also wie bitte nimmt er "gefühlt weniger Platz" ein?

    Wenn du dich mit der Historie von Aborea beschäftigen würdest, könntest du vielleicht verstehen was ich mit 'Leidenschaft' meinte...

    aber haters gonne hate....

    Es ging mir hier einzig und allein um die Rechtschreibung.

    Zur Größe: Der SL-Schirm wurde nicht dafür entworfen, in die Box zu passen. Klar, der alte Schirm konnte dort sicher verstaut werden, was angesichts seiner dünnen Pappe auch sinnvoll war. Der neue Schirm ist wesentlich stabiler. Der braucht diesen Schutz nicht.

    Zum Maß: Obwohl der Schirm quadratisch ist, kann man wegen seiner Größe trotzdem noch DIN A4 Zettel dahinter verbergen. Dazu muss man kein Hochformat verwenden. Hätten wir bei derselben Höhe ein Querformat gewählt (zB 40x30), wäre der Schirm noch raumgreifender geworden. Hätten wir ihn dann niedriger gemacht, würden große Zettel nicht mehr hinter den Schirm passen. Auch hier muss man also Kompromisse eingehen.

    Ich verweise der Einfachheit halber mal ganz dezent auf den D&D5e-Schirm von WotC...

    Der neue Schirm ist großzügiger gelayoutet und die Schriftgröße erhöht. Das waren Kritikpunkte am alten Schirm, die wir damit aufgegriffen haben.

    Das verstehe, wer will. Mit der Übersicht/Lesbarkeit hatte ich nie Probleme. Und wenn, dann würden mehr Farben als bloß rote Balken eher helfen.

    Versand nach Österreich sollte gehen. Über unsere Webseite und über Amazon.

    Sollte er. Tut er aber nicht. Also über Amazon. Und ich verstehe ja vollends, dass sich ein winziger Verlag keinen Gratisversand leisten kann, aber ich zahle sicher nicht 10 Euro Versand für ein 10-Euro-Produkt.

    Also ich würd mich freuen, wenn das mit dem Amazon-Versand nach Österreich bald mal geklärt würde...


    Zum Inhalt: Freut mich, dass die sinn- und nutzlose Inkludierung der Charaktererschaffung beendet wurde. Was ich auf dem alten Schirm schmerzlich vermisse, sind die Kampfspezialregeln, also Kampf mit zwei Waffen, Schildangriff, Deckung usw. (noch dazu alles Dinge, die ich nicht gehausregelt habe), aber nachdem die hier nirgends erwähnt wurden, gehe ich mal davon aus, dass der Nutzen über den Sichtschutz hinaus trotz Kleinstregelwerks weiterhin eingeschränkt ist. Die Kauf- und Gegnertabellen waren nette Dreingaben, aber selbst die waren ja schon zum Stand des Erscheinens nicht vollständig.

    Durch die dicke der Seiten und der nun erfolgten Drei- anstatt Vierteilung steht der viel fester auf dem Tisch, nimmt aber gefühlt viel weniger Platz ein.

    Mein wirklich einziger Negativpunkt wäre die Höhe. Es kommt mir so vor als ob ich mich halb hinstellen müsste wenn ich irgendwas vom Spieltisch sehen möchte. Wir spielen die Kämpfe mit Miniaturen, dabei wird es relativ schwer für mich alles zu überblicken. Vielleicht ist das auch nur ne Umstellungssache...

    Der neue Schirm ist insgesamt einige Zentimeter länger (!) und wenige Millimeter (!) höher als der alte, also ist mir schleierhaft, wie er gefühlt weniger Platz wegnehmen kann als ein dreifach gefalteter Bogen dünner Pappe, den man kaum ausbreiten kann, geschweige denn, wie der Eindruck, sich hinstellen zu müssen, erst durch die Umstellung aufkommen hat können.

    Klassisch haben Spielleiterschirme Hochformat, weil Sachen mit Text drauf das nun mal so haben, aber eben wegen der freien Sicht des Spielleiters (und wohl auch der besseren Standfestigkeit ob des niedrigeren Schwerpunkts) haben moderne Exemplare immer häufiger Querformat. Wieso die Aborea-Redaktion einen quadratischen Mittelweg gewählt hat, obwohl der Schirm somit nicht mehr in die Box passt, ist mir ehrlich gesagt nicht begreiflich.

    Standart

    Leiderschaft

    Standard. Es geht hier nicht um eine Art des Standes. Zum 67345298. Mal, liebe Leute.

    Leidenschaft. Hab ich ja noch nie gesehen, aber bei der Verteilung der Buchstaben auf der Tastatur kann's kaum unabsichtlich gewesen sein...

    Na da bin ich mal gespannt. So sehr ich mich auch darauf freue, im Palea-Atlas zu schmökern, meine persönliche Prioritätenliste war (und ist)

    • Abschluss Leet-Kampagne
    • Padova-Box
    • restliche Welt
    • weitere Abenteuer

    ...So hat der Umstand, dass ich aufgrund räumlicher Distanz nur sehr selten dazu komme, für meine Nichten zu leiten, zumindest einen Vorteil. (Ich denke, spätestens, wenn wir in ein paar Jahren mit der Kampagne endlich fertig sind, werd ich auf online umschwenken.)

    Ich würde mal annehmen, dass es sich um denjenigen handelt, der die Leet-Karte für Aborea gezeichnet hat ;)


    Bei djekspek handelt es sich allem Anschein nach um den niederländischen (Digital-)Künstler Herwin Wielink, der die Karte zur Illustration seines Portfolio auf seiner Webseite veröffentlicht hat.


    Sieht nach einer Version aus, die dann später nicht für die endgültige Farbkarte ausgewählt wurde.


    Würd ich jetzt nicht so formulieren; ganz offensichtlich handelt es sich um eine Reinzeichnung, die zur letzten Kontrolle/Abnahme vor der (Tuschierung und) Kolorierung dem Auftraggeber vorgelegt wurde (und nicht nach einer von mehreren zur Auswahl stehenden (skizzierten) Varianten) - die einzigen drei Unterschiede sind, dass in der Endversion der große Baum noch viel größer ist, der große Stein statt den Marktständen auf dem Dorfplatz steht, und keine Segelboote mehr im Hintergrund auf dem Laan fahren; ansonsten ist jeder einzelne Strich ident.

    Eigentlich will ich nur seit Langem schon darauf hinweisen, dass der Aborea-Spielleiterschirm auf Amazon.de in der falschen Kategorie ("Games", also Videospiele, sowie (neuerdings?) "Spielzeug", statt "Bücher" wie alle anderen Rollenspielspielleiterschirme) geführt wird, und ihr euch mal darum kümmern solltet (und darum, dass er dort wieder bestellbar ist).


    Ich habe zwar schon mal Amazon.de zu informieren versucht, aber da bei den Korrekturanmerkungen weder die Produktkategorie beanstandbar ist, noch eine allgemeine Kommentarbox zu Verfügung steht, musste ich es in ein nicht dafür vorgesehenes Feld zwängen, weswegen es wohl ignoriert (oder falsch interpretiert - siehe eventuell neue "Spielzeug"-Kategorie) wurde. (Und auf der Produktseite des Schirms finde ich mittlerweile überhaupt keine Korrekturmöglichkeit mehr.)


    Habe den Spielleiterschirm deswegen nicht gekauft, wie er rauskam, weil der Versand wegen der falschen Kategorie (und weil ich grade sonst nichts Neues zu bestellen hatte) nicht kostenlos gewesen wäre. Und lange war er ja dort auch nicht gerade verfügbar. Hab grade gesehen, dass auf dem Amazon-Marketplace neuerdings endlich wieder Angebote vorhanden sind, aber als armer Ösi sind mir da im Verhältnis für den Schirm allein die Versandkosten zu hoch, und ich wüsste nichts, was ich momentan sonst von den Anbietern wollen würde. (Nicht, dass es nichts Tolles gäbe, aber das würde leider doch alles nur unbenützt verstauben.)


    Ich würde ja auch direkt von euch kaufen, aber da herrscht selbiges Problem. Und einen lokalen Hobbyhändler meines Vertrauens habe ich leider an meinem derzeitigen Wohnort nicht einmal ansatzweise in der Nähe. Ich würde gerne im Sommer für meine Nichten leiten, und auch wenn er natürlich nicht unbedingt notwendig ist, hätte ich ihn schon gerne bis dahin; und zu einem Laden, der ihn eventuell haben könnte, komme ich wohl frühestens erst Mitte Sommer wieder einmal.

    2.) Improvisationstalent
    Was schief gehen kann geht schief!
    Du kannst Dich noch so gut vorbereiten, die Spieler werden immer einen anderen Weg gehen, als geplant ;)
    Das macht aber nichts. Wichtig ist, wie Du damit umgehst!
    Versuche niemals den Spieler (D)einen Weg aufzuzwängen, nur weil Du nichts anderes vorbereitet hast. Dieses "Railroading" kommt in der Regel ganz schlecht an. Versuche stattdessen zusammen mit den Spielern eine ganz neue Geschichte zu entwickeln. Auch wenn die Spieler möglicherweise etwas ganz Dummes tun wollen, weise sie ggf darauf hin. Wer dann nicht hören will, muss fühlen.

    Zwar grundsätzlich alles richtig, aber ob der fette Part für pure Anfänger so ideal ist? Hatte dieses Extrem bewusst nicht dezidiert erwähnt.

    Hab vor, im Sommer anzufangen, Aborea für meine Nichten zu leiten (bis dahin bin ich mit einem Komplettdurchlauf Quest mit der jüngsten und der mittleren sowie ein paar Mal Descent 2E mit der mittleren und der (seltener zugegenen) ältesten ausgelastet), und davor mal wieder etwas (zudem passende) Spielererfahrung zu sammeln, wär schon was Feines. Skype und Teamspeak wären beide okay. Roll20 hab ich damals bei Kickstarter unterstützt und ist schon ein großartiges Programm.


    Tendiere (für mich übrigens höchst ungewöhnlich) zu Mensch/Priester.

    Es gäbe gar keine Spielleiter/Meister, wenn nicht irgendwann mal Leute ohne Rollenspielerfahrung damit angefangen hätten. Und es ist ja auch nicht so, als ob (wie bei vielen Versionen des modernen Vampirmythos) alle Spielgruppen der Welt in direkter Spieler-Spielleiter-Abstammung zu Gygax' und Arnesons Grüppchen stehen würden. Soll heißen, das ist immer wieder passiert und wird auch immer wieder passieren; mach dir keinen Stress.
    Die Aborea-Heftchen sind ja alles andere als dick, also werden dir sicher alle, die auch nur halbwegs ernsthaft an TRPG interessiert sind, Anfangsschwierigkeiten nachsehen. Und die erfahrenen Spieler werden gelegentlich ausuferndes Geblätter ja wohl gewohnt sein. Der Aborea-Spielleiterschirm soll übrigens zur Reduzierung dessen ganz gut gelungen sein.


    Die meisten abweichenden Aktionen der SC haben keine großartig handlungsgefährdenden Auswirkungen; notfalls einfach einen NSC ihnen den nächsten Handlungsschritt praktisch ins Gesicht schreien, beziehungsweise vor die Füße werfen lassen. In extremen Fällen kann man zwar auf dem falschen Fuß erwischt werden, aber da sollte bei den kurzen Abenteuern in der Box noch keine große Gefahr bestehen, und wenn ihr eventuell nach und nach bei längeren anlangt, sollte sich bei dir auch Sicherheit durch Erfahrung einstellen, wie man die Sache möglichst elegant wieder auf Kurs bringt. So oder so muss der Spielleiter natürlich das Abenteuer durchgelesen und (mit mal mehr, mal weniger benötigtem Aufwand) vorbereitet haben, wobei einem ganz natürlich Ideen kommen, wie Leute reagieren könnten.
    Das einzige wirkliche Problem ist, wenn die Spieler(charaktere) das Abenteuer grundsätzlich verweigern, weil zum Beispiel ein Spieler keinen Gefallen an 08/15-Monsterhatz findet, oder ein Spieler findet, dass sein Schamanencharakter niemals in eine Stadt gehen, geschweige denn an einem Stadtabenteuer teilnehmen würde. Anfänger sollten damit wieder ins Boot geholt werden können, indem man sie daran erinnert, dass es ein Spiel über heldenhafte Abenteurer (bzw. das jeweilige Protagonistenkonzept bei anderen Settings) ist, und wenn man mit der Zeit erst mal die Vorlieben seiner Spielerschaft kennt, kann (und sollte) man die Abenteuer(anfänge) so strukturieren, beziehungsweise adaptieren, dass alle den Köder schlucken. Erfahrung mit CRPG hilft natürlich, um ein Gefühl dafür zu haben, wie eine Queste so alles aussehen kann, aber selbst ohne dürfte die Box genügend Anhaltspunkte und Inspiration liefern.